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Schlafprotokoll für Babys

Maik Schwede

Müde Eltern und quengelige Kinder – sehr viele Kinder schlafen in den ersten Jahren ausnahmslos schlecht. Sehr zum Leidwesen ihrer Eltern, denn diese haben sich das ganz anders vorgestellt und erhofft. Woran kann das liegen? Es gibt eine Vielzahl von Gründen für Schlafprobleme. Dennoch ist das Führen eines Schlafprotokolls eine extrem gute Möglichkeit, Probleme sichtbar zu machen, um dann gezielt in sanfter Form Lösungen zu entwickeln.   

Allen Eltern geht das häufige Aufstehen in der Nachtwenn das Kind ständig aufwacht, irgendwann richtig an die Substanz. Natürlich wissen alle Betroffene, dass es vielen Eltern genauso ergeht. Dieses Wissen ist in der Situation aber leider kein wirklicher Trost. Dennoch können sich Schlafprobleme bei Kindern nach einigen Monaten von ganz allein beheben. Oft halten aber auch Zwei- oder Dreijährige ihre Eltern gerade in der Nacht immer noch richtig auf Trab.

Natürlich sorgt in erster Linie die Entwicklung der Kinder dafür, dass sich die Probleme irgendwann von selbst regulieren und dann auch überstanden sind.

verzweifelte Eltern und schreiendes Baby im Familienbett

Dennoch kannst du als Elternteil einige Dinge dafür tun, dass sich zumindest die jetzige Situation verbessert. Das Führen eines Schlafprotokolls ist hierbei ein wirklich guter Anfang.   

Mit ungefähr 6 Monaten ist das natürliche Schlafmuster beim Baby ausgereift. Das bedeutet, dass Kinder, dann in ein Alter gekommen sindin dem sie dazu fähig sind, zu bestimmten Zeiten einzuschlafen und nachts durchzuschlafen (bedeutet bei einem Baby in diesem Alter ca. 4 - 6 Stunden am Stück)

Natürlich gibt es unzählige Gründe, warum und weshalb dein Baby nicht gut bzw. schlecht ein- oder durch schläft. Vielleicht liegt es aber daran, dass es z.B. zu früh oder zu lange im Bett liegt oder mittags zu lange schläft. Das Führen eines Schlafprotokolls kann hier Klarheit bringen.  

Warum ein Schlafprotokoll führen? 

Das Schlafprotokoll ermittelt den tatsächlichen Schlafbedarf eures Babys 

Jedes Kind braucht unterschiedlich viel Schlaf, das gilt auch für Neugeborene. Das eine Baby braucht täglich 17 Stunden Schlaf, wo hingegen das andere Baby zum Leidwesen seiner Eltern mit deutlich weniger Schlaf auskommt. Diesem Kind reichen vielleicht schon 12 Stunden pro Tag. Dieses Schlafverhalten wird sich leider auch in den kommenden Monaten und Jahren nicht viel ändern. Einige Kinder brauchen deutlich weniger und manche einfach mehr Schlaf als andere. 

Baby schläft in der swing2sleep Babyhängematte

Mit Hilfe des Schlafprotokolls kannst du dir ein genaues Bild darüber machen, wie viel Schlaf dein Baby tatsächlich innerhalb von 24 Stunden benötigt. So kannst du dich an den tatsächlichen Schlafbedarf deines Babys orientieren. Das gibt dir enorme Sicherheit und ist meist der erste Schritt, um Abhilfe bei Schlafproblemen zu schaffen oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Es empfiehlt sich, dass Schlafprotokoll über 2–3 Wochen zu führen, um festzustellen, wie lange dein Baby z.B. nur im Bett liegt, ohne dabei tatsächlich zu schlafen. Mit den so ermittelten Stunden des tatsächlichen Schlafbedarfes deines Babys, kannst du den Schlaf innerhalb von 24 Stunden besser planen.   

Du kannst schnell Zusammenhänge zwischen Mahlzeiten und Schreien erkennen 

Einige Babys leiden unter Allergien oder Unverträglichkeiten. Sie haben oft Probleme ein- bzw. durchzuschlafen. Aber auch Babys, die unter Koliken leiden oder Babys bei denen vermehrt geschluckte Luft zu Blähungen führen, drückt der Bauch gerade abends und sie wälzen sich unruhig hin und her. Manchmal ist uns dennoch nicht gleich klar, woran es liegt. Gerade diesen Problemen kannst du durch das Führen, eines Schlafprotokolls und durch eigene Notizen über Mahlzeiten und Schreizeiten schnell auf die Schliche kommenwenn du deine Einträge über mehrere Wochen vergleichst.  

