Baby abkühlen bei Hitze: 9 Tipps & Tricks

Der Sommer ist wunderbar. Doch Babys haben es bei heißen Temperaturen wahrlich nicht leicht. Klettert das Thermometer gen 30-Grad-Grenze, kann das für die Kleinen ganz schön anstrengend werden. Denn sie können sich bei Hitze nicht mal eben im Pool abkühlen, einen eiskalten Drink genießen oder unter die kalte Dusche springen. Da müssen die Eltern aushelfen. Aber wie kann man Babys abkühlen bei Hitze? Das verraten dir unsere Tipps!

Baby abkühlen Hitze

 

Dein Baby abkühlen bei Hitze: Diese Dinge helfen

Grundsätzlich gilt: Babys haben an heißen Sommertagen die gleichen Bedürfnisse wie Erwachsene. Nur können sie sich eben nicht artikulieren. Wenn du im Sommer unsicher bist, ob deinem Baby zu heiß ist oder nicht, fasse deinem Kleinen in den Nacken. Ist der Nacken warm, aber trocken und nicht heiß, ist alles okay. Schwitzt dein Kind im Genick, ist es ihm oder ihr zu warm. Dann helfen diese Tipps, um dein Baby abzukühlen.

#1: Windel weglassen

Du tust deinem Baby einen großen Gefallen, wenn du die Windel ab und an weglässt und es nackig herumkrabbeln darf. Die frische Luft am Popo sorgt für ein schönes Körpergefühl bei deinem Kleinen. Plus: Du beugst damit automatisch Windeldermatitis und fiesen Ausschlag vor.

#2. Vorhänge zu und im Schatten bleiben

Lüfte am besten in der Nacht und am frühen Morgen, damit die Wohnung etwas auskühlt. Tagsüber solltest du bei heißen Temperaturen die Sonne aussperren, indem du die Vorhänge geschlossen hältst. Wenn ihr euch draußen aufhaltet, solltet ihr konsequent im Schatten bleiben. Besonders die Mittagshitze solltet ihr bestenfalls vermeiden. Auch wenn du mit deinem Baby im Kinderwagen spazieren fährst, ist ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm unbedingt zu empfehlen. Noch ein Hinweis: Lass dich nicht von einem bewölkten Himmel täuschen und setze dein Baby niemals nackig und ungeschützt nach draußen. Die UV-Strahlung ist für die zarte Haut deines Babys zu stark und auch im Schatten solltest du an einen ausreichenden UV-Schutz denken.

#3: Viel trinken und häufiges anlegen

Bei Hitze sollte man viel trinken. Das gilt bei Kindern wie bei Erwachsenen gleichermaßen. Wird dein Baby gestillt, biete ruhig öfter die Brust an. Zu Beginn der Stillmahlzeit ist die Milch durststillend. Erst wenn dein Baby länger trinkt, wird die Muttermilch dicker und nahrhafter. Du wirst also an einem heißen Sommertag bemerken: Dein Baby möchte öfter, aber kürzer trinken. 

Übrigens: Muttermilch ist auch an heißen Tagen vollkommen ausreichend, wenn es um die Flüssigkeitszufuhr für Säuglinge geht. Damit der Durst deines Stillbabys befriedigt wird, brauchst du nicht zusätzlich Wasser oder Tee anbieten. Das kann in den ersten sechs Monaten nicht nur ungewohnt, sondern sogar schädlich sein und schlimmstenfalls zu einer Wasservergiftung führen. 

Das Gleiche gilt im Übrigen auch für industriell hergestellte Pre-Milch. Diese ist so konzipiert, dass sie den Bedarf an Flüssigkeit deines Babys vollständig abdeckt; auch an heißen Tagen. Habe dafür immer eine vorbereitete Flasche zur Hand, falls sich der Durst meldet. Halte dich beim Anmischen der Milch unbedingt an die Angaben der Hersteller, um eine Wasservergiftung zu vermeiden. 

#4: Verdunstungskühle nutzen

Hier kommen unsere Tipps für deine heiße Dachwohnung: Um das Kinderzimmer runterzukühlen – gerade zur Schlafenszeit – helfen feuchte Handtücher auf dem Boden vor dem Fenster oder auf einem Wäscheständer. Die Feuchtigkeit steigt nämlich beim Verdunsten auf. Das sorgt für einen sanften Kühlungseffekt. Sollten es deine Vorhänge vertragen, kannst du diese auch mit einer Sprühflasche ausgiebig befeuchten. Aufgepasst: Dieser Trick ist nur bei gleichzeitigem Lüften sinnvoll, ansonsten wird die Luft nur schwüler. Mach dir also die Verdunstungskühle vor allem am Morgen beim Lüften der Schlafzimmer zu Nutze.

#5: (Warmer) Planschspaß

Auch dein Baby liebt ein erfrischendes Bad im Sommer, vor allem wenn die Sonnenstrahlen das Thermometer nach oben jagen. Erfrischung ja, aber bitte nicht im kalten Wasser (so wie wir Erwachsenen es mögen). Denn die Kleinen kühlen viel schneller aus. Der Körper deines Babys ist noch nicht in der Lage, die Wärme zu regulieren. Deswegen ist bei einem längeren Bad eine Temperatur von 37 Grad Celsius optimal. Lass deinem Schatz an heißen Tagen öfter mal die Badewanne ein und gönn ihm oder ihr ein paar ausgiebige Planschmomente. Das tut gut und hebt die Stimmung.

