Schlafprotokoll für Babys

Viele Kinder schlafen in den ersten Jahren schlecht – sehr zum Leidwesen ihrer Eltern, die sich das bestimmt ganz anders vorgestellt hatten. Doch was sind die Ursachen, und was lässt sich dagegen unternehmen? Tatsächlich können Schlafprobleme viele Ursachen haben, doch das Führen eines Schlafprotokolls für das Baby bietet eine hervorragende Möglichkeit, Probleme sichtbar zu machen, um dann gezielt behutsame Lösungen entwickeln zu können.   

Schlafprotokoll für das Baby: Der Schlüssel zur Lösung

Wenn das Kind nachts ständig aufwacht, geht die häufige Unterbrechung des dringend benötigten Schlafs wohl allen Eltern irgendwann an die Substanz. Es mag vielleicht kein Trost sein, aber ihr seid damit nicht allein. Tatsächlich geht es vielen so. Zwar können die Schlafprobleme bei Kindern nach einigen Monaten von ganz allein verschwinden, allerdings halten auch Zwei- oder Dreijährige ihre Eltern gerade in der Nacht häufig noch richtig auf Trab.

Die gute Nachricht: Auch hier legen sich die Probleme dank der natürlichen Entwicklung der Kinder früher oder später von selbst.

verzweifelte Eltern und schreiendes Baby im Familienbett

Bis es so weit ist, seid ihr als Eltern der Situation jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt durchaus einige Maßnahmen, die ihr ergreifen könnt, um die schwierige Situation spürbar und schnell zu verbessern. Am Anfang empfiehlt sich dazu das Führen eines Schlafprotokolls. Es hilft euch dabei, den Ursachen für die Schlafprobleme auf die Spur zu kommen. Erst dann könnt ihr das Problem wirklich an der Wurzel packen.  

Mit ungefähr 6 Monaten ist das natürliche Schlafmuster beim Baby ausgereift. Die Kinder haben dann ein Alter erreichtin dem sie zu bestimmten Zeiten einschlafen und nachts durchschlafen können (bei einem Baby in diesem Alter ca. 4–6 Stunden am Stück)

Ursachen für schlechtes Ein- oder Durchschlafen von Babys gibt es wie Sand im Beutel des Sandmännchens. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass euer Schatz zu früh oder zu lange im Bett liegt? Schläft er mittags möglicherweise zu lange und ist abends deswegen nicht müde? Ein Schlafprotokoll kann hier Klarheit bringen.  

Warum ein Schlafprotokoll? 

Das Schlafprotokoll ermittelt den tatsächlichen Schlafbedarf eures Babys 

Jedes Kind braucht unterschiedlich viel Schlaf, auch Neugeborene. Während das eine locker 17 Stunden pro Tag selig schlummert, kommt das andere, sehr zum elterlichen Verdruss, mit deutlich weniger Schlaf aus. Ihm reichen vielleicht schon 12 Stunden. Dummerweise wird sich dieses Schlafverhalten auch in den kommenden Monaten und Jahren nicht bedeutend ändern.

Baby schläft in rosa swing2sleep

Mit dem Schlafprotokoll erhaltet ihr einen konkreten Überblick über den tatsächlichen Schlafbedarf eures Babys.

Dies liefert euch eine handfeste Orientierungshilfe, mit der ihr Sicherheit gewinnt und die einen ersten Schritt darstellt, um Schlafprobleme in den Griff zu bekommen oder von vornherein zu verhindern.
Führt das Schlafprotokoll am besten über einen Zeitraum von 2–3 Wochen, um festzustellen, wie lange euer Baby z. B. nur im Bett liegt, ohne dabei tatsächlich zu schlafen. Wenn sich so der tatsächliche Schlafbedarf herauskristallisiert, könnt ihr die Schlafzeiten über die 24 Stunden eines Tages besser planen. 

Zusammenhänge zwischen Mahlzeiten und Schreien

Einige Babys haben Allergien oder Unverträglichkeiten. Dies bereitet ihnen oft Probleme beim Ein- bzw. Durchschlafen. Aber auch Babys, die unter Koliken leiden oder bei denen zu viel geschluckte Luft Blähungen verursacht, drückt der Bauch gerade abends, und sie wälzen sich unruhig hin und her. Manchmal sind die Ursachen für uns nicht gleich erkennbar. Mit dem Schlafprotokoll könnt ihr ihnen aber recht schnell auf die Schliche kommen, wenn ihr eure Einträge aus mehreren Wochen vergleicht.

