Babys 2. Monat: So entwickelt sich euer Kind

baby 2 monate

Wie die Zeit rennt. Eben habt ihr euer Neugeborenes das erste Mal im Arm gehalten und nun ist bereits Baby 2. Monat angebrochen und aus dem kleinen Bündel wurde mehr und mehr ein stattliches Baby. Der Status desNeugeborenen hat es abgelegt und ihr beobachtet nun spannende Entwicklungsschritte bei eurem Kind. Ob leichtes Köpfchenheben oder das erste Lächeln – Welche besonderen Meilensteine im zweiten Lebensmonat euch erwarten, wie es um Entwicklung, Schlaf und Ernährung eures Babys im zweiten Monat steht, haben wir übersichtlich in diesem Artikel für euch zusammengefasst. 

Die Entwicklung eures Babys mit 2. Monat

Euer Baby wächst und gedeiht im zweiten Lebensmonat und legt jetzt in Sachen Größe und Gewicht ordentlich zu. Bei der Kleidergröße ist euer Säugling nun vermutlich bei Größe 56 bis 62 angekommen. Mädchen wiegen am Ende des 2. Monats im Durchschnitt knapp unter 5 Kilo, während Jungs oftmals bereits die 5-Kilo-Marke geknackt haben. Natürlich ist das immer abhängig vom Geburtsgewicht eures Kindes und wie gut das Stillen bzw. die Flasche zu geben klappt. Wichtig ist in dieser Zeit daher vor allem, dass euer Baby stetig zunimmt und sich innerhalb der Wachstumskurve bewegt. Wenn ihr hier unsicher seid, könnt ihr immer mit eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin Rücksprache halten. Aber auch eure Hebamme ist eine gute Ansprechperson, sie ist bei ihren Hausbesuchen dafür zuständig, euren Säugling zu wiegen und zu messen. 

Was euer Baby im zweiten Monat schon alles kann – und wie ihr es unterstützen könnt

Doch nicht nur in Sachen Gewicht und Größe macht euer Säugling nun große Fortschritte. Babys im 2. Monat entwickeln sich auch motorisch, emotional und mit ihren Sinnen rasch weiter. 

Bewegungen werden flüssiger

Gezielte Bewegungsabläufe beherrscht euer Baby in diesem Monat natürlich noch nicht. Stattdessen nehmen aber die ersten frühkindlichen Reflexe wie beispielsweise der Moro-Reflex ab und euer Baby hat nun Lust, sich zu bewegen. Das äußert sich in Armrudern und Beinchen strampeln, manche Babys stoßen sich sogar so fest mit ihren Beinchen ab, dass sie sich ein Stückchen rückwärts schieben, was allerdings noch unkoordiniert passiert. Andere verziehen ihr Gesicht zu lustigen Gesichtern oder wippen auf dem Wickeltisch hin und her. All diese Bewegungen sind wichtig für euer Kind, denn sie trainieren so ihren Körper, ihre Koordination und bauen Muskulatur auf.  Ihr könnt es darin unterstützen, indem ihr für ausreichend Bewegungsfreiheit sorgt. 

Das Köpfchen das erste Mal heben

Legt euer Baby ruhig regelmäßig in die Bauchlage, da einige in dieser Zeit bereits ihr kleines Köpfchen zumindest für einen kurzen Moment anheben können. Das ist eine super Erfahrung für eueren Säugling, weil es nicht nur seine Nackenmuskulatur bei dieser Übung stärkt, sondern seine Umgebung ganz anders und viel besser wahrnehmen kann, als auf dem Rücken liegend. Wichtig ist, dass ihr jederzeit daneben sitzt und eurem Kind helfen könnt, wenn der Kopf wieder zu schwer wird. Auch sollte die Bauchlage am Anfang nur einige Minuten trainiert werden, damit keine Frustration oder Überanstrengung eintreten kann. Sollte euer Baby in der Bauchlage absolut unzufrieden sein, müsst ihr euch jedoch nicht sorgen. Auch ohne Training lernen die Kleinen und bilden eine normale Muskulatur, ganz nach ihrem Tempo. 

Die eigenen Händchen entdecken

Euer Baby entdeckt im zweiten Lebensmonat die eigenen Finger und wird aus dem Staunen vermutlich nicht mehr rauskommen. Immer wieder wird es seine Hände vor das Gesichtchen halten und sie fasziniert bewegen und beobachten. Euer Baby erkundet mit dem Tastsinn und Greifreflex in dieser Zeit die Welt. Ihr werdet beobachten, wie viele Versuche eures Babys nach etwas zu greifen, noch ins Leere gehen. Helft ihm also dabei, Dinge zu entdecken, legt Spielzeug mit unterschiedlichen Texturen und Oberflächen in greifbare Reichweite, reicht es an, damit es danach greifen kann und motiviert es mit viel Zuspruch und Ermunterungen. Dass zum Greifen auch das Loslassen gehört, versteht euer Baby zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Der Greifreflex ist noch zu ausgeprägt.

