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Eltern Formalitäten-Checkliste

Anika Lemke

Schnell durch den Papierkram

Die Sehnsucht hat ein Ende – endlich ist es da! Euer kleines, zuckersüßes Baby auf das ihr so lange gewartet habt. Natürlich habt ihr jetzt Besseres zu tun, als euch durch Formulare zu wühlen. Dennoch kommen mit der Geburt eures Kindes einige zu erledigende Formalitäten und Ämtergänge auf euch zu: Aber mit unserer Checkliste geht es um einiges schneller, versprochen!

Formalitäten Checkliste swing2sleep

Formulare, Urkunden, Kopien und Anträge – für euren kleinen Nachwuchs müsst ihr schon ganz schön viel Bürokratie erledigen. Verständlich, dass ihr eigentlich viel lieber mit eurem kleinen Wunder kuscheln und es stundenlang betrachten wollt, als sich jetzt mit diversem Papierkram auseinanderzusetzen. Ihr könnt auch unsere swing2sleep Federwiege nutzen. Euer kleiner Sonnenschein, fühlt sich rundum sicher und wohl. Wird rhythmisch auf und ab gewippt, während ihr alle wichtigen Anträge ausfüllt. Ihr könnt unsere Federwiege mit dem passenden Gestell frei im Raum aufstellen. Natürlich überall wo ihr es möchtet - beispielsweise ganz dicht neben euch, um immer wieder einen bezaubernden Blick zu erhaschen.

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Damit euch nach der Geburt dafür möglichst viel Zeit bleibt, könnt ihr bereits im Vorfeld einiges an Formalitäten erledigen. Am einfachsten ist es, schon vorher die benötigten Antragsformulare, wie z.B. für das Kinder- und Elterngeld und für die Aufnahme des Kindes in die Krankenkasse zu beantragen. So könnt ihr die Anträge, schon so weit wie möglich ausfüllen und nach der Geburt eures Kindes nur noch dessen Vornamen und das Geburtsdatum nachtragen. Ihr müsst euch dann nicht weiter mit dem Papierkram herumschlagen.

Die Vaterschaft (falls nicht verheiratet) anerkennen lassen

Wie die Überschrift schon verrät, ist eine Vaterschaftsanerkennung nur von Bedeutung, wenn dein Partner nicht mit dir verheiratet ist. Dann kann er, durch die Anerkennung der Vaterschaft zum Kind, offiziell ein Verwandtschaftsverhältnis beantragen und festlegen. Ganz wichtig für Sorgerechtsfragen oder eventuellen Erbschaftsansprüchen. Solltet ihr die Vaterschaftsanerkennung beantragen wollen, ist es nicht nur erforderlich, dass dein Partner zum Standes- bzw. Jugendamt geht, auch du als werdende Mutter musst hierzu deine Zustimmung zur Anerkennung geben.

Hinweis: Eine Vaterschaft kann schon während der Schwangerschaft anerkannt werden.

Zeitpunkt: Vor oder nach der Geburt des Kindes

Ort: Jugendamt, Standesamt, Amtsgericht oder Notar

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Personalausweis der Eltern
  • Nachweis über den voraussichtlichen Geburtstermin des Kindes (Mutterpass)
  • Nach der Geburt des Kindes (Geburtsurkunde des Kindes)

Die Geburtsurkunde

Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt eures Babys solltet ihr die Geburtsurkunde für euer Kind bei dem zuständigen Standesamt beantragen. Das könnt ihr entweder persönlich machen oder über das Krankenhaus veranlassen lassen. Die gute Nachricht ist, dass viele Krankenhäuser bzw. Klinken die Anmeldung übernehmen. Hierzu erhaltet ihr nach der Geburt einen großen braunen Briefumschlag. Dort findet ihr alle wichtigen Informationen, wie z.B. welche Unterlagen ihr benötigt und welchen Geldbetrag ihr für die Bearbeitung in den Umschlag legen müsst. Dann braucht ihr nur noch die benötigten Daten von euch und eurem Kind eintragen.

