Schreibaby - warum Babys weinen

Hunger oder volle Windel? 

In dieser Videoreihe erfährst Du im Gespräch zwischen Ruth Priese, Leiterin der Ambulanz für unruhige Babys, und Maria Thom, was es neben Hunger und vollen Windeln noch für Gründe geben kann, warum ein Baby viel weint. 

Schreibabys - warum Babys weinen

Rund um das Thema "Babys verwöhnen" gibt es viele Ammenmärchen. Dazu hat Maria Thorm die Expertin Ruth Priese (http://www.RuthPriese.de) befragt, was ihre Erfahrungen sind.

Kann man Babys verwöhnen?

Hast du dich auch schon mal gefragt, ob du dein Baby verwöhnst? Und hast du dabei vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen? Diese Frage taucht bei jungen Eltern immer wieder auf – entweder, weil sie ständig von anderen zu hören bekommen, dass sie ihr Baby angeblich verwöhnten, oder einfach aus der eigenen Unsicherheit heraus.
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Dabei stellt sich doch die Frage: Warum eigentlich? Warum haben so viele Eltern ein Problem und wollen ihr Baby keinesfalls verwöhnen? Und noch wichtiger: Kann man ein Baby überhaupt verwöhnen? Auf all das gehen wir in diesem Artikel genauer ein : Die „Du verwöhnst Dein Baby-Theorie“

Menschenbabys werden unreif geboren

Es gibt dabei einen interessanten Denkansatz:

Biologisch betrachtet sind wir Menschen Säugetiere. Im Vergleich zu anderen Angehörigen dieser Kategorie wie Rindern oder Pferden bringen wir unseren Nachwuchs aber eigentlich viel zu früh auf die Welt. Ein Kalb oder Fohlen kann direkt nach seiner Geburt bereits laufen und ist somit viel weniger auf die Hilfe seiner Mama angewiesen. Ein Menschenbaby ist ohne die Mutter hingegen vollkommen hilflos. Um bei der Geburt einen ähnlichen Entiwcklungsstand aufzuweisen, hätte es ganze 9 Monate länger im Bauch der Mutter bleiben müssen – eine lange Zeit! Rechnen wir diese Zeit doch einfach als eine Art „Nachschwangerschaft“ obendrauf, und schon hat sich die Perspektive auf das Thema „Verwöhnen“ radikal geändert.Oder würde irgendjemandem einfallen zu behaupten, ein Baby würde im Mutterleib verwöhnt werden, weil es dort tun und lassen kann was es will? Weil es rund um die Uhr zu essen bekommt und nach seinem eigenen Rhythmus schläft? Weil es permanent Kontakt zu Mamas Körper hat? Wäre dies nicht schlicht absurd?

Was ist wichtig in den ersten Lebensmonaten?

Dieses Gedankenexperiment lenkt den Blick auf eine ganz andere, grundsätzliche Frage: Was ist für ein Baby in den ersten Lebensmonaten eigentlich wichtig? Hebammen sehen das so: Neben den absoluten Grundbedürfnissen, die jeder Mensch hat, z. B.schlafen und essen, kommt es bei Neugeborenen und Babys im ersten Jahr vor allem darauf an, dass sie Urvertrauen aufbauen – zu ihren Eltern, zu ihrer Umgebung, aber auch als Grundvertrauen zu sich selbst. Ein solches Urvertrauen kann sich jedoch nur dann aufbauen, wennn die Eltern prompt auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren. Die eindeutige Botschaft dabei an das Kind: „Du schreist, also fehlt dir etwas. Ich bin zur Stelle und helfe dir – weil du wichtig bist“. Das Kind lernt ganz schnell, dass jemand da ist, der auf seinen Kummer und Schmerz reagiert. Es fühlt sich akzeptiert und „richtig“. Reagiert hingegen keiner, führt dies nachvollziehbarerweise zu Frustration und Verzweiflung. Das Baby macht dann nämlich die schmerzliche Erfahrung, dass es einfach niemanden interessiert, wenn es sich schlecht fühlt. Und wie soll es ihm dann gelingen, in der großen, fremden, unüberschaubaren, beängstigenden Welt Vertrauen aufzubauen? Es bekommt dabei dann leider viel zu schnell das Gefühl, dass es unwichtig sei.

