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Schlafstörung bei Babys

Maik Schwede

Dass Babys oftmals schlecht schlafen, ist ja grundsätzlich nichts Neues. Vor allem in den ersten Lebenswochen ist es für Babys noch ungemein schwierig, einen Schlafrhythmus zu finden - wenn nicht gar unmöglich. Sie schlafen und essen einfach genau dann wenn ihnen danach zumute ist – so war es im Mutterleib schließlich auch.  

Dennoch erzeugt es verständlicherweise bei den Eltern ziemlich viel Druck und eine enorme Anspannung, wenn der Nachwuchs einfach nicht schlafen will. Immerhin ist Schlaf ein wichtiges Grundbedürfnis, das sollte man niemals vergessen. Wird Schlaf auf Dauer entzogen, kann dies ziemlich gravierende Auswirkung haben – Stress, Gereiztheit, Unlust, Frust und so weiter.  

Ein paar Wochen und Monate kann man das vielleicht noch irgendwie durchhalten, aber dann? Kommen die Eltern quasi auf dem Zahnfleisch daher. Ab wann ist es eigentlich so, dass man bei einem Kind von Schlafstörungen reden kann? UndKann man das überhaupt? 

Ihr macht euch Sorgen, ob euer Baby eine Schlafstörung hat? 

Wenn ihr euch also tatsächlich Sorgen macht, ob euer Kind vielleicht unter Schlafstörungen leidet, dann solltet ihr wissen, dass man im ersten Lebensjahr bei einem Kind noch nicht wirklich von einer Schlafstörung reden kann.  

Mit etwa drei Monaten sind Babys so langsam in der Lage, überhaupt zu verstehen, dass es für uns Erwachsene so etwas wie einen Tag-Nacht-Rhythmus gibt. Ist es hell, ist man meistens wach, ist es hingegen dunkel, ist Schlafenszeit. Bis aber diese Erkenntnis wirklich durchsickert und das Kind es dann auch wirklich gelernt hat, sich daran anzupassen, dauert es weitere Wochen bis Monate  

Durchschlafen mit drei Monaten 

Immerhin können mit drei Monaten 70% der Babys durchschlafen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nun 10 Stunden lang selig schlummern, sondern es bedeutet vielmehr, dass sie es 5-6 Stunden lang schaffen, ohne Nahrung auszukommen. Gehen sie um 20 Uhr ins Bett, ist die Nacht dementsprechend um 3 oder 4 Uhr morgens vorbei.  

Mit sechs Monaten ist dann die Mehrzahl der Babys in der Lage, etwa 7-8 Stunden zu schlafen und mit einem Jahr sollte das Kind generell in der Lage sein, durchzuschlafen 
Das heißt aber nicht, dass es deswegen auch genauso ist! Jedes Kind ist anders, jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell und deswegen können diese Monatsangaben natürlich auch extrem variieren.  

Jedes Kind braucht also seine Zeit, bis es schafft, sich dem ErwachsenenSchlafrhythmus weitestgehend anzupassen.  

Außerdem kann es immer mal sein, dass euer Kind auch wieder einen „Rückschritt“ nach hinten macht. Das heißt, es schläft eine Zeitlang prima durch und irgendwann ist Schluss mit lustig und der Trubel in der Nacht geht von vorne los.  

Was ist denn konkret eine Schlafstörung? 

Vermutlich kennt ihr das auch: Das Kind will ausschließlich auf dem Arm einschlafen, es schläft nur dann, wenn es etwas zu trinken oder den Schnuller bekommt, es wird nachts permanent wach, findet nicht alleine in den Schlaf und weint unbegründet 

Verständlich, dass Eltern dann der Meinung sind, dass es sich hierbei um eine Schlafstörung handelt – schließlich ist der Schlaf nicht so, wie er sein sollte. Dennoch kann man auch hier nicht gleich von einer Schlafstörung sprechen – vor allem dann nicht, wenn es sich um ein wenige Wochen oder Monate altes Kind handelt.  

Geben sich diese Probleme jedoch im Laufe der Zeit nicht, kann es womöglich hilfreich sein, das Einschlafverhalten zu ändern, beispielsweise mit Ritualen. Auch das Führen eines Schlafprotokolls kann Aufschluss über die Schlafgewohnheiten des Babys bringen.

Alle 2 Stunden wach werden? Eigentlich ganz normal 

Dass Kinder etwa alle zwei Stunden wach werden, diese Erfahrungen haben viele Eltern schon gemacht. Im Übrigen ist das aber ganz normal – schön, wenn man das weiß, denn dann kann man dieses Verhalten auch besser akzeptieren. Es ist nämlich noch ein Überbleibsel von ganz früher, als es galt, das Überleben in feindlicher Natur zu sichern 

Etwa alle zwei Stunden wurde damals der Mensch wach, um abzuchecken, ob er sich noch in Sicherheit befindet und ob alles noch genauso ist wie zuvor. So richtig wach sollten wir dabei aber nicht werdensondern meistens gerät man kurz in den Dämmerzustand und schlummert dann weiter.  

Wenn aber jetzt tatsächlich etwas gravierend anders ist als beim Einschlafen - zum Beispiel fehlt die Brust der Mutter, das Fläschchen oder der Schnuller - ist es nur verständlich, dass das Baby protestiert. Es lässt sich leider meistens nur beruhigen, indem man genau das wieder macht, was beim letzten Einschlafen auch Voraussetzung war: z.B. die Brust geben 

Aus dieser Spirale herauszufinden ist nicht ganz einfach, es kann aber Schritt für Schritt gelingen. Dazu braucht es ein bisschen Geduld und viele Nerven.  

Woran erkennt man echte Schlafprobleme? 

Wenn euer Kind beispielsweise nach dem 6. Lebnensmonat nicht mal andeutungsweise Tendenzen dazu zeigt, einen Schlaf-Wach-Rhythmus zu entwickeln und dies von euch als sehr belastend empfunden wird, könnt ihr euch einmal an den Kinderarzt oder die Schreiambulanz wenden. Dadurch können eventuelle organische Ursachen ausgeschlossen werden.  

Was wird vom Schlafexperten untersucht? 

Eltern, die mit ihrem Kineinen Schlafexperten aufsuchen, werden meistens aufgefordert, über einen bestimmten Zeitraum ein Schlafprotokoll anzufertigen, anhand dessen besser erkennbar ist, wo genau das Problem liegt. Das betroffene Kind wird körperlich untersucht und sein Entwicklungsstand wird in die Anamnese mit einbezogen. Sollten organische Ursachen oder Beschwerden gefunden werden, kann es sein, dass eine Untersuchung im Schlaflabor empfohlen wird. Ansonsten kann es oft hilfreich sein, gemeinsam mit den Eltern in einem Beratungsgespräch zu eruieren, wie sie auf die Schlafprobleme ihres Kindes am besten reagieren können.  

Also: Auch wenn Eltern sich in ihrem Schlaf gestört fühlen und das Verhalten ihres Kindes nachts nicht als „normal“ empfinden, so spricht man trotzdem bei Kindern unter einem Jahr noch nicht unbedingt gleich explizit von einer Schlafstörung 

Viele Eltern haben uns berichtet, dass gerade bei Kindern mit ein- und durchschlaf Problemen unsere swing2sleep eine wirkungsvolle Investition ist. Gerade die rhythmische Bewegung und die angenehme Enge verhelfen Kindern dabei, besser in den Schlaf zu finden. Zusätzlich fördert sie, die für dein Baby so wichtigen Tiefschlafphasen. 

Das Team von swing2sleep wünscht allen angenehme und ruhige Nächte.


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