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Muttersein: Mehr als nur ein Fulltime-Job!

Anika Lemke

Windeln wechseln, Kinder beschäftigen, Terminpläne und
Tagesabläufe organisieren, Essen vorbereiten sowie kochen,
Einkäufe erledigen, für den Partner, Freunde und Familie da
sein und den Haushalt erledigen: Mutter zu sein ist laut Studie
so anstrengend wie zweieinhalb Fulltime – Jobs.

Ich glaube, dass alle Mütter mir Recht geben, wenn ich behaupte, dass
Muttersein somit das schönste auf der Welt ist. Dennoch ganz klar; es ist
zugleich auch die anstrengendste Aufgabe überhaupt. Laut einer
amerikanischen Studie, die 2.000 Mütter von Kindern zwischen fünf und
zwölf Jahre befragte, steht eine Mutter im Schnitt um 6:32 Uhr morgens
auf und ist mit ihrer Arbeit rund um Familie und Haushalt erst um 20:31
Uhr fertig. Während dieser 14 Stunden Schicht ist kaum an eine Pause
zu denken. Im Durchschnitt hat eine Mutter, wenn überhaupt, ca. eine
Stunde pro Tag für sich. Zusätzlich sollte man beachten, dass es sich
beim Muttersein nicht um einen Job handelt, der eine geregelte
Arbeitswoche von Montag bis Freitag aufweist, sondern Muttersein
bedeutet sieben Tage die Woche (um genauer zu sein 98 Stunden die
Woche) der einen Einsatz von 365 Tage im Jahr fordert.

Fotocollage Muttersein

Muttersein: Eine echte Herausforderung!

Den Haushalt zu regeln, Tagesabläufe und Terminpläne zu organisieren
und zusätzlich noch die Kinder bzw. das Kind betreuen, ist oft wirklich
leichter gesagt als getan. Zudem ist es eine ziemliche Herausforderung, wenn es
sich, um ein Schreibaby handelt. Allzu oft hatte ich leider
das Gefühl, dass meine Freunde, Bekannte und die Familie (Eltern) aber
auch mein Mann den Eindruck hatten, dass die Zeit zu Hause mit
unserer exzessiv schreienden Tochter, wie Urlaub wäre. Sie
bezweifelten regelrecht, dass der Alltag als Mutter oft „Stress pur“
bedeutet. Doch gerade mit kleinen Kindern oder einem Baby ist es eine
Herausforderung, die Wohnung in Ordnung zu bringen und zusätzlich
alle anderen wichtigen Dinge zu organisieren. Auch mein Mann, der
tagsüber arbeitete, hatte keine Ahnung, was in seiner Abwesenheit zu
Hause alles passierte. Ein anderer Punkt, der mir extrem auffiel
war, wenn ich mich als Mutter mal beschwerte, dass ich nicht einmal
eine Stunde für mich hatte oder alles extrem anstrengend und belastend für mich wäre, war das ein böser Fehler. Die Antworten taten echt weh,
wie z.B.: „Du hast doch Elternzeit, dass einzige, was du tun musst, ist
ein wenig mit deinem Baby zu spielen".

Tagesablauf mit Baby

Tagesablauf mit Baby

Natürlich läuft nicht jeder Tag so ab. Oft ist es sogar deutlich schlimmer. Oder man ist Mutter von zwei oder mehreren Kindern.

An alle Mütter

Liebe Mütter, sollte es bei euch drunter und drüber gehen: Macht alles - nur macht euch bloß keine Sorgen oder stresst euch. Und
wenn euch die Decke auf den Kopf fällt, lasst einfach alles stehen und
liegen und geht mit eurem Baby eine Runde spazieren. Das entspannt
und tut sowohl Mutter als auch dem Kind gut. Zudem
sollte euer Partner am Wochenende oder am Abend, die
Betreuung des Kindes für 1-2 Stunden übernehmen und euch somit ein wenig entlasten. Auch ihr braucht Zeit für euch, um wieder ein wenig Kraft und Energie zu sammeln.

An alle anderen

Ich hoffe, ich konnte euch deutlich machen, dass der Alltag als Mutter
alles andere als Urlaub ist. Überlegt euch gut bevor ihr Müttern
sagt, dass ihr gerne mit ihnen tauschen würdet. Denn gerade mit einem
Schreibaby, ist es alles andere als einfach. Selbst die Nerven unter 120
DB Dauerbeschallung zu bewahren, zerrt extrem an den Kräften einer
Mutter. Sie haben genug von den Sprüchen wie: „Du hast es gut, du
kannst den ganzen lieben lang Tag im Bett liegen und mit dem Baby spielen.

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 An alle Mütter dieser Welt, Tag für Tag leistet ihr unfassbares.


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