Fazit:  Damit euer Baby das für sein späteres Leben so absolut wichtige und fundamentale Urvertrauen aufbauen kann, ist es sogar unerlässlich, dass ihr auf seine Bedürfnisse hört und reagiert. Dass ihr damit euer Kind verwöhnen oder gar verhätscheln würdet, ist Unsinn.

Ab wann kann man es denn verwöhnen?

Gegen Ende des ersten Lebensjahres ändert sich die Sache allerdings ein wenig, und Eltern merken das recht schnell. Baby schreit dann nämlich nicht mehr ausschließlich aus Kummer oder Hilflosigkeit, sondern beginnt jetzt auszutesten, wie weit es gehen kann und wo die Grenzen sind. Wenn ihr ihm von nun an alles durchgehen lasst, ist die Grenze zum Verwöhnen tatsächlich schnell überschritten.

Was ist überhaupt Verwöhnen?

Gute Frage, oder? Was genau soll dieses „Verwöhnen“ eigentlich sein? Einige Experten sind der Meinung, dass ein Kind genau dann verwöhnt wird, wenn ihm Dinge agenommen werden, die es eigentlich schon gut selber erledigen könnte, oder auch wenn man ihm einfach alles durchgehen lässt und ihm jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Dies kann später zu erheblichen Problemen bei der Selbstständigeit und dem Selbstwertgefühl führen.

Ist es nicht erstaunlich und geradezu paradox, dass so viele Eltern einerseits befürchten, sie könnten ihr erst wenige Wochen altes Kind möglicherweise zu sehr verwöhnen, und es ihnen andererseits beim älter gewordenen Kind später nicht mehr bewusst ist, wenn sie ihm den Ranzen quasi bis zum Klassenzimmer nachtragen?

Baby rein ins Familienbett oder ins Schlafzimmer? Ja bitte!

Kehren wir noch einmal zu den Grundbedürfnissen von Babys zurück: Babys brauchen Essen und Schlaf, das ist ja klar. Zugleich sind sie aber auch hungrig auf Nähe und auf Körperkontakt. Immerhin waren sie in der Schwangerschaft die ganze Zeit von der Mutter umgeben und erlebten die Geburt als frühzeitige Trennung. Zur Erinnerung: Menschenbabys kommen im Grunde viel zu unfertig auf die Welt. Um den Verlust seines bisherigen ‚Zuhauses“ zu kompensieren, ist das Baby in den ersten 9 Monaten geradezu süchtig nach Berührung und Kontakt. Dem Kind ist es am liebsten, wenn immer jemand in seiner unmittelbaren Nähe ist, und das am besten auch körperlich spürbar. Deswegen gefällt es Babys auch, im Elternschlafzimmer zu schlafen, und das ist bis zu einem gewissen Alter auch etwas ganz Natürliches. Ob es direkt mit euch im Bett schläft, in einem Extrabett oder einem sogenannten „Babybalkon“, also einer Erweiterung des Bettes, hängt davon ab, was für euch alle am besten funktioniert.

Hunger? Oder eher Hunger nach Nähe?

Wenn ein Baby nachts weint, muss es nicht immer die Brust bekommen. Manchmal reicht auch schon eine sanfte Berührung mit der Hand, um Körperkontakt herzustellen. Damit nehmt ihr eurem Baby die Angst und Unsicherheit, die entstehen, wenn es sich alleine fühlt, und das solltet ihr auch unbedingt tun.

Wie ihr also merkt, kann Entwarnung gegeben werden: Wenn ihr euer Baby in seinem ersten Lebensjahr viel umhertragt und auf sein Weinen prompt reagiert, dann kann von „verwöhnen“ keine Rede sein. Ihr macht es vielmehr genau richtig, indem ihr dafür sorgt, dass die absoluten Grundbedürfnisse eures Kindes erfüllt werden. So schafft ihr eine solide Grundlage dafür, dass euer Baby ein gesundes Urvertrauen und Selbstvertrauen entwickelt und zu einem tollen, netten und selbstbewussten kleinen Menschen heranreift.

Hat das Kind später einen Reifegrad erreicht, in dem es dann beginnt, seine Grenzen auszuloten, steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. Bis es jedoch so weit ist, besteht kein Grund zur Sorge.

Schreibaby - Hilfe was soll ich tun ?

Schreibaby – was kann ich tun?

Das Baby ist frisch gewickelt und gefüttert, es friert nicht, hat Hautkontakt zu Mama oder Papa und wird getragen. Trotz allem kann es einfach nicht aufhören zu schreien.

