Woche um Woche: Das dritte Trimester

Das dritte Trimester ist erreicht!  Jetzt läuft der Endspurt! Erfahre hier, in der letzten Folge unseres Schwangerschaftskalenders „Woche um Woche“, welche Entwicklungsschritte dein ungeborenes Baby in der letzten Etappe der Schwangerschaft durchläuft und welche Tipps wir dir für die einzelnen Schwangerschaftswochen jeweils geben können.

In unserem dreiteiligen Schwangerschaftskalender „Woche um Woche“ stellen wir dir in jeder Folge kurz die wichtigsten Ereignisse im jeweiligen Trimester vor. Den Abschluss bildet das dritte Trimester, in dem deine Reise zu Ende geht – und eine noch viel größere beginnt.

Das dritte Trimester im Überblick: Schwangerschaftswochen 28–40

Da die Geburt immer näher rückt, bereitet sich dein Körper auf die bevorstehende Geburt vor. Dabei können sich folgende Symptome bei dir bemerkbar machen: 

VORWEHEN (BRAXTON-HICKS-KONTRAKTIONEN): 

Diese „Übungswehen“ helfen dir dabei, dich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten.

    DRUCKGEFÜHL, DER BAUCH SENKT SICH:       

    Ab der 32. Schwangerschaftswoche fängt dein Baby an sich zu drehen. Es liegt dann mit dem Kopf nach unten und hat somit die Geburtsposition erreicht.

      DER MUTTERMUND ÖFFNET SICH:   

      Ab ungefähr drei Wochen vor dem errechnetem Geburtstermin kann sich der Muttermund auf die Geburt vorbereiten. Ab jetzt kann er sich öffnen und weicher werden.

        DIE FRUCHTBLASE PLATZT:           

        Auch ein frühzeitiger Blasensprung in Terminnähe vor Wehenbeginn (tropfenweise oder schwallartiger Abgang von klarer Flüssigkeit aus der Scheide) ist kein Grund zur Sorge. Wichtig ist, dass der Kopf deines Kindes tief im Becken liegen sollte (Dein Arzt sagt dir dies bei der Vorsorgeuntersuchung). Sollte dies dies nicht der Fall sein, lege dich bitte unverzüglich hin und lasse dich von einem Krankenwagen liegend in die Klinik transportieren, weil ansonsten die Gefahr eines Nabelschnurvorfalls besteht. Ist das Köpfchen bereits tief im Becken, kann dich auch dein Partner oder ein anderer Familienangehöriger in die Geburtsklinik fahren.

            Die 28. Schwangerschaftswoche

            Dein Bauch wird durch das Baby in ihm immer weiter gedehnt. Dies führt bei vielen Frauen zu Schwangerschaftsstreifen (Striae). Dem kannst du mit speziellen Cremes entgegenwirken, die das Gewebe elastisch halten und die Durchblutung fördern. Sprich am besten mit deinem Gynäkologen.

            Nun beginnt ein neuer Entwicklungsabschnitt. Das Knochenmark des Babys kann jetzt selbst Blut bilden. Es ist sogar möglich, dass dein Baby eine andere Blutgruppe hat als du. Wusstest du eigentlich, dass du während des Kuschelns mit deinem Partner vermehrt Oxytocin produzierst und ausschüttest? Dieses Kuschelhormon gelangt über den Blutkreislauf auch zu deinem Baby und sorgt dafür, dass es sich pudelwohl fühlt. Falls ihr noch einen brauchtet, ist dies der perfekte Grund, um viel zu kuscheln oder sich einfach mal massieren zu lassen.

            Die 29. Schwangerschaftswoche

            Die dritte große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall steht an. Das ist immer etwas ganz Besonderes weil du dein Baby zu sehen bekommst und ein weiteres Ultraschallbild mit nach Hause nehmen kannst. Dein Baby vertreibt sich inzwischen die Zeit, indem es mit der Nabelschnur spielt. Sie sorgt für einen ständigen Blutaustausch zwischen dir und deinem Kind. In der Vene wird sauerstoffreiches Blut zum Herzen deines Babys transportiert, und in den zwei Arterien fließt das verbrauchte, sauerstoff- und nährstoffarme Blut zurück zur Plazenta.

