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Stillen - Faszination Muttermilch

Anika Lemke

Ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft wächst nicht nur auf wundersamer Weise neues Leben in dir, sondern dein Körper entwickelt auch auf faszinierende Art ein spektakuläres Ernährungssystem für das ungeborene Baby. Die später zur Verfügung stehende Muttermilch dient weit mehr dazu als nur die Ernährung deines Babys sicherzustellen. Sie enthält einzigartige Wirkstoffe, die die unterschiedlichsten Funktionen in deinem und im Körper deines Kindes beeinflussen. Sie besitzt sogar medizinische Eigenschaften, die eine wesentliche Rolle für die Gesundheit des Babys spielen.

Stillpositionen

In diesem Artikel findest du deshalb alle wichtigen Informationen rund um das Thema “Stillen”. Wir beantworten dir hier Fragen wie z.B. “Warum du dein Baby unbedingt Stillen solltest”. “Welche Vorteile das Stillen dem Baby und dir bietet”. “Was du tun solltest, wenn du Stillprobleme hast”. “Welche Stillpositionen es gibt”? “Wie lange du dein Baby stillen solltest” und vieles mehr.

Warum du dein Baby unbedingt Stillen solltest?

In der Muttermilch stecken alle wichtigen Nährstoffe, die dein Baby zum Wachsen braucht. Sie ist perfekt auf das Neugeborene und später auf das Kleinkind abgestimmt. Sie passt sich vollautomatisch auf den täglichen Bedarf deines Babys an. Deine Muttermilch enthält alle wirksamen Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Fette in genau der Zusammensetzung, die dein Baby in jeder Wachstumsphase benötigt. Außerdem enthält sie extrem wichtige Abwehrstoffe; viele Arten von lebenden Zellen und Stammzellen, welche die Eigenschaft besitzen, sich zu verschiedenen Zellarten weiterzuentwickeln. Die Muttermilch enthält auch Wirkstoffe für bestimmte Wachstumsfaktoren, sowie Zellen, die die Gehirnentwicklung des Babys unterstützen und das Immunsystem stärken. Sie ist für dein Baby sehr gut bekömmlich, leicht verdaulich und unterstützt unvergleichlich die Entwicklung seines Verdauungssystems. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist immer wieder daraufhin, dass das Stillen gerade im ersten Lebenshalbjahr die beste und idealste Ernährungsform von Neugeborenen und Babys ist. Werden Kinder in diesem Zeitraum voll gestillt, brauchen sie normalerweise keine zusätzliche Nahrung oder Flüssigkeit mehr. Es wird deshalb empfohlen, Kinder bis zum zweiten Lebensjahr nach Bedarf weiter zu stillen.

Welche Vorteile bietet das Stillen dir und deinem Baby?

Stillen ist eine unvergleichbar praktische Angelegenheit. Du als Mutter hast immer die absolut beste und richtig temperierte Nahrung dabei. Kein lästiges schleppen von Fläschchen, Milchpulver, heißem und kaltem Wasser. Keine Anschaffungskosten wie z.B. Flaschenwärmer, kein stetiges Einkaufen der richtigen Milchnahrung, Zubereiten des Fläschchens oder das Reinigen bzw. Sterilisieren der Utensilien. Deine Muttermilch ist komplett kostenfrei und innerhalb weniger Sekunden kann dein Baby gefüttert werden. Außerdem fördert Stillen die enge Bindung zwischen dir und dem Kind. Gerade der Hautkontakt vermittelt deinem Baby die nötige Sicherheit und Nähe. Das Saugen an deiner Brust und der Hautkontakt mit deinem Baby setzen zudem Hormone frei wie z.B. Oxytocin. Das wiederum lässt Glücksgefühle aufsteigen, die dazu beitragen die kräfte zehrenden Strapazen und die schlaflosen Nächte der ersten Monate als Mutter leichter zu überstehen.

