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Urvertrauen bei Babys: Kann dieses zerstört werden?

Maik Schwede

Wenn du dein Baby schreien lässtkann es irgendwann mal passieren, dass sich das nachhaltig auf sein Urvertrauen auswirkt. Und das wäre wirklich ausgesprochen schlecht, denn das Urvertrauen ist ganz wichtig für das spätere Leben eines Menschen. Hat man es nicht, bedeutet das, dass man immer und jedem gegenüber misstrauisch ist. Vertrauen aufbauen fällt dann ganz schwer – wie sollte es auch anders sein, wenn die betreffende Person bereits als Säugling erfahren musste, dass die wichtigsten Menschen in seinem Leben, nämlich seine Eltern, nicht zu ihm halten und dann nicht für es da sind, wenn es sie doch am dringendsten braucht? 

Für ein Baby ist es deswegen wichtig, dass das Urvertrauen gestärkt wird. Es soll lernen und erfahren dürfen, dass da jemand ist, der sich liebevoll um es kümmert, und dem es nicht egal ist, wie es ihm gerade geht. Nur dann kann es daraus schließen: es gibt Menschen, auf die ich mich felsenfest verlassen kann, wenn es mir schlecht geht. Eine wunderbare Erfahrung – eigentlich ganz egal, ob jung oder alt.  

Baby liegt mit den Eltern im Familenbett

Wann wird das Urvertrauen tatsächlich gestört? 

Gestört wird das Urvertrauen dann, wenn das Kind nicht von seinen Bezugspersonen dauerhaft liebevoll behandelt wird und sich somit nicht geborgen fühlt. Oder wenn es spürt, dass es seinen Eltern einfach egal ist, wenn es Kummer hat – wenn es sich damit also alleine gelassen fühlt. 

Kann das Urvertrauen bereits geschädigt werden, wenn man die Stimme gegen das Kind erhebt? 

Das Thema führt natürlich andererseits auf Seiten der Eltern zur VerunsicherungHeißt das, dass man seinem Baby jeglichen Wunsch von den Augen ablesen muss? Heißt das, dass man nie zeigen darf, wo die Grenzen sind vor lauter Angst, dass das Kind damit regelrecht vor den Kopf gestoßen wird? Muss ich immer sofort zum Kind laufen, wenn es quengelt? 

Nein, das heißt das ganz bestimmt nicht. Denn natürlich hat alles irgendwo auch immer seine Grenzen. Keine Mutter kann oder sollte ihrem Baby immer alles durchgehen lassen, in der Angst, dass sonst das Urvertrauen leidet.  

Beispiel: ein ca. 6 Monate altes Baby will partout nachts nicht schlafen. Nichts hilft, das Kind ist aufgedreht und würde viel lieber spielen. Die Mutter ist irgendwann entnervt und sagt in einem recht harschen Ton, dass jetzt endlich geschlafen wird. Dieser Umstand sorgt sicher nicht gleich dafür, dass das Urvertrauen leidet. Das Kind wird zwar die Worte nicht verstehen, es wird aber anhand des Tonfalls spüren, dass die Mama es jetzt ernst meint. Etwas anders würde es wohl aussehen, wenn die Mutter ihr Kind geradezu anbrüllen würde und es womöglich noch dazu schüttelt. 

Alleine das Erheben der Stimme ist normal – das Kind spürt dadurch, dass jetzt „Schluss mit lustig“ ist. Und genau das muss es ohnehin lernen im Laufe seines weiteren Lebens. Denn auch das ist schließlich ganz normal: dass wir mal aufgeregt, mal ungeduldig und mal aufgebracht miteinander reden. Es gehört also zum Leben dazu. 

Dass das Kind dann entsprechend darauf reagiert, vielleicht mit Weinen oder mit Angst, ist ebenfalls normal. Solange also die mütterliche Reaktion „im Rahmen“ bleibt, ist alles gut. Hinzu kommt, dass ein 6 Monate altes Kind schon mehr verstehen kann als beispielsweise ein Säugling. Aber auch hier wird nicht gleich das Urvertrauen gestört werden, wenn Mama mal die Stimme erhebt.  

Kein Liebesentzug! 

Viel wichtiger ist es, dass das Kind niemals, egal unter welchen Umständen und egal, was es ausgefressen hat, dafür mit Liebesentzug bestraft wird. Das Kind muss spüren, dass Mama und Papa es immer noch liebhaben, auch wenn es viel schreit, stressig ist oder sich in dem Moment nicht so verhalten hat wie gewünscht.  

Säugling

Das Kind muss geliebt werden und zwar ohne Grenzen, mitsamt seinen Ecken und Kanten und mitsamt seinen Stärken und Schwächen. Das bedeutet auch, dass Eltern ihrem Kind immer respektvoll und wertschätzend gegenüber auftreten. Dass sie dennoch das eine oder andere Mal die Stimme erheben oder deutlich sagen, wenn ihnen etwas nicht passt, wird dadurch ja nicht ausgeschlossen. 

Ein schönes Video, indem du erfährst, wie du das Urvertrauen bei deinem Baby stärken kannst.

Gerade bei exzessiv schreienden Säuglingen, kann es durchaus passieren, dass man mental und körperlich an seine Grenzen stößt. Leider kann es dann vorkommen, dass man auf das permanente Schreien seines Babys mit Wut oder Gleichgültigkeit reagiert.

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