Die Familienglücksbringer

„Den Tag, als wir den Shop online geschaltet haben, werde ich nie vergessen. Es war Vatertag. Meine Frau und ich saßen zusammen an der Ostsee, als per Mail die erste Bestellbestätigung eingegangen ist. Da wussten wir: Die Leute kaufen die Wiegen. Am ersten Tag als wir online gegangen sind, haben wir insgesamt drei Stück verkauft. Das war der Wahnsinn!“ 

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Die Familienglücksbringer

„Den Tag, als wir den Shop online geschaltet haben, werde ich nie vergessen. Es war Vatertag. Meine Frau und ich saßen zusammen an der Ostsee, als per Mail die erste Bestellbestätigung eingegangen ist. Da wussten wir: Die Leute kaufen die Wiegen. Am ersten Tag als wir online gegangen sind, haben wir insgesamt drei Stück verkauft. Das war der Wahnsinn!“ 

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Wenn ein Unternehmer weiß, wer seine Kunden sind, dann ist es Maik Schwede. Die meisten von ihnen haben dieselbe Erfahrung gemacht wie er vor 21 Jahren: Er war frisch gebackener Vater eines Babys, das nicht aufhören konnte zu schreien. Wenn er von der Arbeit kam, warteten zu Hause eine erschöpfte Frau und ein schlafloses Kind – und das Gefühl von Überforderung und Selbstzweifeln. Während die Schwedes mit allen Mitteln versuchten, ihr Neugeborenes zu beruhigen, hatten andere Eltern nur gut gemeinte Ratschläge übrig.

„Das Kind muss mehr trinken, es muss auf den Arm.“ Die beiden wussten: Wer nicht selbst ein sogenanntes Schreibaby hat, kann nicht nachvollziehen, wie groß die Belastung für alle Beteiligten ist. Das Kind kommt nicht zur Ruhe, die Eltern geraten nervlich an ihre Grenzen. In diesem Kreislauf aus Schlafmangel und Überforderung passiert es immer wieder, dass Eltern ihre Kinder schütteln – mit fatalen Folgen. Als Maik Schwede eines Abends selbst kurz davor war, die Kontrolle zu verlieren, wusste er: Es muss sich etwas ändern.

Damals gab es weder Schreiambulanzen noch Hilfe im Internet, auch Ärzte und Hebammen wussten nicht weiter. Also haben die Schwedes selbst nach einer Lösung gesucht. Sie haben ganze Nächte mit Baby auf dem Arm auf dem Pezziball verbracht und alles ausprobiert, damit sich ihr Kind entspannt. Irgendwann haben sie eine Entdeckung gemacht: Wenn sie ihr Baby in eine Decke legen und es hin- und herschaukeln, kommt es zur Ruhe. Um den Vorgang zu erleichtern, haben sie mit dem Motor eines Spielzeugautos herumexperimentiert. Die Idee von einer automatisch betriebenen Babywippe wurde immer konkreter. Am Anfang haben sie vom Keller aus an ihrem Traum gebastelt. Abends und am Wochenende wurden Motoren zusammengebaut, die Kinder haben mitgeholfen, sie zu bekleben, irgendwann kamen erste Mitarbeiterinnen dazu. Über Empfehlungen in der Nachbarschaft hat sich die Wiege verbreitet, Hebammen haben sie weiterempfohlen, immer öfter standen verzweifelte Eltern bei den Schwedes vor der Tür und wollten eine Wiege mieten.

Um sich das nötige Wissen über Online-Marketing und Produktentwicklung anzueignen, hat Maik Schwede nachts mit dem Tablet im Bett gesessen und in englischsprachigen Fachbüchern gelesen, neben seinem Job als Vertriebsleiter. Schwede erinnert sich: „Damals haben wir gesagt: Stell dir vor, wir hätten mal fünf Schaukeln vermietet, oder mal zehn. An 100 war noch nicht zu denken, das war nicht vorstellbar." Zwischen der ersten Idee und dem Erfolg von heute liegen viele Rückschläge. Nach einer Privatinsolvenz haben die Schwedes gelernt, Krisen zu bewältigen und trotz aller Hürden weiterzumachen. 2015 haben sie auf Reset gedrückt und noch mal von vorne angefangen. „In den härtesten Zeiten war es das Feedback der Kunden, das uns hat durchhalten lassen. Wenn ich mit Eltern telefoniert habe und im Hintergrund das Baby schreien hörte, wusste ich wieder, wofür wir das machen“, sagt Schwede. Der Neustart ist geglückt. 2016 hat Maik Schwede an seinem Computer einen rudimentären Online-Shop erstellt – bis dahin wurden sämtliche Bestellungen einzeln in Excel-Tabellen eingetragen.

„Wenn durch unser Produkt auch nur ein Baby nicht geschüttelt wird, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Das dürfte geschafft sein, nun könnten sie sich eigentlich zurücklehnen, aber das ist nicht ihr Ding. Gerade arbeiten sie mit einem Team an einem neuen Produkt, mit dem sie den internationalen Markt erobern wollen. „Ich wusste, dass wir irgendwann den Durchbruch schaffen werden. Das hier ist besser als jeder Lottogewinn, weil wir es selbst gemacht haben.“ Schwede erzählt, dass viele Eltern weinen, wenn sie ihr Kind in die Wippe legen und es aufhört zu schreien, „auch aus Traurigkeit, weil sie das schafft, was einem selbst nicht gelingt“. Doch dieses Gefühl wandelt sich schnell in Dankbarkeit. „Es gibt jährlich 140.000 Familien, die ein Baby haben, das nicht zur Ruhe kommt – denen wollen wir das Leben erleichtern. Manche kaufen die Wiege, bevor das Kind überhaupt da ist, das gehört zur Grundausstattung.“ Mit der Zeit hat sich auch die perfekte Bezeichnung für die Wiege gefunden: Familienglücksbringer. „Weil die swing2sleep Liebe und Verständnis in die Familie zurückbringt“, sagt Schwede, „und in die Partnerschaft. Diese Erfahrung gibt mir seit Jahren den Antrieb, weiterzumachen. Es ist das, was mich glücklich macht.“ Nach Jahren intensiver Arbeit, nach all den Höhen und Tiefen des Unternehmens wissen die Schwedes, worauf es ankommt: „Ausdauer und Entschlossenheit sind das Wichtigste.“ In dem Motor, mit dem die swing2sleep jetzt betrieben wird, stecken 18 Jahre Erfahrung, permanente Weiterentwicklung und die stetige Anpassung an die Bedürfnisse von Babys. „Das ist nicht nur ein Motor, der ein Netz hochzieht, sondern eine Technologie, die tricky ist. Es geht darum, eine sanfte und gleichmäßige Schwingungsmethode herzustellen.“ Wenn man hört, wie Schwedes von ihren Produkten sprechen, wird deutlich, dass in ihrem Fall noch eine weitere Zutat zum Erfolg geführt hat: Begeisterung für das, was sie tun. swing2sleep