Co Sleeping: Mit Kind im Elternbett

Co Sleeping ist ein peppiger neuer Name für eine Sache, die so alt ist wie die Menschheit selbst: Das Kind schläft mit im elterlichen Bett. Das klingt profan, und dennoch scheiden sich an dem Thema die Geister, und Eltern sind verunsichert. Was ist das Beste für das Kind? Im Elternbett schlafen lassen? Ein Babybalkon? Ein Beistellbett? Oder gar ein eigenes Zimmer? In diesem Artikel versuchen wir, ein paar Antworten zu geben. 

Baby schläft im Familienbett zwischen den Eltern

Co Sleeping: Uralter Brauch auf dem Prüfstand

Beim Co Sleeping schläft der Säugling bei seinen Eltern mit im Bett. In vielen Ländern rund um den Erdball ist das seit Menschengedenken eine Selbstverständlichkeit. In hoch industrialisierten Ländern ist es jedoch aus der Mode gekommen. Inzwischen gibt es den Trend, zu einem natürlicheren Umgang mit dem Nachwuchs zurückzukehren. Während das bei vielen Aspekten wie etwa beim Stillen oder bei Fragen der Früherziehung durchaus sinnvoll ist, scheiden sich beim Co Sleeping die Geister. Diese Praxis ist nämlich nicht ganz gefahrlos. 

Toll... tückisch... tödlich? 

Schlaf ist für für die körperliche und geistige Entwicklung des Babys ungemein wichtig. Darum sollte er so erholsam und so tief wie möglich sein. Kommt es zum Schlafentzug, kann dies das Wohlbefinden beeinträchtigen, was ein übel gelauntes, quengeliges Kind nach sich zieht oder gar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Entwicklungsstörungen führen kann. 

Gegner des Co Sleeping argumentieren, dass das Schlafen im Elternbett die Kinder unselbstständig werden lasse. Ihrer Auffassung nach sei es schwierig, irgendwann einen Schlussstrich zu ziehen und die Kinder aus dem Elternbett in ihr eigenes Bettchen oder gar Zimmer umziehen zu lassen. Am schwersten wiegt jedoch die Annahme, dass das Schlafen im Elternbett den plötzlichen Kindstod begünstigen könne und es ferner möglich sei, das Kind versehentlich zu erdrücken.  

Befürworter halten dem entgegen, dass es seit Urzeiten das Normalste der Welt seiBabys bei ihren Eltern im Bett schlafen zu lassen. Babys suchten immer die körperliche Nähe ihrer Eltern.  

Ferner würden es die allermeisten Kinder mit 2 oder 3 Jahren ohnehin irgendwann bevorzugen, im eigenen Bett zu schlafen – ein Faktor, der sich sicherlich auch durch eine attraktive Gestaltung des Bettchens oder Kinderzimmers beeinflussen lässt. 

Tatsächlich zeigen Studien, dass bei den Eltern schlafende Säuglinge zwar häufiger aufwachen als Babys, die allein schlafen. Dafür weinen sie dabei weniger und schlafen auch schneller wieder ein. Sie trinken sogar etwas häufiger als alleine schlafenden Babys, was sich positiv auf ihr Immunsystem auswirkt.  

Dagegen gibt es keine einzige Studie, die besagt, dass Kinder, die alleine schlafenfrüher selbständiger oder unabhängiger wären als Co-Sleeper 

Re Co Sleeping 

Wenn Kinder im Alter von 4 oder 5 Jahren plötzlich wieder bei Mama und Papa im Bett schlafen wollen, obwohl sie doch schon längst ihr eigenes Bett gewöhnt sind, wird das „Re Co Sleeping“ genannt. Ein Grund zur Sorge besteht hier jedoch nicht. Es handelt sich dabei um eine vorübergehende Phase der Verunsicherung, die genauso schnell wieder geht, wie sie gekommen ist. Nur wenn daraus ein regelrechtes Klammern wird, sollten Eltern aufhorchen. Dann könnte nämlich irgendeine Angst dahinterstecken, oder vielleicht auch Eifersucht, weil ein Geschwisterchen gekommen ist?  