Der Stillbeginn

Nach der Geburt deines Kindes besitzt du bereits Muttermilch, um dein Baby richtig zu versorgen. Die Vormilch in den ersten Tagen nach der Geburt wird Kolostrum genannt. Sie ist eine dicke, gelbe Flüssigkeit, die sehr reich an Nährstoffen und für dein Baby extrem gut verdaulich ist. Sie besteht aus weißen Blutkörperchen, die Infektionen abwehren sowie das Immunsystem aktivieren und stärken. Dein Körper weiß instinktiv, dass das Neugeborene außerhalb deines Körpers großen Schutz gegen Viren und Bakterien braucht. Das Kolostrum enthält dafür alle wichtigen Schutzstoffe, die den Darm deines Babys auskleiden und es vor ernsthaften Erkrankungen gut schützt. Außerdem wirkt diese Milch abführend und hilft deinem Baby, seinen ersten Stuhlgang leichter abzusetzen; das sogenannten Mekonium oder Kindspech. Es ist schwarz und klebrig, enthält Fruchtwasser sowie abgestorbene Zellen, die das Baby noch im Mutterleib zu sich genommen hat. Das Kolostrum enthält Mineralstoffe wie Magnesium, das die Knochen stärkt und den Herzrhythmus stabilisiert sowie Zink, das zur Gehirnentwicklung deines Babys enorm beiträgt und sein Immunsystem aufbaut.
  • Die Vormilch in den ersten Tagen nach der Geburt deines Kindes wird Kolostrum genannt. In diesen Tagen solltest du dein Baby so oft wie möglich anlegen, damit es ausreichend von dem Kolostrum bekommt.
  • Zwischen dem zweiten und vierten Tag nach der Geburt bildet sich eine Übergangsmilch. Sie ist sehr sahnig und hat eine gelbliche Farbe. Damit ernährst du dein Baby bis zum Ende der zweiten Lebenswoche.
  • Danach bildet sich die reife Muttermilch, sie hat eine weiß - bläuliche Farbe.
Stillbeginn

Unmittelbar nach der Geburt deines Kindes (Spontangeburt oder Kaiserschnitt) solltest du, sofort ungestörten Hautkontakt mit deinem Baby suchen. Sobald sich dein Baby und auch du dich von der anstrengenden Geburt erholt habt, wirst du merken, dass es wach und intensiv die neuen Eindrücke um sich herum wahrnimmt. Dein Baby wird anfangen, Hunger zu bekommen! So saugt es z.B. intensiv an seiner Hand, sucht mit dem Mund die Brustwarze oder schreit und ist deutlich unruhiger. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dein Baby das erste Mal an die Brust anzulegen. Sorge unbedingt für ausreichend Ruhe. Lass dir und deinem Baby die nötige Zeit und vermeide jegliche Verunsicherung. Auch wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt oder sogar etwas weh tut. Du solltest dich keinesfalls von anfänglichen Problemen gleich abschrecken lassen. Wenn es nach mehrmaligen Versuchen immer noch nicht richtig funktioniert, scheue dich nicht und bitte eine der Hebammen vor Ort um Hilfe. Sie werden dir verschiedene Stillpositionen zeigen und helfen dir gern dabei, dein Baby richtig anzulegen. Sie sind dafür besonders gut geschult, Anfangsschwierigkeiten aufzuheben und manches Stillproblem gleich zu vermeiden.

Tipps zum Stillen:

Die Umgebung spielt eine wesentliche Rolle. Sorge für ausreichend Ruhe und eine angenehme Atmosphäre. Je entspannter du bist, umso einfacher klappt auch das Stillen.
  • bevor du dein Baby anlegst, begebe dich in eine für dich angenehme Sitz- oder Liegeposition, da das Stillen mitunter auch länger dauern kann.
  • In der Anfangszeit bitte nicht zu lange warten bis du dein Baby erneut anlegst. Hat dein Baby zu großen Hunger, kann es sein, dass es zu aufgeregt ist, um in Ruhe angelegt zu werden.
  • Streiche mit einem Finger oder mit deiner Brustwarze über den Mund deines Babys; so ermutigst du es zu saugen.
  • Warte bis dein Baby seinen Mund weit offen hat.
  • Nehme deine Brust in den C-Griff, indem du deinen Daumen auf die Brust legst und die restlichen Finger unter der Brust platzierst. Drücke die Brust vorne an dem Warzenvorhof etwas zusammen und lege die Brustwarze und den Warzenvorhof in den Mund deines Babys.
  • Bringe immer dein Baby zur Brust und nicht die Brust zum Baby.
  • schmerzt das Saugen zu sehr, lege dein Baby erneut an, um wunde und schmerzhafte Brustwarzen zu vermeiden. Stillen sollte nicht weh tun.

Stillpositionen

Stillprobleme

Es gibt verschiedene Positionen, in denen du dein Baby “Stillen” kannst. Es ist besonders wichtig, dass du gut abgestützt bist und dich wohl fühlst. Hier können dir Kissen, Decken oder sogar ein Stillkissen behilflich sein. So kannst auch du die Zweisamkeit, die das Stillen mit sich bringt, genießen und dabei selbst sehr gut entspannen. Viele Mütter haben Bedenken, dass ihr Baby bei gewissen Stillpositionen nicht genug Luft zum Atmen bekommt. Keine Sorge, bei allen Babys ist die Nase konvex geformt. Will heißen, sie haben eine richtige kleine “Stupsnase”. Dass sieht nicht nur niedlich aus, es bietet deinem Baby auch enorme Vorteile. So kann dein Baby direkt an deiner Brust anliegen, ohne dabei in Luftnot zu kommen. Allerdings wäre es trotzdem ratsam, die Stillpositionen immer mal wieder zu wechseln, damit deine Brüste vollständig entleert und zur Milchbildung stimuliert werden. Selbst bei einem Milchstau oder schmerzhaften Brustwarzen kannst du andere Positionen wählen, die die schmerzhafte Brust entlasten. Ist die Stillposition ungünstig gewählt, kann es passieren, dass dein Baby nicht richtig an der Brust saugen kann und du dadurch Schmerzen beim Stillen verspürst. So können außerdem heftige und unangenehme Verspannungen entstehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tabelle Stillpositionen

Die häufigsten Stillprobleme:

Der häufigste Grund warum Mütter frühzeitig abstillen sind Schmerzen während oder nach dem Stillen. Gerade in der Anfangszeit kann es vermehrt zu Schmerzen kommen. Nach der Geburt deines Babys kann Stillen sogar zu Bauchschmerzen führen. Diese entstehen, weil das Stillen die Rückbildung der Gebärmutter fördert. Die dadurch entstehenden Kontraktionen der Gebärmutter können zu unangenehmen Bauchschmerzen führen. Einige Mütter haben in der Anfangszeit trotz korrektem Anlegen Schmerzen in der Brust oder an der Brustwarze. Meist sind deine Brustwarzen in der Anfangszeit super empfindlich und gewöhnen sich erst mit der Zeit an das kräftige Saugen des Neugeborenen. Diese Art von Schmerzen sind beim Anlegen am unangenehmsten, werden aber während des Stillens immer schwächer. Sollte das Stillen während der gesamten Stilldauer sehr schmerzhaft sein, könnte es daran liegen, dass dein Baby nicht richtig angelegt ist und es nicht die komplette Brustwarze und den Warzenvorhof im Mund hat. Unterbreche sofort das Stillen und lege dein Baby erneut an. Ein sehr starker Milcheinschuss kann zur einer Brustdrüsenschwellung führen, da dieser starke Druck sehr schmerzhaft ist. Oft sind die Brüste meist so stark geschwollen, dass die Brustwarzen sehr flachgezogen sind, sodass dein Baby deine Brustwarze nicht mehr richtig erfassen kann. Auch der Milchspendereflex kann am Anfang mitunter  schmerzhaft sein. Meist lässt dies aber nach einigen Wochen von alleine nach.

Mögliche Ursachen für schmerzhaftes Stillen:

  • Ungünstiges Anlegen deines Babys: Hat dein Baby die Brustwarze und den Warzenvorhof nicht tief genug erfasst, kann ein Druckstreifen entstehen. In extremen Fällen kann dieser auch aufplatzen, eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Tipp: Sollte das Stillen zu schmerzhaft sein, lege dein Baby erneut an. Wichtig hierbei ist, ziehe deine Brustwarze nicht einfach aus dem Mund deines Babys. Das kann zu wunden Brustwarzen führen und ist auf Dauer auch äußerst schmerzhaft. Lege einen Finger in den Mundwinkel deines Babys und löse das Vakuum, bevor du deine Brust wegziehst.

  • Verletzungen durch das Abpumpen mit einer Milchpumpe: Durch das Abpumpen der Muttermilch mit einer Milchpumpe können schnell Verletzungen an deiner Brust oder deinen Brustwarzen entstehen. Sollte der Pumptrichter nicht passend zu deiner Brustwarze ausgewählt sein oder er nicht richtig an der Brust positioniert werden, kann auch das zu Verletzungen führen. Außerdem sollte das Vakuum, welches die Milchpumpe erzeugt immer unterhalb der Schmerzgrenze liegen. Wichtig ist hierbei nicht zu lange abzupumpen, da das Reizung hervorruft. Wenn der Milchfluss nachgelassen hat, dann höchstens noch 2-5 Minuten weiter pumpen, um eventuell die Milchmenge zu steigern.

Tipp: Lass dich richtig beraten, wenn du in Betracht ziehst, dir eine Milchpumpe zu mieten oder zu kaufen.

  • Besonderheit im kindlichen Mundbereich oder ein falsches Saugverhalten deines Babys: Die Fähigkeit deines Babys an deiner Brust korrekt anzudocken und zu saugen, hängt von zahlreichen Faktoren ab: Starker Reflux beim Baby, Frühgeborene und ein niedriger Muskeltonus können dazu führen, dass ein erhöhtes Risiko besteht, dass dein Baby deine Brustwarze nicht richtig erfasst oder ein falsches Saugverhalten an deiner Brust entwickelt.

Tipp: Hier ist die Unterstützung von einer Hebamme oder einer Stillberaterin erforderlich. Eventuell solltest du die Milchbildung durch Abpumpen oder Handentleerung aufrechterhalten bis du die nötige Hilfe erhälst, um das Stillen aufrechtzuerhalten.

  • zu kurzes Zungenbändchen: Die Beweglichkeit der Zunge wird bei deinem Baby stark eingeschränkt, dadurch kann es nicht effektiv an deiner Brust saugen. Es erhält weniger Milch, oft versuchen betroffene Babys die Brust dann mit ihren Lippen festzuhalten was zu Lippenbläschen führen kann. Das Stillen ist mitunter sehr schmerzhaft und es entstehen häufig sehr wunde Brustwarzen.

