Alltag mit Baby: Struktur ist das A und O

Gerade in der ersten Zeit haben sich viele den Alltag mit Baby wohl ganz anders vorgestellt. Sobald das Kind da ist, geht alles drunter und drüber. Im Handumdrehen ist der Tag vorüber und du fragst dich: Wo ist denn nur die Zeit geblieben? Und was habe ich heute eigentlich gemacht? Mit einem Kind, das nachts mehrmals aufwacht und auch tagsüber noch keinen Rhythmus kennt, verschwimmen die Konturen eines klaren Tagesablaufs, und irgendwann findet frau sich nachmittags im Schlafanzug wieder, ohne schon irgendwas Vernünftiges im Magen zu haben – und um sie herum stapelt sich der Haushalt in nie gekannte Höhen. Doch Struktur gibt uns Menschen Orientierung. Ohne sie, verlieren wir den Halt.

Alltag mit Baby – Im Reich des Chaos

Gerade Frauen, die vorher mit beiden Beinen im Berufsleben standen und dazu noch ihre Freizeit aktiv gestalteten, Sport trieben oder einfach gerne ausgingen, tun sich besonders schwer damit, wenn auf einmal alles über den Haufen geworfen wird. Plötzlich ist das Baby da und bestimmt fortan einfach alles. Da  folgt der anfänglichen Begeisterung schnell bittere Ernüchterung, und der Zerfall der alten Ordnung im Leben findet nicht nur im Äußeren statt. Vielmehr geht dies oft mit einer mittelprächtigen Identitätskrise einher. Die selbstbewusste, emanzipierte Frau ist plötzlich nur noch Mama. Die stets so aufgeräumte Wohnung gleicht einem Schlachtfeld und das immer so sorgfältig gepflegte Styling hat sich in fettige Fransen aufgelöst. Die junge Mutter bekommt schnell das Gefühl, dass sie gar nichts mehr auf die Reihe bekommt – und der Frust ist vorprogrammiert. Sie ist nicht nur frustriert, sondern fühlt sich auch unfähig, isoliert und überfordert. Zugleich aber auch unterfordert, denn mit dem bisherigen Beruf hat diese neue Aufgabe so gar nichts gemeinsam, ganz im Gegenteil 

Isolation und Frust in den ersten Wochen  

Fehlt familiäre Anbindung, weil etwa die Großeltern weit entfernt wohnen und auch sonst wenig soziale Kontakte mit anderen Müttern bestehen, verschlimmert dies die Situation. Wenn das Baby dann auch noch anstrengend ist, viel schreit oder sich nicht ablegen lässt, wird die Lage schnell dramatisch. Hinzu kommt, dass unerfahrene Eltern häufig unterschätzt haben, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit ein Baby tatsächlich für sich beansprucht. Im Grunde genommen braucht es rund um die Uhr Aufmerksamkeit und Zuwendung, und zwar nicht nur über Wochen, sondern sogar über Monate hinweg.  

Das gesellschaftliche Bild heute verursacht einen hohen Druck 

Leider bekommen Mütter, die bisher im Beruf „ihren Mann“ standen, für ihre neuen Aufgabe nicht die geringste Anerkennung. Im Gegenteil: Von ihnen wird erwartet, so schnell wie möglich wieder in den Beruf zurückzukehren, dazu immer wie aus dem Ei gepellt auszusehen und die Sache mit dem Kind natürlich wie nebenbei zu wuppen. Ein Anspruch, der wie Hohn wirkt, wenn das einst bekannte Leben plötzlich eine Beschaffenheit wie Babybrei hat.  

Experten empfehlen: Struktur muss in den Alltag! 

Umso wichtiger ist es, so schnell wie möglich wieder Struktur in den Tagesablauf zu bringen – Baby hin oder her. Ein regelmäßiger Tagesablauf sorgt für Klarheit, Sicherheit und Verlässlichkeit. Und auch das Kind wird davon profitieren, wenn es weiß, wann was an der Reihe ist: Füttern, Spielen, Essen oder Schlafen 

Idealerweise sollte der Tagesablauf immer demselben Muster folgen. Mittag- und Abendessen sollten immer zur gleichen Zeit stattfinden. Mindestens einmal täglich solltest du unter Leute gehen, und sei es nur, dass du mit dem Kinderwagen eine Runde um den Block machst. Auch der eine oder andere Termin wie Babyschwimmen, Pekip oder Babymassage kann dich aus der Isolation holen und in Kontakt mit anderen Eltern bringen. Aber aufgepasst: Nichts übertreiben, ansonsten könnte dein Baby alsbald gestresst sein – und das willst du auf keinen Fall!  

Freiräume schaffen! 

Auch wenn du nach Bedarf stillst, muss dein Baby nicht sofort die Brust angeboten bekommen, wenn es mal weint. Nicht immer ist Hunger die Ursache. Du kannst dich auch ein bisschen freistrampeln, indem du Milch abpumpst und dem Papa die Betreuung des Nachwuchses überlässt. Meistens klappt das ganz hervorragend, und gleichzeitig bietet es sowohl dem frischgebackenen Papa als auch dem Baby die Chance, einander besser kennenzulernen. So gewinnst du etwas Freiraum für dich, und das ist Gold wert 

Fazit

Nur wenige Ereignisse im Leben haben eine so umwälzende Wirkung wie ein Baby. Es ist völlig normal, wenn du Momente hast, in denen dir alles zu entgleiten scheint. Doch das ist nur eine Momentaufnahme, und es gibt ganz einfache Wege raus aus dem Chaos. Sorge für einen möglichst einheitlichen Tagesablauf, geh mindestens einmal am Tag unter Leute, knüpfe Kontakte und schaffe dir Freiräume – nicht zuletzt, indem du deinen Partner mit einbeziehst.  

Strukturen und Regeln erleichtern dir den Alltag in der ersten turbulenten Zeit. Alles andere ergibt sich dann nach und nach. 

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