Zusammenhänge zwischen Tagesprogramm und Schlafprobleme erkennen. 

Vielen Eltern ist es überhaupt nicht so bewusst, wie viele neue Eindrücke ihr Baby am Tag wirklich verarbeitet. Das Gehirn des Babys läuft ständig auf Hochtouren und der Filter, mit dem Wichtiges von Unwichtigem getrennt wird, muss sich erst noch entwickeln. Nicht nur Babys, die unter Regulationsstörungen leiden, können durch zu viel Besuch von Freunden und Bekannten oder durch zu viele Unternehmungen schnell überreizt sein. Sie brauchen dann einen ruhigeren und strukturierteren Tagesablauf als andere KinderBeim Führen des Schlafprotokolls und durch deine Notizen über das Schlafverhaltenwerden dir schnell die Zusammenhänge zwischen Unternehmungen des Tages und möglichen Schlafproblemen bewusst 

Probleme mit dem Schlaf-/Wachrhythmus erkennen 

Einige Babys entwickeln sehr früh von ganz allein einen eigenen Schlaf- und Wachrhythmus. Viele Babys benötigen dabei aber unsere Hilfe. Oft merken wir gar nicht, dass unser Tagesablauf, nicht mit dem Wach- und Schlafrhythmus  unseres Babys zusammen passt und das Kind häufig belastet. Gerade bei Babys mit Regulationsstörungen eignen sich feste Zeiten und abendliche Einschlafrituale. Das Schlafprotokoll hilft euch, einen geeigneten Rhythmus zu entwickeln. Denn dies zeigt dir, welche Schlafens- und Fütterungszeiten für mehr Ruhe und Entspannung sorgen und welche nicht richtig zu der inneren Uhr deines Babys passen. 

Schlafgewohnheiten deines Kindes (wieviel Schlaf braucht mein Kind tatsächlich)? 

An folgende Fragen, die auch in dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ stehen, kannst du ganz leicht überprüfen und analysieren, wie das Schlafverhalten deines Kindes ist und ob eventuell Handlungsbedarf besteht.  

  • Wann bringst ddein Kind ins Bett? 
  • Wann steht dein Kind morgens auf? 
  • Wie viele Stunden verbringt es nachts im Bett? 
  • Wie lange braucht dein Kind abends zum Einschlafen? 
  • Wie lange ist dein Kind nachts insgesamt wach? 
  • Wie viele Stunden schläft dein Kind nachts (reine Schlafzeit)? 
  • Von wann bis wann hält dein Kind sein(e) Mittagsschläfchen? 
  • Wie viele Stunden schläft dein Kind tagsüber? 
  • Wie viele Stunden Schlaf kommen tags und nachts zusammen? 

Ergebnis eines Schlafprotokolls 

Solltest du auf die folgenden Fragen keine klaren Antworten finden, kann dir das Führen eines Schlafprotokolls wirkungsvoll dabei helfen, ein Schlafmuster beim Kind zu erkennen und den tatsächlichen Schlafbedarf, innerhalb von 24 Stunden zu ermitteln.

Du erkennst eventuell, dass dein Baby eine lange Wachzeit in seinem Bett verbringt bevor es einschläft. Eure ausgewählte „zu Bett geh Zeit“ passt eventuell gar nicht zu dem Schlafverhalten und den Bedürfnissen des KindesEs beantwortet dir schnell Fragen, wie z.B.: Kann es sein, dass mein Baby tagsüber zu viel schläftWenn ja, kann daraus resultieren, dass euer Baby deshalb nachts nicht mehr durchschlafen kann und lange wach ist. 

Wir von swing2sleep haben uns dazu Gedanken gemacht und ein Schlafprotokoll für euch erstellt, welches ihr hier kostenlos downloaden könnt

Download Protokoll Button

Tipps zum Ausfüllen des Schlafprotokolls. 

Bitte alle Wachzeiten sofort aufschreiben. Sollte dein Baby nachts nämlich vermehrt aufwachen, wirst du dich später nicht immer genau an die Zeiten erinnern können. Viele Dinge in der Nacht passieren automatisch meist sogar im Halbschlaf. Hiermit sind das Wechseln der Windeln oder das nächtliche Füttern gemeint. Deshalb empfehlen wir dir, die Zeiten unbedingt sofort zu notieren. 

  1. Die tatsächliche Schlafenzeit notieren nicht die BettzeitenDas soll dazu beitragen, den tatsächlichen Schlafbedarf des Kindes zu ermitteln. Sollte dein Baby länger im Bett liegen, als es eigentlich notwendig wäre, könnte das unter Umständen dazu beitragen, dass ihr in der Nacht aktiver seid. Die Folge: Einschlafprobleme und häufiges Aufwachen mitten in der Nacht. Trage deshalb nur die reine Schlafenzeit ein, die dein Baby wirklich nur geschlafen hat. Es ist oft sinnvoll, die Einschlafzeiten andersfarbig zu notieren.  
  2. Die Mahlzeiten aufschreiben: Wir empfehlen dir, zusätzlich zu den Schlafzeiten auch die Fütterungszeiten einzutragen. So bekommst du schnell einen guten Überblick über euren Tagesablauf und kannst eventuell Zusammenhänge zwischen Füttern und Schreiphasen erkennen. Man erkennt innerhalb kürzester Zeit, wie oft das Baby Hunger hat und ob ein Rhythmus vorliegt. 
  3. Schreiphasen eintragen: Dieses Tagebuch ist ein guter Helfer für die Hebamme oder für euren Kinderarzt die Schreiphasen des Babys gut sichtbar machen. Du erkennst eventuell selbst ein Muster und durch sanftes Anpassen der Schlafenzeiten und Verbesserung der Schlafsituationen, wirst du eine deutlich verkürzte Schreizeit erzielen.  
  4. Das Schlafprotokoll mindestens über 2-3 Wochen führen: Da sich der Schlafrhythmus am Anfang noch täglich beim Babys ändern kann, ist es sinnvoll das Protokoll über einen längeren Zeitraum zu führen. Damit klammerst du sofort auch vorübergehende schwierige Phasen, wie Infekte, Wachstumsschübe oder das Zahnen aus. 

        24 Stunden Schlafprotokoll Muster

        Andere Ursache für Schlafprobleme  

        Intensives Tagesprogramm – überreiztes Baby 

        Viele Babys sind mit einem zu gefülltem Tagesprogramm einfach überfordert. Die vielen Reize, die tagsüber auf sie einströmen, können sie noch nicht so gut verarbeiten. Sie schlafen deshalb oft schlechter. Sollte es dann abends vor dem Schlafen auch noch turbulent werden, ist es für viele Babys fast unmöglich problemlos einzuschlafen. Wenn du einen Zusammenhang zwischen dem Tagesprogramm und dem Schlafverhalten deines Babys bemerkst,  sollten alle vorabendliche Aktivitäten auf ein Minimum reduziert werden. Allerdings wäre es schön, wenn es hierbei allen Beteiligten dabei gut geht. Nicht, das du denkst, dass ihr nie wieder Besuch haben dürft, so lange euer Baby so klein istNur bitte gut dosieren. Auch das Einführen von abendlichen Einschlafritualen hat sich bei Babys, die unter Regulationsstörungen leiden, bestens bewährt.  

        Zu viel oder zu wenig Schlaf? 

        Jedes Kind hat einen anderen SchlafbedarfUnsere Studien haben ergeben, dass bei einigen Familien die Erwartungen der Eltern nicht mit ihrem tatsächlichen Schlafbedürfnis ihrer Kinder übereinstimmen. Ein Baby das von 20:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr morgens im Bett liegt und schläft, ist eine absolute Ausnahme. Sollte dein Baby zu lange im Bett liegen, wird es durchaus Probleme mit dem Einschlafen haben oder in der Nacht häufig aufwachen

        Auch zu wenig Schlaf kann zu Schlaflosigkeit führen! 

        Gerade bei Babys, die unter Regulationsstörungen leiden, kann eine Überreizung und Übermüdung dazu führen, dass sie gar nicht mehr herunterkommen. Sie drehen dann immer mehr auf, obwohl sie eigentlich total müde sind. Gerade am Tage finden Babys mit Regulationsstörung nur sehr schlecht in den Schlaf. Die mangelnden Mittagsschläfchen sorgen zusätzlich dafür, dass auch der Nachtschlaf sehr unruhig ist. Viele bekommen weit weniger Schlaf, als sie eigentlich bräuchten und werden in Folge dessen immer unruhiger und quengliger. Das Schlafprotokoll wird dir den tatsächlichen Schlafbedarf deines Kindes aufzeigen und du kannst die Schlafzeiten sinnvoll über den Tag verteilen. So sorgst du für die genau richtige Menge an Schlaf für dein Baby.  

        Großes Bedürfnis nach Nähe 

        Einige Babys brauchen besonders viel Nähe und Hautkontakt. Sie wachen nachts immer wieder auf, weil sie im Halbschlaf feststellen, dass Mama oder Papa nicht mehr neben ihnen liegen (sie sich im Bett einfach verloren fühlen). Hier kann das Schlafen im Elternbett eine gute Variante sein, damit das Baby genug Schlaf bekommt und man selbst auch mehr Ruhe findet. Allerdings ist das Schlafen in unserer Federwiege die beste Alternative. Durch die gemütliche Enge, dass unser qualitativ hochwertiges Netz bietet, fühlt sich dein Baby sicher und geborgen, so wie damals im Mutterleib.  