Tipp: In einigen Fällen hilft es eine andere Stillposition einzunehmen, wie das zurückgelehnte Stillen. Auch das asymmetrische Anlegen könnte eine weitere gute Option sein, um das Stillen zu erleichtern. Manchmal hilft dies aber leider auch nicht und eine Durchtrennung des Zungenbändchens ist erforderlich.

  • Besonderheiten bei der Brustwarze (zu große oder zu kleine Brustwarzen): Manchmal kann es vorkommen, dass die Form der Brustwarzen oder die Größe der Brust das Stillen erschweren.

Tipp: Hier können verschiedene Stillpositionen ausprobiert werden. Außerdem können eventuell Stillhütchen eine Hilfe sein.

  • Saugverwirrung (durch geben der Flasche oder einen Schnuller): Das Saugen an der Flasche und an der Brust unterscheidet sich extrem stark. Gerade das Zufüttern oder das Geben eines Schnullers in den ersten Wochen, wenn das Baby das Stillen an der Brust übt, können zu sogenannten Saugverwirrung führen. Dein Baby muss an deiner Brust ein ganz anderes Bewegungsmuster ausführen als an der Flasche.

Tipp: Eine Saugverwirrung kann aber mit viel Zeit und Geduld wieder behoben werden.

  • Baby beißt in die Brust: Es kann vorkommen, dass dein Baby in die Brust beißt oder seinen Kiefer zusammenkneift, wenn es in einer ungünstigen Stillposition liegt und die Brustwarze nicht richtig erfassen kann. In einigen Fällen führt auch ein zu hoher Milchspendereflex dazu, dass dein Baby einen Beißreflex ausübt, da es vom starken Milchfluss überwältigt ist. Auch ein Geburtstrauma, ein KISS-Syndrom, eine Erkältung mit verstopfter Nase und eine Saugverwirrung können zu einem Beißreflex führen. Einige Babys fangen sogar an, in die Brust zu beißen, wenn sie Zahnen. Meist sind aufkommenden Schmerzen beim Durchbruch der Zähne dafür verantwortlich.

Tipp: Ändern der Stillposition. Bei einem zahnenden Baby bietet es sich an, sobald man merkt, dass das Baby zubeißen will,  seinen Finger zwischen die Zahnleisten zu stecken, umso das Beißen zu verhindern.

  • Zu viel Milch: Es kann auch vorkommen, dass du einen zu großen Milchspendereflex hast und dein Baby die massive Menge an Milch nicht richtig verarbeiten kann und überwältigt wird. Häufiges Erbrechen nach den Mahlzeiten oder schwallartiges Spucken, sowie Koliken und ein dauerhaft unruhiges Kind, das viel schreit und immer hungrig zu sein scheint und sehr häufig an die Brust will, können Anzeichen für zu viel Milch sein.

Tipp: Hier empfiehlt es sich gegen die Schwerkraft zu stillen. Die beste Stillposition ist hier die zurückgelehnte Position. Die Brust vor dem Stillen per Hand etwas entleeren.

  • Milchstau: Ein Milchstau macht sich durch schmerzhafte und harte Stellen an deiner Brust bemerkbar. Diese werden auch nicht durch das Stillen wieder weich. Die Haut kann über dieser Stelle gerötet sein. Ein Milchstau führt in einigen Fällen sogar zu grippeartigen Symptomen und Fieber. Der Grund für einen Milchstau ist oft durch eine mechanische Behinderung, wie z.B. eine Verstopfung eines Milchganges z.B. durch einen Fettpfropf, eine ungenügende Entleerung der Brust, wenn das Baby z.B. frühzeitig von der Brust genommen wird oder eine Beeinträtigung des Milchspendereflexes durch Stress oder Erschöpfung.

Tipp: Die betroffene Brust sollte komplett entleert werden. Man sollte mit dieser Brust zuerst anfangen und eine Stillposition wählen (Vierfüßlerstand) die die betroffene Stelle entleert (das Kinn deines Babys sollte zu der Stelle zeigen die schmerzt und geschwollen ist). Eventuelles Abpumpen oder die Entleerung mit der Hand bieten sich in diesem Fall an. Ein Quarkwickel nach dem Stillen für 20-30 Minuten hilft sehr gut, um den Milchstau zu lösen und die Schmerzen zu lindern

  • Mastitis: Bei dieser Brustentzündung gelangen Bakterien über die Milchporen in die Brust und vermehren sich dort. Die Mastitis geht meist mit denselben Symptomen einher wie die beim Milchstau. Grippeartige Symptome und Fieber begleiten diese Entzündung. Bei einer Mastitis empfiehlt sich, die Brust sorgfältig und komplett zu entleeren. Sollten die Symptome nicht abklingen, unbedingt einen Arzt konsultieren, um eventuell eine Antibiotika - Therapie zu beginnen. Die große Gefahr bei einer Brustentzündung ist, dass sich unter Umständen ein Abszess bildet.