Schnell kommt der Gedanke hoch: „Bin ich vielleicht eine schlechte Mutter, wenn ich es noch nicht mal schaffe, mein eigenes Baby zu beruhigen?“

Keine Sorge, diesen Gedanken kannst du gleich wieder vergessen. Ob du eine gute Mutter bist, lässt sich nämlich garantiert nicht daran festmachen, ob es dir regelmäßig gelingt, dein Baby zu beruhigen. Du kannst dich darauf verlassen, dass es noch viele Gelegenheiten im Leben deines Kindes geben wird, die du mit Bravour meisterst und in denen sich dann zeigt, dass du in Wirklichkeit eine tolle Mama bist. Und bevor zu allzu streng mit dir bis, vergiss nicht: Nobody is perfect. Dies gilt auch – und gerade – bei der Erziehung

Wenn dein Kind schreit, muss das nicht deine Schuld sein, auch wenn es sich partout nicht beruhigen will. Jetzt gilt es, die Ursachen zu finden, um dem Kind helfen zu können.

Dem Baby zuhören!

Wenn Babys weinen, dann gibt es immer einen Grund. Es gibt irgendetwas, das das Kind stört oder ihm Unbehagen bereitet, und häufig ist das etwas, auf das ihr als Eltern nicht im Traum kommen würdet. Gerade Schreibabys sind nämlich häufig echte Sensibelchen, die schon auf kleine Veränderungen äußerst empfindlich und mit Geschrei reagieren. Sie spüren auch ganz genau, wenn ihr schlechte Laune habt oder gereizt seid.

Weinende Babys wollen ihren Eltern also irgendetwas mitteilen, und herauszufinden, was das ist, kann schon eine echte Herausforderung sein.

Manchmal kann die Lösung allerdings auch ganz einfach sein, und es reicht, wenn ihr einfach zuhört. Ihr kennt das vermutlich aus eigener Erfahrung, dass ihr euch schon erleichtert fühlt, wenn einfach jemand da ist, bei dem ihr eure Sorgen und Nöte abladen könnt, selbst wenn diese Person euch anonsten gar nicht helfen kann. Eurem Baby geht es genauso.

Wie kann ich einem weinenden Baby zuhören?

Wenn du beruhigend wirken möchtest, musst du Ruhe ausstrahlen. Dies gilt nicht nur für dein Baby. Um zuhören zu können, solltest du dich also geerdet und am besten ausgeruht fühlen. Wenn du dagegen völlig gestresst und mit den Nerven am Ende bist, überträgt sich das auf dein Baby. Nicht die besten Voraussetzungen, um es zu beruhigen.

Dein Kind zu beruhigen ist für dich ein Aufruf, selbst zur Ruhe zu kommen. Daher solltest du dich damit befassen, wie dir das gelingt. Wenn man ein Schreibaby hat und alles andere zu kurz kommt, ist der Akku meistens leer.

Ganz wichtig: Ihr müsst auch mal an euch selber denken. Nur wenn ihr halbwegs in eurer Mitte und dazu nicht völlig übermüdet oder halb ausgehungert seid, befindet ihr euch in einer Verfassung, in der ihr euch in euer Baby hineinversetzen, es ernst nehmen, trösten und Verständnis für es aufbringen könnt.

Manche Eltern müssen erst lernen, sie sich nicht nur ums Baby zu kümmern, sondern auch um sich selber. Um ein kleines Baby während der schlimmsten Schreiphasen zu begleiten, braucht ihr als Eltern viel Kraft. Daher müsst ihr unbedingt beides im Blick behalten – einerseits natürlich die Bedürfnisse des Babys, aber andererseits auch euch selbst und die Dinge, aus denen ihr die dringend benötigte Kraft schöpfen könnt.

Viele Eltern verschmelzen regelrecht mit ihrem Baby und dessen Kummer, und zwar so sehr, dass sie sich selbst gar nicht mehr wahrnehmen. Eine solche verzehrende Aufopferung ist keine noble Geste elterlicher Fürsorge, sondern ein fataler Fehler! 

Wie kannst du entspannen, auch wenn du gestresst bist?

