magazin

Träumen Babys? Alles über Babys Schlaf

Maik Schwede

Macht ihr das auch so gerne? Euer Baby gefühlt stundenlang dabei beobachten, wie es schläft? Das geht wohl allen Eltern so. Es ist einfach etwas Wunderschönes, Baby beim Schlafen zuzuschauen: Es lächelt, runzelt die Stirn, zuckt mit den Ärmchen und schneidet richtige Grimassen 

In diesem Zusammenhang fragen sich vermutlich alle Eltern: Träumt unser Baby eigentlich? Träumt es genauso wie wir Erwachsenen es tun oder träumen Babys im Gegensatz zu uns überhaupt nicht? 

Drei Babys schlafen und träumen

Woran erkennt man es, wenn das Baby träumt? 

Babys haben mehr Traumphasen als Erwachsene 

In jedem Fall träumen Babys, darüber ist sich die Wissenschafeinig - worüber, das wird wohl immer ihr großes Geheimnis bleiben 

Ziemlich sicher kann man sagen, dass Babys mehr Traumphasen haben als Erwachsene. Das liegt daran, dass Babys etwa 50% ihres Schlafs in der REM Phase verbringen, Erwachsene hingegen nur 20%. Vor allem in der so genannten REM Phase treten Träume auf.  

Babys träumen sogar schon vor der Geburt 

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass Babys sogar bereits vor der Geburt zu träumen scheinen. Denn schon in der Schwangerschaft, etwa ab dem 6. oder 7. Monat, kommt es bei einem Kind zu den REM Phasen während des Schlafs 

Allerdings haben Wissenschaftler festgestellt, dass Ungeborene zwar träumen, es dabei aber keine fassbaren Inhalte gibt.  

Woran erkennt man, dass das Baby träumt? 

Vielleicht fragt ihr euch, woran ihr es erkennen könnt, wenn euer Baby tatsächlich träumt. Es ist gar nicht schwierig: Die REM Phase und die Non REM Phase kann man nämlich recht gut voneinander unterschieden. Während der traumlosen Non REM Phase atmet das Baby stetig, fest und regelmäßig. Manchmal wird dieser Schlaf nur durch leichte Seufzer unterbrochen. Es liegt völlig ruhig da und macht höchstens mit dem Mund leichte Saugbewegungen; es kann auch passieren, dass es mal kurz zusammenzuckt. In dieser Phase träumt das Baby nicht.  

In der REM Phase hingegen bewegen sich die Augen unter den Lidern hin und her. Auch hier liegt das Baby still und zuckt manchmal. Es kann dabei aber sein, das es eher unregelmäßig atmet. Bingo: genau dies ist die Zeit, zu der euer Baby vermutlich träumtEs macht verstärkt Geräusche, es brabbelt, kichert manchmal leise oder seufzt öfter mal.  

Traumphasen werden weniger 

Wird euer Baby ein Jahr alt, werden die Traumphasen – also die REM Phase- nach und nach abnehmen und somit ruhiger schlafen und weniger träumen. Sein Schlaf gleicht sich mehr und mehr dem von uns Erwachsenen an.  

Träumen ist für Babys ist wichtig 

Was viele nicht wissen: Es ist extrem wichtig, das Babys träumen. Denn dadurch verarbeiten sie alle neuen Eindrücke, die sie in den wachen Stunden erleben. In dieser Ruhephase kann sich das Hirn sogar rasant weiterentwickeln. Es entstehen dabei neue Verknüpfungen von Gehirnzellen, so dass man mit Recht behaupten kann, euer Baby lernt über Nacht – vielmehr: es lernt im Schlaf. Es ist also wahrlich kein Grund zur Sorge, wenn euer Baby nachts eheunruhig schläft – ganz im Gegenteil: das ist normal und auch gut so.  

Wovon träumen Babys?  

Hier können nur Vermutungen angestellt werden: Dass Babys, genau wie wir Erwachsenen, im Traum das verarbeiten, was sie tagsüber erleben, ist anzunehmen - zum Beispiel vom letzten Stillen, vom Kuscheln mit der Mama oder vom letzten Bad. Dabei weiß man, dass Babys und auch Kleinkinder noch keine so komplexen Geschichten träumen wie wir Erwachsene. Sie träumen vielmehr einzelne Plots oder auch nur Standbilder. Das ist nicht verwunderlich, schließlich fehlt Babys noch das Verständnis für Zusammenhänge und eine Komplexität der Gedankenwege. Es geht bei ihren Träumen also vermutlich mehr um GesehenesGehörtes, Gerochenes oder Empfundenes, um Bilder, Stimmungen und Atmosphären 

Ungeborene hingegen träumen möglicherweise von einem unbekannten Geräusch, was sie im Mutterleib wahrnehmen könnten.  

Können Babys auch schon Albträume haben? 

Mache Eltern haben das Gefühl, dass ihr Kind möglicherweise etwas Schlechtes träumen könnte. Kann das tatsächlich bei einem Baby schon der Fall sein? Normalerweise nicht. Die Schlafforschung ist der Meinung, dass Albträume erst dann auftreten, wenn es zu Stress oder traumatischen Erlebnissen kommt. Damit allerdings sind Babys in der Regel ja noch gar nicht konfrontiert. Man kann also nicht mit Sicherheit sagen, ob Babys Albträume haben, man geht aber davon aus, dass dem nicht so ist.  