Tipp: Bei einer Brustentzündung soll und kann das Baby weiter gestillt werden. Außer der behandelnde Arzt empfiehlt etwas anderes.

  • Milchbläschen: Sind meist ein typisches Anzeichen dafür, dass dein Baby ein sehr hohes Vakuum an deiner Brust anwendet. Häufig treten diese Milchbläschen in der ersten Zeit des Stillens auf und heilen in der Regel von alleine wieder ab. Es besteht in einigen Fällen sogar die Möglichkeit, dass ein dünnes Häutchen den Milchgang überwächst.

Tipp: Sollten diese Bläschen vermehrt auftreten, könnte es sein, dass dein Baby nicht richtig angelegt ist und somit ein größeres Vakuum herstellen muss. Außerdem sollte in Betracht gezogen werden, dass der Milchspendereflex schwerer ausgelöst wird, was eventuell auf Stress, Übermüdung, Rauchen oder Alkohol zurückzuführen ist. Eine feuchtwarme Kompresse vor dem Stillen auf die Brustwarze legen. Damit wird die Stelle vor dem Stillen aufgeweicht und schmerzt nicht mehr so.

  • Pilzinfektion: Eine Soor-Infektion an der Brust ist nicht immer leicht zu diagnostizieren. Da oft sichtbare Symptome fehlen und bei betroffenen Mütter entweder ein heftig brennender Schmerz und oder stechende Schmerzen beim und nach dem Stillen auftreten. Die meisten Ärzte gehen deshalb nach dem Ausschlussprinzip vor, wenn es z.B. nicht an einer falschen Anlege- oder Stilltechnik liegt oder andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Bei einer Infektion mit Soor können auch Symptome bei deinem Baby auftreten, ein weißer nicht abwischbarer Belag auf der Zunge des Babys könnten ein Indiz für eine Infektion sein.

Tipp: Bei einem Verdacht auf eine Pilzinfektion unbedingt ein Arzt zu Rate ziehen. Die Brust der Mutter und das Baby müssen gleichermaßen behandelt werden, da es sonst zu einer erneute Ansteckung kommen kann.

  • Verspannte Brustmuskulatur: Aufgrund von Verspannung in den Schultern oder im Brustkorb werden oft Schmerzen in der Brustmuskulatur wahrgenommen. Die verspannten Muskeln drücken auf die Blutgefäße, welche die Brust und die Brustwarzen versorgen. Dadurch entsteht eine verminderte Durchblutung, die beim Stillen häufig Schmerzen auslöst.

Tipp: Achte unbedingt auf eine entspannte Körperhaltung und verkrampfe nicht. Auch die Angst, Schmerzen beim Stillen zu verspüren führt leicht zu Verspannungen. Entspannungsübungen und Massagen an der betroffenen Stellen bringen enorme Erleichterung.

  • Vasospasmus der Brustwarze (weiße Brustwarzen): Hierbei kommt es zu brennenden und stechenden Schmerzen in der Brust. Die Brustwarzen verblassen regelrecht, da die Blutgefäße in der Brustwarze sich stark verengen. Häufig tritt eine verminderte Durchblutung auf, wenn das Baby nicht richtig angelegt wurde. Frauen, die häufig kalte Hände und kalte Füße haben oder koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen, sind davon meist stärker betroffen.

Tipp: Das Anlegen überprüfen und bei Bedarf korrigieren. Selbst die Einnahme von Magnesium ist hilfreich.

  • Wunde Brustwarzen: Die Gründe für wunde Brustwarzen sind sehr vielfältig! Gerade in der Anfangszeit sorgen eine ungewohnte Belastung und eine erhöhte Empfindlichkeit nach der Geburt für wunde und schmerzende Brustwarzen. Meist ist falsches Anlegen aber der Grund dafür, da einige Babys zu stark an der Brust saugen, um ein hohes Vakuum zu erzeugen

Tipp: Die wichtigste Maßnahme sollte hier das Korrigieren der Stillposition und des Anlegens sein. In vielen Fällen bekommt das Baby nicht genug Brust in den Mund. Daher solltest du immer wieder das Anlegen korrigieren, um wunde Brustwarzen zu vermeiden. Nach dem Korrigieren lassen die Schmerzen aber sehr schnell nach und die Brustwarzen heilen trotz des Stillens. Auch das Ändern der Stillposition wird hier Erleichterung verschafft. Du solltest die wunden Brustwarzen dennoch regelmäßig spülen z.B. mit einer Kochsalzlösung aus der Apotheke.