  • Atme tief und in den Bauch. Bewusstes Atmen ist eine Jahrtausende alte und spielend einfache Entspannungsübung.
  • Versuche, deine Beine zu spüren, die fest auf dem Boden stehen. Indem du dich auf deinen Körper konzentrierst, ziehst du dein Bewusstsein aus dem Kopf und stoppst das Gedankenkarussel,
  • Versuche, bei dir zu bleiben und dich zu „erden“.
  • Richte die Energie nicht nur aufs Baby, sondern auch auf dich selber! Stelle dir vor, wie ihr beide miteinander auf diese Weise verbunden seid und Energie austauscht

Versuche außerdem, dir im Alltag kleine Kraftoasen zu schaffen. Dies kann alles Mögliche sein: ein entspannendes Bad, ein Spaziergang in der Natur, klassiche oder enstpannte Musik, ein ruhiges Essen, ein gutes Buch, ein Plausch mit der Freundin oder etwas ganz anderes, je nachdem, was für dich funktioniert und möglich ist.

Zu hohe Erwartungen

Leider sind die Erwartungen an junge Eltern heutzutage viel zu hoch. Alles muss funktionieren, denn ansonsten droht der Traum von der glücklichen Familie anscheinend  wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Lass dich davon nicht beeinflussen! Andere Familien haben auch ihre Probleme.

Die Erwartungen von anderen brauchen euch im Grunde genommen ohnehin nicht zu interessieren. Es sind eure eigenen Erwartungen, an euch selbst und als Familie, auf die es ankommt. Es ist kein Beinbruch, wenn der Haushalt mal nicht perfekt ist und ihr nachmittags immer noch im Schlafanzug seid. Das geht vorbei und geht auch niemanden außer euch etwas an. Wichtig ist nur, dass ihr mit euch und dem Baby ins Reine kommt.

Es hilft, sich klarzumachen, dass dieser Erwartungsdruck noch ein Relikt aus früheren Zeiten ist. Damals hatten Mütter die Rückendeckung des ganzen Familienverbunds, weil Großfamilien an der Tagesordnung waren, wie es in vielen Ländern immer noch der Fall ist. Alle halfen mit und unterstützten die junge Mutter, die deswegen mit der Erziehung auch nicht dermaßen überfordert war. Während sich die gesellschaftliche Realität angesichts des Verlustes der großen Familienstrukturen und der wirtschaftllichen Umwälzungen gravierend verändert hat, sind die Erwartungen, gespeist durch das kollektive Gedächtnis und archaische Klischees, im Grunde stehengeblieben. Es wird stillschweigend davon ausgegangen, dass eine Mutter mit einem Baby locker alleine fertigwird. Ohne die unterstützenden Strukturen sind junge Mütter von diesen Anforderungen jedoch oft überfordert. Ihnen fehlt heute die Hilfe, die früher selbstverständlich war und die so dringend benötigt wird.

Hilfe annehmen

Damit ihr zu kleinen Auszeiten kommt und wenigstens ein bisschen Zeit für euch gewinnt, solltet ihr jede Hilfe annehmen, die ihr bekommen könnt. Am besten wäre, ihr hättet ein richtiges Netzwerk an Helfern, auf die ihr bei Bedarf zurückgreifen könnt. Die Nachbarin will mal eine Runde mit dem Baby spazieren gehen oder einen Einkauf erledigen? Nur zu! Die Oma will ein Essen kochen? Aber gerne doch! Die Freundin bietet sich als Babysitter an? Warum nicht? Vielleicht gibt es ja auch eine Mutter mit Baby im gleichen Alter, mit der du dich zusammentun kannst, um euch gegenseitig mal auszuhelfen. Noch einmal, weil es so wichtig ist: Lehnt keine angebotene Hilfe ab, sondern nehmt sie an, wann immer es geht! Alles allein schaffen zu wollen, ist ein schier unmögliches Vorhaben und führt in eine Sackgasse.

Wenn ihr all diese Punkte beherzigt – Entspannung finden, Kraftoasen schaffen, von Erwartungen abkoppeln und ein Hilfsnetzwerk aufbauen –, habt ihr eine viel bessere Situation geschaffen, um eurem Baby entspannt zuhören und geduldig mit ihm umgehen zu können. Ihr seid dann viel besser dafür gerüstet, euer Baby während der nervenaufreibenden Schreiphasen zu begleiten. Und genau darauf kommt es an!