            Dein Baby wiegt jetzt ungefähr 1200 Gramm und hat eine Größe von knapp 38 cm. Die Lunge reift immer weiter aus, um sofort nach der Geburt die Arbeit aufzunehmen. In der kommenden Ultraschalluntersuchung wird noch mal alles gründlich überprüft und gemessen. Dazu gehört auch die Lage der Plazenta und die Menge des Fruchtwassers.

            Die 30. Schwangerschaftswoche

            Habt ihr euch schon Gedanken über die Erstausstattung gemacht? Da die Sehnsucht nach deinem ungeborenen Baby allmählich kaum noch auszuhalten ist, kannst du die Zeit überbrücken, indem du die ersten Dinge für dein Baby besorgst – Zeit wird es allemal!
            Einkaufstipp: Größe 56 gilt zwar als Neugeborenengröße, könnte aber schon sehr schnell zu klein werden. Kaufe lieber nicht so viele Teile in der kleinsten Größe. Werdende Eltern laufen schnell Gefahr, viel Unnützes zu kaufen, was später gar nicht gebraucht wird und im Keller oder in der Abstellkammer landet.

            Mit unserer swing2sleep-Federwiege bist du aber definitiv auf der sicheren Seite. Sie schaukelt dein Baby im Rhythmus des mütterlichen Herzschlags, was dein neugeborenes Baby auf sanfte Art beruhigt und es selig und leicht einschlummern lässt. Dein Baby fühlt sich zurückversetzt in die Geborgenheit im Mutterleib. Mit dem als Zubehör erhältlichem Gestell lässt sich die motorisierte Federwiege ganz überall aufstellen, sodass ihr sie stets in eurer unmittelbaren Nähe haben könnt. Ihr könnt sie einfach von Raum zu Raum mitnehmen.

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            Der Platz in deinem Bauch wird jetzt langsam knapp. Dadurch nimmt dein Baby nun immer mehr die typische Embryonalhaltung ein (verschränkte Arme und angezogene Beine). Es kann seine Körpertemperatur selbständig halten und regulieren. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es fortan sogenannte REM-Phasen hat, in denen es träumt.

            Die 31. Schwangerschaftswoche

            Natürlich möchtest du nach der Geburt möglichst viel Zeit und Ruhe für dich und dein neugeborenes Kind haben. Daher empfiehlt es sich, wichtige Formalitäten schon vor der Geburt erledigen. Die Geburtsurkunde sowie, Kinder- und Elterngeld müssen beantragt werden, und auch der Eintritt in eine Krankenversicherung muss geregelt werden. Gerade der Elterngeldantrag benötigt etwas Zeit und erfordert sowohl eine gute Planung als auch etwas Geduld. Umso besser ist es, bereits vor der Geburt so viele Anträge wie möglich anzufordern und schon weitestgehend auszufüllen.

            Dein ungeborenes Baby ist jetzt ungefähr so lang wie der Abstand vom Ellenbogen bis zu deinen ausgestreckten Fingerspitzen. Es liebt Süßes. Das bedeutet allerdings nicht, dass du plötzlich Unmengen von Zucker konsumieren sollst. Zum Glück besitzt das Fruchtwasser bereits eine natürliche Süße.

            Die 32. Schwangerschaftswoche

            Künftig stehen alle 14 Tage Vorsorgeuntersuchungen bei deinem Gynäkologen an. Dabei überprüft dein Arzt die Herztöne und die Wehentätigkeit am Cardiotokogramm (CTG).

            Vielleicht ist es dir aufgefallen, dass dein Baby sich deutlich mehr bewegt. Besonders wenn du dich schlafen legen möchtest, wird dein Kind sehr munter. Ein möglicher Grund dafür ist, dass deine Plazenta im Liegen besonders gut durchblutet wird und dein Baby dadurch eine große Portion Energie erhält. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich deine Wahrnehmung deutlich erhöht, wenn du ruhig und entspannt im Bett liegst.

            Die 33. Schwangerschaftswoche

            Ganz klar, bis zur Geburt deines Kindes vergehen noch einige Wochen. Dennoch wird es langsam Zeit, sich Gedanken zu machen, was in den Klinikkoffer gehört: Waschzeug und Kosmetik, Bademantel, Hausschuhe, Jogginganzug und die erste Kleidung (Strampler) für dein Baby. Auch der Personalausweis, Mutterpass und die Krankenversichertenkarte dürfen nicht fehlen. Nicht zu vergessen: Der werdende Vater sollte sich ebenfalls eine kleine Kliniktasche packen. Hier geht es zur Checkliste.