Bekommt mein Baby zu wenig Milch?

schmerzhaftes Stillen

Am Anfang der Stillbeziehung hat man als Mutter häufig Probleme, richtig einzuschätzen, ob das Baby genug getrunken hat und richtig satt wird. Viele Babys  schlafen durch die Anstrengung immer wieder an der Brust ein und es kommt vor, dass das Baby über mehrere Stunden gestillt werden will. Das wird sehr anstrengend werden. Vor allem dann, wenn Babys direkt nach dem Stillen wieder zu weinen anfangen. Dieses Verhalten bei Babys ist aber völlig normal. Gerade kurz nach der Geburt und bei Wachstumsphasen, will das Baby mehrmals oder über einen längeren Zeitraum gestillt werden. Dieses Verhalten der Babys wird Clusterfeeding genannt oder auch Lagerfeuerstillen. Das häufige An- und Abdocken fördert die Milchproduktion und sorgt für reichhaltigen Nachschub. Eure Milchmenge muss ja mit dem Wachsen des Kindes stetig steigen. Diesen komplexen Vorgang auf keinen Fall durch Zufüttern stören. Wenn kurzweilig zu wenig Milch da ist, kann das euer Baby natürlich in Aufregung versetzen aber durch häufiges Saugen wird die Produktion der Milch schnell angeregt. (Nachfrage bestimmt hier das Angebot). Viele Mütter reagieren aus Unsicherheit und Angst, dass ihr Baby nicht richtig satt wird, mit Abpumpen der Muttermilch oder mit Zufüttern von Milchnahrung. Oft verbindet man gerade am Anfang das Schreien des Babys mit Hunger.

Anzeichen, die dafür sprechen, dass dein Baby wirklich nicht genug Nahrung bekommt:

Solltest du diese Symptome beim Baby bemerken, spreche unbedingt mit deiner Hebamme oder dem behandelnden Kinderarzt.

  • dein Baby nimmt kaum bzw. gar nicht an Gewicht zu
  • die Augen oder die Fontanelle sind eingesunken
  • trockene Schleimhäute
  • es ist dauerhaft unzufrieden (quengelig)
  • der Urin ist stark gelb bzw orange verfärbt und er riecht stark
  • Hautfalten bleiben stehen

TIPP: Ein Säugling muss regelmäßig über den Tag verteilt 4-6 nasse Windeln nachweisen.

Was bedeutet hier nass?

Die Windel sollte im vollen Zustand zirka 300 ml Urin enthalten, wenn du nicht genau weißt, wieviel das ist, könntest du einen Messbecher nehmen, diesen befüllen und eine frische Windel damit langsam befüllen.

Steigerung der Milchmenge

Am Anfang ist erst einmal wichtig zu wissen, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, Muttermilch zu bilden.

Wie schnell Muttermilch in der Brust gebildet wird (Milchbildungsrate) hängt in erster Linie vom Entleerungsgrad der Brust ab. In den meisten Fällen entleert das Baby die Brust niemals vollständig. Durchschnittlich trinken Babys etwa drei Viertel der in einer Brust vorhandenen Milchmenge. Aber auch hier sind die Schwankungen groß. Babys, die gerade wenig Hunger haben, trinken nur wenig Milch aus der Brust. Ergo wird die Milch nur langsam nachgebildet. Babys mit großem Hunger entleeren die Brust stark, dann schaltet die Milchbildungsrate auf Hochtouren um. Beide Brüste arbeiten allerding unabhängig voneinander.

Fazit: Hat dein Baby deine Brüste nicht richtig entleert, wird die Milchbildung gehemmt. Je stärker deine Brust also entleert wird, umso schneller wird auch wieder neue Milch produziert. Um möglichst eine große Menge an Milch zu bilden, muss deine Brust möglichst stark und häufig richtig entleert werden.

In den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt des Babys wird durch diese einfache Regelung die Milchbildung gesteigert und dein Baby kann so die Milchmenge, die es benötigt an seine Bedürfnisse anpassen. Wird in dieser entscheidenden Phase die Brust nur unzureichend entleert, bildet sich allmählich das milchbildende Brustdrüsengewebe zurück. In erster Linie ist es entscheidend, wie viel milchbildendes Brustdrüsengewebe vorhanden ist, damit deine Brüste in einer gewissen Zeitspanne eine gewisse Menge an Milch produzieren. Wichtig zu wissen ist, dass zwar durch häufiges und gründliches Entleeren die Milchmenge kurzfristig gesteigert werden kann aber bei zu wenig aktivem Brustdrüsengewebe reicht sie nicht immer aus, um dein Baby ohne Zufütterung ausreichend zu ernähren. Neues Milchdrüsengewebe, das für die Bildung der Milchproduktion verantwortlich ist, wird sich aber wieder durch häufiges und gründliches Entleeren der Brust bilden. Dieser Vorgang kann mitunter sehr langwierig sein und braucht mehrere Tage bis einige Wochen oder sogar Monate. In den ersten Tagen nach der Geburt und in den kommenden 3 bis 6 Wochen lässt sich die Milchbildung relativ schnell steigern. Solltest du nach dieser Zeit die Milchbildung steigern wollen, benötigt dein Körper mehr Zeit und intensivere Arbeit, um die Milchbildung zu erhöhen.