Was ist also der richtige Weg? 

Wie lassen sich die Vorteile der elterlichen Nähe bewahren und gleichzeitig die Risiken vermeiden? Ein Kompromiss bietet sich an: Das Baby schläft zwar nicht direkt mit im Elternbett, aber doch im elterlichen Schlafzimmer – wenn auch im eigenen Bettchen. Dann fühlt sich das Kind nicht alleine, weil es seine Eltern hören kann, aber die Gefahr, unter die Bettdecke zu rutschen oder erdrückt zu werden, entfällt.  

Auch das Risiko des plötzlichen Säuglingstods sinkt, weil die Geräusche und Gerüche der Eltern verhindern, dass das Baby zu sehr in den Tiefschlaf fällt, was wiederum die Gefahr eines Herzstillstands bzw. längerer Atemaussetzer reduziert. 

Ausgesprochen praktisch sind auch Babybalkone. Dabei handelt es sich um Babybettchen, die auf einer Seite offen sind und direkt am Elternbett angedockt werden können. Somit schläft das Kind also quasi in einer Verlängerung eures Betts. Muss es gestillt werden, ist das Baby in Armeslänge greifbar, ohne dafür aufstehen zu müssen 

Regeln für das Schlafen im Familienbett 

Wenn ihr euch trotz allem dafür entscheidet, euer Baby bei euch im Familienbett schlafen zu lassen, solltet ihr unbedingt ein paar Regeln einhalten 

  • Das Baby sollte immer auf dem Rücken liegen. 
  • Es darf sich nicht um ein Wasserbett handeln und die Matratze sollte keinesfalls zu weich sein. 
  • Felle, Decken und Kuscheltiere werden aus dem Bett verbannt. 
  • Haustiere sollten nicht im selben Zimmer schlafen. 
  • Das Bett muss so gesichert sein, dass das Baby nirgendwo herausfallen kann.  
  • Die Liegefläche muss genügend Platz und Freiraum für alle bieten. Ein Familienbett sollte also unbedingt ausreichend groß sein.  
  • Keinesfalls dürfen Eltern, dereKind bei ihnen im Bett schläft, Alkohol, Drogen oder Beruhigungsmittel konsumieren 
  • Die ausgeatmete Luft von Rauchern enthält Schadstoffreste. Aus dies kann den plötzlichen Säuglingstod begünstigen. Babys sollten nicht im gleichen Zimmer wie Raucher schlafen 
  • Wer übergewichtig ist oder an Schlafapnoe leidet, sollte sein Baby besser nicht im Elternbett schlafen lassen.  
  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16 und 18 Grad Celsius betragen. Im Familienbett ist es immer etwas wärmerdaher gilt: Das Baby lieber nicht zu warm anziehen!  

Fazit

Co Sleeping hat große Vorteile, birgt aber auch ernste Risiken. Die große Nähe der Eltern gibt dem Kind Nestwärme und Geborgenheit, was sich positiv auf seine Entwicklung auswirken kann. Allerdings besteht die Gefahr, das Kind im Schlaf zu erdrücken oder es zu überwärmen – eine vermutete Ursache für plötzlichen Säuglingstod.

Ein Babybalkon oder Kinderbettchen im Elternschlafzimmer bietet eine echte Altarnative. Das Nähegefühl wird bewahrt, und gleichzeitig werden die Risiken ausgeschlossen. Noch besser wird es, wenn ihr dem Schlaf eures Babys mit einer swing2sleep Starthilfe gebt.

In ihr wird euer Kind von sanften Schwingungen behutsam in den Schlaf gewiegt. Dabei fühlt es sich durch die enge Begrenzung geborgen wie im Mutterleib. Sobald es eingeschlafen ist, könnt ihr es in sein Bettchen oder den Babybalkon legen. Bitte denkt daran, dass es sich bei der swing2sleep um eine reine Einschlafhilfe handelt. Sie ist kein Ersatz für ein Bettchen. oder eine Krippe. 

Das Team von swing2sleep wünscht allen Eltern und deren Babys einen erholsamen Schlaf.

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