Was ist eigentlich der Moro Reflex?

Was ist eigentlich der Moro Reflex?
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Was ist eigentlich der Moro Reflex?

Unter dem Moro Reflex versteht man einen frühkindlichen Überlebens-Reflex, der nach dem Arzt Moro benannt wurde. Es handelt sich dabei um einen Reflex des Babys, der dann auftritt, wenn es sich in einer bedrohlichen Situation befindet. Genau dadurch wird er nämlich auch ausgelöst. Der Mund des Babys öffnet sich, es atmet deutlich hörbar ein und bewegt zugleich die Arme aufwärts weg vom Körper. Die Hände sind zuerst offen, die Fingerchen ganz gestreckt. Danach atmet das Kind aus und legt dabei die Arme wieder an den Körper an und ballt die Hände zu Fäustchen. Das Ein- und Ausatmen hört sich fast ein bisschen an wie ein Seufzer.

Was ist der Moro Reflex

Diese ganzen Bewegungsabläufe passieren sehr schnell und es wird dem Baby dadurch ermöglicht, tief einzuatmen, bevor es möglicherweise erstickt. Das Hochziehen der Ärmchen wird dadurch plausibel, dass das Baby sich früher bei Gefahr besser bei der Mutter am Körper oder auch an den Haaren festhalten konnte. Deswegen nennt man ihn auch den „Klammerreflex“. Im Übrigen tritt der Moro Reflex nicht nur beim Menschen, sondern auch bei anderen Primaten und auch bei einigen Säugetieren auf, vor allem aber bei Traglingen. Das sind Säugetiere, die am Leib der Mutter getragen werden.

Auf jeden Fall ist der Moro Reflex ein lebenswichtiger Reflex des Babys. Der Kinderarzt wird bei einer der ersten U-Untersuchungen testen, ob dieser Reflex bei deinem Baby auch wirklich vorhanden ist. Dafür wird das Baby, fest mit den Händen umklammert, kurz nach hinten fallen gelassen.

Etwas einfacher ausgedrückt kann man den Reflex auch so beschreiben, dass das Baby zusammenzuckt und die Arme in die Luft reißt.

Wie wird dieser Reflex ausgelöst?

Der Moro Reflex heißt unter anderem auch Schreck-Reflex und wird zum einen, wie oben beschrieben, ausgelöst, wenn sich das Baby erschrickt. Beispielsweise wenn es Angst hat, zu fallen. Es kann aber auch durch Geräusche oder andere Störfaktoren ausgelöst werden. Auch beim Übergang von einer REM Phase in eine Tiefschlafphase kann der Moro Reflex ausgelöst werden. Für die Mutter sieht das dann aus, wie wenn ihr Baby im Schlaf zuckt.

Bis zu welchem Alter bleibt der Moro Reflex erhalten?

Normalerweise etwa bis zum 2.-4. Lebensmonat, danach wird der Reflex durch einen andern abgelöst, nämlich durch das ganz normale Erschrecken, wie wir es auch von Erwachsenen kennen. Bei einigen wenigen Kindern bleibt der Moro Reflex allerdings noch etwas länger erhalten.

Wenn der Moro Reflex beim Schlafen hindert

Gerade schreckhafte Babys haben oftmals Probleme mit dem Schlafen und zwar deswegen, weil sie durch den im Schlaf ausgelösten Moro Reflex immer wieder von ihren eigenen Bewegungen aufgeweckt werden. Das Baby ist sich nämlich in diesem Alter schlichtweg nicht darüber im Klaren, dass die neben seinem Körper fuchtelnden Arme zu ihm gehören! Flatterhafte Bewegungen neben dem Gesicht sind für kleine Babys aber in jedem Fall bedrohlich. Es wacht also erstens auf und zweitens erschrickt es sich. Die Folge: es schreit. An Schlaf ist also nicht mehr zu denken. Bei nicht wenigen Babys wiederholt sich dieses Spielchen immer wieder, was nicht nur dem Baby, sondern auch euch Eltern den Schlaf rauben kann.

Was hilft bei Schlafproblemen, die durch den Moro Reflex ausgelöst werden?

In dem Fall kann es sehr hilfreich sein, das Kind mitsamt seiner Ärmchen fest in eine Decke einzuwickeln. Man nennt dies auch Pucken. Es ist nämlich bekannt, dass Babys ruhiger schlafen, wenn sie ganz eng und kuschelig in eine Decke eingewickelt werden. So reißt sie auf jeden Fall schon mal kein Moro Reflex aus ihren tiefsten Träumen. Zudem fühlen sie sich einfach rundum kuschelig und geborgen.

Ebenfalls hilfreich ist das Schlafen in einer Federwiege. Man hat nämlich festgestellt, dass der Moro Reflex nicht nur seltener ausgelöst wird, wenn die Babys eng eingekuschelt sind, sondern auch, wenn sie umher getragen oder geschaukelt werden. In einer Babywiege ist beides der Fall. Baby liegt schön eng, außerdem wird es sanft auf- und ab geschaukelt.

Das heißt sowohl durch das Pucken als auch durch das Schlafen in einer Wiege kann der Moro Reflex sozusagen relativiert werden. Die dafür verantwortlichen Bewegungsabläufe werden dadurch nämlich einfach vermieden, was beim Baby letztendlich für einen ruhigen Schlaf sorgt. Es gleitet, ganz ohne zu erschrecken, von der Leicht- in die Tiefschlafphase und kann somit in einen viel tieferen und erholsamen Schlaf abtauchen.

Pucken und Hängewiege für tiefes, entspanntes Schlummern

Genau deswegen wird auch in vielen Naturvölkern schon seit Jahrhunderten gepuckt. Was für ein Baby gut ist, muss aber nicht für alle Babys gut sein. Sollte euer Baby aber tatsächlich schlecht schlafen oder extrem schreckhaft sein, ist das Pucken genauso wie das Schlafen in einer Federwiege  in jedem Fall eine Überlegung wert.

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Herzliche Grüße Deine Kerstin von swing2sleep

swing2sleep – Baby schläft in Sekunden, Mama hat Ruhe für Stunden – die automatische Federwiege

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