Medikamente oder Milchbildungstees, die du freiverkäuflich erwerben kannst, haben nachgewiesen keinen milchsteigernden Effekt, höchstens eine psychologische Wirkung.

Um die Milchbildung langfristig zu steigern, geht man genauso vor, wie bei einer kurzfristigen Steigerung.

Mütter, die ihre Milchbildung steigern wollen, sollten ihre Brüste möglichst häufig (8 - 12 mal innerhalb von 24 Stunden) komplett entleeren. Hier sind einige Tipps, wie du die Milchbildung steigern kannst.

  • Durch richtiges Anlegen und eine korrekte Stillposition erreichst du grundsätzlich die effektivste Entleerung deiner Brüste.
  • Dein Baby sollte häufig gestillt werden, z.B. alle 1,5 bis 2 Stunden. Bitte keine größeren Stillpausen einlegen als 3 Stunden. Einmal am Tag ist eine Pause von 4–(5) Stunden, z.B. nachts noch in Ordnung. Du kannst dein Baby gern wecken, wenn eine zu große Zeitspanne entsteht z.B.,  weil es zu lange am Stück schläft.
  • Der direkte Haut-zu-Haut Kontakt sollte häufig zwischen dir und deinem Baby stattfinden. Es fördert die Prolaktin- und Oxytocin Bildung.
  • Es empfiehlt sich immer beide Brüste anzubieten. Lass zuerst dein Baby die erste Brust entleeren und dann lege es an die andere Brust. Dieser Tipp gilt nur für die Zeit, in der du deine Milchbildung steigern möchtest.
  • Später reicht es oftmals aus, dass dein Baby bei einer Stillmahlzeit nur eine Brust entleert.
  • Wechselstillen: Die Brüste immer wieder wechseln, wenn dein Baby nicht mehr aktiv trinkt, sondern z.B. nur noch daran nuckelt oder sogar beim Stillen eindöst. Jede Brust sollte im Schnitt zwei- bis dreimal pro Stillmahlzeit dran sein. So kann die Brust gut entleert werden.
  • Um den Milchfluss beim Stillen zu steigern und somit die Entleerung der Brust zu unterstützen kannst du per Hand eine Brustkompression durchführen. Während du dein Baby stillst, drückst du deine Brust weiter oben zusammen immer dann, wenn dein Baby gerade pausiert oder es nicht mehr aktiv an der Brust trinkt.
  • Das Baby nicht zu lange an einer Brust stillen, denn das regt die Milchbildung möglicherweise pro Stillmahlzeit nicht so effektiv an. Kürzere Stilleinheiten pro Brust sind empfehlenswerter (10 - 15 Minuten) pro Brust.
  • Wird dein Baby mit Milchnahrung zugefüttert, mache dies am besten mit einem Brusternährungsset, welches mehrere Vorteile hat. Dein Baby regt während es an der Brust zugefüttert wird trotzdem die Milchbildung an und es trainiert das richtige Saugen an der Brust.
  • Sollte dein Baby die Brust kurzweilig oder noch nicht genug entleeren unterstützen deine Brust noch zusätzlich durchs Abpumpen oder durch die  Entleerung mit der Hand. Das Pumpen sollte noch 2-5 Minuten nachdem der letzte Tropfen Milch geflossen ist weiter geführt werden. (Nicht länger, da wiederum zu langes Pumpen ohne Milchgewinnung sich negativ auf die Milchbildung auswirkt).
  • Wenn du dein Baby nicht an deiner Brust stillen kannst, empfiehlt es sich, die Brust (8 - 12 Mal innerhalb von 24 Stunden) zu entleeren. Irrtümlicherweise denken viel, dass bei längeren Entleerungspausen die Milchgewinnung pro Abpumpen höher ist aber leider sinkt die Gesamtmilchmenge über den Tag.
  • Durch Wärmen der Brust während des Abpumpens und einer sanften Brustmassage vor und während des Pumpens erhöht sich nicht nur der Fettanteil der gewonnenen Muttermilch, sondern hilft sogar, die Brust gründlicher zu entleeren
  • Eine weitere Möglichkeit, um die Milchbildung zu steigern, ist das  Power-Pumping oder durch das Hands-on-Pumping. Hierbei entleerst du nicht nur wie gewöhnlich mindest 8 - 12 mal am Tag durchs Stillen oder durchs Abpumpen deine Brust, sondern du legst zusätzliche Sitzungen zum Abpumpens oder der Handentleerung ein. Das imitiert das Clusterfeeding deines Säuglings. Die Milchbildung wird dadurch sanft gesteigert. Hierbei solltest du vor allem abends oder vor dem Schlafengehen über einen gewissen Zeitraum nach dem ersten gründlichen Entleeren deiner Brüste durch das Baby nach einer gewissen Zeit (1,5 Stunden)  alle 10 Minuten für etwa 5 Minuten weiter abpumpen. Am besten im 1,5 bis 2 Stundentakt und möglichst so lange, wie noch Milch kommt. Es kann vorkommen, dass du durch diese Methode nur einige Tropfen Milch gewinnst aber du setzt dem Körper ein deutliches Signal, dass er mehr Milch produzieren soll. Zwischen den Pumpsitzungen empfiehlt sich, deine Brüste zu massieren, um das Milchfett richtig zu lösen und somit deine Brüste noch effektiver zu entleeren.

