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Interessante Fragen und Antworten zur Säuglingspflege

Anika Lemke

Kurz nach der Geburt treten bei frischgebackenen Eltern oft viele Fragen auf: „Wie oft darf ich mein Baby baden? Was kann ich tun, wenn unser Neugeborenes einen wunden Popo hat? Was brauchen wir wirklich bei der Babypflege und auf was können wir letztendlich verzichten?“

Bei einem neugeborenen Baby ist nicht nur regelmäßiges Windeln wechseln wichtig, sondern es gehören auch Nabelpflege, „Baden" und das Schneiden der Finger- und Fußnägel dazu.

Optimale Nabelpflege: Dürfen wir unser Baby erst baden, wenn der Nabelschnurrrest abgefallen ist?

Nein, so lange müsst ihr nicht warten. Nach neuesten internationalen Empfehlungen zur Babypflege besteht überhaupt keine erhöhte Infektionsgefahr. Neugeborene dürfen gebadet werden, bevor der Nabelschnurrest abgefallen und der Nabel vollkommen verheilt ist. Dennoch ist es ratsam trotzdem zu warten, bis die komplette Käseschmiere verschwunden ist, da die sogenannte Käseschmiere extrem wertvolle Stoffe für die Haut deines Neugeborenen enthält.

Hinweis: Nach der Geburt vertrocknet der Nabelschnurrest und fällt meist nach zirka 5 bis 10 Tagen von allein ab. Beim Wickeln solltet ihr allerdings darauf achten, dass der Nabel nicht von der Windel bedeckt wird, da die Kante oft am Nabel scheuert und so Entzündungen hervorgerufen werden. Bitte achtet auch darauf, dass der Nabelrest immer schön trocken ist (z.B. nach dem Baden, den Bauch gut abtrocknen) und verwendet möglichst keine Cremes sowie Puder in diesem Bereich

Baden – weniger ist mehr: Wie lange und wie oft können wir unser Baby eigentlich baden?

Die Haut eures Babys ist etwa nur ein fünftel so dick, wie die Haut eines Erwachsenen und deshalb sehr sensibel. Daher reicht es vollkommen aus, wenn ihr euren Säugling nur einmal in der Woche für maximal 10 Minuten badet. Kleinkinder über einem Jahr dürfen selbstverständlich schon länger im Wasser planschen. Sollte euer Baby das warme Nass lieben und nicht zu trockener Haut neigen, spricht natürlich nichts dagegen, euren Liebling öfter planschen zu lassen. Ein Waschbecken, die spezielle Babywanne oder auch Eimer eignen sich hierzu hervorragend. Da der Körper eures Kindes aber erst ab ungefähr dem zweiten Lebensjahr die Wärmeregulation über die Haut beherrscht, sollte im Badezimmer eine mollig warme Temperatur von ca. 24 Grad vorherrschen und die optimale Badetemperatur liegt bei ca. 37 Grad.

Hinweis: Das Badewasser bitte nie zu warm oder gar heiß einstellen. Am besten ein Badethermometer verwenden, mit dem ihr genau die richtige Temperatur für euer Baby prüfen und einstellen könnt. Denn die zarte und sensible Haut eures Babys neigt schon bei niedrigeren Temperaturen dazu, zu verbrühen.

Badezusätze und Shampoo: Brauchen wir diese Produkte bei der Säuglingspflege?

Dein Baby benötigt keine Badezusätze. Seife und einige Schaumbadzusätze trocknen die Haut deines Babys eher aus als sie zu pflegen. Bei Babys, die zu einer extrem trockenen Haut neigen, ist es allerdings ratsam, nur etwas Muttermilch oder zwei bis drei Tropfen Olivenöl mit ins Wasser zu geben. Selbstverständlich eignen sich auch spezielle Badeöle für Säuglinge. Für das feine Haar deines Babys benötigst du eigentlich noch kein Shampoo. Das Köpfchen sollte einfach mit dem Badewasser vorsichtig gewaschen und gespült werden. Durch das sanfte Reiben und Spülen wird es genauso gepflegt und sauber. Erst wenn das Haar des Babys dichter wird, kann hin und wieder ein mildes Baby-Shampoo benutzt werden.

Hinweis: Nach dem Baden ist es besonders wichtig, dass ihr euer Baby gut abtrocknet und vor allem auf die kleinen versteckten Hautfalten z.B. am Hals, den Achseln und in der Leiste achtet. Da sammeln sich nämlich oft Hautschuppen an, die regelmäßig abgewischt werden müssen, damit es dort nicht zu Entzündungen der Haut kommt.

Gelungene Babymassage: Gibt es Dinge, die wir dabei beachten sollten?

Die Babymassage eignet sich super als allabendliches Einschlafritual. Unsere swing2sleep Federwiege genauso. Frisch gebadet und ausgiebig massiert, wird euer Baby es lieben vor dem zu Bett gehen, 20 Minuten angenehm geschaukelt zu werden. Es wird sich dabei gut entspannen und kommt schnell zur Ruhe.

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Die Massage stärkt das Körpergefühl des Kindes und hat einen positiven Einfluss auf die Eltern-Kind-Bindung. Verwendet hierzu ein spezielles Babyöl, weil dieses gleichzeitig die Haut pflegt und vor dem Austrocknen schützt.

Hinweis: Weniger ist auch hier mehr. Ihr solltet nicht zu lange und intensiv massieren. Also bitte nicht bis sich die Haut eures Babys rötet oder sich stark erwärmt.

Tipps zum Wickeln: Was können wir tun, wenn der Popo wund oder gerötet ist?