            Dein Baby hat inzwischen ein Gewicht von ca. 2000 Gramm und eine Größe von 44 cm und ist schon lebensfähig. Woche für Woche legt sich dein Baby gegenwärtig eine kleine Fettschicht an. Diese Fettschicht wärmt das Baby und dient nach der Geburt als Energiereserve, weil der Milchfluss bei der Mutter erst einmal in Gang kommen muss.

            Die 34. Schwangerschaftswoche

            Nun beginnt die Mutterschutzfrist für dich. Die letzten Wochen waren garantiert schon sehr mühselig und anstrengend für dich, denn mit einem großen Babybauch zu arbeiten, ist nicht gerade praktikabel. Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen vor der Geburt und endet 8 Wochen danach. Die Zeit kannst du noch einmal nutzen, um die letzten wichtigen Besorgungen zu machen und dich auf die Geburt vorzubereiten.

            Dein Baby ist komplett fertig. Es hat zwar noch nicht seine volle Größe bei der Geburt erreicht, kann aber ohne große Komplikationen auf die Welt kommen und ist in den allermeisten Fällen ohne Hilfe lebensfähig. Alle Organe sind voll entwickelt. Besonders die Lunge, die lebensnotwendig ist, um nach der Geburt dein Baby selbständig mit Sauerstoff zu versorgen.

            Die 35. Schwangerschaftswoche

            Vielleicht hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, ob es einen Weg gibt, einen Dammschnitt oder -riss während der Geburt zu vermeiden. Ein Patentrezept gibt es dafür leider nicht. Du könntest aber die Region zwischen Scheidenausgang und After etwas weicher und flexibler machen. Das erreichst du mit einer täglichen Massage. Nimm dafür ein natürliches Öl wie Mandelöl oder Olivenöl und massiere diese Stelle mit deinen Fingern.

            Dein Kind legt noch einmal ordentlich an Gewicht zu, denn jetzt bildet es das Unterhautfett. Es misst jetzt ungefähr 46,5 cm und ist ca. 2500 Gramm schwer. Es kann schon fest zugreifen und übt dies auch im Mutterleib. Außerdem ist sein Immunsystem vollständig ausgereift. Das bedeutet, dass sein Körper Antikörper produziert und fremde Keime, die womöglich in den Körper eindringen, erkennt und vernichtet.

            Die 36. Schwangerschaftswoche

            In den nächsten Tagen kannst du etwas aufatmen – buchstäblich! Dein Baby beginnt, mit seinem Köpfchen in das Becken zu rutschen. Das bedeutet für dich, dass du wieder leichter Luft bekommst und dein Magen wieder mehr Platz hat. Damit dein ungeborenes Baby in diese Position kommt, löst deine Gebärmutter unregelmäßige Senkwehen aus. Diese sind für dich nicht unbedingt wahrnehmbar. Wenn du sie aber spürst, fühlt es sich an wie ein leichtes Ziehen im Rücken und Unterleib sowie ein allgemeines Unwohlsein.

            Ab jetzt sitzt dein Baby in der Gebärmutter quasi auf gepackten Koffern. Es hat jetzt ausreichend Fettreserven für die erste Zeit nach der Geburt. Das Platzangebot in der Gebärmutter ist mittlerweile deutlich eingeschränlt. Deshalb können Tritte, die in Richtung Lunge oder Rippen gehen, für dich richtig fies sein und dir die Luft rauben. Zudem schluckt und verdaut das Baby nun schon ungefähr 3 Liter Fruchtwasser am Tag. Das dient zur Vorbereitung für den Start ins Leben. Es verdaut sogar im Fruchtwasser vorhandene Partikel, um die Verdauung im Darm zu üben. Die Entwicklung der Lunge ist abgeschlossen, und sie ist bereit für ihren Einsatz.

            Die 37. Schwangerschaftswoche

            Dein Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt? Vielleicht erwartest du ja Zwillinge oder dein Baby liegt in Beckenendlage. Womöglich liegt gar die Plazenta vor dem Muttermund. In solchen Fällen ist ein Kaiserschnitt meist unumgänglich. Aber keine Sorge, es handelt sich dabei inzwischen um einen Routineeingriff. Oft bekommst du deinen Kaiserschnittstermin schon zwei Wochen vor dem geplanten Stichtag der Geburt. Eine Vollnarkose wird normalerweise auch nur noch angewendet, wenn es ganz schnell gehen muss. Daher bekommst dein Baby direkt nach der Geburt auf deine Brust gelegt und bekommst alles rund um die Geburt mit.

