Wenn der Säugling schreit: Ist mein Kind ein Schreibaby?

Schreien ist ein ganz normales Verhalten von Säuglingen. Des Sprechens noch unfähig können sie sich nicht so differenziert verständlich machen wie Erwachsene. Daher bleibt ihnen nur zu schreien, um zu zeigen, dass sie Hunger, Schmerzen oder Langeweile haben, sich nicht wohl fühlen oder Zuwendung brauchen. Häufig lassen sich die Babys von den Eltern kaum beruhigen. Die Folge: Frust und Überforderung.

 

Jeder Säugling schreit, doch ab wann ist es zu viel?

Es ist noch vollkommen im Rahmen, wenn euer Baby bis zu einer Stunde täglich schreit. Die allermeisten Säuglinge schreien innerhalb von 24 Stunden bis zu einer halben Stunde. Nur wenn das Schreien über einen längeren Zeitraum hinweg besonders häufig und lange auftritt und, vor allem, wenn sich das Kind nur schwer oder gar nicht beruhigen lässt, spricht man von exzessivem Schreien.

Was ist ein Schreibaby?

Der gängige Begriff Schreibaby bezeichnet Kinder, die scheinbar ohne Grund übermäßig häufig und lange schreien. Experten definieren ein Schreibaby gemäß der sogenannten 3er-Regel.

Von exzessivem Schreien spricht man, wenn das Baby:

mindestens an 3 Tagen pro Woche

täglich mindestens 3 Stunden schreit und

dieses Verhalten länger als 3 Wochen anhält

(siehe auch folgendes Video)

Der Sinn derartiger Definitionen ist Gegenstand vieler Diskussionen, aber zumindest bieten sie eine erste Orientierung.

Allerdings ist es auch wichtig, wie ihr euch als Eltern fühlt, wenn euer Kind schreit. Sobald ihr die Situation als  besonders belastend oder problematisch empfindet und womöglich Gefühle der Hilflosigkeit oder Verzweiflung erlebt, solltet ihr euch dringend Hilfe suchen.

Denn eines ist sicher: Schreibabys bringen ihre Eltern an die Belastungsgrenze.

Symptome

Es gibt typische Merkmale, die bei den meisten Schreibabys wiederzufinden sind. Dazu gehören:

  • motorische Unruhe & Anspannung
  • allgemeine Unzufriedenheit
  • auffällig forderndes Verhalten
  • unberechenbares Verhalten
  • niedrige Reizschwelle
  • leichte Irritierbarkeit
  • schwer zu beruhigen und zu trösten
  • Schlafstörungen
  • Übermüdung

Bei lang anhaltendem Schreien kommt es bei den Babys außerdem zu folgenden Symptomen:

  • erhöhte Muskelanspannung
  • Blähbauch
  • rötliche Hautverfärbung

Viele sogenannte Schreibabys haben außerdem ständig das Bedürfnis, gestillt zu werden, und trinken an der Brust oft sehr energisch. Auch in anderen Bereichen legen sie ein intensiveres Verhalten als andere Babys an den Tag (z. B. beim Lachen).

Begünstigende Faktoren in der Schwangerschaft 

Es scheint naheliegend, dass die Weichen für ein Schreibaby bereits in der Schwangerschaft gestellt werden. Aber ist das wirklich erwiesen? Lässt sich noch vor der Geburt beeinflussen, ob das Kind zu einem Schreibaby wird 

Die Datenlage ist noch recht spärlich, allerdings deuten die vorhandenen Studien und Erkenntnisse auf einige begünstigende Faktoren.  

Ungewünschte Schwangerschaft 

Es zeigte sich, dass Mütter, die ungewollt schwanger geworden waren, ein bis zu 13-fach höheres Risiko eines Schreibabys zu haben schienen.  

Stress in der Schwangerschaft 

Naheliegend ist aber auch der Gedanke, dass Mütter, die in der Schwangerschaft starken Stress ausgesetzt waren, auch gestresste Kinder bekommen. Tatsächlich zeigten Studien, dass sozial belastete Schwangere häufiger Schreibabys haben als Mütter, bei denen während der Schwangerschaft alles in geordneten Bahnen verlief. Soziale Belastungen können freilich alles Mögliche sein und schließen auch die bereits als eigenen Punkt genannte ungewollte Schwangerschaft mit ein. Weiterhin fallen darunter auch Depressionen, Depressionen, Belastungen am Arbeitsplatz, problematische Lebenslagen und Beziehungskrisen. 

Durch die Plazenta ist das Kind vom Blutkreislauf der Mutter getrennt. Das schützt den Fötus, wenn der Kortisolspiegel im Blut der Mutter kurzzeitig ansteigt. Bei länger anhaltenden Stressphasen schlägt das jedoch auch auf das Baby durch und kann weitreichende Folgen haben. Von einer Frühgeburt oder einem zu geringen Geburtsgewicht bis hin zu kindlichen Spätfolgen wie Depressionen oder Asthma. Bei einem Kind, das schon vor der Geburt gestresst war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Schreibaby wird, relativ hoch – 17-mal höher als sonst.

Rauchen in der Schwangerschaft 

Rauchen in der Schwangerschaft ist für alle möglichen Probleme und Defizite des Babys verantwortlich trägt auch dazu bei, dass das Kind zum Schreibaby werden kann.

Wissenschaftler der schwedischen Universität Lund fanden heraus, dass Raucherinnen deutlich öfter Schreibabys bekommen als nicht rauchende Schwangere. Allerdings spielt es keine Rolle, ob die Mütter über die Schwangerschaft hinaus noch weiterrauchen. Entscheidend ist einzig und allein das Rauchen während der Schwangerschaft.  

Vitamin-B12-Mangel 

Ganz Erstaunliches wurde vor gar nicht allzu langer Zeit bei einer weiteren, niederländischen Studie bekannt: Leidet die Mutter während der Schwangerschaft unter Vitamin-B12-Mangel, ist dies ebenfalls ein Risikofaktor, der zu einem Schreibaby führen kann. Vitamin B12 ist für die Entwicklung der Nervenzellen zuständig. Ein Mangel führt zu einem schwächeren Nervenkostüm und zu mehr Reizbarkeit – auch beim Baby. Ein Vitamin-B12-Mangel beeinträchtigt darüber hinaus allerdings auch die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon. Darum sollten Schwangere auf einen ausreichend hohen Vitamin-B12-Spiegel achten, auch wenn sie sich nicht vegan ernähren. Bei Bedarf kann euch der Frauenarzt sicher gute Nahrungsergänzungsmittel empfehlen, um den Mangel auszugleichen 

Auch wenn sich sicher nicht alle der genannten Faktoren beeinflussen lassen, sind euch nicht die Hände gebunden. Einen Vitaminmangel könnt ihr ausgleichen, Stress könnt ihr in einem gewissen Maße mit Entspannungstechniken und ggf. therapeutischer Unterstützung entgegentreten und Rauchen verbietet sich in der Schwangerschaft ohnehin. Doch auch wenn ihr alles richtig macht, ihr euch nichts sehnlicher wünscht als ein Baby und ihr während eurer Schwangerschaft glücklich und zufrieden seid, könnt ihr am Ende trotzdem ein Schreibaby haben. Mit allem, was ihr tut, könnt ihr die Wahrscheinlichkeit lediglich verringern, ein Restrisiko bleibt immer.

Doch selbst, wenn der Fall eintritt, ist das kein Grund zur Verzweiflung. Während das Baby in seiner Schreiphase ist, stehen euch zahlreiche Ressourcen und Einrichtungen zur Seite. Informiert euch rechtzeitig und nehmt die geeigneten Angebote wahr. Auch bei uns könnt ihr euch nicht nur mit zahlreichen Tipps und wertvollen Informationen eindecken, sondern mit unserer swing2sleep-Federwiege für eine enorme Entlastung in den schwierigen Wochen sorgen.

