schreibaby

Schreibaby - warum pucken helfen kann

Maik Schwede

Ganz früher wurde es schon praktiziert, dann war es lange Zeit aus der Mode gekommen und in den letzten Jahren wird es wieder verstärkt von Hebammen empfohlen: das Pucken.

Welche Vorteile bietet uns das Pucken?

gepucktes Baby schläft

In zahlreichen Ländern werden und wurden Babys schon immer gepuckt, nur bei uns war dieses enge Einwickeln des Kindes jahrelang in Vergessenheit geraten. Jetzt besinnt man sich wieder darauf zurück und das mit gutem Grund. Durch das enge Einwickeln verhindert ihr den Moro-Reflex bei eurem Baby, der bis zum 5. Lebensmonat für unkontrollierte Zuckungen verantwortlich ist. Durch das enge Anliegen der Arme wird dieser Reflex unterbunden und euer Baby kann ruhiger und ohne Störungen besser schlafen. Darüber hinaus sorgt das Pucken dafür, dass euer Baby sich geborgen fühlt, da es die Begrenzung aus dem Mutterleib gut kennt. Nach der Geburt ist auf einmal alles laut, grell und kalt – das Baby fühlt sich verständlicherweise verloren und quittiert das mit Schreien. Legt man es ins Bett, hat es keine Begrenzung und keine Enge um sich herum.

Was ist eigentlich der Moro Reflex?

Unter dem Moro Reflex versteht man einen frühkindlichen Überlebens-Reflex, der nach dem Arzt Moro benannt wurde. Es handelt sich dabei um einen Reflex des Babys, der dann auftritt, wenn es sich in einer bedrohlichen Situation befindet. Genau dadurch wird er nämlich auch ausgelöst. Der Mund des Babys öffnet sich, es atmet deutlich hörbar ein und bewegt zugleich die Arme aufwärts weg vom Körper. Die Hände sind zuerst offen, die Fingerchen ganz gestreckt. Danach atmet das Kind aus und legt dabei die Arme wieder an den Körper an und ballt die Hände zu Fäustchen. Das Ein- und Ausatmen hört sich fast ein bisschen an wie ein Seufzer.

Auf jeden Fall ist der Moro Reflex ein lebenswichtiger Reflex des Babys. Der Kinderarzt wird bei einer der ersten U-Untersuchungen testen, ob dieser Reflex bei deinem Baby auch wirklich vorhanden ist. Dafür wird das Baby, fest mit den Händen umklammert, kurz nach hinten fallen gelassen. Diese ganzen Bewegungsabläufe passieren sehr schnell und es wird dem Baby dadurch ermöglicht, tief einzuatmen, bevor es möglicherweise erstickt. Das Hochziehen der Ärmchen wird dadurch plausibel, dass das Baby sich früher bei Gefahr besser bei der Mutter am Körper oder auch an den Haaren festhalten konnte. Deswegen nennt man ihn auch den „Klammerreflex“. Im Übrigen tritt der Moro Reflex nicht nur beim Menschen, sondern auch bei anderen Primaten und auch bei einigen Säugetieren auf, vor allem aber bei Traglingen. Das sind Säugetiere, die am Leib der Mutter getragen werden.

Etwas einfacher ausgedrückt kann man den Reflex auch so beschreiben, dass das Baby zusammenzuckt und die Arme in die Luft reißt.

Wie wird dieser Reflex ausgelöst?

Der Moro Reflex heißt unter anderem auch Schreck-Reflex und wird zum einen, wie oben beschrieben, ausgelöst, wenn sich das Baby erschrickt. Beispielsweise wenn es Angst hat, zu fallen. Es kann aber auch durch Geräusche oder andere Störfaktoren ausgelöst werden. Auch beim Übergang von einer REM Phase in eine Tiefschlafphase kann der Moro Reflex ausgelöst werden. Für die Mutter sieht das dann aus, wie wenn ihr Baby im Schlaf zuckt.

Bis zu welchem Alter bleibt der Moro Reflex erhalten?

Normalerweise etwa bis zum 2.-4. Lebensmonat, danach wird der Reflex durch einen anderen abgelöst, nämlich durch das ganz normale Erschrecken, wie wir es auch von Erwachsenen kennen. Bei einigen wenigen Kindern bleibt der Moro Reflex allerdings noch etwas länger erhalten.

Wenn der Moro Reflex beim Schlafen hindert

neugeborenes gepucktes Baby

Gerade schreckhafte Babys haben oftmals Probleme mit dem Schlafen und zwar deswegen, weil sie durch den im Schlaf ausgelösten Moro Reflex immer wieder von ihren eigenen Bewegungen aufgeweckt werden. Das Baby ist sich nämlich in diesem Alter schlichtweg nicht darüber im Klaren, dass die neben seinem Körper fuchtelnden Arme zu ihm gehören! Flatterhafte Bewegungen neben dem Gesicht sind für kleine Babys aber in jedem Fall bedrohlich. Es wacht also erstens auf und zweitens erschrickt es sich. Die Folge: es schreit. An Schlaf ist also nicht mehr zu denken. Bei nicht wenigen Babys wiederholt sich dieses Spielchen immer wieder, was nicht nur dem Baby, sondern auch euch Eltern den Schlaf rauben kann.

