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Säugling schreit. Ist mein Kind ein Schreibaby? Was ist ein Schreibaby?

Maik Schwede

Verzweifelte Mutter hält Schreibaby im Arm

Säugling schreit – Schreien ist ein ganz normales Verhalten von Säuglingen. Sie können sich nicht auf so unterschiedliche Art und Weise verständlich machen wie Erwachsene, sprechen können sie ja schließlich noch nicht. Daher zeigen sie mit Schreien, dass sie Hunger oder Schmerzen haben, sich nicht wohl fühlen, Langeweile haben oder Zuwendung wünschen. Häufig lassen sich die Babys von den Eltern kaum beruhigen, so dass diese mit der Situation vollkommen überfordert sind. (Hier hilft die Federwiege)

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Wenn der Säugling schreit …

In der Regel schreien Babys bis zu 1 Stunde täglich, die meisten Säuglinge schreien innerhalb von 24 Stunden bis zu einer halben Stunde. Nur wenn das Schreien über einen längeren Zeitraum hinweg besonders häufig und lange auftritt und vor allem, wenn es nur schwer oder gar nicht gestillt werden kann, kann es sein, dass es sich hier um exzessives Schreien handelt.

Säugling schreit – Definition Schreibaby

Mit dem umgangssprachlichen Begriff Schreibaby werden Kinder bezeichnet, die übermäßig häufig und lange („exzessiv“) schreien, obwohl hierfür kein Grund ersichtlich ist. Experten sprechen von der 3er-Regel, die besagt, dass es sich um exzessives Schreien handelt, wenn das Baby:

mindestens an 3 Tagen pro Woche

über 3 Stunden täglich schreit und

dieses Verhalten länger als 3 Wochen anhält

Wie sinnvoll derartige Definitionen sind, wird oft diskutiert.

Sie bieten zumindest einen guten Anhaltspunkt, doch mindestens ebenso wichtig ist, wie Sie sich als Eltern fühlen, wenn das Säugling schreit. Sobald Sie die Situation als belastend oder problematisch empfinden, Sie Gefühle der Hilflosigkeit oder Verzweiflung erleben, sollten Sie sich Hilfe suchen.

Symptome

Es gibt durchaus typische Merkmale, die bei den meisten Schreibabys wiederzufinden sind. Dazu gehören:

  • motorische Unruhe & Anspannung
  • generelle Unzufriedenheit
  • sehr forderndes Verhalten
  • schwer vorhersehbares Verhalten
  • niedrige Reizschwelle
  • leicht aus der Ruhe zu bringen
  • schwer zu beruhigen und zu trösten
  • Schlafstörungen
  • Übermüdung

Bei lang anhaltendem Schreien weisen die Babys ebenfalls typische Merkmale auf:

  • erhöhte Muskelanspannung
  • geblähter Bauch
  • rötliche Hautverfärbung

Viele so genannte Schreibabys haben außerdem ständig das Bedürfnis, gestillt zu werden. Wenn Sie gestillt werden, trinken sie oft sehr energisch und zeigen auch in anderen Bereichen intensiveres Verhalten als andere Babys (z.B. beim Lachen).

Gibt es Faktoren in der Schwangerschaft, die Schreibabys begünstigen? 

Eigentlich ist der Gedanke ja naheliegend, dass der Grundstein für ein Schreibaby möglicherweise bereits in der Schwangerschaft gelegt wird. Aber ist das wirklich erwiesen? Gibt es Faktoren in der Schwangerschaft, die es begünstigen, dass Baby ein Schreibaby wird? Hat man sozusagen tatsächlich ein Stück weit Einfluss darauf, ob man ein Schreibaby bekommt oder nicht?  

Die Untersuchungen und Erkenntnisse hierüber sind noch recht sparsam, so dass es schwierig ist, Rückschlüsse zu ziehen. Einige Anhaltspunkte und Studien diesbezüglich gibt es aber durchaus.  

Ungewünschte Schwangerschaft 

Man fand tatsächlich heraus, dass Mütter, bei denen die Schwangerschaft überhaupt nicht erwünscht war, ein bis zu 13-fach höheres Risiko haben, später ein Schreibaby zu bekommen. Dieser Faktor ist aber zugegebenermaßen leider nicht beeinflussbar – sollte das tatsächlich zutreffen, ist das eine Tatsache, an der man nichts ändern kann.  