Und irgendwann ist der Spuk dann auch wieder vorbei 

Häufigkeit und Verlauf

Das oft anfallsartige Schreien und die länger anhaltende Unruhe treten in der Regel schon in der zweiten Lebenswoche auf. Bis zur achten Lebenswoche steigern sich die Häufigkeit und auch die Intensität der Schreiepisoden immer mehr.

In den Industriestaaten sind bis zu 25 % aller Säuglinge in den ersten drei Lebensmonaten betroffen. Zwar geht die Schreihäufigkeit und -intensität meistens nach 3–4 Monaten von alleine auf ein normales Maß zurück, doch bei zirka 8 % dieser Babys dauert es teils deutlich länger.

Mögliche Ursachen

Regulationsstörungen

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit ging man von Blähungen und Koliken als Ursache für die Schreiattacken aus. Das ist der Grund, warum man bei Schreibabys bis heute von Dreimonatskoliken spricht. Mittlerweise ist klar, dass diese Bezeichnung irreführend ist. Dennoch hat sie sich im Volksmund bis heute gehalten. Inzwischen glaubt man, dass die Ursache in einer Regulationsstörung des Kindes liegt, das heißt, es ist noch nicht in der Lage, seine eigenen Erregungszustände wieder auszugleichen. Wenn es weint, nimmt es gleichzeitig übermäßig viel Luft auf. Die Blähungen sind also eine Folge des Schreiens und nicht dessen Ursache 

    Organische Ursachen

    In manchen Fällen hat das exzessive Schreien eine organische Ursache. Das Baby leidet möglicherweise an einer Krankheit, die bislang nicht erkannt wurde. Wenn die Schreiepisode besonders lang andauert und das Kind sich partout nicht beruhigen lässt, solltet ihr deshalb unbedingt einen Kinderarzt hinzuziehen.

    Blockaden

    Die Geburt ist ein komplexer Vorgang, und dabei kann auch mal etwas nicht vollkommen glatt laufen. Ein Beispiel ist das KiSS-Syndrom. Dabei handelt es sich um Wirbelgelenkverschiebungen, die während einer Geburt entstehen können. Diese verursachen ihrerseits teilweise sehr schmerzhafte Blockaden im Körper. Viele Kinderärzte und Osteopathen haben mittlerweile eine entsprechende Ausbildung und können eurem Kind schonend weiterhelfen.

    Medikamente gegen das Schreien?

    Es gibt keine konkreten Zahlen darüber, wie viele Kinder tatsächlich mit Medikamenten ruhiggestellt werden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch hoch sein, weil viele Beruhigungsmittel frei verkäuflich und rezeptfrei zu bekommen sind. Immerhin werben die Hersteller einiger Beruhigungsmittel mit einem besonders jungen Zulassungsalter von 6 Monaten.  

    Aufgrund der Gefahr von Nebenwirkungen und sogar Vergiftungserscheinungen fordern Kinderärzte schon lange die Einführung einer Rezeptpflicht für solche Präparate. Ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt sollten Eltern ohnehin niemals zu solchen Medikamenten greifen. Mal abgesehen von den Nebenwirkungen kann es dabei nämlich auch zu einem Gewöhnungseffekt kommen. 

    Zudem ist ein Ruhigstellen kaum eine Lösung. Es ist, als würdet ihr den Feueralarm abstellen, ohne das Feuer zu löschen. Auch wenn ihr ihn nicht erkennen könnt: Das Kind schreit nicht ohne Grund. Sogar wenn alle organischen Ursachen ausgeschlossen werden können und sich das Kind durch nichts beruhigen lässt, ist es wichtig, ihm Liebe und Zuwendung zu geben, damit es Urvertrauen aufbauen kann. Das Kind unter Drogen zu setzen – und nichts anderes ist es –, kann nicht die Lösung sein 

    Oder gegen Blähungen? 

    Weil die Ursache eher in einer Regulationsstörung liegt, und Blähungen nicht die Ursache sondern die Folge exzessiven Schreiens darstellen, lässt sich mit Mitteln gegen Blähungen nichts gegen das Schreien ausrichten. Es würde nur das Symptom bekämpft werden, und nicht die Ursache.