Was hilft bei Schlafproblemen, die durch den Moro Reflex ausgelöst werden?

In dem Fall kann es sehr hilfreich sein, das Kind mitsamt seiner Ärmchen fest in eine Decke einzuwickeln. Man nennt dies auch Pucken. Es ist nämlich bekannt, dass Babys ruhiger schlafen, wenn sie ganz eng und kuschelig in eine Decke eingewickelt werden. So reißt sie auf jeden Fall schon mal kein Moro Reflex aus ihren tiefsten Träumen. Zudem fühlen sie sich einfach rundum kuschelig und geborgen.

Ebenfalls hilfreich ist das Schlafen in einer Federwiege. Man hat nämlich festgestellt, dass der Moro Reflex nicht nur seltener ausgelöst wird, wenn die Babys eng eingekuschelt sind, sondern auch, wenn sie umher getragen oder geschaukelt werden. In einer Babywiege ist beides der Fall. Baby liegt schön eng, außerdem wird es sanft auf- und ab geschaukelt.

Federwiegen ansehen Button

Das heißt sowohl durch das Pucken als auch durch das Schlafen in einer Wiege kann der Moro Reflex sozusagen relativiert werden. Die dafür verantwortlichen Bewegungsabläufe werden dadurch nämlich einfach vermieden, was beim Baby letztendlich für einen ruhigen Schlaf sorgt. Es gleitet, ganz ohne zu erschrecken, von der Leicht- in die Tiefschlafphase und kann somit in einen viel tieferen und erholsamen Schlaf abtauchen.

gepucktes Baby in swing2sleep Babyhängematte blau
Da man nun eben weiß, dass Babys Begrenzungen und Enge genau aus diesem Grund lieben und suchen, ist es sinnvoll gerade Schreibabys zu pucken. Pucken bedeutet so viel wie in eine Decke oder ein Tuch ganz fest einwickeln. Und zwar so, dass das Baby nicht strampeln und auch die Händchen nicht mehr bewegen kann. Das mag zwar auf den ersten Blick mitleiderregend aussehen, aber wie gesagt: genau auf diese Art und Weise fühlen sich Babys geborgen und sicher. Viele Kinder neigen auch dazu, immer wieder aus dem Schlaf hochzuschrecken. Allerdings sollte man dabei ein paar Dinge beachten.

"Wie ist Deine Erfahrung mit dem Pucken, was kannst du anderen Müttern mitgeben? Hinterlasse dafür doch bitte ein Kommentar und helfe anderen Eltern."

Das Pucktuch

Grundsätzlich eignet sich jedes Tuch zum Pucken, vorausgesetzt, es ist leicht elastisch (wie z.B. eine Strickdecke) und lässt sich somit dem Körper des Babys auch anpassen. Gepuckt werden sollte so, dass das Baby nicht ins Tuch hineinrutschen kann. Das Kind wird quasi fest eingewickelt und die Enden des Tuchs so festgesteckt, dass das Ganze auch hält.

Wie pucke ich mein Baby?

In diesem Video ist direkt eine Anleitung “Pucken macht Babys glücklich“. Hier erfährst du, wie du euer Baby richtig puckst. Was du unbedingt einmal ausprobieren solltest, ist, dass du dein Baby gepuckt badest oder in die Federwiege legst.

  • Das Tuch wird in Rautenform auf den Wickeltisch gelegt.
  • Die obere Spitze schlagt ihr nach unten ein.
  • Das Baby wird nun mit seinem Nacken auf die entstandene Kante gelegt.
  • Achtet darauf, dass die Arme eures Babys seitlich am Körper anliegen.
  • Mit der rechten Seite des Tuches deckt ihr euer Baby zu, das Tuch wird dann auf der linken Körperseite unter dem Rücken fest eingesteckt.
  • Nun wird die untere Spitze des Tuches bis zur Brust eures Babys nach oben geschlagen.
  • Am Schluss wird die linke Seite des Tuches über den Körper eures Babys gelegt und unter dem Rücken eingesteckt.

Wer ganz sichergehen will fragt zuerst seine Hebamme oder nimmt ein etwas einfacher anzulegendes Pucktuch, indem ihr ein spezielles Produkt mit Klettverschluss kauft. Dieses ist bereits vorgeformt und das Baby kann darin sicher schlafen gelegt werden. Es ist absolut einfach in der Anwendung und bringt wirklich viele Babys dazu, dass sie sich beruhigen. In verschiedenen Studien konnte man tatsächlich feststellen, dass gepuckte Babys schneller einschlafen, länger schlafen, besser durchschlafen und insgesamt weniger weinen. Insofern ist das Pucken durchaus einen Versuch wert. Nun kannst du dein Baby richtig pucken. Reicht das alleine nicht, probiere unbedingt die wirkungsvolle Kombination des Puckens und des sanften schaukelns der swing2sleep.

Kaufe jetzt die unvergleichbare swing2sleep oder wähle die einzigartige Möglichkeit diese Federwiege unverbindlich zu mieten.
 Hier geht´s zum Shop Button
swing2sleep – Baby schläft in Sekunden, Mama hat Ruhe für Stunden – die automatische Federwiege

Tags



Älterer Post Neuerer Post



Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen