Urlaub mit Baby: Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

In den Urlaub mit Baby: wieso eigentlich nicht? Gerade wenn ihr in Elternzeit seid, denkt ihr vielleicht über die erste Reise als Familie nach. Ob Kurzurlaub an die Ostsee oder “Big Trip” nach Südafrika. Wir haben die wichtigsten Tipps für euren ersten Urlaub mit Baby zusammengefasst. 

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Urlaub mit Baby: Wohin soll’s denn gehen? 

Das ist natürlich die erste und wichtigste Frage, mit der ihr euch beschäftigen solltet: Wohin soll eure erste Reise als Familie gehen? Die Antwort sollte immer lauten: Wohin ihr wollt. Keine Frage. Es ist sicherlich einfacher, beim Urlaub mit Baby auf eine Destination zu setzen, die nicht allzu weit entfernt liegt. Beispielsweise an die Ostsee. Denn dann ist die Vorbereitung meist überschaubarer und ihr habt in vielerlei Hinsicht mehr Sicherheiten. Gleiche Sprache, falls ihr doch einmal eine Arztpraxis oder Apotheke aufsuchen müsst. Gleiche Zeitzone, gleiche Währung und die Gewissheit, dass ihr jederzeit ins Auto oder in den Zug Richtung Heimat steigen könnt, falls ein Notfall eintritt.

Aber: Die Angst vor solchen Situationen sollte euch nicht davon abhalten, einen längeren Urlaub mit Baby zu planen, wenn ihr die Lust danach verspürt. Viele frischgebackenen Eltern nutzen die Elternzeit für einen Roadtrip oder eine mehrwöchige Reise in ferne Länder. Und es ist alles machbar. Fühlt einfach mal in euch rein, was für euch am besten passt. Es gibt kein richtig oder falsch. Alternativ unternehmt ihr erst einmal einen kleinen Trip aufs Land übers Wochenende und “übt” für die große Reise ein paar Wochen oder Monate später. Dann habt ihr mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein, beispielsweise für eine Flugreise mit Baby.

Grundsätzlich gilt: Nehmt euch Zeit. Fürs Packen und auch fürs Reisen selbst. Eine enge Zeitplanung ist euer Endgegner. Plant für alles längere Pausen und mehr Spielraum ein. Denn es tritt immer mal wieder ein unvorhergesehener Fall ein. Und dem könnt ihr dann mit mehr Gelassenheit begegnen. 

Die Flugreise mit Baby: Die wichtigsten Tipps im Überblick

  1. An den Kinderreisepass denken

Die meisten Flugreisen führen ins Ausland. Dafür benötigt ihr einen Reisepass für euer Baby. Egal, wie klein euer Schatz noch ist. Die gute Nachricht: Die Bearbeitungszeit dauert meist nicht ganz so lange, wie bei einem Reisepass für Erwachsene. Ihr müsst ein (mehr oder weniger) biometrisches Foto von eurem Kind machen. Dafür gibt’s auch hilfreiche Apps, so dass ihr nicht einmal in ein Fotostudio müsst.

Die Ämter sind bei den Passbildern für Babys meist kulant und lassen auch nicht ganz exakt biometrische Exemplare durchgehen. Beim Bürgeramt-Termin wird euch der Reisepass meist direkt gegen eine Gebühr ausgehändigt, so dass ihr keine mehrwöchige Wartefrist einberechnen müsst. Dennoch: der Kinderreisepass sollte nicht vergessen werden, denn er wird meist beim Boarding kontrolliert. Also, nehmt das in eure Planung mit auf, 

  1. Kinderwagen oder Buggy mitnehmen? Ja, klar! 

Die allermeisten Fluggesellschaften (auch die Billig-Airlines) gestatten es, kostenfrei Kinderwagen oder Buggy mitzunehmen, wenn er sich auseinandernehmen und falten lässt. Diese werden mit dem übrigen aufgegebenen Gepäck im Frachtraum des Flugzeugs verstaut. Bedenkt aber, dass hier kaum auf Sauberkeit oder Hygiene geachtet wird. Soll heißen: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt eine Schutzverpackung mit.

Informiert euch vorab einmal bei der Airline, wie die Sache mit dem Kinderwagen läuft. Im Internet gibt’s da meist Auskunft. In der Regel könnt ihr euch einfach am Schalter am Flughafen Gepäckaufkleber (den sogenannte Baggage Tag) holen und dann mitsamt Kinderwagen durch die Sicherheitskontrolle. Mit dem Wagen oder Buggy fahrt ihr bis zum Einstieg in den Flieger vor. Erst dort wird er dann von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin entgegengenommen und im Frachtraum verstaut. Am Ankunftsort liegt der Wagen auf dem Gepäckband oder beim Sperrgepäck aus, wo ihr ihn wieder abholen könnt.

  1. Flugzeiten mit Bedacht wählen

Hat euer Baby schon einen gewissen Schlafrhythmus? Und wie sieht es mit eurem Familienalltag aus? Macht euch vorab Gedanken, wann für euch alle die beste Reisezeit zum Fliegen ist. Viele junge Paare haben beispielsweise die Erfahrung gemacht, dass Babys bei abendlichen Flugzeiten besonders entspannt sind. Vielleicht neigt euer Kleines aber auch zur Reizüberflutung am Abend und einhergehenden Weinattacken? Dann ist es vielleicht sinnvoller, am Vormittag an Bord zu gehen.

  1. An Bord: Stillen oder Fläschchen bereithalten!

Säuglinge können im Flieger den Druckausgleich nicht selbst regulieren. Deswegen ist es sinnvoll, Schnuller und Fläschchen bereitzuhalten oder beim Start und beim Landen einfach die Brust zu geben. Durch das Schlucken, gelingt es den Kleinen, den Druck auszugleichen. Zudem sind sie beim konzentrierten Trinken abgelenkt und ihr könnt Schreien vorbeugen. 

  1. Wechselkleidung, Mützchen und Kuscheldecke dabei haben

Gerade, wenn ihr einen längeren Flug vor euch habt, solltet ihr noch ein paar weitere Dinge griffbereit haben. Wegen der Temperaturschwankungen im Flieger empfehlen wir eine Mütze und eine leichte Decke. Mal wird es nämlich sehr warm im Flieger, mal bitterkalt. Auch Wechselkleidung ist empfehlenswert, falls ein Malheur passiert. Und natürlich die gepackte Wickeltasche nicht vergessen. An Bord gibt’s nämlich Toiletten mit ausklappbaren Wickeltisch. 

  1. Habt keine Scheu, um Hilfe zu bitten

Das Flugpersonal ist geschult, auch auf Familien mit Baby, und kann euch in vielerlei Hinsicht behilflich sein. Macht euch das zu Nutze und bittet um Hilfe, beim Anschnallen mit Sicherheitsgurt, beim Ausklappen des Wickeltischs, beim Verstauen des Gepäcks. Dadurch wird die Flugreise mit eurem kleinen Schatz noch einmal eine ganze Ecke entspannter.

Urlaub mit Baby

Die Autoreise mit Baby: Die wichtigsten Tipps im Überblick

  1. In den ersten drei Monaten lieber nur einen kürzeren Trip einplanen

Autofahrten unter drei Stunden sind in der Regel kein Problem für euer Baby, wenn es noch unter drei Monaten alt ist. Längere Fahrten sollte ihr erst unternehmen, wenn euer kleiner Schatz ein wenig größer ist. Der Grund: Die Autoschalen schützen das Baby zwar. Das Kleine befindet sich aber in einer halb sitzenden Position, der Brustkorb wird leicht zusammengedrückt. Bei längerer Belastung ist das nicht förderlich für die Wirbelsäule. 

  1. Ausreichend Pausen einlegen

Im Idealfall sitzt euer Kind nur etwa zwei Stunden am Stück in der Babyschale. Dann empfehlen Expert:innen eine Pause von etwa 30 Minuten. Während dieser Zeit sollten die Kleinen hingelegt und zum Bewegen angeregt werden. Auch ein Tragetuch oder eine Babytrage sind empfehlenswert. Kurzum: plant ausreichend Zeit für euren Urlaub mit Baby mit dem Auto ein. Denn die Pausen sind wichtig und sinnvoll für euch alle.

  1. Für ausreichend Nahrung sorgen

Keine Frage: Unterwegs stillen ist praktisch. Aber manchmal bekommt das Baby im Auto Hunger und ihr könnt nicht sofort anhalten. Es ist keine Option, euer Kleines abzuschnallen und während der Fahrt zu stillen. Das ist nicht erlaubt, da zu gefährlich. Deswegen ist es sinnvoll, vorab ein wenig abzupumpen und einen Flaschenwärmer für unterwegs parat zu haben. Wenn ihr euer Kleines ohnehin ausschließlich mit Flasche füttert, bereitet ausreichend Mahlzeiten für die Autofahrt vor, die ihr dann unterwegs rasch zubereiten und aufwärmen könnt. 

  1. Die perfekte Zeit für euch wählen

Das Gute ist: Da ihr mit einem Säugling nicht abhängig von Ferienzeiten seid, ist es sicher sinnvoll, in einer Zeit mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, wenn gerade keine Schulferien sind. Dann reist es sich entspannter. Was die Uhrzeit betrifft, so solltet ihr euch vorab überlegen, wann euer Kleines am entspanntesten ist. Stillt oder füttert es noch einmal vor der Abfahrt, damit es dann zufrieden und wohlig die erste Zeit im Auto einfach schlummert. 

  1. Regelmäßig wickeln

Babys merken es sofort, wenn sie in die Windel gemacht haben. Und in der Regel machen sie dann mit Geschrei auf sich aufmerksam. Zudem ist es für die Kleinen unangenehm, in der Babyschale mit vollem Gewicht auf der Windel zu sitzen. Plus: Dadurch gilt erhöhte Auslaufgefahr, das wiederum kann zu einer kleinen Sauerei führen. Deswegen ist es sinnvoll euer Kleines in jeder Pause einmal frisch zu wickeln. So kann es sich nach dem langen Sitzen auch strecken und räkeln.

Die Bahnreise mit Baby: Die wichtigsten Tipps im Überblick

  1. Plätze vorab reservieren

Auch wenn dadurch mehr Kosten entstehen: Plätze reservieren ist bei einer Bahnreise mit Baby ist unabdingbar. Eine andere Option ist es, ein eigenes Abteil oder den Familienbereich auszuwählen. Dort trefft ihr auch auf andere Menschen mit Kindern (und somit auf mehr Verständnis, wenn euer Kleines mal weint). Übrigens: Bei der Deutschen Bahn gibt es im ICE kostenlose Kinderbetreuung am Wochenende und in ausgewählten Zügen sowie eigene Kleinkinderabteile für Reisen mit Babys bis drei Jahre. Manche Züge bieten auch Stillabteile, in denen du dich zurückziehen kannst und in Ruhe stillen kannst. Informiert euch am besten vorab noch einmal. 

  1. Stoßzeiten vermeiden

Wählt lieber Abfahrtszeiten, die nicht so beliebt bei anderen Urlauber:innen und Reisenden sind. Dann ist es im Zug meist und vor allem am Bahnhof ruhiger, die Fahrstühle sind nicht so hoch frequentiert, die Schlangen beim Einstieg kürzer und ihr könnt entspannter reisen. 

  1. Auf Umsteigzeiten achten

Am besten, ihr bucht eine Zugreise, bei der ihr nicht umsteigen müsst. Das ist natürlich am einfachsten. Sollte sich das nicht vermeiden lassen, dann plant in jedem Fall ausreichend Zeit mit ein. Züge haben immer mal Verspätung und ihr seid generell als Familie langsamer unterwegs. Also: Lieber mehr Zeit einplanen und im Zweifelsfall am Bahnhof noch einmal eine Tasse Tee trinken, bevor es weitergeht. 

