magazin

Co Sleeping: Sollte das Kind mit ins Elternbett?

Maik Schwede

Die allermeisten Eltern stellen sich vermutlich genau diese Frage: Darf der Säugling nun zu uns ins Ehebett oder besser doch nicht? Ein Thema, bei dem schnell die Emotionen hochkochen. Das ist auch verständlich, denn niemals waren Eltern bei solchen Themen so sehr verunsichert wie heute. Klar, denn schließlich will man es ja richtig machen. Nur: Was ist richtig? Gibt es das in diesem Zusammenhang überhaupt? Und was sagen eigentlich Experten zum Thema Co Sleeping? 

Baby schläft im Familienbett zwischen den Eltern

Was genau ist Co Sleeping überhaupt 

Beim Co Sleeping handelt es sich darum, dass der Säugling bei seinen Eltern mit im Bett schläftOb das nun gut ist oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Fakt ist, dass das Co Sleeping in sehr vielen Ländern um den Erdball eine Selbstverständlichkeit und schon immer Usus ist. Fakt ist aber auch, dass beim Co Sleeping die Gefahr besteht, das Baby unbeabsichtigt im Schlaf zu erdrücken. Ein heikles Thema. Was also ist nun ratsam? 

Egal, wie ihr euch als Eltern entscheidet: Vorwürfe bekommt ihr wahrscheinlich so oder so zu hören. Und paradoxerweise heißt es meistens: „Das ist ja egoistisch!“ Im einen Fall, nämlich beim CSleeping, heißt es schnell mal, dass die Mutter wohl zu faul wäre zum Aufstehen und das Kind doch irgendwann mal selbständig werden soll. „Wenn es so weitergehtschläft es noch mit 18 bei dir im Bett“. Bei Eltern hingegen, die ihre Kinder nicht bei sich im Bett und womöglich sogar im Kinderzimmer schläft heißt es: Das ist doch egoistisch! Kinder brauchen die Nähe ihrer Eltern“.  

Ist das Schlafen im Elternbett hinderlich für die Entwicklung? Werden Babys dabei vielleicht sogar verwöhnt 

Gar nicht so einfach also, die richtige Lösung zu finden.  

Die Bedeutung des Schlafs  

Bei der ganzen Diskussion sollte man aber vor allem eines im Hinterkopf behalten: Schlaf ist für das Baby ungemein wichtig. Im Schlaf entwickelt es sichim Schlaf lernt es. Deswegen sollte der Schlaf so erholsam und so tief wie möglich sein. Haben Babys Schlafentzug – aus welchen Gründen auch immer – und das gilt natürlich auch für die Eltern, kann es zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder, noch schlimmer, zu gesundheitlichen Problemen kommen.  

Was sagen Co Sleeping Gegner? 

Co Sleeping Gegner sagen, dass man dadurch möglicherweise Kinder heranzieht, die nicht selbständig sind. Dass es unter Umständen schwierig wird, irgendwann mal einen Schlussstrich zu ziehen und zu sagen: „Ab jetzt bist du groß genug und schläfst in deinem eigenen Bett. Und dass, wie bereits erwähnt, beim Co Sleeping die Gefahr besteht, dass das Baby im Schlaf unter die Decke der Eltern rutscht oder aber erdrückt wird. Der plötzliche Säuglingstod, so heißt es, wird damit begünstigt 

Was sagen die Befürworter? 

Befürworter halten dem entgegen, dass es das Normalste der Welt ist, wenn Babys bei ihren Eltern im Bett schlafen wollen. Babys suchen immer die körperliche Nähe zu ihren Eltern. Das ist ganz normal und auch logisch. Außerdem ist es schon seit Urzeiten so, dass Babys in direkter Nähe der Eltern schlafen – wie hätten sie sonst in der freien Natur jemals überleben können? Es hätte vielmehr ihren sicheren Tod bedeutet. Das ist ja auch genau der Grund dafür, warum Babys immer die kuschelige Nähe ihrer Eltern suchen.  

Befürworter sagen sogar, dass die allermeisten Kinder es irgendwann mit 2 oder 3 Jahren bevorzugen, im eigenen Bett zu schlafen.  

Im Übrigen besagen Studien, dass Säuglinge, die bei ihren Eltern schlafen, zwar öfter aufwachen, als Babys, die allein schlafendafür aber auch schneller wieder in den Schlaf finden und nicht sofort schreien. Sie trinken sogar etwas öfter als alleine schlafenden Babys. Das wirkt sich positiv auf ihr Immunsystem aus.  

