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Smartphone Sucht: Wenn Eltern immer auf ihr Handy schauen

Maik Schwede

Smartphone Sucht: Nur mal eben nachschauen…

schwarzes Smartphone

Zugegebenermaßen ist es etwas ganz Alltägliches und Normales geworden: Man schaut in regelmäßigen Abständen auf das Smartphone. Ist vielleicht eine WhatsApp Nachricht gekommen? Ein Anruf? Zwischendurch ein ganz kurzer Blick auf die Emails. Eine Recherche bei Google. Jeder von uns kennt das wahrscheinlich nur zu gut. Stundenlang ohne Handy ist für viele schon gar nicht mehr vorstellbar. Schließlich muss man informiert sein, man muss erreichbar sein und jede x-beliebige Info, die man braucht, bekommt man im Handumdrehen bei Google. Die Öffnungszeit der Bücherei genauso wie das Wetter oder die Uhrzeit.  

Nur: Wie hlen sich unsere Kinder eigentlich dabei, wenn Mama und Papa immer wieder auf das Handy schauen? 

Und zack, hat man das Smartphone mal wieder in der Hand

Dabei will man ja eigentlich seinem Kind ein gutes Vorbild sein, denn wer chte schon Kinder haben, die süchtig nach ihrem Smartphone sind und sich nicht anders zu beschäftigen wissen?  

Dennoch können es die Wenigsten von uns ganz bleiben lassen, den Blick aufs Handy, auch dann nicht, wenn der Nachwuchs gerade dabei ist.  

Für das Familienleben oder das Zusammensein mit einem Baby oder Kleinkind kann das aber fatale Folgen haben. Kinder sind schließlich nicht dumm und merken es ganz schnell, wenn sie immer nur die zweite Geige spielen, wenn dem Smartphone immer die ganze Aufmerksamkeit gilt und Mama oder Papa ihnen nur halbherzig zuschauen oder zuhören. Sie fühlen sich regelrecht im Stich gelassen, weniger ernst genommen und das hat zur Folge, dass sich Kinderderen Eltern sich übermäßig oft dem Handy widmen, mit ihren Eltern weniger verbunden fühlen. Und umgekehrt! Wer also dauernd online ist, hat möglicherweise einen schlechteren Draht zu seinem Nachwuchs.  

Die Aufmerksamkeit mit dem Handy teilen? 

Klar, dass Kinder die Aufmerksamkeit von Mama und Papa nur ungerne mit dem Smartphone teilen wollen. Sie fragen etwas, wollen Mama oder Papa etwas zeigen, sie wollen mit ihnen durch Blicke oder Lachen in Interaktion treten. Die Reaktion? Moment, ich kann gerade nicht, gleich bin ich soweit. Was hast du gesagt?“ Ganz klar, dass dabei nicht nur die Wertschätzung dem Kind gegenüber auf der Strecke bleibt 

Ganz egal, ob es sich noch um ein Baby, um ein Kleinkind oder um ein größereKind handelt: es wird merken, dass die Aufmerksamkeit von den Eltern nicht ihnen gilt, sondern dem Smartphone. Immer mit diesem zu konkurrieren, das kann hart sein. Babys wollen mit ihren Eltern, wenn sie noch nicht sprechen können, wortlos kommunizieren. Das geht aber natürlich nicht, wenn der Blick der Großen wie gebannt auf dem Smartphone Bildschirm haftet.  

Kinder brauchen vielmehr Resonanz von ihren Eltern, die ihnen beweist, dass sie ernst genommen werden, die ihnen Selbstbewusstsein gibt und aus der sie Anerkennung erfahren. Wenn Eltern ihren Nachwuchs immer und immer wieder vertrösten „Gleich, ich muss nur noch ganz kurz…“ dann heißt das für das Kind im Klartext: „Ich bin nicht so wichtig, der Blick auf das Handy ist viel wichtiger“. Klar, dass dies eine sehr fatale Erkenntnis ist.  

Was lernen Kinder daraus? 

Sie lernen vor allen Dingen dabei keinen sinnvollen Umgang mit den Mediensondern werden diese später vermutlich ebenfalls exzessiv nutzen. Was dann ja auch nicht weiterhin verwunderlich ist 

Viele Kinder nutzen es aber auch regelrecht aus, wenn Mama und Papa permanent abgelenkt sind und ohnehin nicht hinschauen. Sie verhalten sich dann nämlich riskanter und tun Dinge, die sie sonst nicht tun würden - logo, wenn keiner wirklich auf sie acht gibt. Sie testen dann, wie weit sie gehen können, ohne dass es bemerkt wird.  

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Zahl der Unfälle im Freien vervielfacht hat. Warum? Ganz einfach: Weil die Aufsichtspersonen, also Mutter oder Vater, möglicherweise auch Babysitter oder Tante, Onkel, wer auch immer, durch ihr Handy abgelenkt waren und es somit nicht mitbekommen, dass das Kind sich in einer Gefahrensituation befindet. Auch das ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass Eltern zu bestimmten Zeiten auf das Handy verzichten sollten.  

Was ist die Konsequenz daraus? 

Sollen Eltern ihr Smartphone also lieber links liegen lassen, wenn sie mit den Kindern unterwegs sind oder zuhause mit ihrem Nachwuchs spielen? Nicht unbedingt. Aber wenn möglichist es natürlich besser für beide Parteien. Das Handy ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken, also ist es auch nicht sinnvoll, es komplett aus dem Alltag oder Leben zu verbannen. Ganz davon abgesehen, dass das für die meisten gar nicht so einfach machbar ist.  

Vielmehr sollten Eltern herausfinden, wie der optimale Umgang mit dem Smartphone aussieht. Die Dosis macht bekanntlich das Gift. Es sollte eine Balance herrschen zwischen einer gesunden Nutzung des Handys und Auszeiten. Kinder werden es ihren Eltern auf jeden Fall danken, wenn es Zeiten gibt, zu denen sie die uneingeschränkte Aufmerksamkeit ihrer Eltern genießen dürfen und können.  

Die Dosis macht das Gift 

Was spricht aber dagegen, wenn das Baby friedlich in der swing2sleep seinen Mittagsschlaf hält, sanft und kontinuierlich geschaukelt wird, sich durch die Begrenzung rundum geborgen fühlt und wir diese kurze Zeit einmal für uns nutzen, in der wir auch einmal die Füße hochlegen und etwas entspannen? Sei es ein kleines Schläfchen, eine Folge unserer Lieblingsserie auf Netflix oder der Blick auf das Handy.

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