 

Das erste soziale Lächeln

So, wie euer Säugling nun seine Hände entdeckt, ist er nun in der Lage, Gesichter zu fixieren, denn der Sehsinn entwickelt sich in dieser Zeit besonders stark. Auch können Menschen oder Gegenstände mit den Augen verfolgt werden, was ihr ebenfalls spielerisch begleiten könnt. Zweifarbige Muster mag euer Baby aktuell besonders gerne, da es die Unterschiede zwischen den Farben erkennen kann. Zudem erlebt ihr nun vermutlich einen besonderen Meilenstein im Leben eures zwei Monate alten Baby: Das erste soziale Lächeln. Anders als das Engelslächeln, eine reflexartige Muskelanspannung, die meist beim schlafenden Baby auftritt, kann euer Kind nun ganz bewusst sein Lächeln einsetzen und euch auf diese Weise das Herz erwärmen. 

Den Stimmen der Eltern lauschend

Im zweiten Monat schärfen sich die Reaktionen eures Babys, wenn es ein Geräusch wahrnimmt. Eine zu laute Umwelt ist noch gewöhnungsbedürftig für euer Kind. So kann es durchaus vorkommen, dass euer Baby bei zu lauten Geräuschen anfängt zu weinen oder schreien, um sich zu beschweren. Hört euer Baby hingegen eure Stimmen, wird es euch gezielt anschauen oder mit Glucksen, Quietschen und Brabbeln reagieren. Diese kleinen Konversationen machen unendlich viel Spaß, deswegen ist es immer eine gute Idee, mit eurem Kind zu sprechen. 

Wie viel schläft euer Baby im zweiten Monat?

Langsam aber stetig entwickelt sich bei eurem zwei Monate alten Baby ein Tag-Nacht-Rhythmus. Zwar ist das Schlafverhalten eures Säuglings noch weit von dem der Eltern entfernt, der Prozentsatz an Babys, die in diesem Alter nachts durchschlafen ist sehr gering. Ihr müsst euch allerdings nicht sorgen, dass euer Baby nicht ausreichend Schlaf bekommt, denn nicht nur der Nachtschlaf ist wichtig, sondern die Gesamtdauer des Schlafes über den Tag verteilt. Die liegt bei etwa 14,5 bis 16 Stunden pro Tag, nur etwa 8-10 Stunden davon fallen auf den Nachtschlaf. Euer Baby wird vermutlich etwa alle 2-3 Stunden wach, auch nachts und hat tagsüber nun etwas längere Wachphasen als im ersten Lebensmonat. Nur wenige Säuglinge haben nach dem ersten Wachstumsschub in der 5. Woche nachts längere Schlafphasen, das ist aber nicht der Regelfall. Wenn euer Kind also öfter wach wird, dann ist das vollkommen normal und kein Zeichen von Schlafmangel. Übrigens: Ein zwei Monate altes Baby hat eine überraschend späte Bettzeit, in der Regel liegt diese zwischen 20 und 22 Uhr abends. Erst mit fortschreitendem Alter ist es ratsam, das Baby früher ins Bett zu legen. 

Babys 2. Monat: Wie oft sollte man stillen oder Flasche geben?

Viele Eltern sind anfangs unsicher, ob ihr Baby zu viel oder oft genug trinkt. Es gibt keine Faustregel, wie oft ein Säugling gestillt werden oder das Fläschchen bekommen sollte, denn jedes Baby ist unterschiedlich und es kommt auf den individuellen Appetit an. Merken könnt ihr euch aber, dass ein gesundes Kind in den ersten Lebensmonaten so oft trinken oder gestillt werden darf, wie es möchte. Solange die Windeln immer nass sind und euer Säugling weiterhin ausreichend Gewicht zunimmt, müsst ihr euch keine Sorgen machen. 

Auf diese Hungersignale könnt ihr achten: 

  • Euer Baby dreht sein Köpfchen, öffnet immer wieder den Mund und sucht nach Brust oder Flasche. 
  • Euer Baby leckt sich die Lippen und streckt seine kleine Zunge heraus. 
  • Es saugt an Finger oder Faust und fasst sich viel an den Mund. 
  • Es ist unruhig und zappelig. 

An diesen Zeichen erkennt ihr, dass euer Baby satt ist:

  • Der kleine Körper ist entspannt, die Hände sind nicht mehr zu Fäustchen geballt. 
  • Euer Baby macht zufriedene Schmatzgeräusche. 
  • Die Brust oder die Flasche wird losgelassen. 
  • Euer Baby schläft ein. 

Die U3 beim Kinderarzt und andere Gesundheitsfragen

In Babys 2. Monat steht auch die Vorsorgeuntersuchung bei eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin an, die sogenannte U3. Für viele Familien ist das oftmals die erste Untersuchung, die in der Praxis durchgeführt wird, denn die beiden vorherigen Untersuchungen finden meist noch in der Klinik oder im Geburtshaus nach der Entbindung statt. Dabei werden nicht nur Reflexe und Gewicht gecheckt, euer Baby bekommt nun auch seine erste Impfung. Die Impfung gegen Rotaviren, ein häufiger Erreger von Brechdurchfall bei Säuglingen, ist eine Schluckimpfung, die ab der vollendeten 6. Lebenswoche und vor der 12. Lebenswoche verabreicht werden sollte. 

Babys 2. Monat: Weitere wichtige Gesundheitsfragen

Neben Impfung und Gewichtszunahme beschäftigen euch vielleicht noch weitere Gesundheitsthemen im zweiten Lebensmonat eures Babys. Die wichtigsten Punkte haben wir hier für euch auf einen Blick.

Verdauungsprobleme und Schreiattacken

Viele Babys mit zwei Monaten haben Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen oder Dreimonatskoliken. Oftmals gehen diese Probleme dann mit längeren Schreiattacken einher, die anstrengend und nervenzehrend für euch und euer Kind sein können. Wir können euch beruhigen, dass den langen Phasen des unkontrollierbaren Schreiens zumeist keine ernsthafte medizinische Ursache zugrunde liegt. Zudem werden die Schreiphasen im Allgemeinen weniger und verschwinden bei den meisten Babys mit Beginn des 4. Lebensmonats. Um euer Baby zu beruhigen gibt es verschiedene Hilfsmittel, wie zum Beispiel viel tragen, strukturierte Tagesabläufe, Abendroutinen, aber auch die swing2sleep. Die automatische Federwiege sorgt mit sanften und gleichmäßigen Auf- und Abbewegungen dafür, dass sich euer Kind beruhigen kann, während es eingekuschelt und sicher in der Hängematte liegt.

Windelausschlag ist nichts Ungewöhnliches

Wenn euer Baby einen roten, wunden Po oder einen rötlichen Ausschlag an den Pobacken hat, dann handelt es sich um Windelausschlag, auch bekannt als Windeldermatitis. Das ist nichts Ungewöhnliches, ihr könnt dem Ausschlag aber vorbeugen, indem ihr die Windel regelmäßig wechselt, besonders nach dem Stuhlgang, und dafür sorgt, dass der Po nach der Reinigung schön trocken ist. Hilfreich ist auch eine Wundsalbe mit Zink, dabei solltet ihr aber darauf achten, dass ihr diese nur dünn aufträgt. Nach dem Baden könnt ihr euer Kind ohne Windel strampeln lassen, damit Luft an die Haut kommt. Die Zimmertemperatur sollte entsprechend angepasst sein, damit euer Kind nicht friert. Sollte der Ausschlag auch nach einigen Tagen nicht von alleine weggehen, ist ein Besuch bei eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin empfehlenswert, um eine Pilzinfektion auszuschließen. 

Was noch bei eurem Baby im zweiten Monat wichtig ist

Zu-Bett-Geh-Ritual: Versucht nun im zweiten Lebensmonat, schon einmal ein Zu-Bett-Geh-Ritual zu etablieren, um Schlafdefiziten vorzubeugen. Achtet auf Müdigkeitsanzeichen wie Augen reiben, unkoordinierte Bewegungen, Gähnen und leichtes Wimmern. Sollte euer Baby bereits weinen, ist es mehr als bereit für ein Schläfchen. 

Richtiges Liegen: Verliert euer Baby im 2. Monat mittig am Hinterkopf Haare? Keine Sorge. Das passiert durch das viele Liegen auf dem Rücken, ist aber unbedenklich und genau genommen ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass keine Kopf-Asymmetrie vorliegt. Hat euer Säugling wiederum eine Lieblingsseite und stellt ihr einen einseitigen Haarausfall fest, dann animiert ihn dazu, sich auf die andere Liegeseite zu legen. Macht beispielsweise mit Hilfe von bunten Bildern und Mobiles die andere Seite der Schlafstätte spannender,  wechselt zudem beim Stillen und Fläschchen Füttern regelmäßig die Seite, damit ihr einer lagerungsbedingten Asymmetrie des Köpfchens vorbeugt.

Ihr werdet sicherer – wie toll!

Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, dass die Zeit rennt, macht euch immer bewusst, dass euer Baby noch keine zwei Monate auf der Welt ist. Vieles fühlt sich für euch als Eltern vielleicht neu und überwältigend an und hier und da seid ihr noch nicht so routiniert. Das ist total okay. Bedenkt immer: eurem Baby ist das alles egal. Es braucht weder tolle Strampler, noch viel Spielzeug. Es braucht euch, eure Aufmerksamkeit, eure Nähe. Ihr seid als Eltern genug für euer Baby, also versucht die wunderschöne Zeit zu genießen und scheut euch nicht, nach Hilfe zu fragen, wenn ihr euch überfordert fühlt. Ihr wärt nicht die ersten Eltern, denen es so geht. Wir hoffen, wir konnten euch eure Fragen rund um Babys 2. Monat beantworten und ihr fühlt euch durch unseren Artikel in eurem Dasein als Eltern gestärkt.