Außerdem gibt es keine einzige Studie darüber, dass Kinder, die alleine schlafenfrüher selbständiger oder unabhängiger wären als Co-Sleeper 

Re Co Sleeping 

Zudem besteht das Phänomen des Re Co Sleeping. Kinder, die etwa 4 oder 5 Jahre alt sind, wollen auf einmal wieder lieber bei Mama und Papa im Bett schlafenwo sie sich doch eigentlich schon längst an ihr eigenes Bettchen gewöhnt haben. Aber auch das ist ganz normal. Es handelt sich dabei um eine vorübergehende Phase der Verunsicherung, die genauso schnell vorübergeht, wie sie gekommen ist. Nur wenn daraus ein regelrechtes Klammern wird, sollten Eltern aufhorchen. Vielleicht steckt nämlich eine bestimmte Angst dahinter oder Eifersucht, weil ein Geschwisterchen gekommen ist 

Was ist also der richtige Weg? 

Das ist tatsächlich gar nicht so einfach. Am besten wäre hier ein Kompromiss, nämlich der, das Baby nicht direkt im Elternbett schlafen zu lassen, sondern im Elternschlafzimmer, aber im eigenen Bettchen. Das wäre sozusagen die eleganteste Lösung, denn dann schläft das Kind nicht alleine und hört seine Eltern. Die Gefahr, dass es unter die Bettdecke rutscht, besteht dabei aber nicht.  

Und noch einen Vorteil hat das Co Sleeping im eigenen Bett: Das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod wird sogar gesenkt. Das liegt daran, dass die Geräusche und Gerüche der Eltern verhindern, dass das Baby zu sehr in den Tiefschlaf fällt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Herzstillstand bzw. einen längeren Atemaussetzer sinkt dann nämlich. 

Ausgesprochen praktisch sind auch Baby Balkone. Dabei handelt es sich um Babybettchen, die auf einer Seite offen sind und direkt am Elternbett befestigt werden können. Somit schläft das Kind also quasi in einer Verlängerung eures Betts. Muss es gestillt werden, braucht ihr nur das Baby zu euch herüber zu nehmen – das geht auch ganz ohne Aufstehen.  

Regeln, die beim Schlafen im Familienbett gelten 

Wenn ihr euch doch dafür entscheidet, dass euer Baby bei euch im Familienbett schlafen soll, solltet ihr allerdings ein paar Regeln einhalten 

  • Das Baby sollte immer auf dem Rücken liegen 
  • Es darf sich nicht um ein Wasserbett handeln und die Matratze sollte keinesfalls zu weich sein 
  • Felle, Decken und Kuscheltiere müssen raus aus dem Bett 
  • Haustiere sollten nicht im selben Zimmer schlafen 
  • Das Bett muss so gesichert sein, dass das Baby nirgendwo herausfallen kann.  
  • Die Liegefläche muss genügend Platz und Freiraum bieten für alle. Ein Familienbett sollte also unbedingt ausreichend groß sein.  
  • Keinesfalls dürfen Eltern, dereKind bei ihnen im Bett schläft, Alkohol, Drogen oder Beruhigungsmittel konsumieren 
  • Dasselbe gilt für Raucher. Babys haben im Zimmer eines Rauchers nichts verloren, denn die ausgeatmete Luft enthält Schadstoffreste. Auch das ist ein Faktor für den plötzlichen Säuglingstod.  
  • Wer übergewichtig ist oder an Schlafapnoe leidet, sollte sein Baby besser nicht im Elternbett schlafen lassen.  
  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16 und 18 Grad betragen. Im Familienbett ist es immer etwas wärmerdaher gilt: das Baby lieber nicht zu warm anziehen!  

Vielleicht fällt es dir nun leichter, eine für euch individuell passende Lösung zu finden.  

Bis zu welchem Alter das Baby dann im Elternschlafzimmer schlafen darf oder soll, dafür gibt es keine Regel. Einige Kinder wollen irgendwann von ganz alleine in ihr eigenes Zimmer umziehen. Wenn ihr das Kinderzimmer bzw. das Kinderbett attraktiv gestaltet, wird euer Nachwuchs vielleicht wirklich gerne freiwillig umziehen, wenn es so weit ist

Grundsätzlich bietet euch die Federwiege von swing2sleep die Möglichkeit, dass Baby mit im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen aber an seinem eigenem Schlafplatz, wo es sich absolut sicher und rundum geborgen fühlt ganz wie im Familienbett. 

Das Team von swing2sleep wünscht allen Eltern und deren Babys einen erholsamen Schlaf.

swing2sleep Federwiege mieten


Tags



Älterer Post Neuerer Post



Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen