Woche um Woche: Das zweite Trimester

Willkommen im zweiten Trimester! Im zweiten Teil unseres Schwangerschaftskalenders „Woche um Woche“ erfährst du, was in den nächsten Wochen auf dich wartet. Dein Körper hat sich nun komplett auf die Schwangerschaft eingestellt, und die Hormonumstellung ist abgeschlossen. Dieser Abschnitt ist für viele der schönste im gesamten Schwangerschaftsverlauf. Daher unser Tipp: Genieße diese Zeit so gut du kannst.

In unserem dreiteiligen Schwangerschaftskalender „Woche um Woche“ stellen wir dir in jeder Folge kurz die wichtigsten Ereignisse im jeweiligen Trimester vor. Im zweiten Trimester setzt du deine Reise fort. Auch hier warten wieder viele aufregende und berührende Meilensteine auf dich.

Das zweite Trimester im Überblick: Schwangerschaftswoche 14–27

Erfahre hier Woche für Woche, welche Entwicklungsschritte dein ungeborenes Baby macht und welchen Tipp wir dir für die einzelnen Schwangerschaftswochen geben können.

Die 14. Schwangerschaftswoche

    Mit großer Wahrscheinlichkeit zeichnet sich jetzt ein kleines Bäuchlein bei dir ab. Dein ungeborenes Baby wird jetzt Tag für Tag größer und schwerer. Auch die Gebärmutter und Plazenta wachsen, und auch die Menge des Fruchtwassers nimmt stetig zu. Sollte dein letzter Zahnarztbesuch eine Weile her sein, empfiehlt es sich, jetzt einen Termin zu machen. Zahnpflege ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Durch die hormonelle Umstellung im Körper wird das Zahnfleisch weicher. Die Folge könnte geschwollenes und leicht blutendes Zahnfleisch sein. Es ist unbedingt auf eine gründliche Zahnpflege zu achten, weil Paradontitis-Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und Auslöser für Komplikationen in der Schwangerschaft sein können.

    Zwei Hühnereier

    Größe und Gewicht deines Babys sind jetzt vergleichbar mit einem Hühnerei. Es fängt an, die Augen ganz langsam zu bewegen, öffnet sie aber noch nicht. Durch die geschlossenen Augenlider kann es allerdings schon hell und dunkel unterscheiden. Dein Baby reagiert jetzt bereits auf Stress. Solltest du dich in einer stressigen Situation befinden, gelangen die Botenstoffe über das Blut auch zu deinem Baby. Solange das alles im Rahmen ist, besteht allerdings kein Grund zur Sorge. Ungeborene Babys sind sehr versöhnliche kleine Wesen.

    Die 15. Schwangerschaftswoche

      Eine ausgewogene Ernährung ist immer gut, aber spätestens jetzt solltest du besonders darauf achten. Wenn du gesunde Nahrung zu dir nimmst, lieferst du deinem Kind alle wichtigen Bausteine für sein Wachstum. Und die kann es gerade sehr gut gebrauchen, dann es entwickelt sich rasant weiter.

      Dein Baby misst nun ungefähr 10 cm. Die Proportionen werden zunehmend menschlicher. Der Kopf ist nicht mehr der größte Körperteil. Dein Gynäkologe erkennt schon, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Bei einem Mädchen bilden sich in den winzigen Eierstöcken inzwischen kleinere Eizellen, die dafür sorgen, dass sie eines Tages selbst Mutter werden kann. 

      Solltest du dich bisher noch nicht nach einer Hebamme umgeschaut haben, wird es jetzt allmählich Zeit dafür. Zwar sind es noch gut 25 Wochen bis zur Geburt deines Kindes, aber du solltest schon einmal damit anfangen, dich über Kliniken in deiner Nähe  zu informieren.

      Die 16. Schwangerschaftswoche

        In dieser Woche macht dein Baby noch einmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Natürlich kann sich das auch bei dir bemerkbar machen. Vielleicht spürst du ein unangenehmes Ziehen rechts und links vom Bauchnabel bis in deine Leiste. Das sind die Mutterbänder, die sich dehnen. Bei einigen Frauen bildet sich jetzt schon die Vormilch (Kolostrum). Keine Sorge. Das ist nicht zu früh, sondern nur ein Anzeichen, dass die Milchproduktion in deinen Brüsten begonnen hat.