Die Zeit, in der Albträume auftreten, liegt eher zwischen dem 2. und dem 4. Lebensjahr. Denn gerade in diesem Alter sind die Kinder sehr vielfältigen Eindrücken ausgesetzt und die kognitive Entwicklung schreitet voran. Sie nehmen Geschehen um sich herum bewusster auf und sind schon im Kindergarten, was bedeutet, dass sie auch verschiedene Eindrücke verarbeiten müssen.  

Den Schlaf des Kindes besser organisieren 

Kein Kind kommt auf die Welt und bringt gleich einen perfekten Schlafrhythmus mit – das wäre zwar sicher der Wunsch aller Eltern, bleibt aber leider unerfüllt. Babys müssen Schlafen erst lernen. Kein Wunder, konnten sie doch im Mutterleib schlafen und wach sein, wann immer sie wollten. Von einem Rhythmus kann man daher bei einem Neugeborenen beim besten Willen noch nicht sprechen. Es kommt erst nach und nach, dass das Baby langsam eine Art Wach-Schlaf Rhythmus entwickelt. Ihr als Eltern könnt euer Kind dabei aber zumindest ein bisschen unterstützen. Das geht in der Regel allerdings erst ab einem Alter von etwa 3 Monaten 

Vor allem die Sache mit dem Mittagsschlaf ist (mit) ausschlaggebend dafür, wie euer Baby nachts schläft. Das gilt zwar für kleinere Babys noch nicht, ist euer Nachwuchs aber etwa ein halbes Jahr alt, könnt ihr hier möglicherweise ein bisschen „nachhelfen“. 

Tagsüber schlafen oder nachts? 

Das langfristige Ziel sollte natürlich sein, dass euer Baby irgendwann mal tagsüber nur noch zwei- oder einmal schläft, dafür nachts aber mehrere Stunden am Stück. Ihr müsst euch allerdings langsam in diese Richtung vortasten.  

Ein Baby von etwa 3 Monaten wird automatisch tagsüber immer seltener schlafen und nachts dafür mehr. Meistens schläft es jetzt bereits nachts doppelt so viel wie tagsüber. Das ist doch schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung, oder? 

Der nächste Schritt kommt dann mit etwa 6 MonatenNormalerweise werden jetzt die Vormittags- und Nachmittagsschläfchen länger, dafür schläft das Kind aber nicht mehrere Male über den Tag verteilt. Dafür wird es jetzt möglicherweise nachts schon 10 oder 11 Stunden schlafen, wenn auch nicht am Stück 

Ist euer Baby dann ein Jahr alt, kann es sein, dass sich die zwei Schläfchen, die es bislang über den Tag verteilt machte, auf einen Mittagsschlaf reduzieren. Der allerdings kann dann mitunter ganz schon lange ausfallen: bis zu drei Stunden, je nach Kind und je nach Dauer des Nachtschlafs 

Wie kann man den Schlaf des Babys mit-organisieren? 

Ihr werdet sicher irgendwann mal feststellen, dass euer Kind, wenn es nachmittags noch recht spät schläft, abends dann einfach nicht ins Bett will oder in den Schlaf findet. Das ist ja auch logisch: das Nickerchen am Nachmittag wirkt sich auf den Nachtschlaf nicht gerade förderlich aus. Während dies bei einem Kind von einem halben Jahr meist weniger ein Problem ist, kann es bei einem Einjährigen schon massiv den Nachtschlaf beeinflussen 

Deswegen ist es unbedingt sinnvoll, dass euer Nachwuchs vor dem abendlichen Ins-Bett-gehen mindestens vier Stunden lang wach war. Schläft es also um 17 Uhr nochmal für eine Stunde ein, könnte es mit dem Nachtschlaf um 20 Uhr ziemlich eng werden.  

Das kennen vermutlich alle Eltern: Baby schläft - zum Beispiel während des Autofahrens – am späten Nachmittag nochmal ein und ist dann nicht wirklich wachzubekommen. Wacht es dann ein oder zwei Stunden später auf, ist es ausgeruht und quietschfidel. Wie soll es dann bitteschön zwei Stunden darauf wieder ins Bett gehen, um eine ganze Nacht lang zu schlafen? Das funktioniert in der Regel nicht. An ein Schlafengehen vor Mitternacht ist dann häufig nicht einmal zu denken – was für euch Eltern ziemlich anstrengend sein kann. 

Ihr solltet deswegen, wenn irgend möglich, darauf achten, dass das letzte Nickerchen eures Kindes nicht zu spät stattfindetAnsonsten könntet ihr versuchen, es wachzuhalten, was manchmal allerdings auch ganz schön schwierig sein kann.  

Auch im Zusammenhang mit den Träumen gibt es einen wichtigen Tipp, der Babys vielleicht das nächtliche Schlafen erleichtern könnte: am besten ist es, euer Baby ist nur tagsüber verschiedenen Reizen ausgesetzt und nicht nachts. Denn Reize nachts könnten dazu führen, dass das Baby sich, wenn es dann schläft, unruhiger verhält, weil es jede Menge träumt. Gibt es nachts hingegen keine Reize, wird euer Baby sich möglicherweise im Schlaf ruhiger verhalten und auch schneller lernen, durchzuschlafen.  

 Die Federwiege von swing2sleep, fördert nicht nur das Einschlafen eures Babys, sondern auch die für euer Baby so wichtigen Tiefschlafphasen. In denen verarbeitet es, die am Tag erlebten Eindrücke. 

Logo swing2sleep

Das Team von swing2sleep wünscht angenehme Träume und einen erholsamen Schlaf.


Tags



Älterer Post Neuerer Post



Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen