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U-Untersuchungen: Alles auf einem Blick

Anika Lemke

Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder

Die einzelnen U-Untersuchungen bestehen – neben speziellen Screening-Untersuchungen auf bestimmte Erkrankungen – aus körperlichen Untersuchungen des Kindes sowie einer Beratung der Eltern. Gerade in den ersten Lebensjahren machen Kinder gewaltige Entwicklungsschritte. Deshalb finden die Kindervorsorgeuntersuchungen immer zu festgelegten Zeiträumen statt.

Dank dieser Früherkennungsuntersuchungen werden mögliche Gesundheitsstörungen oder Auffälligkeiten in der Kindesentwicklung frühzeitig erkannt und behandelt. So wird dein Kind bei Auffälligkeiten gezielt unterstützt und gefördert. Leider ist es noch nicht möglich, dass alle angeborenen Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen und einer frühzeitigen Behandlung Heilung finden, aber es können doch schwerwiegende Folgen für die kindliche Entwicklung vermieden oder zumindest gelindert werden. Hier erfährst du jetzt, was bei den einzelnen U-Untersuchungen getestet wird, worauf der behandelnde Kinderarzt sein Hauptaugenmerk legt und wann die Vorsorgeuntersuchungen stattfinden. Damit hast du dann alles im Überblick.

Was ist die U-Untersuchung?

Alle Eltern wünschen sich, dass es den eigenen Kindern immer gut geht. Um deshalb 100% sicher zu sein, dass dein Kind sich zeitgemäß entwickelt und um mögliche Erkrankungen oder Fehlentwicklungen frühestmöglich zu erkennen, gibt es die U-Untersuchungen. Diese Vorsorgeuntersuchungen finden zu festgelegten Zeitpunkten statt.

Warum ist das eigentlich so?

Damit schwerwiegende Erkrankungen oder Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig erkannt, geheilt oder gemildert werden können, finden U-Untersuchungen während bestimmter Entwicklungsstadien deines Kindes statt. D.h., dass dein Kind im Alter von 0 bis 10 Jahren zu bestimmten Terminen untersucht werden muss, weil die Früherkennung einiger Krankheiten sowie eine erfolgversprechende Behandlung nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglich ist.

Kinderarzt horcht Kind mit einem Stethoskop am Rücken ab

Zusätzlich sind die Vorsorgetermine so festgesetzt, dass der behandelnde Kinderarzt die Möglichkeit hat, wichtige Entwicklungsschritte beim Kind sofort einzuschätzen. Ein auffälliges Verhalten oder eine Entwicklungsverzögerung zeigen sich oft erst im späteren Verlauf des Kleinkinderalters und nicht gleich im ersten Lebensjahr. Ein extrem gutes Beispiel hierfür ist die sprachliche Entwicklung. Wird eine Beeinträchtigung der Sprachentwicklung frühzeitig erkannt, kann deinem Kind durch gezielte Förderung rechtzeitig geholfen werden. Damit wird die Verzögerung schnell aufgeholt oder in jedem Fall günstig beeinflusst. Außerdem bauen ganz viele Entwicklungsschritte aufeinander auf, so dass unerkannte Störungen plötzlich weitreichendere Folgen haben und die gesamte Entwicklung deines Kindes in Mitleidenschaft gezogen wird.

Das ab dem 1. September 2016 neu überarbeitete „Gelbe Heft“ informiert dich genauer über den Inhalt der einzelnen Untersuchungen und enthält eine herausnehmbare Teilnahmekarte, mit der Erziehungsberechtigte die Teilnahme gegenüber Kindergärten oder anderen Einrichtungen dokumentieren können, ohne Detailinformationen herauszugeben. Außerdem rückt zudem die Eltern-Kind-Beziehung stärker in den Fokus der Vorsorgeuntersuchungen. Zugleich werden eine Beratung zum Impfschutz als verbindlicher Bestandteil der U-Untersuchungen, ein Mukoviszidose-Screening für Neugeborene sowie festgelegte Standards für U1 bis U9 eingeführt. Letztere betreffen vor allem Hör- und Sehtests.

Sind die U-Untersuchungen freiwillig oder Pflicht?

Die Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche sind als Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung in § 26 SGB V festgelegt. Seit 2009 sind U-Untersuchungen (U1 bis U9) nur in einigen Bundesländern Pflicht. Dort wo sie nicht verpflichtend sind, bekommt ein Elternteil eine schriftliche Einladung zur U-Untersuchung. Suchst du dann aber nicht innerhalb von vier Wochen deinen behandelnden Kinderarzt auf, wird das Amt darüber informiert und du erhältst einen Brief. Das fühlt sich nicht nur doof an, in der Mahnung befinden sich auch Auflagen, um die du dich sofort kümmern solltest und wahrscheinlich auch musst.