            Am Anfang der Schwangerschaft haben sich winzig kleine Härchen gebildet, die dein komplettes Baby vor dem Fruchtwasser schützten. Diese sind inzwischen ausgefallen. Auch die Käseschmiere, die als Schutz vor dem Fruchtwasser diente, ist verschwunden. Die kleinen Fingernägel reichen über die Fingerkuppen.

            Die 38. Schwangerschaftswoche

            Jetzt kann es jederzeit losgehen! Meist beginnt jede Geburt mit Wehen. Sie kommen aber nicht überfallartig, sondern steigern sich in ihrer Intensität und werden dann immer häufiger und regelmäßiger. Der Blasensprung erfolgt meist nicht schwallartig, sondern tröpfelt nur ein bisschen. Der Abgang von Fruchtwasser signalisiert aber in jedem Fall den Beginn der Geburt. Du solltest dann in die Klinik bzw. ein Geburtshaus fahren oder deine Hebamme verständigen. Sobald sich der Schleimpfropfen gelöst hat und sich der Muttermund weitet, kommt es meist zu Blutungen. Im Normalfall geht dies mit den einsetzenden Wehen einher.

            Dein Baby hat jetzt eine Größe von ungefähr 50 cm und ein Gewicht von 3200 Gramm. Sollte dein Kind sich jetzt auf den Weg nach draußen machen, spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt. Es kann vorkommen, dass die Kindsbewegungen ein wenig nachlassen. Wenn sie aber auftreten, fallen sie dafür umso stärker aus. Das Köpfchen liegt tief nun in deinem Becken.

            Die 39. Schwangerschaftswoche

            Du spürst ein Ziehen im Rücken runter bis in die Beine, und dein Bauch wird in regelmäßigen Abständen hart? Du bist dir ziemlich sicher, dass dies echte Wehen sind, und willst dich mit deinem Partner auf den Weg zur Geburtsklinik machen? Tipp: Wenn die Wehen nicht schon deine volle Aufmerksamkeit fordern und du noch gemütlich zuhause auf dem Sofa liegen kannst, überlege dir, ob du eventuell noch zu Hause bleibst. Wenn du unsicher bist: Rufe deine Hebamme an. Wenn du keine eigene hast, wende dich an die diensthabende Hebamme in der Klink.

            Die Vorwehen setzen ein. Sie schieben dein Baby, das schon sehr tief im Becken liegt, mit seinem Kopf immer weiter Richtung Muttermund. Das Fruchtwasser dient hierbei als Polster und schützt dein Baby vor der Enge.

            Die 40. Schwangerschaftswoche

            Du bist in der 40. Schwangerschaftswoche und kannst es nun wirklich kaum noch erwarten, dein Baby endlich in den Armen zu halten? Du überlegst dir, ob den Wehen aktiv nachgeholfen werden sollte? Es gibt durchaus einige einfache Tricks, die hier helfen können: ausgedehnte Spaziergänge, entspannter Sex, ein heißes Bad oder eine Fußreflexzonenmassage. Bitte besprich dies aber vorher mit deinem behandelndem Gynäkologen oder mit deiner Hebamme.

            Nun ist dein Baby bereit, auf die Welt zu kommen. Es ist komplett entwickelt, und alle Organe sind voll ausgereift. Es hat für die erste Zeit nach der Geburt genügend Fettgewebe, falls die Produktion der Muttermilch erst in Gang kommen muss. Auch wenn du noch keine Anzeichen für eine bevorstehende Geburt verspürst, musst du dir keine Sorgen machen. Der errechnete Geburtstermin ist immer nur eine Schätzung. Es kommen nur vier Prozent aller Babys am errechneten Stichtag zur Welt. Rund 30 Prozent der Babys machen sich davor und 60 Prozent erst in den 10 Tagen danach auf den Weg.

            Wir von swing2sleep freuen uns sehr, dass wir dich in dieser aufregenden Zeit deiner Schwangerschaft begleiten durften und dich darüber informieren konnten, welche Entwicklungsschritte dein Baby durchläuft. Wir wünschen dir von Herzen alles Gute für die Entbindung.