Schreibabys bringen uns an unsere Belastungsgrenze

Schreibabys bringen uns an unsere Belastungsgrenze
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Schreibabys bringen uns Eltern an unsere Belastungsgrenze

Es schreit und schreit und hört einfach nicht auf. Du wiegst dein schreiendes Baby, Du singst, und sprichst mit ihm und tröstest dein Baby – doch nichts hilft. Minutenlang, vielleicht sogar Stunden ist dein Kind nicht zu beruhigen.

Schreibabys bringen uns Eltern an unsere Belastungsgrenze.

-Besonders sensible Babys haben Probleme mit der Reizverarbeitung

-Mitunter schreien manche Kinder stundenlang  (so wie unsere Eileen)

-Wie gestresste Eltern mit den kleinen Schreihälsen umgehen können

Hat es Hunger?

Liegt es an den Koliken?

Will es getragen werden?

Ich habe mittlerweile festgestellt das es ja viele Erklärungsversuche fürs Dauerschreien von Babys gibt, nur wirkliche Hilfe ist das für uns als betroffene Eltern NICHT.

Säuglinge, die in den ersten drei Monaten ihres Lebens sehr viel schreien, werden in der Literatur als Schreibabys bezeichnet.(ganz toll)

Um das Problem zu definieren, gibt es die Dreierregel: Wenn ein Kind öfter als dreimal in der Woche drei Stunden täglich weint, und das über einen Zeitraum von drei Wochen, ist es ein „typisches“ Schreibaby.

Eine Erklärung, die uns als betroffene nicht wirklich hilft

Diese dreier Regel hilft uns aber nicht dabei, zu verstehen, warum manche Babys so schwer zu beruhigen sind – während andere die ersten drei Monate ihres Lebens nahezu verschlafen, wie unsere zweite Tochter Leonie. Früher beschrieb man dieses Phänomen als Dreimonatskoliken und ging davon aus, dass das Kind einfach Bauchweh hatte. Heute werden die Gründe sehr viel differenzierter betrachtet.

Wir sind einfach noch nicht fertig

Eines wissen wir ja, das wir Menschen als Babys nach einer 40-wöchigen Schwangerschaft im Vergleich zu anderen Säugetieren nahezu unfertig sind. Wir können unsere Arme und Beine nicht kontrollieren, sehen und hören schlecht und schaffen es gerade einmal, unser Köpfchen zu halten.

Das Gehirn ist noch nicht voll entwickelt, allein dieser Prozess dauert ja noch weitere 12 Wochen.

Ständige Überforderung – für Mutter und Baby

Weitere drei Monate im Mutterleib würden sicherlich so manchem Baby gut tun. Das Gehirn wäre völlig entwickelt, allerdings wäre eine natürliche Geburt dann unmöglich, und so ist die Evolution einen anderen Weg gegangen.

Dieser Theorie zufolge sind wir als Babys in den ersten Monaten unseres Lebens ständig überfordert.

Belastungsgrenze Schreibabys
Es schreit und schreit und hört einfach nicht auf. Du wiegst dein schreiendes Baby, Du singst, und sprichst mit ihm und tröstest dein Baby – doch nichts hilft

Da mir die definition Schreibaby nicht gefällt, bezeichne ich sie lieber als besonders sensibel

Unsere Schreibabys sind einfach besonders sensibel gegenüber allen neuen Eindrücken sowie Reizen, und dadurch fällt es ihnen schwerer als anderen Babies, ihre natürliche Abwehr einzuschalten.

Und dies nicht nur im außen, es gibt ja auch viele Reize im innern des Körpers. Bisher musste dein Baby weder Nahrung verdauen noch Trinken. Einige Babys schreien sogar während des Trinkens oder etwa eine Stunde nach dem Füttern. Das heißt, sie können sich kaum selbst beruhigen und einfach einschlafen.

Das führt zu folgendem Problem:

Zu viele Reize die nicht verarbeitet werden können

Licht, verschiedene Stimmen, vielleicht sogar noch ein Mobile über dem Bett – all diese Reize strömen auf Dein Baby ein und müssen erst einmal verarbeitet werden. Die meisten Babies haben einen ganz einfachen Abwehrmechanismus gegenüber diesen Einflüssen: Sie schlafen die meiste Zeit und sind maximal anderthalb Stunden am Stück wach. (wie unsere Leonie)

5 Tipps von mir

1. Sei bitte egoistisch

Bitte gib Dein Kind nicht jedem auf den  Arm, erst recht nicht abends. Es kann die Reize einfach nicht verarbeiten.Auch wenn es Dir noch so schwer fällt, ich weiß gerade am Anfang will jeder das Baby auf den Arm nehmen, nur dir ist damit nicht geholfen, Du/Ihr sitzt abends wieder da mit dem schreienden Baby.

2. Finde einen Rhythmus 

Einfach abends nicht ausgehen, keine Freunde besuchen, sondern dafür sorgen, dass Dein Baby immer zur GLEICHEN Zeit im Bett ist. Also nicht mal um 19:00, den nächsten Abend dann um 19:15 oder 18:45, nein immer genau zur gleichen Zeit !! Versuche dies wirklich diszipliniert umzusetzen. Dein Baby wird es dir danken.

3. Unterstützung suchen

Nimm bitte  auch die Unterstützung von Freunden und Familie an. Manchmal hilft es Dir schon  wenn Du  eine zwei- bis dreistündige Auszeit hast, um wieder zur Ruhe zu kommen. Wenn Du einen Partner hast, solltest Ihr darauf achten, dass IHR euch auch gegenseitig entlastet. Oftmals versucht bei einem Schreianfall einer von euch beiden, das Kind zu beruhigen, während der andere mit hilfreichen Tipps zur Seite steht – dabei entspannt jedoch niemand, am wenigsten das Baby.

4.Auszeit

Derjenige der sich gerade nicht um den schreienden Säugling kümmern muss, weil gerade der Partner dies tut. Verlasse den Raum und versuche zur Ruhe zu kommen. Du hast das Recht dazu und versuche die Auszeit auch zu genießen, vielleicht verlässt Du gleich ganz das Haus.

5. Wiegen

Im Mutterleib war Dein Kind ständig in Bewegung. Erst recht in den ersten drei Monaten kann es helfen, Dein Kind zu wiegen. Du vermittelst Deinem Baby dadurch ein sicheres Gefühl und ermöglichst ihm, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen.

 

11 Vorteile einer Federwiege


Mit dem eigenen Kind überfordert

Für uns Eltern ist eine derartige Schreiattacke eine Stresssituation. Wenn wir uns mit unserem eigenen Kind überfordert fühlen, sollten wir uns nicht lange mit Überlegungen darüber aufhalten, ob das Baby denn nun ein „typisches“ Schreibaby ist.

Du musst Dir Hilfe holen.

Das gilt vor allem dann, wenn Du spürst, dass Aggressionen gegenüber Deinem Baby aufkommen. Für diese Reaktion musst Du dich weder schämen noch entschuldigen, sie ist in einer andauernden Stresssituation völlig natürlich und kommt in uns einfach hoch.

Du musst Deine eigene Erschöpfung und Anspannung ernst nehmen. Wenn Du merkst das Du die Kontrolle verlierst, solltest Du dir unbedingt Hilfe holen. Studien haben gezeigt, dass Schreibabys ein erhöhtes Risiko haben, ein Schütteltrauma zu erleiden. Damit bezeichnet man lebensbedrohliche Verletzungen, die einem Säugling zugefügt werden, wenn er geschüttelt oder geschlagen wird.

Auch ich war so manches mal kurz davor mein Schreibaby zu schütteln, nur ein ganz kleiner Funken Verstand hat mir gesagt, lege das Baby ins Bett und verlasse das Zimmer, gehe Spazieren Du kannst hier eh nichts ausrichten.

Es gab zu der Zeit leider keine Schreiambulanzen und im Internet war auch noch nichts darüber vorhanden. Der einzige TOP TIPP war damals, gib deinem Kind doch mal ein paar Schmelzflocken, es ist bestimmt nicht satt. ( Das hat suuuper geholfen ;-))

Wir haben damals als erstes einen Osteopathen aufgesucht, diese bieten das Lösen von Blockaden bei Schreibabys an, das empfehle ich Dir auf jeden FALL!
Unter http://www.osteopathen.org findest Du eine Liste von Osteopathen.

Nutze die Möglichkeiten die es heutzutage gibt wie z.B. eine Schreiambulanz oder unsere Federwiege swing2sleep

 

 

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