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KiSS Syndrom bei Säuglingen

Maik Schwede

Vielleicht habt ihr ja schon einmal davon gehört: Das KiSS Syndrom ist zwar nicht auf den ersten Blick bei Babys und Kleinkindern zu erkennen, es kann aber ziemlich gravierende Begleiterscheinungen mit sich bringen. Nachfolgend erfahrt ihr, woran genau man KiSS erkennen kann, was es bewirkt und was man dagegen unternehmen kann.  

Säugling mit KiSS Syndrom schreit

Was bedeutet eigentlich KiSS? 

KiSS ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie Störung. Der Name lässt es eindeutig erahnen: Die Symmetrie des kindlichen Körpers ist hier nicht stimmig. Das liegt daran, dass der Übergangsbereich zwischen der Schädelbasis und den Wirbelgelenken durch das Symptom betroffen sind. Es handelt sich also um eine Fehlstellung, bei der die Kopfgelenke des Kindes und auch die Wirbelsäule blockiert werden können.  

Die Krankheitsbezeichnung stammt übrigens von einem Manualmediziner namens Heiner Biedermann. Der Nachweis des KiSS Syndroms ist schwierig, deswegen wird diese Haltungsstörung bis heute noch von vielen Schulmedizinern gar nicht anerkannt.  

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Warum empfiehlt sich ein Besuch beim Osteopathen mit dem Baby? Was geschieht bei einer solchen Behandlung und mit welchen Beschwerden macht es Sinn zum Osteopathen zu gehen? Ralf Freitag leitet eine Osteopathiepraxis in Hamburg und gibt Beispiele in diesem Film.

Welches sind die Ursachen von KiSS? 

Die Ursachen für diese Fehlstellung liegen in der SchwangerschaftMehrere Faktoren können dazu führendass das Kind später eine derartige Fehlstellung aufweist. Zum Beispiel sind dies vorzeitige Wehen, lang andauernde Wehen oder auch vorgeburtliche Probleme wie beispielsweise eine Steiß- oder Beckenlage, eine zu große Enge im Mutterleib, Mehrlingsschwangerschaften oder ähnliches.  

Auch während der Geburt wird manchmal die Entstehung eines KiSS Syndroms begünstigt, so zum Beispiel bei einer Saugglocken- oder einer Zangengeburt, bei einem Not-Kaiserschnitt oder wenn das Kind ein hohes Geburtsgewicht hat.  

In selteneren Fällen können auch Unfälle der Verursacher des KiSS Syndroms sein.  

Vorbeugen lässt sich dagegen also kaum – die Faktoren, die die Entstehung begünstigen, können leider von den Elternicht beeinflusst werden.  

Verstärkt wird die Symptomatik des KiSS möglicherweise dadurch, dass Babys heute aufgrund der Sorge vor dem plötzlichen Säuglingstod viel weniger Zeit auf dem Bauch liegend verbringen.  

Woran lässt sich das KiSS Syndrom erkennen 

Wie der Name schon sagt: Davon betroffene Kinder zeigen eine auffällige Asymmetrie in der Körperhaltung. Manchmal wird dabei nur der Kopf auffallend zu einer Seite geneigt, in anderen Fällen erscheint der ganze Körper regelrecht asymmetrisch, was gut zu erkennen ist, wenn Baby beispielsweise auf dem Rücken liegt. In einigen Fällen ist sogar das Gesicht von der Asymmetrie betroffen – das kann dazu führen, dass ein Auge oder eine ganze Gesichtshälfte deutlich kleiner erscheinen. Kinder, die das KiSS Syndrom haben, neigen den Kopf weit nach oben und überstrecken sich oft. Vielen betroffenen Kindern ist es unangenehm, wenn sie angehoben oder umgezogen werden, sie fühlen sich sichtlich in ihrem Kinderwagen oder Autositz unwohl und bevorzugen oftmals beim Stillen eine Seite. Dieses Unwohlsein bekunden die Babys mit Weinen oder Schreien. Weitere mögliche Erkennungsmerkmale sind stark ausgeprägtes Sabbern, Schluck- und Stillprobleme, unruhige Schlafphasen und eine vom Baby bevorzugte Lage und Blickrichtung. 

Anzeichen für eine mögliche Erkrankung des KISS-Syndroms:

  • Schiefhaltung des Kopfes; meist wird dadurch eine Seite beim Schlafen bevorzugt
  • Schlafhaltung, wie ein nach hinten durchgebogenes „C“
  • Kopfhalteschwäche
  • immer gleiche Kopfbewegungen vor dem Einschlafen
  • Asymmetrie der Bewegungen von Armen und Beinen
  • einseitige Haltung des Rumpfes
  • Bewegungen nur über eine Seite z.B. sich drehen
  • Reifungsprobleme der Hüftgelenke
  • Fehlstellung der Füße
  • abgeplatteter Kopf, einseitig oder mittig
  • ein haarloser Fleck am Hinterkopf (symmetrisch oder asymmetrisch)
  • Gesäßfaltenasymmetrie
  • Schädelasymmetrie am Hinterkopf oder im Gesicht
  • erhöhtes Sabbern, Probleme bei Schlucken, häufiges Erbrechen
  • vermehrtes Schreien im Kinderwagen oder MaxiCosi.

Wie erkennt der Arzt oder Physiotherapeut das KiSS Syndrom? 

Eine Diagnose ist entweder durch Abtasten der Kopfgelenke und der Halswirbelsäule möglich. In Ausnahmefällen kann auch ein Röntgenbild Aufschluss darüber geben, ob alle Wirbel eine korrekte Stellung haben 

Was sind die Folgen, wenn das KiSS Syndrom nicht behandelt wird? 

Wird das KiSS Syndrom nicht erkannt und behandelt, kann dies tatsächlich einige Folgen nach sich ziehen. Durch die Fehlstellung kommt es zu Funktionsstörungen in der Wirbelsäule, das Kind entwickelt sich oftmals nur verzögert. Später kommen Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten hinzu. Außerdem kann man an vielen Kindern motorische Defizite erkennen. Es kommt noch eine deutliche erkennbare Asymmetrie im Gesicht und am Körper hinzu.  

Später wirkt sich das unbehandelte KiSS Syndrom oft durch Aggressivität, Hyperaktivität und Kopfschmerzen aus. Gerade bei Jugendlichen, die oft unter Kopfschmerzen leiden, könnte es sein, dass ein unerkanntes KiSS Syndrom dahinter steckt.  

Deswegen ist es wichtig, ein bestehendes KiSS Syndrom zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln 

Sind Schreibabys vielleicht in Wahrheit KiSS Kinder? 

Möglich ist das durchaus. Eltern, die ein Schreikind haben, aber keinen blassen Schimmer, woher das Schreien eigentlich kommen könnte, sollten sich ihr Kind ganz genau ansehen. Bestehen Zweifel in Bezug auf die Körperhaltung des Kindes oder kommt es vermehrt zu Schreiattacken ohne erkennbaren Grund, sollten die Eltern mit ihrem Baby grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Natürlich leidet nicht jedes Schreikind am KiSS Syndrom, aber manchmal ist dies tatsächlich die Ursache für unruhige Kinder 

Kiss Syndrom Typ 1 oder 2? 

Experten unterscheiden bei den betroffenen Kindern in zweierlei Kategorien. Typ 1 ist dadurch erkennbar, dass das Baby eine sogenannte „Bananenhaltung einnimmt – es liegt also nicht geradesondern immer leicht gekrümmt da. Das wiederum führt zu einer asymmetrischen Kopfform, zu Stillproblemen, zu Schlafproblemen und zu Geschrei. Auffallend ist dabei die einseitige Entwicklungsverzögerung.  

Beim Typ 2 hingegen überstreckt sich das Kind nach hinten, außerdem ist deHinterkopf leicht platt. Diese Babys mögen es nichtauf dem Bauch zu liegen 

Bei beiden Fällen ist die Kopfhaltemuskulatur zu schwach ausgeprägt und die Folge sind schmerzhafte Bewegungseinschränkungen in verschiedene Richtungen. Es gibt auch Kinder, die beide KiSS Formen aufzeigen 

Wie kann man das KiSS Syndrom behandeln? 

Ist die Diagnose erst mal gestellt, gibt es mehrere Möglichkeiten, das Syndrom zu behandeln. Da wäre zum Beispiel die Atlastherapie oder die spezielle KiSS Therapie, die dazu führt, dass vorhandene Blockaden in den Gelenken der Halswirbel sich lösen. Die Symmetrie kann dadurch nach und nach wieder hergestellt werden.  

Durchgeführt werden diese Therapien unter anderem vom Osteopath oder vom Chiropraktikerhilfreich sein kann auch eine spezielle Krankengymnastik, manuelle Therapie oder eine Craniosacraltherapie 

Wer darauf spezialisiert ist, kann dem Baby tatsächlich oftmals schon mit wenigen Handgriffen Erleichterung verschaffen. Schon nach kurzer Behandlungsdauer werden die Schreiphasen kürzer und die Schlafphasen länger. Die Behandlung dauert nur wenige Wochen an – umso wichtiger also, dass betroffene Eltern mit ihrem Baby zeitnah zu einem Spezialisten gehen.  

Warum wird das KiSS Syndrom von Schulmedizinern nicht anerkannt? 

Wissenschaftlich nachweisbar ist KiSS nicht, deswegen ist für viele Schulmediziner die Diagnose fraglich. Mediziner sehen zwar sehr wohl die Tatsache, dass eine Enge in der Gebärmutter gegen Ende der Schwangerschaft zu einer Schieflage des Kopfes führt, zweifeln aber teilweise an, dass dies darüber hinaus zu einem Verschieben der Halswirbel führt.  

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Das Team von swing2sleep wünscht allen betroffenen Familien, gute Besserung und sofortige Linderung der Beschwerden. 


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