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Vitamin D bei Babys

Anika Lemke

Warum überhaupt Vitamin D beim Baby?

Vielleicht hast auch du dir schon einmal die Frage gestellt, ob die Gabe von Vitamin D bei deinem Baby überhaupt notwendig ist oder nicht. Wir möchten dich in diesem Blogartikel informieren, warum dein Baby Vitamin D bekommen sollte, ob es besser ist Tabletten oder Tropfen zu geben, wie es mit den Nebenwirkungen aussieht, ob man Vitamin D überdosieren kann und ob es eventuell einen Zusammenhang gibt mit der Verabreichung von Vitamin D und dem Auftreten von Koliken bzw. Bauchschmerzen und Blähungen bei deinem Baby?

Eventuell hast du schon während der Schwangerschaft von deiner Hebamme oder deinem behandelnden Frauenarzt gehört, dass du deinem Baby nach der Geburt regelmäßig Vitamin D verabreichen sollst. Aber warum ist das eigentlich so? Was steckt dahinter? Bei einem Vitamin D Mangel können Babys wichtige Mineralstoffe (Calcium und Phosphate) nicht aufnehmen und so können Knochen nicht richtig wachsen und aushärten. Es kann zu einer Rachitis (starke Fehlbildungen, weiche, brüchige Knochen und schwere Stoffwechselstörungen) kommen.

Die Geschichte vom Vitamin D

Die Rachitis ist eine Vitamin D Mangelerkrankung, die noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts sehr gefürchtet war. Es erkrankten in den 30er Jahren, tausende von Kinder an einer Rachitis und das zum Teil sehr sehr schwer. Zum größten Teil wurde damals die Rachitis mit Lebertran behandelt, obwohl man noch gar nicht wusste, dass Lebertran viel Vitamin D enthält. Erst später erkannte man dies und auch das Vitamin D durch Sonnenlicht auf der Haut, im Körper gebildet wird. Seither setzt man mit großem Erfolg UV-Lampen ein, um die Rachitis zu therapieren. Ein anderer Grund für die Vitamin D Gabe bei Säuglingen ist es, schwere Knochenkrankheiten vorzubeugen. Zudem senkt Vitamin D deutlich das Risiko zahlreicher anderer Erkrankungen (z.B. Diabetes).

Da das Vitamin D im Körper zu einem Hormon umgewandelt wird, erfüllt es eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben. Nicht nur das es dazu beiträgt, unser Immunsystem positiv zu beeinflussen, nein, es steuert auch wichtige Funktionen des Herz-Kreislaufsystems und des Zellzykluses. Das sogenannte Sonnenvitamin sorgt zusätzlich für die Aufnahme von Phosphaten und für die Einspeisung von Calcium in unsere Knochen. Calcium und Phosphate sind zwei der wichtigsten Mineralstoffe und Hauptbestandteile unserer Knochen. Außerdem spielen Sie eine extrem wichtige Rolle für unseren Stoffwechsel.

Vitamin D und die Auswirkungen auf unseren Körper

  • Stärkung der Knochen
  • Kräftigung der Muskulatur
  • Zahnbildung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Vorbeugung an Diabetes Typ1 und Multiple Sklerose zu erkranken
  • Schutzfunktionen für die Nervenzellen im Gehirn
  • Positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem
  • Senkung des Blutdrucks
  • Verringerung von Gefäßerkrankungen
  • Vorbeugung vor Krebserkrankungen

Vitamin D Einnahme beim Baby, wenn ich voll Stille?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Vitamin D im Körper aufgenommen bzw. gebildet wird. Entweder über die Nahrungsaufnahme oder über direkte Sonneneinstrahlung. Meist enthält die Muttermilch nicht ausreichend Vitamin D, um den täglichen Bedarf des Babys zu decken. Natürlich hängt das immer auch vom Vitamin D Gehalt der stillenden Mutter ab. Der Vitamin D Bedarf bei Säuglingen liegt zwischen 400 IE und 500IE (IE= Internationale Einheiten). Allerdings weist meist die Muttermilch aufgrund mangelnder Vitamin D Versorgung der Mutter nur etwa 60 IE pro Liter auf.

Mutter stillt Baby

Natürlich kann die tägliche Einnahme von Vitamin D den Wert der stillenden Mutter erhöhen. Wie hoch die tägliche Supplementation der stillenden Mutter sein muss, um das Kind über die Muttermilch mit ausreichend Vitamin D zu versorgen, sollte von Fall zu Fall, mit dem behandelndem Arzt besprochen werden. Bei ungestillten Babys ist eine Supplementation von Vitamin D aber dringend zu empfehlen.

Direkte Sonneneinstrahlung scheidet aus 

Der zweite Weg wie Vitamin D im Körper gebildet wird, ist über die direkte Sonneneinstrahlung. Diese Form der Vitamin D Aufnahme scheidet bei Säuglingen aber aus, weil die Vitamin D Produktion erst anfängt, wenn eine Sonneneinstrahlung auf nackter Haut stattfindet. Dazu ist im Sommer ein unbekleidetes Baby ohne Sonnenschutz im Gesicht und auf dem Körper mehrere Stunden dem direkten Sonnenlicht auszusetzen, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Aber ganz klar, keine Mutter würde ihren Säugling über mehrere Stunden ohne Sonnenschutz der direkten Sonnen bzw. einer UV-Strahlung aussetzen, da dann mit starken Verbrennungen der Haut zu rechnen wäre.