Stress in der Schwangerschaft 

Naheliegend ist aber auch der Gedanke, dass Mütter, die eine besonders stressige Schwangerschaft haben, auch gestresste Kinder bekommen. Eigentlich liegt der Zusammenhang ja fast schon auf der Hand. Doch: ist etwas Wahres dran an der These? Tatsache ist, das man bei Studien herausfand, dass sozial belastete Schwangere ebenfalls häufiger Schreibabys haben als Mütter, bei denen alles „in geordneten Bahnen“ verläuft. Zu diesen sozialen Belastungen zählen der bereits oben genannte Aspekt, die ungewollte Schwangerschaft, weiterhin Depressionen, Belastungen am Arbeitsplatz, kritische Lebensereignisse, Krisen mit dem Lebenspartner oder dem Vater des Kindes. 

Zu den sozialen Belastungen gehört ganz klar auch Stress. Warum das so ist? Ganz einfach: leidet die werdenden Mutter unter viel Stresswird das Stresshormon Kortisol frei und beeinflusst das Gehirn der Ungeborenen. Sein Nervensystem wird dabei tatsächlich in Mitleidenschaft gezogen. Hier gilt also ganz klar die Regel: gestresste Mutter = gestresstes Kind.  

Insgesamt sollen laut dieser Studie soziale Belastungen das Risiko, ein Schreibaby zu bekommen, sogar um das 17-fache höher.  

Rauchen in der Schwangerschaft 

Rauchen in der Schwangerschaft ist für alle möglichen Probleme und Defizite des Babys verantwortlich – und die Sache mit dem Schreibaby ist davon tatsächlich ebenfalls betroffen. Das bedeutet im Klartext, dass Schwangere, die rauchen, nicht nur die Gesundheit ihres Babys nachhaltig gefährden, sondern das Risiko dafür, dass es zu einem Schreibaby wird, ebenfalls unnötig in die Höhe treiben. 

So fanden Wissenschaftler der schwedischen Universität Lund heraus, dass Raucherinnen deutlich öfter Schreibabys bekommen als nichtrauchende Schwangere. Allerdings ist es völlig egal, ob die Mütter über die Schwangerschaft hinaus noch weiterrauchen. Entscheidend ist einzig und allein das Rauchen während der Schwangerschaft.  

Vitamin B12 Mangel 

Ganz Erstaunliches wurde vor gar nicht allzu langer Zeit bei einer weiteren, niederländischen Studie bekannt: leidet die Mutter während der Schwangerschaft unter Vitamin B12 Mangel, ist dies ebenfalls ein Risikofaktor dafür, später ein Schreibaby zu bekommen. Vitamin B12 ist dafür zuständig, dass die Nervenzellen sich richtig entwickeln. Besteht ein Mangel, werden die Nervenzellen leichter reizbar – und das Baby gleich mit dazu. Auch der Schlafrhythmus scheint unter einem Vitamin B12 Mangel zu leiden und zwar deswegen, weil die Produktion des Schlafhormons Melatonin gestört wird. Gerade deswegen ist es wichtig - und das gilt nicht nur für sich vegan ernährende Frauen – auf einen ausreichend hohen Vitamin B12 Spiegel zu achten. Im Zweifelsfall gibt es sehr gute Nahrungsergänzungsmittel, über die der Frauenarzt sicher Auskunft geben kann.  

Du siehst also: es gibt durchaus Faktoren, die Schreibabys begünstigen. Allerdings sind dies teilweise Faktoren, die du nicht einfach so nach Lust und Laune beeinflussen kannst. Und auch der Umkehrschluss gilt nicht zwingend. Wenn du ein Schreibaby hast, heißt das nämlich überhaupt nicht zwingend, dass du in der Schwangerschaft geraucht hast, viel Stress oder vielleicht einen Vitamin B12 Mangel hattest.  

Aber immerhin scheint das Risiko, wenn diese Faktoren nicht zutreffen, zumindest deutlich niedriger zu sein.  

Häufigkeit & Verlauf

Wenn Ihr Kind unter dauerhaften Schreiattacken leidet, seien Sie sich gewiss: Sie sind nicht alleine!

Das oft anfallsartige Schreien und die länger anhaltende Unruhe tritt in der Regel schon in der zweiten Lebenswoche auf. Bis zur achten Lebenswoche steigert sich die Häufigkeit und auch die Intensität der Schreiepisoden zunehmend.

In den ersten drei Lebensmonaten sind bis zu 25% aller Säuglinge in den Industriestaaten von dem Phänomen betroffen. Auch wenn sich in den meisten Fällen das Schreiverhalten nach 3-4 Monaten auf ein normales Maß zurückbildet, bleibt es bei ungefähr 6% der Babys darüber hinaus bestehen.