Hinweis: Vergesst bitte nicht zu unterschreiben.

Spätestens in der darauffolgenden Woche sendet euch das zuständige Standesamt die Geburtsurkunde (mit Ausführungen für die Krankenkasse und Elterngeldantrag) nach Hause.

Zeitpunkt: Innerhalb einer Woche nach der Geburt

Ort: Standesamt oder direkt über das Krankenhaus

Welche Unterlagen benötigt ihr:

Generell:

  • Bargeld für die Kosten der Geburtsurkunden
  • Einen frankierten A4-Briefumschlag

Wenn ihr verheiratet seid:

  • Geburtsbescheinigung der Klink
  • Kopie der Personalausweise der Eltern
  • Geburtsurkunden der Eltern und vorheriger Kinder
  • Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienstammbuch

Wenn ihr nicht verheiratet seid:

  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Falls geschieden: Eheurkunde und Scheidungsurteil
  • Vaterschaftsanerkennung, Zustimmung der Mutter, Sorgeerklärung

Bei ausländischen Staatsangehörigen:

  • Kopien der Reisepässe mit Aufenthaltsgenehmigung
  • Übersetzung der Ehe- und Geburtsurkunden der Eltern

Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

Es kann passieren, dass das Standesamt nicht automatisch das Einwohnermeldeamt über die Geburt eures Kindes informiert. Darum empfiehlt es sich, dort einmal telefonisch oder per Mail nachzufragen und ggf. auch dort die Geburtsurkunde eures Kindes so bald wie möglich vorzulegen. Wenn ihr diese Gelegenheit gleich nutzen wollt, könnt ihr auch gleich einen Kinderausweis mit beantragen bzw. euch ausstellen lassen. Dafür benötigt ihr allerdings ein biometrisches Passfoto des Kindes. Auf der Internetseite Bundesministerium des Inneren, findet ihr alle weiteren Informationen.

Zeitpunkt: Nach Erhalt der Geburtsurkunde

Ort: Einwohnermeldeamt

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Biometrisches Passfoto

Kindergeld beantragen

Das Kindergeld beantragt ihr bei eurer zuständigen Familienkasse. Für den Antrag benötigt ihr eine spezielle Ausführung der Geburtsurkunde, die ihr vom Standesamt erhaltet. Der aktuelle Betrag des Kindergeldes liegt bei den ersten beiden Kindern bei jeweils 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro. Die Bearbeitung nach Antragstellung dauert ungefähr 4 bis 6 Wochen. Auch wenn euch das Kindergeld seit 2018 noch 6 Monate rückwirkend ausgezahlt wird, solltet ihr euch nach der Geburt mit der Antragstellung nicht allzu viel Zeit lassen.

Zeitpunkt: Nach Erhalt der Geburtsurkunde. Eine rückwirkende Zahlung ist jedoch nur für die letzten sechs Monate vor Eintragseingang möglich

