High need? ADHS? Wo ist eigentlich der Unterschied?

High need? ADHS? Wo ist eigentlich der Unterschied?
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High need? ADHS? Wo ist eigentlich der Unterschied?

High need Baby – vermutlich hast du noch nicht allzu viel darüber gehört und kannst mit dem Begriff zuerst mal überhaupt nichts anfangen. Den meisten ist dieser Begriff nämlich tatsächlich unbekannt. Wenn du aber ein Baby hast, was viel schreit, wirst du einige seiner Charaktereigenschaften möglicherweise wiedererkennen, wenn du dich über so genannte Highs need Babys besser informierst.

Was genau sind High need Babys und was brauchen sie?

Im Grunde genommen ist es selbtserklärend. High need Babys haben, genau wie man es dem Namen schon entnehmen kann, enorm hohe Bedürfnisse. Sie geben sich nicht wie andere Babys mit Herumtragen oder Singen zufrieden – sie brauchen immer noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung ihrer Eltern als üblich. Dass das ganz schön anstrengend sein kann, versteht sich von selber.

High need Babys unterscheiden sich insofern von anderen Babys, als dass sie besonders oft gestillt werden wollen, häufig unzufrieden sind und quengeln. Trennungen fallen ihnen extrem schwer, sie beruhigen sich nicht von alleine und wachen oft auf. Hinzu kommt, dass sie einfach generell sehr sensibel sind und auf jegliche Veränderung sofort reagieren. High need Babys werden verständlicherweise von ihren Eltern als sehr anstrengend und fordernd empfunden.

Zwar haben alle Babys ihre Grundbedürfnisse wie essen, schlafen, getragen werden und Nähe, bei High need Babys übersteigt dies aber deutlich als „normale“ Maß. Wichtig: Es handelt sich dabei um keine Krankheit, sondern nur um eine ganz spezielle Persönlichkeit. Diese kleinen Menschenbabys zeichnen sich aus durch eine fordernde und starke Persönlichkeit.

Insofern bleibt betroffenen Eltern eigentlich fast nichts anderes übrig, als zu versuchen, ihr Baby noch besser zu verstehen und diesbezüglich optimal auf seine Bedürfnisse einzugehen. Und ja – das ist anstrengend, keine Frage.

Bleiben diese Bedürfnisse bestehen?

Naheliegend ist die Frage, die sich hier auftut: gibt es nur High need Babys oder bleiben diese Charaktereigenschaften womöglich noch etwas länger erhalten? Beides trifft in gewisser Weise zu. Ein High need Baby wird sicherlich nicht von heute auf morgen zu einem völlig unkomplizierten Kleinkind. In der Regel ist es so, dass einige der Charaktereigenschaften verschwinden, andere hingegen bleiben oder werden sogar noch stärker ausgeprägt. Ein High need Baby bleibt aber in der Regel auch als Kleinkind und Kind sehr willensstark. Einfacher wird es allerdings dann, wenn das Kind anfängt zu sprechen, da es dann endlich seinen Willen auch äußern und sich mitteilen kann, während die Eltern, solange es noch Baby ist, permanent rätseln müssen, wo der Schuh nun schon wieder drückt.

Hat das etwas mit ADHS zu tun?

ADHS, das ist vermutlich allen Eltern ein Begriff. Und verständlicherweise haben die meisten Eltern auch ein wenig Angst vor der Diagnose ADHS, da die weit verbreitete Meinung hierzu ist, dass diese Kinder ganz besonders anstrengend wären und gewisse Schwierigkeiten im Leben haben. Wird möglicherweise aus einem High need Baby später ein ADHS Kind?

Es gibt bei ADHS und High need tatsächlich einige Überschneidungen. Die Symptome sind hier nämlich ganz ähnlich: das Kind lässt sich permanent ablenken, kann sich nicht konzentrieren, hat Probleme damit, seine Aufmerksamkeit auf irgendetwas Konkretes zu richten, wirkt immer getrieben und in Bewegung, kann nicht warten, wenn es etwas sagen will und tut sich vor allem im Kindergarten oder in der Schule schwer damit, irgendwelche Aufgaben zu erledigen, bei denen man sich geistig anstrengen muss. Außerdem fallen ADHS Kinder dadurch auf, dass sie permanent zappen und unruhig sind – Stillsitzen? Fehlanzeige.

Gibt es einen Unterschied?

Die Gemeinsamkeit ist auf den ersten Blick erkennbar. Es handelt sich beide Male um ein Kind, welches ein Extremverhalten an den Tag legt. Dennoch muss man sich klarmachen, dass der Grat zwischen „normal“ und „unnormal“ recht schmal ist. Ab wann ist es denn eigentlich unnormal, wenn ein Kind immer stört und herumhampelt? Ist es das überhaupt? Denn schließlich sind kleine Kinder ja nicht gerade bekannt dafür, stillhalten und stillsitzen zu können. Und das sollen sie ja auch gar nicht.

Letzten Endes muss die Diagnose ADHS ohnehin von einem erfahrenen Experten gestellt werden. Ein Kinderarzt, welcher damit keine Erfahrung hat, ist in der Regel nicht fähig dazu – es bedarf hierfür eines Psychologen, eines Psychiaters oder aber eines Kinderarztes, der sich auf diesem Gebiet weitergebildet oder spezialisiert hat. Dass die Anzahl der betroffenen Kinder in den letzten Jahren immer mehr zunimmt, lässt einen etwas ratlos zurück. Haben diese Kinder tatsächlich alle ADHS oder macht es sich der eine oder andre Arzt womöglich doch etwas leicht und steckt ein Kind, was nicht ganz in den Rahmen passt, damit einfach in eine Schublade?

Tatsache ist, dass ein Kind mit ADHS und ein High need Baby ganz anders behandelt werden. Letzteres braucht viel Verständnis und Nähe und vor allem: geduldige Eltern. Das braucht ein ADHS Kind zwar auch – manchmal sehen die Ärzte hier aber die Notwendigkeit einer Medikamentengabe. Das allerdings ist wieder ein ganz anderes Thema.

Ob dein High need Baby also, wenn es größer wird, wirklich ADHS bekommt, lässt sich nicht vorhersehen.

Mal ganz davon abgesehen gibt es auch viele Abstufungen von ADHS. Nicht jedes Kind, was viel herumzappelt, leidet an ADHS. Es müssen schon mehrere Faktoren auftreten, damit der Arzt dies diagnostizieren kann. Immerhin sind kleine Kinder keine kleinen Erwachsenen, die immer folgen und parieren müssen. Nicht jedes Kind, welches irgendwie von der Norm abweicht, hat gleich ADHS.

Das Thema High need Baby und ADHS ist also ein wenig komplexer, als dass man sofort auf alle Fragen Antworten finden könnte. Jedes Kind ist anders – und wenn euer Kind nun mal durch Charaktereigenschaften wie einen besonders starken Willen hervorsticht, dann lässt sich das nicht ändern. Im Gegenteil – sicher hat dies auch den einen oder andere Vorteil. Egal, ob ADHS oder High need Baby – jedes Kind braucht Eltern, die es lieben, so wie es ist und es auf seinem Lebensweg optimal unterstützen. Dafür Hilfe von außen anzunehmen, wenn ihr nicht weiter wisst, ist übrigens nicht peinlich und auch nicht verwerflich.

High need – Babys mit besonderen Bedürfnissen

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