    Darüber hinaus ist bei der Verwendung von Medikamenten an Babys höchste Zurückhaltung angesagt. Selbst für gering erachtete Dosen können für den winzigen Babykörper schon zu viel sein. Daher sollte jede Medikamentengabe unbedingt mit dem Kinderarzt abgesprochen werden und nur erfolgen, wenn es wirklich gar nicht anders geht. Einem Schreibaby mit Regulationsstörungen ist mit Medikamenten sowieso nicht beizukommen.  

    Es hilft alles nichts: Wenn ihr ein Schreibaby habt, müsst ihre euch drauf einlassen und andere Wege und Möglichkeiten finden, dem Baby – und letzten Endes auch euch selbst – aus der Spirale herauszuhelfen 

    Der Hauptgrund dafür, dass ein Säugling schreit, liegt möglicherweise ganz woanders:

    Zu viele Reize, die nicht verarbeitet werden können

    Bei einem ansonsten gesunden Baby dürften Überreizung und Übermüdung an oberster Stelle für die Auslöser von Schreiattacken stehen. Wenn ein Baby unter Regulationsstörungen leidet, bedeutet dies, dass es Probleme hat, die Fülle an Eindrücken zu verarbeiten und emotional zu bewältigen. Die ersten Lebenswochen sind eine riesige Umstellung für das Baby. Durch die Geburt, wurde es herausgerissen aus seiner angenehm temperierten, wohligen Dunkelheit, in der es während der Schwangerschaft durch Mamas Bewegungen stets sanft gewiegt worden war, und in eine für das Kind kalte, grelle, schrille hektische Welt geworfen. Manche Säuglinge stecken das relativ gut weg. Andere sind da sensibler und machen ihren überwältigenden Emotionen lautstark Luft.

     

    Eine Federwiege von swing2sleep simuliert mit den stetigen, sanften Schwingungen und der behaglichen Enge ein Stück weit die Zustände, die das Kind aus dem Mutterleib kennt, und erleichtert ihm so den Einstieg in das Leben. Sogar Schreikinder finden hier oft Ruhe und Entspannung. Und die Eltern gewinnen dadurch ein bisschen Zeit, um durchzuatmen und auch mal wieder ein paar Minuten an sich zu denken. Der Stress lässt nach und das Chaos legt sich. Damit ihr die schöne Zeit nach der Geburt genießen könnt.

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    Immer wieder werden wir gefragt: „Funktioniert diese Federwiege wirklich?“ Daher haben wir euch hier und hier wir daher ein paar Kundenkommentare zusammengefasst, damit ihr aus erster Hand erfahren könnt, was Betroffene über ihre swing2sleep berichten können!

     

    Herzlichst,
    eure Familie Schwede

    3 Kommentare

    Liebe Familie Schwede,
    bitte sind Sie so nett und rufen mich so schnell wie möglich zurück. Ich möchte für meinen Enkelsohn Milan Ihre Schaukel da er ein Schreikind ist und sehr schlecht zur Ruhe kommt. Ich erreiche Sie leider telefonisch nicht. Es wäre wirklich sehr dringend und ich hoffe, dass Sie sich schnell bei mir melden.
    Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Kirstin Fernandez

    Kirstin Fernandez 07. Februar 2019

    Ich will diese Schaukel unbedingt haben nur wie kann man das bestellen

    abatu 07. Februar 2019

    Ich bin Hebamme und Mutter von drei Kindern. Eltern, tätigen sehr viele teure Anschaffungen für Ihre Babys, aber aus der Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass diese automatische Federwiege das beste ist, was ich kenne, was es auf dem großen weiten Babymarkt gibt, um den Kleinen zu helfen, die sich schwer tun, in den Schlaf zu finden oder eben für wirkliche Schreibabys. Es funktioniert! Hebamme Katrin Nickel

    Anonym 07. Februar 2019

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