Wenn Du Dir nachfolgende Fragen stellst,

"Was hat das Baby denn nur?
Machen wir vielleicht etwas falsch?
Ist das Kind vielleicht krank oder tut ihm etwas weh?"

so nutze bitte unseren kostenlosen Rückruf-Service.

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Was verursacht das exzessive Schreien

Die umgangssprachlichen Dreimonatskoliken können eine mögliche Ursache für das exzessive Schreien sein. Bei den Dreimonatskoliken geht man davon aus, dass der Magen-Darm-Trakt des Babys noch nicht fertig ausgereift ist und Gasansammlungen (Blähungen) im Bauch zu einem schmerzhaften Druckgefühl führen, und die damit verbundenen Schmerzen das Baby schreien lassen.

Dies kann durch unterschiedliche Art und Weise zu Bauchkrämpfen führen:

  • zum einen können verstärkte Darmbewegungen die lästigen Bauchschmerzen verursachen
  • oder zu langsame Darmbewegungen (Verstopfung) führen zu schmerzhaften Gasen, die nicht entweichen können
Zu 100% bin ich mir nach mittlerweile, nach Hunderten von Gesprächen mit betroffenen Eltern, nicht mehr sicher, ob es die Dreimonatskoliken wirklich gibt, es spricht wirklich  einiges dagegen.
Gegen Blähungen als Ursache für das Säugling Schreien sprechen:
  • das Auftreten zu einem festen Zeitpunkt (Beschwerden wegen Blähungen müssten sich, wie die Mahlzeiten, gleichmäßig über den Tag verteilen)
  • dass auch nach dem Entweichen der Blähungen weiter geschrien wird (eigentlich müsste zumindest kurzfristig Linderung verspürt werden)
  • die Kinder lassen sich in der Regel durch bestimmte Maßnahmen, die nichts mit den Blähungen zu tun haben, beruhigen.

Säugling schreit – Organische Ursachen

In manchen Fällen hat das exzessive Säugling Schreien eine organische Ursache, mit anderen Worten, das Baby leidet an einer Krankheit, die bislang nicht erkannt wurde. Deshalb ist es sehr wichtig, einen Kinderarzt zu konsultieren, wenn Ihr Baby lang anhaltende Schreiepisoden zeigt und es sich auch durch Trösten nicht beruhigen lässt. Verschiedene Erkrankungen können zu anhaltendem Schreien führen.

Säugling schreit – Blockaden

Eine weitere Ursache für das Schreien können durch die Geburt entstandene Blockaden sein. Verrutschte Schädelplatten durch die Entbindung mit einer Saugglocke oder verrenkte Halswirbel uvm.

Auf jeden Fall sollten Sie einen Osteopathen konsultieren, diese bieten das Lösen von Blockaden bei Schreibabys an.

Unter http://www.osteopathen.org finden Sie eine Liste von Osteopathen.

Schreibabys Medikamente geben? Lieber nicht! 

Es ist ja grundsätzlich verständlichdass Eltern alles tun und versuchen, wenn das Baby schreit und schreit. Wer ein Schreibaby hat, wünscht sich einfach nur, dass irgendwann mal wieder Ruhe einkehren möge – und deswegen lassen Eltern nichts unversucht. Manche greifen sogar zu Medikamenten oder Beruhigungsmitteln. Nur: Ist das wirklich angebracht? Ist es sinnvoll oder erfolgsversprechend? 

Medikamente gegen das Schreien? Gibt es nicht! 

Es gibt keine konkreten Zahlen darüber, wie viele Kinder tatsächlich mit Medikamenten ruhig gestellt werden. Ein großes Problem dabei ist, dass viele Beruhigungsmittel sogar frei verkäuflich und rezeptfrei zu bekommen sind. Immerhin werben die Hersteller einiger Beruhigungsmittel damit, dass sie bereits ab dem Alter von 6 Monaten zugelassen sind.  

Weil es dabei aber nicht nur zu Nebenwirkungensondern auch zu Vergiftungserscheinungen kommen kann, fordern Kinderärzte schon lange, dass hierfür endlich eine Rezeptpflicht eingeführt wird. Deswegen sollten Eltern keinesfalls leichtfertig zu Beruhigungsmitteln greifen. Mal abgesehen von den Nebenwirkungen kann es nämlich dabei auch zu einem Gewöhnungseffekt kommen. 

Schreit das Kind, ist ein Beruhigungsmittel in keinem Fall die Lösung! Denn irgendeinen Grund gibt es für das Schreien – auch wenn es für euch als Eltern nicht offensichtlich ist. Das Kind mit Medikamenten ruhigzustellen, kann auf jeden Fall niemals die Lösung für das Problem sein.  