Außerdem kann es sein, dass, wenn dein Kind in die Krippe oder den Kindergarten kommt, dort ein Nachweis über die U-Untersuchungen verlangt wird. Damit sollst du nachweisen, dass ihr für einen entsprechenden Impfschutz gesorgt habt. Nicht nur Krankheiten sollen durch die Vorsorgeuntersuchungen so früh wie möglich erkannt und behandelt oder therapiert werden, auch Fälle von Vernachlässigungen oder Kindesmissbrauch können damit schnell aufgedeckt werden.

Sind die U-Untersuchungen kostenlos oder kostenpflichtig?

Solltest du die festgelegten Vorsorgetermine einhalten, sind die U-Untersuchungen komplett kostenlos und werden von der Krankenkasse übernommen. Wird jedoch ein Termin verschwitzt und du meldest dein Kind zu spät zu einer U-Untersuchung an, kann es passieren, dass die Kostenübernahme durch deine Krankenkasse entfällt. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als dich bei deiner Krankenkasse zu erkundigen, ob sie die Kosten trotzdem übernimmt. Deshalb raten wir dir, rechtzeitig den Termin bei deinem behandelnden Kinderarzt zu buchen, da heutzutage die Termine in vielen Kinderarztpraxen schon wochenlang im Voraus ausgebucht sind und es richtig schwer ist kurzfristig einen Termin zu ergattern.

Neben den gesetzlich festgelegten Untersuchungen des U-Untersuchungsprogramms bieten eine Reihe von Krankenkassen zusätzliche Untersuchungen, insbesondere für Kinder im Grundschulalter (U10 und U11) und für Jugendliche (J2) an. Deren Untersuchungsspektrum ist nicht durch den G-BA festgelegt. Die Kosten werden aber trotzdem von einzelnen Krankenkassen als freiwillige Leistung übernommen.

Die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen kann durch Früherkennungsuntersuchungen und regelmäßige Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen auch verbessert werden. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt vielfältige Früherkennungs- und Vorsorgemaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen. Bitte unbedingt erkundigen.

U-Untersuchungen im Überblick

Nach der Geburt deines Kindes, findet nicht nur direkt die U1 statt, du erhältst auch das „Gelbe Checkheft“. In diesem Vorsorgeheft dokumentieren die behandelnden Ärzte die Ergebnisse und Befunde der einzelnen Früherkennungsuntersuchungen. Mit diesen Eintragungen haben alle Ärzte, die dein Kind untersuchen, immer einen genauen Überblick über die bisherige Entwicklung. Du solltest das Heft plus die Versichertenkarte deines Kindes zu jedem Arzttermin mitnehmen. Außerdem findest du dort die jeweiligen Zeitabschnitte indem die verschiedenen U-Untersuchungen stattfinden. Damit ist sichergestellt, rechtzeitig (3 – 4 Monate im Voraus) einen Vorsorgetermin zu vereinbaren.

Tabelle der einzelnen U-Untersuchungen

Schwerpunkte der einzelnen U-Untersuchungen

Zum einen findest du im Untersuchungsheft (Gelbes Checkheft) eine Übersicht über die einzelnen Untersuchungsinhalte. Dein Kind wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung auf mögliche schwerwiegende Erkrankungen untersucht. Die körperliche Untersuchung des Kindes, die abgestimmt auf das Kindesalter ist, besteht aus der Überprüfung des Gewichts, der Körperlänge, der altersgerechten Entwicklung. Außerdem aus der Untersuchung einzelner Organe, wie auch des Kopfes und des Bewegungsapparates. Bei der Entwicklungsbeurteilung untersucht der Arzt bzw. die Ärztin u.a. die Grob- und Feinmotorik, die soziale und emotionale Kompetenz des Kindes und die Interaktion des Kindes mit den Eltern.  Außerdem werdet ihr je nach Entwicklungszeitraum noch zusätzliche Beratungen erhalten, wie Impfschutz, Ernährung, Unfallverhütung, Zahngesundheit und der plötzliche Kindstod. Selbstverständlich kannst auch du Fragen und auch Sorgen bei der jeweiligen U-Untersuchung ansprechen. Dein behandelnder Kinderarzt wird sich dessen annehmen und dich umfassend beraten. 

Wusstest du, dass du auf die Entwicklung deines Babys gezielt, positiv Einwirken kannst? Indem es viel geschaukelt wird, sei es auf dem Arm, auf dem Pezziball oder in unserer Federwiege von swing2sleep. Es fördert nämlich ganz gezielt den Gleichgewichtssinn und somit wird die motorische Entwicklung des Kindes unterstützt. Zudem werden die Reize die durch das Schaukeln erzeugt werden, durch das Innenohr des Babys zum Gehirn weitergeleitet und die Zellen, die dort angelegt sind, vernetzen sich (Vestibulären System). Mit dem Resultat, dass das Gehirn gefördert und leistungsfähiger wird. 

Schaukeln macht Spaß und es ist gut für unser Gehirn.

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