Deshalb sind Babys nicht in der Lage während der Sommermonate einen indirekten Speicher von Vitamin D aufzubauen, so wie es bei Erwachsenen der Fall ist und auf den in den Wintermonaten der Körper zurückgreifen kann. Daher besteht bei Säuglingen und Babys eine erhöhte Gefahr, in einem schweren Vitamin D Mangel zu kommen.

Vitamin D als Tropfen oder Tabletten?

Es gibt zwei Optionen Babys Vitamin D zu verabreichen:

  1. Vitamin D Tabletten
  2. Flüssiges Vitamin D

Einige Mütter berichteten, dass sie beobachteten, das ein vermehrtes Weinen oder auch Schreien, nach der Vitamin D Tabletten Einnahme auftrat. Deshalb stellten wir uns die Frage, ob es da eventuell einen Zusammenhang gibt? Viele  Hebammen haben dies bei Säuglingen beobachtet und können das bestätigen. Aber warum ist das so? Vitamin D Tabletten enthalten oft Fluorid, das bei einigen Säuglingen zu Blähungen und Bauchschmerzen führt. Auch enthalten Vitamin D Tabletten den Trägerstoff Milcheiweiß. Säuglinge sind jedoch in der frühen Lebensphase noch nicht in der Lage, diesen richtig zu verstoffwechseln, weil ihnen das Enzym Laktase fehlt, um Milcheiweiß zu spalten. Es handelt sich hierbei nicht um eine Unverträglichkeit, sondern um die Vorgabe der Natur. Dann empfiehlt es sich auf flüssiges Vitamin D Öl zurückzugreifen, da Öle keine Zusatzstoffe aufweisen.

Gerade bei Blähungen, Bauchschmerzen und Koliken hilft unterstützend unsere swing2sleep Federwiege. Sie sorgt bei deinem Baby mit ihrer rhythmischen auf und ab Bewegung für Entspannung und Erholung, so können sich angesammelte Gase leichter lösen, die oft für die Beschwerden verantwortlich sind. Durch die Begrenzung, für die unser Schlafnetz sorgt, fühlt sich dein Baby sicher und geborgen ganz wie auf deinem Arm.  

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Vorsicht vor Überdosierung bei Vitamin D Tropfen

Nicht zu unterschätzen sind auch Vitamin D Überdosierungen, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Bei einer längerfristigen Überdosierung, wurden Symptomen wie Schwitzen, häufiges Wasserlassen, starkem Durst und Durchfall beobachtet. Bei sehr hohen Dosen über einen längeren Zeitraum kann es zu sehr ernsthaften Überdosierungssymptomen kommen.

  • Übelkeit.
  • Verstopfung
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Muskelschwäche sowie hartnäckige Schläfrigkeit.
  • Azotämie (erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut)

Wenn du die Gabe von Vitamin D Tropfen in Betracht ziehst, solltest du wissen, dass hier stets auf die richtige Dosierung geachtet werden muss. Eine Überdosierung ist hier schneller möglich als in Tablettenform. Die flüssigen Vitamin D Präparate werden als Tropfer angeboten. Hier enthält schon ein einziger Tropfen die Tagesdosis eines Säuglings. Teilweise ist auch das Antropfen etwas schwierig. Darum ist es ratsam den Tropfen nicht direkt in den Mund des Säuglings zu geben, sondern immer zuerst separat auf einen Löffel oder ihn auf deine Brustwarze zu träufeln. Selbst die Tropfengröße verhält sich bei unterschiedlichen Temperaturen verschieden. Bespreche dies bitte immer vorab gründlich mit dem zu behandelnden Kinderarzt und halte unbedingt den Lagerungshinweis ein.

Fazit:

Ärzte, Hebammen, Heilpraktiker und Gesundheitsexperten sind sich völlig einig: Vitamin D ist für Säuglinge absolut zu empfehlen. Eine gute Vitamin D Versorgung in den ersten Lebensjahren beugt nicht nur einer Rachitis vor, sondern sie senkt auch das Risiko anderer schwerer Erkrankungen. Dennoch sollten Eltern immer darauf achten, ob die Darreichungsform „Tablette mit Zusatzstoffen“ eventuell Auslöser für bestimmte Beschwerden, wie Blähungen und Bauchschmerzen beim Baby sein könnten. Dann empfiehlt es sich, nach Rücksprache mit dem behandelten Kinderarzt ggf. die Darreichungsform zu ändern oder als voll stillende Mutter selbst Vitamin D einzunehmen und das Vitamin D dann über die Muttermilch an das Baby weiterzugeben. Dies aber bitte immer mit Rücksprache des behandelnden Kinderarztes.


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