Zusammenhänge zwischen Tagesprogramm und Schlafproblemen 

Vielen Eltern haben nur eine vage Vorstellung davon, wie viele neue Eindrücke ihr Baby am Tag tatsächlich verarbeitet. Sein Gehirn läuft ständig auf Hochtouren, und der Filter, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, muss sich erst noch entwickeln. Gerade Babys, die unter Regulationsstörungen leiden, können durch zu viele Besuche von Freunden und Bekannten oder durch zu viele Unternehmungen schnell überreizt werden. Sie brauchen dann einen ruhigeren und strukturierteren Tagesablauf als andere Kinder. Mithilfe des Schlafprotokolls und eurer Notizen zum Schlafverhalten zeigen sich schnell etwaige Zusammenhänge zwischen den Unternehmungen des Tages und möglichen Schlafproblemen 

Probleme mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus

Nur wenige Babys entwickeln von selbst einen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Die meisten brauchen dafür unsere Hilfe. Häufig merken wir gar nicht, wenn unser Tagesablauf nicht mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus unseres Babys zusammenpasst. Um eine solche Belastung zu vermeiden, empfehlen sich gerade bei Babys mit Regulationsstörungen feste Zeiten und abendliche Einschlafrituale. Das Schlafprotokoll hilft euch, euren Tagesablauf mehr mit dem Rhythmus des Kindes in Einklang zu bringen, weil es aufzeigt, welche Schlaf- und Fütterungszeiten am besten zu dessen innerer Uhr passen. 

Schlafgewohnheiten des Kindes – Wie viel Schlaf braucht mein Kind tatsächlich? 

Die folgenden Fragen stammen aus dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“  von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth. Mit ihnen könnt ihr das Schlafverhalten eures Kindes ganz leicht überprüfen und analysieren. Auf dieser Grundlage könnt ihr dann entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht.  

  • Wann bringt ihr euer Kind ins Bett? 
  • Wann steht euer Kind morgens auf? 
  • Wie viele Stunden verbringt es nachts im Bett? 
  • Wie lange braucht euer Kind abends zum Einschlafen? 
  • Wie lange ist euer Kind nachts insgesamt wach? 
  • Wie viele Stunden schläft euer Kind nachts (reine Schlafzeit)? 
  • Von wann bis wann hält dein Kind sein(e) Mittagsschläfchen? 
  • Wie viele Stunden schläft euer Kind tagsüber? 
  • Wie viele Stunden Schlaf kommen tags und nachts zusammen? 

Ergebnis eines Schlafprotokolls 

Das Schlafprotokoll hilft euch auch beim Beantworten der oben stehenden Fragen. Auf diese Weise tritt das Schlafmuster eures Kindes noch deutlicher zutage.

So wird vielleicht deutlich, dass euer Baby vor dem Einschlafen lange wach in seinem Bettchen liegt oder die festgelegte Zubettgehzeit überhaupt nicht zum natürlichen Rhythmus eures Babys passt. Es könnte sich auch zeigen, dass das Kind tagsüber zu viel schläft und deshalb nachts gar nicht mehr durchschlafen kann. 

Um euch das Leben zu erleichtern, haben wir von swing2sleep für euch eine Vorlage für ein Schlafprotokoll erstellt, die ihr hier kostenlos herunterladen könnt.

Download Protokoll Button

Tipps zum Ausfüllen des Schlafprotokolls 

Haltet alle Wachzeiten sofort fest. Wenn euer Kind besonders nachtaktiv ist, werdet ihr euch später nämlich nicht mehr genau (wenn überhaupt!) an alle Zeiten erinnern können. Werdet ihr mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf gerissen, um Routineaufgaben wie das Windelnwechseln oder Füttern durchzuführen, schaltet euer Gehirn gar nicht richtig auf „wach“, und nach dem Aufstehen am nächsten Morgen könnt ihr euch nur noch verschwommen oder gar nicht mehr daran erinnern. Notiert euch diese Zeiten daher am besten gleich. 