        Die Babybeine sind deutlich länger geworden und ebenso härten die Knochen immer weiter aus. Die Nervenbahnen fangen an, sich miteinander zu vernetzen, sodass das Baby richtig strampeln, sich drehen und Purzelbäume im Fruchtwasser schlagen kann. Aber noch immer spürst du davon nicht viel, weil es erst ca. 100 Gramm wiegt und noch sehr viel Platz in der Gebärmutter hat.

        Die 17. Schwangerschaftswoche

          Bewegung tut dir und deinem Kind gut. Ausdauersportarten wie Tanzen, Wassergymnastik, Yoga oder Pilates eigenen sich bestens in der Schwangerschaft. Regelmäßiger Sport verhilft dir zu einer besseren Körperhaltung und beugt Beschwerden wie Rückenschmerzen, Venenstau und Wadenkrämpfen vor. Zudem kommt dein Kind besonders vital zur Welt, und das Schaukeln im Mutterleib fördert die Entwicklung der Sinnesorgane.

          Diesen Effekt kannst du sogar noch nach der Geburt ganz gezielt nutzen. Unsere vollautomatische swing2sleep hilft bei der motorischen und kognitiven Entwicklung. Außerdem hilft es deinem kleinen Engel beim Einschlafen, ganz ohne lästiges und permanentes Anschubsen.

          swing2sleep Federwiege mieten

          In dieser Phase erhält dein ungeborenes Baby eine doppelte Hautschicht. Außerdem wächst ihm die sogenannte Lanugo-Behaarung. Das sind feine Härchen, die auf dem gesamten Körper deines Babys wachsen. Außerdem bildet sich auf der Haut ein Belag aus Talg, Wasser und Hautzellen (Käseschmiere). Beides dient dazu, die Haut im Fruchtwasser zu schützen. Erst kurz vor der Geburt fallen die feinen Härchen aus, und auch die Käseschmiere verschwindet zum größten Teil.

          Die 18. Schwangerschaftswoche

          Ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester leiden viele schwangere Frauen unter Sodbrennen. Ein Grund dafür können die Hormone sein. Sie sorgen dafür, dass die Muskeln im Körper entspannen – leider auch der Schließmuskel, der das Zurückfließen des Mageninhaltes in die Speiseröhre verhindert. Kleine, fettarme Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt können gegen Sodbrennen helfen oder gut zerkaute Haselnüsse bzw. Mandeln. Im Mund muss ein richtiger Brei entstehen, den du dann runterschluckst. Er bindet überschüssige Magensäure.

          Hände und Füße sind nun voll ausgebildet. Sie weisen obendrein richtige Nägel auf. Dein Baby kann mit seinen Händen schon nach der Nabelschnur greifen. Es führt sogar gezielt seine Finger zum Mund, um eventuell am Daumen zu saugen. All diese Bewegungen sorgen dafür, dass das Gehirn mit Sinneseindrücken gefüttert wird, die das Baby für seine Entwicklung braucht. Übrigens: Nächste Woche steht die nächste Ultraschall-Untersuchung an und du kannst dich auf ein weiteres Ultraschall-Bild freuen.

          Die 19. Schwangerschaftswoche

            In der 19. Schwangerschaftswoche erfolgt die nächste große Vorsorgeuntersuchung. Wenn dein Baby vorteilhaft liegt, kann dein Gynäkologe das Geschlecht jetzt eindeutig bestimmen. Außerdem wachsen deine Gebärmutter und die Plazenta stetig. Auch die Fruchtwassermenge und das Blutvolumen in deinem Körper steigen an.

            Paket Butter

            Dein Baby ist jetzt ca. 15 cm groß und wiegt soviel wie ein Paket Butter. Auf dem Kopf deines Babys wachsen die ersten Haare.

