Babys Schlaf: Der Ratgeber für ruhige Nächte

Alles was Eltern über Babys Schlaf in den ersten Monaten wissen sollten

“Schlaf, Kindlein, Schlaf…” - dieses alte Kinderlied klingt aus den Kehlen übermüdeter Eltern nicht selten wie ein flehendes Mantra. Die haben in der ersten Zeit nach der Geburt ihres kleinen Wunders nämlich vor allem eines: tiefe, dunkle Schatten unter den Augen. Das Resultat zahlreicher schlafloser Nächte. Zwar schlafen Babys in den ersten Lebensmonaten viel, nach 9 Monaten in Mamas wohligen Bauch müssen sie sich aber erst einmal an Tag und Nacht gewöhnen. Doch wie entwickelt sich Babys Schlaf im ersten Lebensjahr? Und was könnt ihr als Eltern tun, um euer Baby beim Einschlafen zu unterstützen?

Das Wichtigste in aller Kürze

1. Babys Schlaf in den ersten 12 Monaten

Babys haben vor allem in den ersten Lebensmonaten einen sehr hohen Schlafbedarf, wie viel ist allerdings von Kind zu Kind verschieden...

2. Wie kann ich Babys Schlaf unterstützen?

Euer Baby hat von Anfang an seinen eigenen Kopf und entscheidet selbst, wann es schlafen möchte. Es gibt aber einige Dinge, die ihr als Eltern tun könnt...

3. Wie erkenne ich Schlafstörungen bei Babys?

Ein- und Durchschlafprobleme sind bei Babys und Kleinkindern relativ normal und in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Solange ihr auf...

1. Babys Schlaf in den ersten 12 Monaten

Wie viel Schlaf brauchen Babys?

Babys haben vor allem in den ersten Lebensmonaten einen sehr hohen Schlafbedarf, wie viel ist allerdings von Kind zu Kind verschieden: Manche Babys sind Langschläfer, während andere mit weniger Schlaf auskommen. Hier unterscheiden sich die Kleinen also nicht von uns Erwachsenen. Es gibt allerdings Durchschnittswerte, die ihr dieser Baby-Schlaf-Tabelle entnehmen könnt: 

babys schlaf in den ersten 12 monaten infografik

In den ersten drei Monaten schlafen Babys im Durchschnitt 16 bis 18 Stunden täglich, die sich auf vier bis fünf Schläfchen über Tag und Nacht verteilen. An unsere bunte Welt müssen sie sich nach der gemütlichen Dunkelheit in Mamas dunklem Bauch erst einmal gewöhnen. Die meisten Babys entwickeln erst ab dem vierten bis sechsten Monat ein wirkliches Gefühl für Tag und Nacht. Bis dahin behalten sie den Schlaf-Wach-Rhythmus bei, an den sie sich im Mutterleib ab der 36. Schwangerschaftswoche gewöhnt haben.

Ab dem vierten bis sechsten Monat verringert sich ihr Schlafbedürfnis bereits deutlich auf ca. 15 Stunden. So langsam gewöhnen sie sich an den neuen Rhythmus und verlagern den Schlaf bis zum 12. Lebensmonat zunehmend in die Nacht. Anders als bei Erwachsenen überwiegt bei Babys übrigens der REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement- Schlaf). Mehr Infos dazu erhältst du in unserem Blogbeitrag über Babys Schlafbedarf.

Ab wann schlafen Babys durch?

Ab wann dein kleiner Spatz durchschläft, ist ebenso individuell wie sein persönliches Schlafbedürfnis. Wie du unserer Baby-Schlaf-Tabelle entnehmen kannst, schlafen die meisten Babys ab dem siebten bis neunten Monat durch. Bei einigen klappt es auch schon ab dem sechsten Monat, während andere etwas länger brauchen. 

Bis zum ersten Lebensjahr können Babys in der Regel sechs bis acht Stunden durchschlafen. Als Eltern müsst ihr euch also noch etwas gedulden, bis ihr nicht mehr mitten in der Nacht geweckt werdet. Ihr könnt aber auch einiges tun, um das Durchschlafen bei eurem kleinen Schatz zu fördern, worauf wir weiter unten näher eingehen werden.

Schlafprotokoll für Babys

Wir empfehlen euch außerdem, ein Schlafprotokoll für euer Baby zu führen. Insbesondere in den ersten Lebensmonaten hilft es euch, das Schlafverhalten eures Babys zu dokumentieren und sein natürliches Schlafmuster zu erkennen. Dieses stellt sich in der Regel ab dem sechsten Monat ein, bei manchen Kindern dauert es aber durchaus länger, was kein Grund zur Besorgnis ist. 

Die Gründe für die Ein- oder Durchschlafprobleme eures Kindes können vielfältig sein: Schläft euer Baby mittags eventuell zu lange und wird deswegen abends nicht müde? Oder ist ihm eventuell zu warm und es schwitzt in der Nacht? Haltet eure Beobachtungen und die Schlafenszeiten genauestens fest, damit ihr den Ursachen für Babys Schlafprobleme schnell auf den Grund gehen könnt. 

In unserem Beitrag “Schlafprotokoll für Babys” erklären wir euch noch einmal genau, wieso ihr den Schlaf eures Babys protokollieren solltet und wie ihr dabei am besten vorgeht.

In den ersten Lebensmonaten schläft euer Baby sehr viel, es muss sich aber erst an den Wechsel von Tag und Nacht gewöhnen. Ab dem 7. bis 12. Monat schläft es in der Regel bereits sechs bis acht Stunden in der Nacht durch. Ein Schlafprotokoll hilft euch dabei, Babys Schlaf zu dokumentieren.

2. Wie kann ich Babys Schlaf unterstützen?

Euer Baby hat von Anfang an seinen eigenen Kopf und entscheidet selbst, wann es schlafen möchte. Es gibt aber einige Dinge, die ihr als Eltern tun könnt, um Babys Schlaf zu unterstützen. Das Wichtigste ist ein geregelter Tagesablauf, damit euer Kind lernt, dass die Nacht zum Schlafen da ist.

Tipps für einen gesunden Babyschlaf:

- Achtet auf einen geregelten Tagesablauf und haltet feste Essens-, Spiel- und Schlafzeiten ein. 

- Legt euer müdes Baby immer in seinem Bettchen auf dem Rücken ab - auch tagsüber. So lernt es, dass sein Bett ein sicherer Ort ist.

- Wählt eine feste Matratze und verzichtet auf Kissen.

- Versucht ab dem sechsten Monat etwa vier Stunden zwischen dem letzten Tages- und ersten Nachtschlaf vergehen zu lassen, damit euer Baby abends müde ist.

- Euer kleiner Spatz sollte abends genug getrunken haben und satt sein, bevor ihr es schlafen legt.

- Regelmäßige Abend- und Einschlafrituale helfen eurem Kind zur Ruhe zu kommen und vermitteln Sicherheit.

- Achtet auf eine angenehme Schlafumgebung im Kinderzimmer. Es sollte ruhig und nicht zu warm sein (ideal sind 16 bis 18 Grad Celsius). Das Licht sollte außerdem gedämmt sein.

- Wenn ihr euer Baby zum Schlafen ins Bettchen legt, sollte es müde, aber wach sein. Dadurch lernt es, ohne Hilfsmittel einzuschlafen.

Euer Baby hat allerdings bereits seinen eigenen Kopf. Es entscheidet selbst, wann es schlafen möchte, und es kann immer mal wieder vorkommen, dass es nachts plötzlich aufwacht. Dann heißt es vor allem eines: Ruhe bewahren! Vermeidet es, wenn möglich, das Licht anzuschalten und nehmt euren kleinen Spatz nicht sofort aus dem Bettchen. Sprecht eurem Baby lieber ein paar beruhigende Worte zu oder singt ihm ein Schlaflied. 