  1. Tragetuch oder Baby-Trage griffbereit haben

Klar kann es einfacher sein, am Bahnhof mit Kinderwagen unterwegs zu sein, allein schon, um im Fußteil alles abzuladen. Im Zug selber ist der Buggy aber ziemlich umständlich. Am besten, ihr verstaut den Kinderwagen oder Buggy an einen sicheren Ort im Zug und steigt dann auf eine Baby-Trage oder ein Tragetuch um. So kann sich dein Baby unterwegs zurückziehen und die neuen Eindrücke verarbeiten. Übrigens: Falls euer Kinderwagen zu sperrig ist und sich nicht zusammenfalten lässt, könnt ihr ihn mittels Gepäckservice an den Urlaubsort verschicken lassen. 

  1. Setzt auf einen großen Rucksack

Es gibt mittlerweile richtig smarte Rucksäcke, in denen ihr jede Menge Gepäck verstauen könnt. Sie sind weitaus praktischer als Rollkoffer. Bestenfalls reist ihr beide mit großem Rucksack, so habt ihr immer die Hände frei – fürs Babytragen, fürs Schieben des Kinderwagens oder fürs Flasche geben am Bahnhof.

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Die große Frage: Ferienwohnung oder Hotel?

Es gibt tolle Familienhotels, die perfekt auf die Bedürfnisse von euch abgestimmt sind. Meist ist ein Aufenthalt hier aber auch deutlich kostenintensiver. Die meisten jungen Paare mit Baby setzen daher auf Ferienwohnungen oder Apartments, einfach, weil es preislich besser zum Geldbeutel von Familien passt – und weil eine Küche vorhanden ist (ein nicht ganz unwichtiger Punkt, wie die meisten Eltern wissen). Allerdings: Auch hier solltet ihr euch erkundigen, ob die Ferienwohnung auf Familien abgestimmt sind. Bestenfalls sind die Räumlichkeiten kindersicher. Checkt auch, ob es ein Kinderbett vor Ort gibt, falls ihr so etwas benötigt.

Ganz wichtig: Die Reiseapotheke für Euren Urlaub mit Baby

Oft unterschätzt, aber so sinnvoll: Eine gut ausgestattete Reiseapotheke solltet ihr unbedingt mit in den Familienurlaub nehmen. Bestenfalls wird sie nie angerührt. Im Notfall ist sie aber ein Segen. Die Kunst besteht darin, alles dabei zu haben – und dennoch nicht das gesamte Medikamentensortiment mit einpacken zu müssen. Hier ein Überblick an Dingen, die in eure Reiseapotheke mit sollten.

  • Pflaster und Mullbinden für kleinere Verletzungen
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen oder -saft
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz und Kühlgel für Insektenstiche
  • Wund- und Heilsalben
  • Kümmelzäpfchen für Verstopfungen
  • Fenchel-Kümmel-Öl bei Bauchweh
  • Medikamente gegen Erbrechen
  • Elektrolyte zum Ausgleich von Mineralstoffverlusten
  • Pinzette
  • Baby-Nagelschere
  • Zeckenzange

Urlaub mit Baby: Diese Dinge sollten unbedingt auf eurer Packliste stehen

Neben der Reiseapotheke gibt’s aber noch ein paar andere Dinge, die in jedem Fall in eurem Koffer landen sollten. 

  • Ersatzschnuller
  • Babytrage oder Tragetuch
  • Milchflasche, Handpumpe und Erwärmer mit Adapter (für eine Autoreise)
  • Feuchttücher, Windeln, Wickelunterlage, Mulltücher und Müllbeutel für unterwegs
  • Schwimmwindel, falls benötigt
  • Spielsachen oder Spielbogen, falls benötigt
  • Stilllampe, falls benötigt 
  • Baby-Handtuch und Waschlappen
  • und natürlich Kleidung, Schlafsack & Co.

Ebenfalls in euer Gepäck solltet ihr die die swing2sleep packen. Denn jedes Modell kann mit Türklammer optimal unterwegs genutzt, die Hängematte bzw. das Netz ganz einfach zusammengefaltet werden. Es kann eine echte Erleichterung sein, euer Kleines für ein, zwei Stündchen in die swing2sleep zu legen – damit ihr auch mal Ruhe habt. Denn immerhin soll der Urlaub mit Baby ja erholsam für alle Beteiligten werden.


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