Ernährung in der Stillzeit

Viele stillende Mütter beschäftigt die Frage, was sie während der Stillzeit essen dürfen und was nicht. Vorab sei gesagt, dass eine stillende Mutter sich nicht anders ernähren braucht als außerhalb der Stillzeit. Entscheidend ist allerdings der Gehalt bestimmter Nährstoffen, wie z.B. Vitamine und Fettsäuren, die mit der Ernährungsweise der Mutter zusammenhängen. Deshalb ist es besonders wichtig darauf zu achten, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. In der Schwangerschaft waren rohes Fleisch (z.B. Tartar und nicht durchgebratenes Steak) sowie Rohmilch Käse tabu. Doch während der Stillzeit ist das grundsätzlich wieder erlaubt. Die bakterielle Übertragung von Toxoplasmose ist durch die Muttermilch auf das Kind nicht möglich. Während die Mutter voll stillt, verbraucht sie am Tag ca. 500 - 600 kcal mehr als eine nicht stillende Frau. Dieser Mehrbedarf an Kalorien sollte allerdings nicht durch Süßigkeiten oder Kuchen gedeckt werden, sondern durch eine ausgewogene Ernährung. Viel Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Obst, Fleisch und einmal in der Woche Fisch. Auch Eier, Milchprodukte, gesunde Fette und Öle sind jetzt besonders wertvoll. Solltest du dich ausgewogen ernähren und nur sparsam mit Süßem und Fettreichem umgehen, wirst du durch den Mehrbedarf sogar langsam abnehmen, wenn du nach Appetit isst. Eine Diät während der Stillzeit ist nicht zu empfehlen, da zum einen die fettlöslichen Schadstoffe, die aus dem Fettgewebe während einer Diät freigesetzt werden, in die Muttermilch übergehen und zum anderen sich eine reduzierte Kalorienzufuhr, weniger als 1500 kcal am Tag, negativ auf die Milchbildung auswirkt und sich sogar die Milchmenge verringert. Außerdem steigt durch Stillen deines Babys dein täglicher Flüssigkeitsbedarf an, den du durch vermehrtes Trinken decken solltest.

Führen blähendes Gemüse und scharfe sowie säurehaltige Lebensmittel zu Bauchschmerzen und einem wunden Po?

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass Tomaten, Erdbeeren, Kohlgemüse, Zwiebeln oder Zitrusfrüchte während der Stillzeit zu den o.g. Symptomen beim Baby führen.

Solltest du allerdings den Verdacht haben, dass einige Sorten von Lebensmitteln bei deinem Baby einen wunden Po oder gar Koliken auslösen, raten Experten diese Nahrungsmittel über einige Tage wegzulassen und zu prüfen, ob sich eine Besserung beim Baby einstellt. Um sicherzugehen, ob das verdächtige Lebensmittel wirklich Schuld an dem Unwohlsein deines Babys ist, solltest du beim nächsten Verzehr beobachten, ob dein Baby wieder die selben Symptome zeigt. Wenn dein Baby eine Unverträglichkeitsreaktion auf gewisse Lebensmittel zeigt, können diese durch Reifung deines Baby aber im Laufe der Monate wieder vorübergehen. Gerade Koliken haben viele Ursachen und nicht immer ist der Verzehr bestimmter Lebensmittel der Grund dafür. Es kommt auch vor, dass dein Baby, wenn es nicht richtig angelegt wird, viel Luft beim Saugen an der Brust schluckt. Hier hilft ein sehr sorgfältiges Anlegen oder die zurückgelehnte Stillposition. Selbst der Schnuller führt in einigen Fällen zu Koliken. Auch wenn du sehr viel Muttermilch hast und dein Baby im Verhältnis zu viel wässrige Vorder- und zu wenig fettreiche Hintermilch bekommt, kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Solltest du diesen Verdacht haben, ist es hilfreich, dein Baby innerhalb einer Stillmahlzeit nur eine Brust anzubieten. Möchte es kurz darauf wieder gestillt werden, empfiehlt es sich dein Baby weiterhin an derselben Brust zu stillen.

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