Schlafregression Baby: Was steckt hinter den schwierigen Nächten?

Dein Baby hat schon durchgeschlafen oder nachts mehrere Stunden am Stück geschlafen – und wacht nun plötzlich wieder auf und verweigert den Mittagsschlaf? Gut möglich, dass es sich um eine Schlafregression handelt. Gemeint ist damit eine Periode des schlechten Schlafes beim Baby oder Kleinkind, die meist in den ersten zwei Lebensjahren auftritt. Und zwar mehrfach, besonders bekannt ist dabei die sogenannte 4-Monats-Schlafregression. Doch was steckt dahinter, wieso tritt eine Schlafregression bei deinem Baby überhaupt auf und gibt es etwas, was Eltern in dieser schwierigen Phase tun können? Wir haben die Antworten auf diese und viel mehr Fragen für dich in diesem Artikel zusammengefasst.  

Schlafregression baby

Was ist eine Schlafregression?  


Der Begriff Schlafregression beschreibt verschiedene Phasen im Lebens deines Babys, die etwa mit vier, acht, 12 und 18 Monaten auftreten können. In dieser Zeit schläft dein Baby auf einmal merklich schlechter als zuvor und das, obwohl es vielleicht schon durchgeschlafen hat. Sowohl das Einschlafen bereitet deinem Kind dann große Mühe, als auch der Nachtschlaf. Nachts wacht dein Baby dann mehrfach, manchmal sogar stündlich auf. Bis es wieder in den Schlaf findet, kann viel Zeit vergehen und der Schlafmangel wirkt sich auch auf euch Eltern aus. Und generell hat dein Baby in diesen Schlafregressionsphasen Probleme, zur Ruhe zu finden. Das kann für Eltern, aber auch für das Baby durchaus zermürbend werden. Die gute Nachricht ist jedoch: Die Schlafregression ist nur eine Schlechtschlafphase, kein Dauerzustand.


Kein Rückschritt, sondern Fortschritt


Da “Regression” übersetzt Rückschritt bedeutet, ist der Terminus eigentlich nicht ganz treffend. Zwar verschlechtert sich der Schlafrhythmus wieder. Doch in puncto Entwicklung macht dein Kind in diesen Schlafräuberphasen tatsächlich große Fortschritte. Die Schlafregression tritt meist mit einem enormen Wachstums- und Entwicklungsschub auf. Dein Kind erlernt neue motorische und kognitive Fähigkeiten – und zwar mehr, als es auf einmal aufnehmen kann. Die neu gelernten Informationen werden nämlich im Schlaf im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Zudem passiert es häufig, dass die Babys versuchen, die neu gelernten Bewegungen im Schlaf zu wiederholen und zu üben. Das alles äußert sich dann mitunter in veränderten Schlafgewohnheiten oder dein Baby hat sogar echte Schlafprobleme.


Woran erkennt man eine Schlafregression bei Babys?


Wenn das Baby plötzlich schlechter schläft, ist das kein Grund zur Sorge, sondern eher ein Zeichen dafür, dass sich dein Baby gut entwickelt. Wenn du aber unsicher bist, ob es sich gerade um eine Phase der Schlafregression handelt, check das Verhalten deines Kindes einmal auf diese drei typischen Anzeichen und Veränderungen: 


  • Die Einschlafbegleitung zieht sich tagsüber, aber auch abends in die Länge und dein Kind hat Probleme zur Ruhe zu kommen und in den Schlaf zu finden. Sollte dein Baby bereits die Fähigkeit entwickelt haben, alleine einschlafen zu können, hat sich dies nun vielleicht wieder geändert. Zudem sucht dein Baby mehr Nähe zu euch Eltern. 
  • Dein Kind schläft nicht mehr durch und wacht viel häufiger auf. So schläft es vielleicht nur noch 60 bis 90 Minuten am Stück. Auch der Mittagsschlaf fällt kürzer aus oder gar komplett weg. 
  • Dein Baby ist quengeliger und unleidlicher als du es von deinem Kleinen gewohnt bist und weint öfter. das ist die Folge des schlechten Schlafes


Wie lange dauert eine Episode der Schlafregression?


Tja, so einfach lässt sich das leider nicht beantworten. Denn auch hier gilt die alte Weisheit: Jedes Kind ist anders. Manche können schon nach ein paar Tagen wieder wunderbar schlummern, bei anderen dauert es etwas länger, bis sich das Gehirn an die Veränderungen im Körper gewöhnt hat. Zudem hängt die Dauer der Schlafregression auch vom Alter deines Kleinen ab. So fällt die Phase des schlechten Schlafes im Alter von vier Monaten deutlich kürzer aus – etwa zwei bis sechs Wochen – als alle weiteren Phasen. 


Behalte deswegen durchaus im Kopf, wann eine Schlafregression auftreten kann. Jedoch: Die Monatsangaben sind nur Richtwerte. Natürlich spielt die individuelle Entwicklung deines Kleinen maßgeblich mit ein. 


4-Monats-Schlafregression

  • Der erste Wachstumsschub steht an
  • Das Baby lernt, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen und umgekehrt und übt dies auch im Schlaf – Ein neues Schlafmuster entseht
  • Kinder verfeinern motorische Fähigkeiten, lernen zu Greifen, auch die orale Phase beginnt
  • Schlafphasen und Tiefschlafphasen werden allmählich länger, das ist ungewohnt für dein Baby – beim Übergang in die nächste Schlafphase könne dies die Gründe für die Schlafprobleme der Kleinen sein 

8-Monats-Schlafregression:

  • grobmotorische Fähigkeiten vertiefen sich, dein Baby lernt zu krabbeln und sich selbstständig hochzuziehen
  • es erkennt nun Tiere, Menschen und Dinge – und teilt diese in Kategorien ein
  • zudem erlernt dein Kind bestimmte Reihenfolgen und Muster im Tagesablauf
  • all das resultiert in schlechterem und unruhigen Schlaf

12-Monats-Schlafregression:

  • dein Kind lernt, Dinge in Verbindung zu setzen, beispielsweise Tierlaute zu machen, wenn sie in einem Buch abgebildet sind
  • möglicherweise stehen erste Laufversuche an, zudem krabbelt dein Baby nun aktiv und zieht sich selbständig hoch
  • dein Baby bekommt erste Zähnchen, was ebenfalls für einen schlechten Schlaf sorgt
  • zudem treten Trennungsängste auf, zum Beispiel bei der Eingewöhnung


18-Monats-Schlafregression

  • das Kleinkind lernt sich als Individuum zu betrachten und entwickelt ein Selbstverständnis
  • “Nein”-Phase beginnt, dein Kind erkennt, dass es einen eigenen Willen hat
  • der Wortschatz wird größer und dein Kind versteht nun viel, was du sagst
  • großer Entdeckungsdrang 
  • in dieser Phase treten die ersten Albträume im Leben deines Kindes auf



Schlafregression Baby: Was können Eltern tun? 


Die schlechte Nachricht vorab: Meist müssen Eltern und Baby die Phasen der Schlafregression vor allem durchstehen. Nach einigen Wochen tritt aber meist Besserung ein. Ein paar Dinge können zudem helfen. 


  1. Ein geregelter Tagesablauf: Natürlich kannst du nicht jeden Tag gleich gestalten. Dafür gibt’s meist zu viele Verantwortlichkeiten und To Do’s im Alltag. Wichtig sind aber gewisse Regelmäßigkeiten. Die gleichen Rituale am Morgen, die gleichen Schlafenszeiten und ein abendliches Einschlafritual – sei es mit einem Buch, Tragen oder Schlaflied. 
  2. Eine gesunde Schlafumgebung schaffen: Das hilft vor allem am Abend, um das Einschlafen zu erleichtern. Achte auf gedimmtes Licht, wie du dein Baby nachts anziehst und wie die Temperatur im Zimmer ist. Auf ablenkende Dinge im Bettchen, wie Kuscheltiere oder ein Mobile solltest du besser verzichten. 
  3. Nähe geben und Geduld haben: Denn in der Phase der Schlafregression braucht dein Baby zumeist einfach nur dich beziehungsweise euch als Eltern. Also kuschelt viel miteinander und trag dein Kind, wenn es danach verlangt. 
  4. Auf smarte Helferlein setzen: Gerade für den Tagschlaf ist die swing2sleep Federwiege ideal, um dein Kind rasch und sicher in den Schlaf zu wiegen. Und auch abends nutzen einige Eltern die swing2sleep mit ihren sanften Auf- und Abbewegungen, um das Kind zum Einschlafen zu bringen. Ist es dann im Tiefschlaf, kann dein Baby vorsichtig ins Bettchen umgelagert werden.

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Schlafentzug gleicht Folter, doch: Es wird besser


Wir wissen: Es kann enorm an den Nerven zerren, wenn die Schlafphasen deines Kindes wieder kurz sind und die Nächte wenig Erholung bringen. Die gute Nachricht ist aber, dass das alles wieder vorbeigehen wird. Solltest du bei extremer Erschöpfung das Gefühl haben, alles wächst dir über den Kopf, dann zögere nicht, dir Hilfe zu holen. Das ist niemals ein Zeichen von Schwäche, sondern stets von Selbstfürsorge.