  1. Notiert nur die tatsächliche Schlafzeit, nicht die Bettzeiten, denn ihr möchtet ja ermitteln, wie viel euer Kind tatsächlich schläft. Wenn euer Baby länger im Bett liegt, als es eigentlich notwendig wäre, könnte das dazu führen, dass es abends und nachts einfach nicht ausgepowert ist. Einschlafprobleme und häufiges nächtliches Aufwachen sind so vorprogrammiert.
    Nutzt verschiedene Farben zum Notieren der Einschlafzeiten. Auf diese Weise erhaltet ihr eine bessere Übersicht 
  2. Notiert auch die Mahlzeiten. Dadurch könnt ihr den Tagesablauf erfassen und potenzielle Zusammenhänge zwischen Füttern und Schreiphasen erkennen. So zeigt sich auf einen Blick, wie oft das Baby Hunger hat und ob ein Muster vorliegt. 
  3. Tragt auch Schreiphasen ein. Dieses Protokoll macht die Schreiphasen eures Babys für die Hebamme oder den Kinderarzt gut sichtbar. Möglicherweise erkennt ihr auch schon selbst ein Muster und könnt die Schreizeit durch ein sanftes Anpassen der Schlafzeiten und eine Verbesserung der Schlafsituationen deutlich verkürzen.  
  4. Führt das Schlafprotokoll über mindestens 2–3 Wochen hinweg. Da sich der Schlafrhythmus eures Babys am Anfang noch täglich ändern kann, solltet ihr mit euren Aufzeichnungen am besten einen längeren Zeitraum abbilden. So vermeidet ihr auch, dass kurzfristige schwierige Phasen wie Infekte, Wachstumsschübe oder das Zahnen die Ergebnisse verzerren. 

        24 Stunden Schlafprotokoll Muster

        Andere Ursachen für Schlafprobleme  

        Intensives Tagesprogramm – Überreiztes Baby 

        Viele Babys sind mit einem zu prall gefülltem Tagesprogramm einfach überfordert. Sie können die vielen Reize, die tagsüber auf sie einprasseln, noch nicht so gut verarbeiten, und das kann ihren Schlaf stören. Wenn es abends vor dem Schlafen dann auch noch turbulent zugeht, ist jede Aussicht auf ein problemloses Einschlafen des Babys dahin.

        Wenn ihr einen Zusammenhang zwischen dem Tagesprogramm und den Schlafproblemen eures Babys erkennt, solltet ihr alle vorabendlichen Aktivitäten weitestgehend reduzieren. Hierbei sollte aber mit Augenmaß vorgegangen werden, damit sich alle Beteiligten damit wohlfühlen. Auch mit einem so kleinen Baby könnt ihr durchaus noch Besuch empfangen. Achtet nur auf eine maßvolle Dosierung. Das Einführen von abendlichen Einschlafritualen ist bei Babys mit Regulationsstörungen ebenfalls eine probate Maßnahme 

        Zu viel oder zu wenig Schlaf? 

        Jedes Kind hat einen anderen SchlafbedarfUnsere Studien haben ergeben, dass die Erwartungen der Eltern in einigen Familien nicht mit dem tatsächlichen Schlafbedürfnis ihrer Kinder übereinstimmen. Ein Baby, das von 20.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens im Bett liegt und schläft, ist eine absolute Ausnahme. Wenn euer Baby zu lange im Bett liegt, wird es mit großer Sicherheit Probleme mit dem Einschlafen haben oder in der Nacht häufig aufwachen

        Auch zu wenig Schlaf kann zu Schlaflosigkeit führen

        Vor allem bei Babys, die unter Regulationsstörungen leiden, kann eine Überreizung und Übermüdung dazu führen, dass sie gar nicht mehr herunterkommen. Sie drehen dann immer mehr auf, obwohl sie eigentlich hundemüde sind. Gerade tagsüber finden Babys mit Regulationsstörung nur sehr schlecht in den Schlaf. Die schlechten Mittagsschläfchen sorgen zusätzlich dafür, dass auch der Nachtschlaf sehr unruhig ausfällt. Viele dieser Kinder bekommen weit weniger Schlaf, als sie eigentlich bräuchten, und werden infolgedessen immer unruhiger und quengliger. Das Schlafprotokoll wird euch den tatsächlichen Schlafbedarf eures Kindes aufzeigen, damit ihr die Schlafzeiten sinnvoll über den Tag verteilen könnt. So sorgt ihr dafür, dass euer Baby genau die richtige Menge an Schlaf erhält.  

        Großes Bedürfnis nach Nähe 

        Einige Babys brauchen besonders viel Nähe und Hautkontakt. Sie wachen nachts immer wieder auf, weil sie im Halbschlaf merken, dass Mama oder Papa nicht mehr neben ihnen liegen, und sie sich im Bett einfach verloren fühlen. Eine gute Variante könnte hier sein, das Baby im Elternbett schlafen zu lassen, damit das Kind genug Schlaf bekommt und und auch die Eltern mehr Ruhe finden. Die beste Alternative ist jedoch das Schlafen in unserer swing2sleep Federwiege. Durch die gemütliche Enge in unserem hochwertigen Netz fühlt sich euer Baby sicher und geborgen – so wie damals im Mutterleib.  

        Hunger oder Durst? 

        Insbesondere Babys, die in einem Wachstumsschub stecken, schreien viel, schlafen schlechter und haben großen Hunger. In solchen Phasen können zusätzliche Fütterungen erfolgreich für einen besseren Schlaf sorgen. Wenn die Mutter das Kind stillt, solltet ihr es immer nach Bedarf füttern und nicht nach der Uhrzeit 

        Fehlender oder falscher Rhythmus 

        Auch bei Babys gibt es schon echte Frühaufsteher und solche, die morgens einfach nicht aus dem Bett kommen. Sollte der Schlaf-Wach-Rhythmus nicht zu seiner inneren Uhr passen, kommt euer Baby abends nicht zur Ruhe, und morgens bekommt ihr es nicht aus den Federn. Zum Glück entwickelt sich der Rhythmus der Kinder im Laufe der Zeit meistens von selbst. Häufig wird einfach der Schlafrhythmus der Eltern übernommen. Daher ist zu empfehlen, diesen Rhythmus besonders konsequent einzuhalten, bis sich das Baby daran gewöhnt hat. 

        Das Nervensystem ist noch nicht voll ausgebildet 

        Babys schlafen anders als Erwachsene. Ihre Tiefschlafphasen sind deutlich kürzer als unsere und die Leichtschlafphasen dauern deutlich länger. Dies ist ein Überlebensmechanismus, den Mutter Natur so eingerichtet hat. Das Baby wacht mehrmals auf, um sicherzustellen, dass alles noch in Ordnung ist.  Hat sich irgendetwas verändert, sei es, dass der Ort gewechselt wurde oder Mama oder Papa nicht in der Nähe ist, wachen sie vollständig auf und machen durch Schreien auf sich aufmerksam.
        Mit der Zeit werden auch bei euren Kindern die Tiefschlafphasen zunehmen
        Babys mit Regulationsstörungen schlafen allerdings noch unruhiger als andere. Sie können Reize noch schlechter ausblenden und werden daher von jedem noch so kleinen Geräusch vollständig aufgeweckt. Dagegen helfen monotone Geräusche wie Brummen oder weißes Rauschen eurem Baby dabei, sich zu entspannen und sicher zu fühlen

        Auch die swing2sleep bietet eurem Baby kontinuierlich ein unvergleichbares Sicherheitsgefühl. Es schläft tiefer und wird deutlich weniger wach. Auch das Auf- und Abwippen erinnert euer Baby an den Mutterleib. Dadurch fühlt es sich einfach nur geborgen, und die ersten Eindrücke dieser Welt sind sicher und wunderschön.  

        Infekte, Zähne und Wachstumsschübe 

        Alle Eltern kennen wohl diese Phasen: Da hat man sich gerade daran gewöhnt, dass das Baby ein paar Stunden am Stück durchschläft, und mit einem Schlag wacht es plötzlich wieder stündlich auf. Entweder ist ein Infekt im Anmarsch, die ersten Zähnchen wollen durchbrechen oder ein Wachstumsschub ist in vollem Gange. Solche Phasen kommen gerade im ersten Lebensjahr häufiger vor. Da helfen nur viel Nähe, Verständnis und starke Nerven. Denn erst wenn der Infekt abgeklungen, der Zahn durchgebrochen oder der Wachstumsschub abgeschlossen ist, kehrt wieder mehr Normalität zurück.  

        Blockaden und KISS-Syndrom 

        Gerade bei Müttern, die eine schwere Geburt hinter sich haben, kann das Baby sehr unruhig sein. Hier hilft meistens der Gang zum Osteopathen, um abklären zu lassen, ob sich während der Geburt bei eurem Baby vielleicht ein Wirbel verschoben hat. Auch dies kann ein Grund sein, warum euer Baby schreit oder schlecht zur Ruhe kommt. Solche Wirbelverschiebungen können zu sehr schmerzhaften Blockarden im gesamten Körper führen, die unbehandelt später möglicherweise Fehlhaltungen verursachen.

        Übrigens 

        Nicht nur das Führen eines Schlafprotokolls kann deinem Baby wirkungsvoll dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen. Auch die Kombination aus rhythmischer Bewegung und einer angenehmen Enge – wie in unserer swing2sleep Federwiege – kann wahre Wunder wirken.

        Das Team von swing2sleep wünscht erholsame Nächte. 

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