Mit dem Baby Augenkontakt und Körperkontakt halten

Selbst wenn ihr euer Baby im konkreten Morment nicht gleich beruhigen könnt, hilft es ihm dennoch enorm, wenn ihr mit ihm Augenkontakt haltet und es spüren lasst, dass ihr da seid, auch wenn es weiterschreit. Es spürt dann, dass es von euch ernst genommen wird und dass ihr es mit seinem Kummer nicht alleine lasst, und das ist für das Kind enorm wichtig. Es reicht oft auch schon aus, wenn es nur eine Hand an seinem Köpfchen spürt – Hauptsache Körperkontakt!

Wenn du jedoch wirklich mit den Nerven komplett am Ende bist, weil dein Baby einfach nicht aufhört zu schreien, ist es besser, wenn du es erst mal weglegst und dich sammelst.Auf keinen Fall darfst du dein Kind schütteln! Wenn alles nichts hilft, wende dich an eine Schreiambulanz. Dort hilft man euch als Eltern dabei, so stark zu werden, dass ihr euer Baby auch in schwierigen Phasen souverän begleiten könnt.

Es ist absolut keine Schande, wenn ihr euch dafür professionelle Hilfe holt – im Gegenteil!

Babys schreien lassen ?

Schreien lassen entgegen der eigenen Intuition?

Die Entscheidung, ob ihr ein Kind hochnehmt oder schreien lasst, liegt immer bei euch als Eltern. Allerdings haben Eltern in der Regel ein sehr gutes Gespür für ihr Baby und dessen Bedürfnisse. Wenn also eine Tante oder irgendwer anders behauptet: „Du kannst dein Baby ruhig mal schreien lassen“, heißt das noch lange nicht, dass ihr diesem Ratschlag folgen müsst oder gar solltet.

Jede Mutter trägt ihr Baby 9 lange Monate in ihrem Bauch. Die Bindung zu dem Kind, das in ihr heranwächst, wird in dieser Zeit überaus intensiv. So weiß eine Mutter auch intuitiv meistens sehr gut, was für ihr Baby das Beste ist. Die Verbindung ist so stark, dass die meisten Mütter den Schmerz eines weinenden Babys geradezu körperlich mitempfinden. Dazu kommt der unmittelbare starke Impuls, das Baby hochzunehmen und zu trösten. Für die meisten Mütter ist es buchstäblich unterträglich, wenn ihr Baby vor Kummer, Schmerz oder Sorge schreit, und deshalb reagieren sie mit ihrem Mutterinstinkt: Sie gehen hin, nehmen es hoch, tragen es umher, singen ihm etwas vor und zeigen ihm, dass es nicht alleine ist und keine Angst zu haben braucht. Eine absolut natürliche Reaktion.

Auch Schreibabys äußern mit ihrem Weinen ein Grundbedürfnis, das gestillt werden will, und es ist kein Verwöhnen, wenn ihr dem kleinen Wesen gebt, was es braucht.

Sllerdings gibt es tatsächlich Ausnahmesituationen, in denen es besser ist, wenn ihr das Baby lieber kurz sich selber überlassen solltet, wenn es weint. Und zwar immer dann dann, wenn ihr mit euren Nerven am Ende sei und das Gefühl habt, ihr würdet euren Zwerg am liebsten an die Wand klatschen. In solch einer emotionalen Extremsituation ist es rein zum Wohle und Schutz des Babys vor euch selbst das Beste, wenn ihr ein paar Minuten lang auf Abstand geht. Solche Gefühlsregungen können Mütter und Väter gleichermaßen ereilen, wenn die Kraftreserven erschöpft sind. Das ist menschlich, ihr seid keine Maschinen. Trotzdem solltet ihr euer Baby in solch einer Lage dann doch lieber in der Wiege oder beim jeweils anderen Elternteil oder Partner lassen, um eine Tragödie zu vermeiden.

Also:Die Entscheidung liegt bei euch, traut eurer Intiuition und lasst euch von niemandem reinreden!

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Ihr seid die Eltern, ihr bestimmt. So einfach ist das.

 

Wir hoffen, Dir haben die Videos genauso gut gefallen wie uns :-).

Weitere Infos zum Thema Schreibaby findest Du in unserem kostenlosen Schreibaby Ratgeber.

Für Dich war die Zeit mit einem Schreibaby die stressigste im ganzen Leben oder ist es derzeit noch? Dann hinterlasse doch bitte einen Kommentar – gern mit Tipps und Ideen zum Thema. Was hat dir geholfen, mit dem Stress und der Belastung klarzukommen?

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