        Hunger oder Durst? 

        Gerade Babys, die in einem Wachstumsschub stecken, schreien oft, schlafen schlechter und haben vermehrt Hunger. Zusätzliche Fütterungen in diesen Phasen haben oft sehr großen Erfolg. Solltest du stillen, stille deshalb immer nach Bedarf und nicht nach der Uhrzeit.  

        Fehlender oder falscher Rhythmus! 

        Es gibt Babys, die eher zu den Frühaufstehern gehören und Babys, die morgens einfach nicht aus dem Bett kommen. Sollte der Schlaf-/ Wachrhythmus nicht zu ihrer inneren Uhr passen, kommt euer Baby abends nicht wirklich zur Ruhe und morgens bekommt ihr es nicht aus den Federn. Der Rhythmus bei Kindern entwickelt sich zum Glück in den meisten Fällen im Laufe der Zeit von selbstOft vermitteln Eltern durch den eigenen Schlafrhythmus, wann diese Zeiten sind. Es wird empfohlen ein paar Wochen lang die nächtlichen Schlafzeiten strikt einzuhalten bis sich das Baby daran gewöhnt hat. 

        Das Nervensystem ist noch nicht voll ausgebildet 

        Natürlich schlafen Babys anders als Erwachsene. Ihre Tiefschlafphasen sind deutlich kürzer als unsere und die Leichtschlafphasen halten deutlich länger an. Dies dient dem Zweck, dass das Baby von Anfang an darauf programmiert ist, öfters aufzuwachen, um zu überprüfen ob alles noch seine Ordnung hat. Mutternatur hat das geschickt eingefädelt! Denn so sichern Babys ihr Überleben. Falls sich nämlich irgendetwas geändert hat, anderer Ort, Mama oder Papa nicht in der Nähe wachen sie vollständig auf und machen mit Schreien auf sich aufmerksam. Mit der Zeit verlängern sich aber auch die Tiefschlafphasen bei euren Kindern. Babys mit Regulationsstörungen schlafen allerdings noch unruhiger als andere. Sie können Reize noch schlechter ausblenden. Daher werden sie von jedem noch so kleinen Geräusch vollständig geweckt. Monotone Geräusche wie Brummen oder dem weißen Rauschen, hilft ihnen extrem gut, sich sicher zu fühlenDie swing2sleep bietet hier eurem Baby ein unvergleichbares kontinuierliches Sicherheitsgefühl. Es wird spürbar weniger wach. Auch das auf und ab wippen, wie zuvor im Mutterleib, sorgt für eine automatische rhythmische Bewegung. Euer Baby fühlt sich einfach nur geborgen und die ersten Eindrücke dieser Welt sind sicher und wunderschön.  

        Infekte, Zähne und Wachstumsschübe 

        Alle Eltern kennen diese Phasen. Man hat sich gerade daran gewöhnt, dass das Baby ein paar Stunden am Stück durchschläft und mit einem Schlag wacht es plötzlich wieder jede Stunde auf. Ein Infekt ist im Anmarsch oder die ersten Zähnchen wollen durchbrechen. Diese Phasen kommen gerade im ersten Lebensjahr öfter vor. Hier helfen viel Nähe, Verständnis und starke Nerven. Denn erst wenn der Infekt abgeklungen ist, der Zahn durchgebrochen oder der Wachstumsschub abgeschlossen ist, kehrt wieder mehr Normalität zurück.  

        Blockaden und KISS-Syndrom 

        Gerade bei Müttern, die eine schwere Geburt erlebt haben, kann das Baby vermehrt unruhig sein. Da hilft oft der Gang zum Osteopathen. Hier könnt ihr abklären lassen, ob sich eventuell während der Geburt bei eurem Baby Wirbel verschoben haben. Dies kann zu sehr schmerzhaften Blockarden im gesamten Körper führen. Unbehandelt führen diese im Laufe der Zeit zu Fehlhaltungen. Dieses kann oft der Grund dafür sein warum euer Baby vermehrt schreit oder schlecht zur Ruhe kommt. 

        Nicht nur das Führen eines Schlafprotokolls kann Deinem Baby wirkungsvoll dabei helfen besser ein- und durchzuschlafen auch die Kombination aus rhythmischer Bewegung und einer angenehmen Enge, wie in unserer swing2sleep Federwiege.

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        Das Team von swing2sleep wünscht erholsame Nächte. 


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