Am Anfang verunsichert das Thema „Wickeln“ viele frischgebackene Eltern doch sehr. Eltern stellen sich häufig die Frage, welche Windeln sich besser eignen. Sollten Wegwerfwindeln verwendet werden und wenn ja welche oder sind Stoffwindeln doch besser? Außerdem steht die Frage im Raum, welche Pflege der zarte Babypopo benötigt?

Hier kann ich Entwarnung geben, denn das Wickeln eures Babys wird sehr schnell in Fleisch und Blut übergehen und welche Windel benutzt wird, hängt ganz von euch und euren Vorlieben ab. Bei eurem Neugeborenen ist es allerdings ratsam, am Anfang lauwarmes Wasser zur Reinigung des Windelbereichs anstatt Feuchttücher zu verwenden. Die Zusätze in den Feuchttüchern, auch wenn super praktisch, können die empfindliche Säuglingshaut unter Umständen reizen. Bei Mädchen ist es wichtig darauf zu achten, dass ihr im Genitalbereich von vorne nach hinten wascht bzw. wischt, damit keine Keime vom After in die Scheide gelangen. Bei Jungs solltet ihr die Vorhaut beim Waschen noch nicht zurückziehen. Ihr könnt beim Schließen der Windel den Penis ganz vorsichtig nach unten halten, damit das Pipi in der Windel bleibt.

Ist der Popo knallrot und wund, ist euer Baby vermutlich empfindlich und die Verdauung sowie die empfindliche Haut am Po reagieren auf bestimmte Lebensmittel oder Gewürze. Auch zahnende Babys haben häufiger mit einem wunden Popo zu kämpfen. Natürlich reizen auch Urin und Stuhlgang zusätzlich die empfindlichen und geröteten Stellen. Hier solltet ihr euer Baby häufiger wickeln und den Popo dabei mit lauwarmem Wasser reinigen. Freies Strampeln ohne Windel in einem beheizten Raum ist zu empfehlen, da die Luft für eine bessere und schnellere Wundheilung sorgt. Zusätzlich könnt ihr die wunden Stellen mit ein wenig Ringelblumensalbe oder Zinksalbe eincremen, um so den Heilungsprozess gut zu unterstützen. Auch ein paar Tropfen Muttermilch auf den geröteten Bereich soll Wunder wirken.

Finger- und Fußnägel: Wie schneiden wir unserem Baby am besten die Finger- und Fußnägel?

In der ersten Zeit nach der Geburt eures Babys sollte man die Nägel noch nicht schneiden. Sie sind meist sehr weich, und es reicht vollkommen aus, wenn ihr die überstehenden und eventuell spitzen Ränder einfach vorsichtig abzupft. Mit ungefähr 6 Wochen könnt ihr dann anfangen, vorsichtig die Finger- und Fußnägel zu schneiden. Ab da an kann es nämlich gut sein, dass sich euer Baby schon ganz schön mit den scharfen Nägeln kratzt. Deshalb besorgt ihr euch am besten in der Drogerie eine spezielle Babynagelschere, die an der Scherenspitze extra abgeflacht ist. Ein Tipp: Schneidet die Nägel, eures süßen Lieblings erst, wenn er oder sie eingeschlafen und im Reich der Träume ist. Haltet dabei mit einem sicheren Griff die kleine Hand vorne an den Fingern fest. Dabei solltet ihr die Fingerkuppe etwas nach unten drücken. So kommt ihr mit der Schere viel besser an die Nägel.

Ohren säubern: Wie können wir die Ohren pflegen?

Auch hier gilt: Weniger ist mehr! Ohren besitzen tatsächlich eine eigene Selbstreinigungsfunktion. Das Ohrenschmalz gelangt mit der Zeit ganz von selbst aus dem Ohr und braucht nur einfach mit einem Tuch aus der Ohrmuschel abgewischt werden. Wattestäbchen sind ungeeignet und eher gefährlich. Oft bewegen sich Babys nämlich so ruckartig, dass man zu tief in das Ohr gelangt und dabei eventuell das Trommelfell verletzt. Außerdem passiert es sehr oft, dass durch den Q-Tip, das Ohrenschmalz nur noch tiefer in den Gehörgang geschoben wird. So bildet sich irgendwann ein richtiger Pfropf, der dann den Gehörgang komplett blockiert und vom Kinderarzt herausgespült werden muss.

Die richtige Kleidung: Welches Outfit für unser Baby?

Im Nacken eures Babys ist ganz einfach zu überprüfen, ob eurem Baby zu warm oder zu kalt ist. Dementsprechend könnt ihr eurem Kind noch etwas überziehen oder ggf. ausziehen. Wenn der Nacken eures Babys feucht und warm ist, solltet ihr ihm etwas ausziehen, um einen Wärmestau zu vermeiden. Kühle Hand- oder Fußgelenke sind ein Zeichen dafür, dass eurem Kind etwas kühl ist.

Sandmännchen: Wieso hat mein Baby nach dem Schlafen verklebte Augen?

Bei Babys kann es durchaus vorkommen, dass die Tränendrüsen nach der Geburt noch nicht die Arbeit richtig aufgenommen haben. Die Flüssigkeit, die durch die Tränenkanäle aus dem Auge ablaufen, noch nicht richtig entwickelt sind. Um den Schlaf bzw. die Kruste vom Auge zu entfernen, eignet sich ein Make-up Wattepad oder ihr rollt Watte zwischen euren Daumen und Zeigefinger zu einem Stiel. Diese in abgekochtes, aber kühles Wasser tauchen und damit dann die Beläge abwischen. Bitte immer von außen nach innen wischen (also zur Nase hin).


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