Wie sieht es aus mit Medizin gegen Blähungen? 

Es klingt zwar vielversprechend, bringt in aller Regel aber leider auch rein gar nichts: Medikamente oder Naturmittel gegen Bauchschmerzen sind tatsächlich für viele die große Hoffnung.  

Allerdings liegt die Ursache für das Schreien eben meistens nicht in Bauchschmerzen begründet, so viel weiß man mittlerweileWährend man fhenoch von Drei-Monats-Koliken ausging und tatsächlich dahinter Blähungen vermutete, nimmt man heute eher an, dass das Baby an Regulationsstörungen  leidet und deswegen schreit. Und dagegen ist nun mal leider kein Kraut gewachsen - weder in der Naturheilkundenoch in der Schulmedizin. 

Medikamente sind zwecklos, bringen außer Nebenwirkungen rein gar nichts und greifen unnötigerweise auch noch in den empfindlichen Haushalt des Babykörpers ein. Selbst bei homöopathischen Mitteln bleibt zumeist der Erfolg aus.  

Ohnehin steht die Tatsache anzuzweifeln, dem Baby, welches offensichtlich nicht krank ist, sondern sich „nur“ auffällig verhält oder etwas anstrengend ist, deswegen ein Arzneimittel zu verabreichen. Wo sollte das später mal enden?  

Es hilft alles nichts: Wenn ihr ein Schreibaby habt, müsst ihre euch drauf einlassen und andere Wege und Möglichkeiten suchen und finden, dem Baby und letzten Endes auch euch aus der Spirale heraus zu helfen 

Der Hauptgrund dafür das ein Säugling schreit ist meiner Meinung nach allerdings woanders zu finden 

Zu viele Reize die nicht verarbeitet werden können

Ich bin mir zu 100 % sicher, das die mit Abstand häufigsten Gründe für das exzessive Schreien Überreizung und Übermüdung sind. Wenn Sie einmal genauer darüber nachdenken, erkennen Sie, dass die ersten Lebenswochen eine riesige Umstellung für das Baby sind. Durch die Geburt, wird das Baby aus seiner angenehm temperierten, wohligen Dunkelheit, in der es während der Schwangerschaft durch Mamas Schritte stets sanft gewiegt wurde, herausgerissen in eine kalte, vergleichbar helle Welt, in der es sich ständig verändert und die Geräusche nicht mehr gedämpft und regelmäßig, sondern schrill und unvorhersehbar sind. Das ist eine riesige Umstellung und überfordert viele Säuglinge doch massiv.

Alles, was ein Kind in den ersten Wochen will, ist weiterhin gleichmäßige Bewegung, Wärme, schlafen, kuscheln, saugen und trinken. Das alles erfährt Dein Baby durch die Federwiege von swing2sleep.

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Hier ein Video aus unserer Anfangszeit:

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Hier sind ein paar Kundenkommentare für Dich zusammengefasst, denn immer wieder werden wir gefragt ” Funktioniert diese Federwiege wirklich ?”- “Bringt die auch wirklich Entlastung ? Wir können noch so viel schwärmen, entscheidend ist die Meinung der Kunden! Zu den Kundenmeinungen.

Schreibabys bringen uns Eltern an unsere Belastungsgrenze.

 

Herzlichst
Deine Familie Schwede

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3 Kommentare

  • Kirstin Fernandez

    Feb 07, 2019

    Liebe Familie Schwede,
    bitte sind Sie so nett und rufen mich so schnell wie möglich zurück. Ich möchte für meinen Enkelsohn Milan Ihre Schaukel da er ein Schreikind ist und sehr schlecht zur Ruhe kommt. Ich erreiche Sie leider telefonisch nicht. Es wäre wirklich sehr dringend und ich hoffe, dass Sie sich schnell bei mir melden.
    Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Kirstin Fernandez

  • abatu

    Feb 07, 2019

    Ich will diese Schaukel unbedingt haben nur wie kann man das bestellen

  • Anonym

    Feb 07, 2019

    Ich bin Hebamme und Mutter von drei Kindern. Eltern, tätigen sehr viele teure Anschaffungen für Ihre Babys, aber aus der Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass diese automatische Federwiege das beste ist, was ich kenne, was es auf dem großen weiten Babymarkt gibt, um den Kleinen zu helfen, die sich schwer tun, in den Schlaf zu finden oder eben für wirkliche Schreibabys. Es funktioniert! Hebamme Katrin Nickel


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