            Die 20. Schwangerschaftswoche

            Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo du dein Kind das erste Mal richtig spüren kannst und seine Bewegungen wahrnimmst. Natürlich hängt das von vielen verschiedenen Faktoren ab. Ist es z. B. die erste Schwangerschaft oder schon die zweite oder gar dritte? Hast du eine Vorderwandplazenta oder ist die Plazenta an der Rückwand? Bist du zierlicher oder kräftiger gebaut?

            Künftig misst dein Gynäkologe die Länge deines Babys nicht mehr vom Scheitel bis zum Steiß, sondern von Kopf bis Fuß. Allerdings wird dein Arzt sich eher an folgenden Messwerte orientieren, da diese besseren Aufschluss über die gesundheitliche Entwicklung des Winzlings ermöglichen.

            • FOD: fronto-okzipitaler Durchmesser = Kopfdurchmesser von der Stirn bis zum Hinterkopf
            • AU: Abdomen-Umfang = Bauchumfang
            • BPD: biparietaler Durchmesser = Kopfdurchmesser von Schläfe zu Schläfe
            • KU: Kopfumfang
            • ATD: Abdomen-Transversal-Durchmesser = Abstand von der linken zur rechten Bauchseite
            • HL: Humeruslänge = Länge des Oberarmknochens

            Die 21. Schwangerschaftswoche

            Wenn du an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen möchtest, dann wird es jetzt langsam Zeit, dir einen zu suchen. Du solltest dir überlegen, was für einen Kurs du besuchen möchtest: einen für Paare oder nur für Frauen? Soll es ein Abendkurs sein oder doch lieber ein Wochenendkurs?

            Die Hautschicht des Babys wird immer dicker. Sie ist längst nicht mehr so durchsichtig, wie noch vor zwei Wochen. Auch die Lungenbläschen, die dein Baby nach der Geburt zum Atmen benötigt, bilden sich langsam aus. Milz und Leber starten mit der Produktion weißer Blutkörperchen. Auch die Zahnleisten werden für die Milchzähne angelegt. Geräusche werden wahrgenommen. Sei es deine Stimme, Musik oder die Stimme des Papas.

            Die 22. Schwangerschaftswoche

            Hast du dir schon überlegt, wie du dein ungeborenes Baby entbinden möchtest? Soll es ein Perinatalzentrum sein oder doch lieber das Kreiskrankenhaus um die Ecke? Auch ein Geburtshaus oder sogar eine Hausgeburt wären Optionen. Besprich das doch mit deinem Partner und fange an, dich im Internet über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren.

            In den vergangenen Schwangerschaftswochen haben sich die Riechzellen der Nasenschleimhaut entwickelt, die jetzt ihre Arbeit aufnehmen. Es kommt hinzu, dass dein ungeborenes Baby eine Vielzahl von Geschmacksknospen auf der Zunge und im Gaumen entwickelt, und zwar mehr als Erwachsene. Es kann bereits schmecken, was du isst. Sein Gewicht kommt in dieser Woche knapp 500 Gramm.

            Die 23. Schwangerschaftswoche

            Wenn dich jetzt häufiger Rückenschmerzen plagen, ist das kein Wunder! Durch das Schwangerschaftshormon Progesteron werden alle Bänder, Sehnen und Muskeln weicher, auch die in deinem Rücken. Zusätzlich wird dein Bauch immer größer und schwerer. Dies verändert deinen Körperschwerpunkt und lässt dich automatisch ins Hohlkreuz gehen. Hier hilft es, des Öfteren zu entspannen oder gezielt Rückenübungen zu machen. Auch der Beckenboden kann mit einfachen Übungen trainiert werden. So kannst du dem Risiko vorbeugen, nach der Geburt eine Beckenbodenschwäche zu entwickeln.

            Dein Baby misst jetzt ungefähr 30 cm. Es wird immer agiler und strampelt kräftigt mit den Beinen. Das bekommst auch du immer deutlicher zu spüren. Es trinkt immer mehr von dem Fruchtwasser und scheidet es über die Nieren und die Harnblase wieder aus.