#6: Waschlappen-Abkühlung

Ihr habt gerade keine Zeit für ein wenig Badespaß? Dann reibe beim nächsten Wickeln dein Baby mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Das Wasser verdunstet auf der Haut und sorgt so für einen schnellen, kühlenden Effekt, außerdem wird so Schweiß direkt mit abgerieben. Unser Tipp: Gib einige Tropfen Mandelöl ins Wasser, das pflegt die Haut und beugt so Ausschlag vor. Wichtig ist dabei aber, dass dein Baby nicht in der Zugluft liegt. Ansonsten kann es sich rasch erkälten. Deswegen sind im Übrigen auch Ventilatoren und Klimageräte im Schlafzimmer deines Kindes tabu!

Pro Tipps für heiße Sommertage bei zahnenden Babys: Statt Beißring & Co. deinem Schatz einen lauwarmen Waschlappen zum Spielen geben. Auch das kühlt ein wenig– und macht Spass!

#7: Coole Snacks für größere Babys und Kleinkinder ab 6 Monaten 

Wenn dein Baby schon ab und an Brei bekommt oder sogar schon Familienkost zu sich nimmt, kannst du auf kühlende Obst- und Gemüsesorten setzen. Für Erfrischungen sorgen beispielsweise Wassermelone oder eine leicht gekühlte Salatgurke sowie Tomaten und Paprika. Auch Birnen, Pfirsiche oder Aprikosen enthalten viel Flüssigkeit und sind lecker und erfrischend. Mit einem Standmixer lassen sich zudem tolle Smoothies für die ganze Familie zubereiten.

#8: Lockere, luftige Kleidung 

Ärmellose Bodys oder weite Kleidchen sowie Strampler ohne Füße sind genau das richtige für dein Baby, wenn die Temperaturen steigen. Söckchen kannst du dann je nach Bedarf an- und ausziehen. Wichtig ist auch, dass du einen Sonnenhut aus leichtem Stoff mit UV-Schutz und breiter Nackenkrempe dabei hast. Das schützt das Köpfchen und das Gesichtchen vor UV-Strahlung, wenn ihr draußen im Park oder Garten seid.Wenn du dein Baby schlafen legst reicht bei extremer Hitze auch eine Windel und ein Musselintuch, damit dein Schatz nicht überhitzt. 

#9: Heimliche Wärmequellen in der Wohnung vermeiden

Elektrische Geräte wie Computer, Spielekonsolen, Laptops und Wäschetrockner fressen nicht nur Strom, sie erzeugen auch Abwärme und heizen damit die Wohnung im Sommer unnötig auf. Gleiches gilt für Netzteile im Standby-Betrieb. Stöpsel also öfter mal die Geräte komplett aus; auch die Netzstecker. So vermeidest du unnötige Extra-Wärme in der Wohnung. Und die Natur dankt es dir ebenfalls.

Sommerhitze und Babys: Drei wichtige Fragen

1. Was ist beim Autofahren zu beachten? 

Bitte lass dein Baby oder dein Kind niemals unbeaufsichtigt im Auto. Auch nicht eben mal kurz. Das kann lebensgefährlich für deinen Schatz werden. Die Wärmeentwicklung im Wagen ist bereits bei 23 Grad Außentemperatur rapide. Nach 10 Minuten beträgt die Temperatur innerhalb deines Autos dann schon 30 Grad. Diese Tabelle zeigt eindrucksvoll, wie schnell die Temperatur eines Autos im Stand nach oben steigt.

2. Darf mein Baby schon Eis essen? 

Wenn dein Kind im Sommer mindestens 10 Monate alt ist, Beikost und Milch gut verträgt, dann darf es durchaus mal am Eis schlecken. Damit du aber die Gefahr von Salmonellen ausschließen kannst, ist nur abgepacktes Eis zu empfehlen und nicht solches aus der Eisdiele. Wenn du dein Baby zuckerfrei ernähren möchtest, dann kannst du auch kinderfreundliches Eis selber machen. Dazu einfach tiefgefrorene Früchte etwas antauen lassen, in den Mixer geben und deinem Kleinen zum Löffeln vorsetzen. Wenn du magst, kannst du auch etwas Joghurt beigeben.

3. Welcher Sonnenschutz ist beim Säugling der richtige? 

Du fragst dich, was der beste Schutz für die empfindliche Haut deines Babys ist? Textilien, besser noch: UV-Schutz-Kleidung. Du schützt dein Kleines am besten vor UV-Strahlen durch Kleidung- und zwar an allen Körperteilen. Deshalb solltest du unbedingt auch an einen Sonnenhut denken. Wenn aber die Hitze groß ist und du es nicht vermeiden kannst, dich draußen aufzuhalten, suche Schatten unter einem Baum und versuche die pralle Sonne zu meiden. Bei UV-Strahlung ist ein mineralischer Sonnenschutz mit Faktor 50 empfohlen. Creme dein Baby dabei sorgfältig und regelmäßig ein.

Wir lieben den Sommer, auch wenn die Sonne uns ganz schön zum Schwitzen bringt. Schaffe regelmäßige Abkühlung, um die Hitze für dein Baby erträglicher zu machen. Wir hoffen, dass es dir und deinem Kind mit unseren Tipps leichter fällt, den Sommer und die Sonne zu genießen.