Ort: Familienkasse


Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antrag auf Kindergeld

  • Extra Ausfertigung der Geburtsurkunde des Kindes

  • Steuer-ID der Eltern und des Kindes

Krankenversicherung

Keine Sorge für die ersten Vorsorgeuntersuchungen ist euer Baby über dich (Mutter) mit krankenversichert. Dennoch solltet ihr euch direkt nach der Geburt darum kümmern, euer Kind offiziell über einen Familienantrag bei der zuständigen Krankenversicherung mitzuversichern. Das Kind wird immer bei demjenigen mit angemeldet, der das meiste Einkommen hat. Hierfür erhaltet ihr eine vom Standesamt spezielle Ausfertigung der Geburtsurkunde. Den Antrag erhältst du sofort nach formloser Beantragung von deiner gesetzlichen Versicherung kostenlos. Sobald der Antrag bearbeitet wurde, erhält euer Baby eine eigene Versichertenkarte. Sollte diese jedoch nicht rechtzeitig zu den ersten U-Untersuchungen vorliegen, dann fragt bei der zuständigen Versicherung einmal nach, ob du eine vorläufige Versicherungsbescheinigung erhältst, die du bei deinem Kinderarzt vorzeigen kannst. So musst du nicht noch daran denken, die Versichertenkarte irgendwann nachzureichen. Etwas anders sieht es aus, wenn einer von euch privat versichert ist und der Privatversicherte das höhere Einkommen aufweist (2019 – 60.750 Euro/Jahr). Dann kann euer Kind nicht kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. In diesem Fall nimmt die private Versicherung euer Kind aber sofort und ohne Risikoprüfung und Wartezeit auf. Allerdings ist dann ein gesonderter Beitrag erforderlich. Die Beantragung für die private Versicherung muss innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt gestellt werden. Die Versicherung erfolgt dann rückwirkend.

Zeitpunkt: Direkt nach der Geburt aber nach Erhalt der Geburtsurkunde

Ort: Krankenkasse

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antrag von der Krankenkasse
  • Extra Ausfertigung der Geburtsurkunde eures Kindes

Elterngeld beantragen

Somit die größte Herausforderung im Punkto Antragstellung ist die Beantragung des Elterngeldes. Dennoch solltest du zum einem bei der Vielzahl an Anträgen und der Komplexität des Elterngeldantrags, diesen lieber schon vor der Geburt eures Kindes anfordern und wo weit, wie möglich, ausfüllen. Das Elterngeld wird nämlich nur für drei Monate rückwirkend gezahlt. Daher solltet ihr nicht zu lange mit der Antragstellung warten. Hast du in Sachen Elterngeld einige Fragen kannst du dich auch z.B. in einem Familienzentrum in eurer Nähe gut beraten lassen und dir Hilfe beim Ausfüllen des Elterngeldantrags holen.

In diesem ausführlich erklärtem Video erfährst du, wie du genau den Elterngeldantrag ausfüllen solltest. Diese tolle Erklärung gibt es für alle Bundesländer und das auch im Videoformat.

Zeitpunkt: Direkt nach der Geburt (Erhalt der Geburtsurkunde) bis spätestens drei Monate nach der Geburt

Ort: Elterngeldstelle

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antrag auf Elterngeld
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Bescheinigung der Krankenkasse
  • Bescheinigung des Arbeitgebers
  • Kopie des Personalausweises
  • Meldebescheinigung
  • Vordruck „Erklärung zum Einkommen“
  • Steuerbescheide beider Elternteile aus dem Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes
  • Lohn- und Gehaltsnachweise der letzten 14 Monate
  • Eventuell Vaterschaftsanerkennung

Natürlich können im Einzelfall noch weitere Unterlagen von euch eingefordert werden.

Elternzeit beantragen

Um deine geplante Elternzeit bei deinem Arbeitgeber einzureichen ist es zum Glück nicht erforderlich einen komplizierten Antrag auszufüllen. Dennoch gibt es auch hier einiges zu beachten. Denke daran, dass du den Antrag auf Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich bei deinem Arbeitgeber einreichst. Die gute Nachricht: Um Elternzeit in Anspruch zu nehmen, musst du keinen komplizierten Antrag ausfüllen. Das Schreiben ist so zu formulieren, dass dein Arbeitgeber genau darüber informiert wird, wie lange du deine Elternzeit nehmen möchtest. Oder ob planst, nach einer gewissen Zeit wieder in Teilzeit zu arbeiten. Dann solltest du gleich die gewünschte Stundenzahl und die genauen Arbeitszeiten angeben.

Zeitpunkt: Spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit

Ort: Arbeitgeber

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Ein Schreiben für den Arbeitgeber mit Angaben des geplanten Zeitraums


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