            Die 24. Schwangerschaftswoche

            Viele Dinge, die vor der Schwangerschaft gar kein Problem darstellten, werden jetzt langsam zur Herausforderung. Ein anschauliches Beispiel sind etwa der Autositz und der Gurt, da die Gurtführung nicht unbedingt auf Kugelformen ausgelegt ist. Kleiner Tipp: Lege den Beckengurt möglichst tief zwischen Oberschenkel und deinem Bauch und ziehe den Gurt straff.

            Dein Baby entwickelt seinen Schlaf-Wach-Rhythmus. Es verbringt am Tag ungefähr 16-20 Stunden mit Schlafen. Die restliche Zeit lauscht es deiner Stimme, genießt das Auf- und Abwippen im Fruchtwasser oder schlägt Purzelbäume und strampelt fleißig mit den Beinen und Armen. Das Wachstum der Haut legt kräftig zu. Deshalb sieht dein Baby jetzt auch ein wenig runzelig aus. Noch fehlt die polsternde Fettschicht, die sich erst allmählich unter der Haut bildet.

            Die 25. Schwangerschaftswoche

            Sollte schon die zweite große Vorsorgeuntersuchung stattgefunden haben, wirst du festgestellt haben, dass noch einmal ein erneuter Antikörpersuchtest bei dir gemacht wurde. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, um sicherzugehen das du keine Unverträglichkeit entwickelt hast. Sollte der Rhesusfaktor bei dir nämlich negativ sein, könnte dein Körper gegen einen positiven Rhesusfaktor deines Kindes womöglich Antikörper entwickeln, die dein Kind in Gefahr bringen könnten.

            750 Gramm an Gewicht sind jetzt erreicht. Das Baby kann ab sofort seine Augen öffnen, da der Sehnerv vollständig entwickelt ist. Durch deine Bauchdecke kommt ungefähr nur etwa ein Prozent des Außenlichts an. Dennoch ist es im Inneren deines Körpers nicht komplett dunkel. Solltest du mit einer Taschenlampe auf deine Bauchdecke leuchten, wird dein Baby eventuell mit Bewegungen darauf reagieren.

            Die 26. Schwangerschaftswoche

            Bei einer Schwangerschaft regelt das Mutterschutzgesetz, welche Tätigkeiten du in deinem Job ausführen darfst und welche nicht. Sollte dein Arbeitgeber dies nicht so genau nehmen, kann dir dein behandelnder Gynäkologe ein Beschäftigungsverbot erteilen. Es gibt zwei Arten: das totale oder das partielle Beschäftigungsverbot. Bei Letzterem werden Einschränkungen für gewissen Tätigkeiten oder Zeiten ausgesprochen.

            Die Lunge reift immer weiter aus, und das Baby entwickelt zunehmend seine eigene Persönlichkeit. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich schon im Mutterleib herausstellt, ob dein Baby Linkshänder oder Rechtshänder wird.

            Die 27. Schwangerschaftswoche

            Wird das Finden der richtigen Schlafposition für dich immer beschwerlicher? Tipp: Nutze ein Stillkissen. Wenn du ohnehin mit dem Gedanken spielst, dir eines zum Stillen zuzulegen, solltest du es dir jetzt schon anschaffen. Es hilft dir, deinen Bauch in der Seitenlage abzustützen und so eine bequemere Schlafposition einzunehmen.

            Das Baby wiegt ungefähr 1000 Gramm und hat eine Länge von ca. 35 cm. Das alles sind Durchschnittswerte. Mach dir also keine Sorgen, wenn dein Baby etwas kleiner oder größer, leichter oder schwerer ist.

            In den Wachphasen beginnt dein Baby, sich richtig umzuschauen. Durch die Bauchdecke scheint ein wenig Licht, und alles im Mutterleib hat einen rötlichen Schimmer. Außerdem ist dein Baby ein richtiger Genießer, wenn es z. B. an seinem Daumen lutscht.

            Möchtest du erfahren, welche Entwicklung dein ungeborenes Baby im dritten Trimester macht und welche Tipps wir für dich im Endspurt deiner Schwangerschaft haben? Dann schau dir jetzt den Blogartikel „Woche für Woche: Das dritte Trimester – Dein Schwangerschaftskalender“ an.

            Viel Spass!