Mit Akupressur gegen Blähungen

Wohltuende Berührungen lieben wohl die meisten Menschen, und Babys  sind da keine Ausnahme. Auch sie sind ganz verrückt nach zärtlichen Berührungen. Doch die Effekte von Berührungen können sehr vielfältig sein. Es gibt welche, die anregen, und solche, die eher beruhigen. 
Eine Berührung sendet immer auch eine Botschaft an den Körper, deswegen können bestimmte Handgriffe so manche Beschwerde lindern. Tatsächlich hilft Akupressur sogar bei Blähungen.  

Akupressur: Ein Wundermittel gegen Blähungen?

Die wohltuenden Handgriffe der Akupressur sind gar nicht so schwierig zu erlernen. Allerdings können Massagegriffe und Übungen niemals ein Ersatz für eine Therapie sein. Wenn euer Baby also Schmerzen hat, solltet ihr immer zum Arzt gehen. Wenn es dagegen nur ein bisschen quengelig ist und möglicherweise Bauchschmerzen oder eine weinerliche Phase hat, kann eine zielgerichtete Akupressur durchaus helfen. 

Bei der Akupressur werden bestimmte Punkte mit einer Druckmassagetechnik stimuliert, um einen lindernden Effekt zu erzielen. Ausgeübt wird der Druck mit den Fingerkuppen, mit dem Daumen oder bei Erwachsenen auch mit der ganzen Handfläche.  

Die Akupressur ist eng mit dem japanischen Shiatsu verwandt, das seinerseits Eingang in die traditionelle chinesische Medizin  gefunden hat. Diese Heilphilosophie geht davon aus, dass ein freies Fließen der Lebensenergie, Chi, die Voraussetzung für eine optimale Gesundheit ist. Ist dieser Fluss gestört, kommt es zu Problemen, die man mithilfe einer Akupressur-Massage wieder ausgleichen kann.  

Voraussetzungen

Außer euren (vorgewärmten) Händen ist für eine Akupressur kaum noch etwas anderes erforderlich. Ein bisschen Zeit und Ruhe, eine Decke und ein warmer Raum. Das war's. Das Baby sollte bei der Akupressur am besten nur mit einem Body bekleidet sein.

Baby mit blauem Body liegt auf dem Bett 

Durchführung

Da euer Kind noch nicht sprechen kann, ist es umso wichtiger, genau auf seine Signale zu achten. Wenn es anfängt zu quengeln oder einen bestimmten Griff offensichtlich nicht mag, dann wechselt den Griff oder hört ganz auf. Das Baby soll sich zu nichts gezwungen fühlen. Das ist auch wichtig, damit eine solche Massage eine angenehme Erfahrung bleibt. Die Anwendung bietet sich etwa ein- bis dreimal pro Woche an. Häufig lassen sich damit Schmerzen und Blockaden auflösen, aber die Eltern-Kind-Bindung stärkt ihr damit auf jeden Fall immer 

Schwierige Techniken müsst ihr dafür nicht erlernen. Die Massage erfolgt über einen intensiven aber zärtlichen Druck mit euren Fingern. Ihr könnt den Druck punktuell und statisch ausüben, oder auch kreisrunde Bewegungen ausführen. Probiert aus, was euch (und eurem Baby) am besten gefällt.  

Die Akupressurpunkte 

Im Folgenden stellen wir euch vier wichtige „Meisterpunkte“ der Akupressur vor, die für eine Behandlung von Beschwerden besonders gut geeignet sind. 

Magen 36 (Ma36)

Position: 3 Daumenbreit unterhalb der Kniescheibe sowie 1 Daumenbreit von der Außenseite der Schienbeinkante.

Anwendung: Probleme im Bauchbereich, Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem Anregung des Immunsystems, Knieprobleme und Erschöpfung.

Sonstiges: Der Punkt wird auch „Dreimeilenpunkt“ genannt. Der Legende nach massierten chinesische Soldaten diesen Punkt alle drei Meilen, um Energie für die nächsten drei Meilen zu erhalten.

Dickdarm 4 (Di4)

Position: Direkt am Übergang zwischen Daumen und Zeigefinger. Das weiche, netzartige Geflecht in der Rundung, die beim Abspreizen von Zeigefinger und Daumen entsteht.

Anwendung: Erkrankungen im Gesicht und im Mundbereich. Außerdem Verdauungsstörungen oder Verstopfungen. Lindert auch Nackenschmerzen und wirkt entzündungshemmend bei Erkältung, Husten und Fieber.

Blase 40 (Bl40)

Position: Bei leicht angebeugtem Knie in der Beugefalte zwischen den beiden Sehnen.

Anwendung: Knie-, Rücken- und Hüftschmerzen. Auch bei Hautproblemen, Übelkeit und Durchfall 

Lunge 7 (Lu7)

Position: Seitlich auf der Innenseite des Unterarms, zwei Daumenbreit über der Handgelenkfalte

Anwendung: Schmerzen oder Erkrankungen im Bereich des Kopfs mit Auswirkungen auf die Atemorgane.

 

Bei Akupressurpunkten an den Extremitäten sollte die Behandlung stets auf beiden Seiten erfolgen.  

Die Dauer der einzelnen Anwendungen richtet sich nach der Körpergröße und dem Alter des Kindes. Bei Babys massiert ihr am Anfang am besten nur eine oder zwei Minuten lang. Ist das Kind etwas älter und zeigt sich nicht abgeneigt, darf die Massage auch etwas länger ausfallen.  

Mit Akupressur lassen sich manche Probleme wie Koliken oder Schmerzen lindern. Ihr könnt eurem Baby aber auch einfach mal so eine sanfte Akupressur-Massage gönnen, um sein Wohlbefinden zu steigern. Zärtliche Berührungen sind auch und gerade für Babys ein Hochgenuss 

Akupressur zum Einschlafen

Wenn euer Baby schlecht einschläftgibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt: Er liegt direkt oberhalb der Nasenwurzel genau in der Mitte zwischen beiden Augen. Wenn ihr diesen Punkt sanft massiertwirkt das auf die allermeisten Babys so beruhigend, dass sie irgendwann auch einschlafen.  

Nebenwirkungen von Akupressur

Akupressur hat in der Regel keine Nebenwirkungen. Allerdings besteht durch das Abmildern von Symptomen die Gefahr, eine ernsthafte Erkrankung nicht rechtzeitig zu erkennen. Darum gilt: Eine Selbstbehandlung mit Akupressur ersetzt keinen Arztbesuch! Akupressur eignet sich hervorragend, um kleine Wehwehchen zu behandeln und das Wohlbefinden sowie die Bindung zu steigern. Es ist keine medizinisch fachgerechte Behandlung für irgendwelche ernsthaften Erkrankungen. Im Zweifelsfall solltet ihr immer zum Arzt gehen, auch in puncto Akupressur. Im Übrigen gibt es auch dafür ausgebildete Fachleute wie Heilpraktiker, Chiropraktiker oder Physiotherapeuten, die für euch da sind, wenn ihr unsicher seid.

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