Legt euch bitte möglichst nicht zu eurem Baby ins Bettchen und versucht auch nicht, es nachts mit einem Schnuller oder Spielzeug ruhigzustellen. Denn dann könnte sich euer Baby an diese Einschlafhilfen gewöhnen und findet ohne sie schlechter in den Schlaf. Auch wenn die Windel voll ist, sollte das Wechseln in der Nacht möglichst unaufgeregt und rasch vonstattengehen, damit euer Baby nicht unnötig aufgewühlt wird.

swing to sleep baby

Einschlafrituale für Babys

Babys und Kleinkinder haben eine immense Angst vor dem Verlassenwerden und haben ihre Eltern am liebsten ganz nah bei sich. Wenn euer Baby nachts alleine ins Bettchen soll, bedeutet das für euer Kleines immer auch eine Trennung von Mama und Papa. Diesen Abschied können sie nur schwer akzeptieren, denn gerade Babys verstehen noch nicht, dass ihre Eltern sie nicht alleine lassen und sich lediglich im Nebenzimmer in ihrer Nähe aufhalten. Mit einem immer gleich-ablaufenden Ritual, dass ihr bereits ab der achten Lebenswoche einführen könnt, erleichtert ihr eurem Kind den nächtlichen “Abschied” und bereitet es auf spielerische Weise auf das Schlafengehen vor. 

Wie ihr euer Ritual gestaltet, bleibt euch überlassen. Wichtig ist aber, dass es euer Baby beruhigt und auf den Schlaf vorbereitet. Herumtoben, wildes Spielen und ein laufender Fernseher sind vor dem Schlafengehen absolut tabu, da sie euer Kind zu sehr aufputschen würden. Vielmehr solltet ihr euer Einschlafritual möglichst unaufgeregt gestalten und etwa eine halbe Stunde dafür einplanen. 

Ob ihr mit der abendlichen Körperpflege im Bad, mit einem Kinderbuch auf der Couch oder direkt im Kinderzimmer beginnt, bleibt euch überlassen. Es bietet sich allerdings an, das Waschen, Zähneputzen, Wickeln und Anziehen des Schlafanzugs in eurer Abendroutine fest zu etablieren. Des Weiteren haben wir folgende Vorschläge für ein altersgerechtes Einschlafritual

- Für die ganz kleinen: Kuscheln, stillen und gepuckt in der Federwiege von swing2sleep schaukeln lassen.
- Bilderbuch anschauen oder Vorlesen, um die kognitiven Fähigkeiten und Sprachentwicklung eures Kindes zu fördern.
- Vorsingen oder (mit Kleinkindern) gemeinsam Singen. 
- Eine Spieluhr aufziehen oder ein Hörspiel laufen lassen.

Was ziehe ich meinem Baby nachts an?

Damit euer Baby leicht in den Schlaf findet, sollte es im Kinderzimmer nicht zu warm sein. Die ideale Schlaftemperatur beträgt für Babys wie auch für Erwachsene 16 bis 19 Grad Celsius. Es bietet sich daher an, die Zimmertemperatur regelmäßig mit einem Thermometer zu überprüfen. Doch auch die Schlafbekleidung eures Babys ist wichtig, damit ihr eine Überhitzung vermeidet. 

Für einen sicheren Schlaf solltet ihr auf eine Bettdecke verzichten und lieber einen Baby-Schlafsack verwenden. Das verhindert nicht nur, dass es eurem Baby zu warm wird, sondern vermindert auch das Risiko des Plötzlichen Kindstods enorm. In einem Schlafsack kann euer Baby sich nämlich nicht so leicht auf den Bauch drehen oder unter die Decke geraten und im schlimmsten Fall ersticken. Außerdem fühlt sich euer Kleines im Schlafsack geborgen und es wird ihm nicht zu kalt. Weitere Tipps zur Wahl der richtigen Schlafbekleidung findest du in unserem Blogbeitrag “Babys nachts anziehen”.

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Damit sich euer Kind an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt, ist ein geregelter Tagesablauf wichtig. Außerdem helfen Einschlafrituale eurem Baby, leichter in den Schlaf zu finden.

3. Wie erkenne ich Schlafstörungen bei Babys?

Ein- und Durchschlafprobleme sind bei Babys und Kleinkindern relativ normal und in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Solange ihr auf einen geregelten Tagesablauf achtet und euer Baby gezielt unterstützt einen natürlichen und gesunden Schlafrhythmus zu finden, sollte sich der Schlaf eures Kindes mit der Zeit einpendeln und verbessern. 

Es kann aber natürlich auch vorkommen, dass ein bestimmter Grund hinter den Schlafproblemen eures Kindes steckt. Wenn euer Kind tagsüber sehr quengelig oder unausgeglichen ist, weil es nachts nicht gut schläft, könnte eine Schlafstörung dahinter stecken.

Schnarchen und Apnoe

Ja, auch Babys können bereits ganz schön schnarchen und ihre Eltern durch lautes Sägen aufwecken, besonders wenn sie im selben Zimmer schlafen (siehe hierzu unseren Beitrag zum Thema “Co-Sleeping”). Doch auch Atemaussetzer, in der Fachsprache Apnoe genannt, sind bei Babys möglich und sollten unbedingt abgeklärt werden. Meist steckt eine Fehlstellung des Kiefers, eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder vergrößerte Mandeln als Ursache dahinter.

Nachtschreck

Der Nachtschreck (Pavor nocturnus) tritt meist erst bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren auf, dennoch möchten wir ihn hier mitaufnehmen, denn er gehört zu den häufigsten Aufwachstörungen. Er ist zwar oft harmlos, fügt euch als Eltern aber im wahrsten Sinne des Wortes einen ordentlichen Schrecken zu: Gerade hat euer Baby noch wie ein Engel geschlafen, plötzlich schreit und weint es wie am Spieß. Dass es sich dabei um einen Nachtschreck handelt, erkennt ihr an folgenden Hinweisen:

- Euer Baby scheint immer noch zu schlafen. 
- Es lässt sich nicht oder nur schwer aufwecken.
- Es wirkt ängstlich, schreit panisch. 
- Am nächsten Tag kann es sich an nichts erinnern. 

Meist verschwindet der Nachtschreck so schnell wie er gekommen ist, da er häufig nur ein Symptom eines anderen Problems ist, wie zum Beispiel: 

- Schlafmangel
- Fieber
- emotionale Belastungen

swing to sleep baby schlaf

Schlaftrunkenheit

Dieses Problem ist eigentlich keine Schlafstörung im eigentlichen Sinne, kommt allerdings sehr häufig vor. Denn wenn dein Baby plötzlich geweckt wird oder mitten in der Nacht wach wird, dauert es häufig um die 15 Minuten, bis es sich orientieren kann. Schlaftrunkenheit äußerst sich vor allem durch

- eine örtliche und zeitliche Orientierungslosigkeit
- eine undeutliche Sprache (bei Kleinkindern und Kindern)
- verlangsamte Reaktionen

Zu den häufigsten Schlafproblemen bei Babys und Kleinkindern gehören Apnoe (Atemaussetzer), Nachtschreck und Schlaftrunkenheit. Sie sind meist unbedenklich, kommen sie allerdings häufiger vor, solltet ihr die Ursache professionell abklären lassen.

Ihr sucht nach weiteren Tipps, wie ihr den Schlaf eures Babys verbessern könnt? In unserem Babyschlaf Blog veröffentlichen wir regelmäßig hilfreiche Artikel zum Thema, damit ihr und euer Baby besser in den Schlaf kommt und die elterlichen Augenringe sich zumindest in Grenzen halten.

Sollte euer Neugeborenes besonders schlecht in den Schlaf finden, könnt ihr es mit unseren swing2sleep-Federwiegen ganz sanft in den Schlaf schaukeln. Und das Beste: Ihr könnt unsere Federwiegen auch mieten, denn oft benötigt ihr sie nur für ein paar Monate. So habt ihr auch die Möglichkeit erst einmal zu testen, wie euer Kleines auf die Schwingungen unserer Federwiegen reagiert.

Wir wünschen euch und eurem Baby möglichst erholsame Nächte und vor allem viele süße Träume!

Mehr dazu in unserem Babyschlaf Blog

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