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Kindererziehung: Bedürfnisorientierte Pädagogik

Maik Schwede

Was bedeutet das eigentlich: bedürfnisorientierte Pädagogik?

Vielleicht hast du ja schon mal etwas davon gehört, aber nichts mit diesem Begriff anfangen können. Interessant ist das Thema, welches auch in der Psychologie eine wichtige Rolle spielt, für Eltern allemal.  

Extreme in der Erziehung 

Wer sich in irgendeiner Form mit dem Thema Erziehung befasst, wird immer wieder auf grundverschiedene Ansichten und Vorstellungen treffen. Wie man am besten mit seinem Kind umgeht, wie man es zu erziehen hat, darüber scheiden sich die Geister und daran erhitzen sich die Gemüter. Denn man will es ja „richtig machen“. Vielleicht aber gibt es gar kein „richtig“ oder „falsch“? Und in der Tat gibt es nicht nur Schwarz oder Weiß, nicht nur hart oder weich.  

Die Fronten jedoch sind meisverhärtet: Während der eine sich aufregt, dass manche Kinder einfach alles dürfen, ohne je Grenzen gesetzt zu bekommen, gibt es andere, die immer und immer wieder versichernwie wichtig es für die kindliche Entwicklung ist, dass deren Bedürfnisse respektiert werden und nur so eine gute Beziehung zum Kind erreicht werden kann. Gibt es einen Mittelweg dazwischenZwischen autoritär, laissez faire, Liebe und Strenge? Wie kann dieser aussehen? 

Erziehung - was soll das eigentlich heißen? 

Schauen wir uns am besten zuerst mal den Begriff Erziehung etwas genauer an. In diesem Wort steckt eigentlich schon, dass die Kinder von uns Erwachsenen „herangezogen und so geformt werden, wie wir sie gerne hätten. Dahinter steckt also ein bereits uralter Gedankedass das Kind als unvollkommenes Wesen auf die Welt kommt und dann entsprechend erzogen werden muss, damit es überhaupt ein Mitglied der – erwachsenen - Gesellschaft werden kann. Das geht nur dann, wenn ihm Grenzen und Regeln gesetzt werden. Und natürlich ist dies bis zu einem gewissen Grad auch richtig. Würden wir unserem Nachwuchs tatsächlich alles durchgehen lassen, lässt sich ein vernünftiges Zusammenleben nur schwierig vorstellen. Wer mit anderen Menschen zusammen in einer Gesellschaft lebt – egal, ob es in der Familie, in der Arbeit oder im Berufsleben ist – muss sich zweifellos in irgendeiner Form anpassen.  

Dennoch kann man nicht verleugnen, dass bei der Erziehung über Jahrhunderte hinweg im Vordergrund stand, dass das Kind Gehorsam leisten und sich unterordnen muss. Das hat sich heute natürlich grundlegend geändert – und das ist gut so 

In diesem Video erfährst du, welche Ansichten diese Mutter zum Thema "Kindererziehung" hat. Warum sie und ihr Partner bedürfnisorientiert "erziehen".

Was versteht man aber nun unter der bedürfnisorientiertePädagogik? 

Die Grundlage hierbei ist tatsächlich eine andere als früher. Man versucht dabei, das Verhalten des Kindes nicht zu bewerten oder sogar in irgendeiner Form zu bestrafen oder verurteilensondern vielmehr dieses als Signal anzusehen. Das geht aber nur dann, wenn zwischen Eltern und Kind bereits eine gute Beziehung herrscht und wertschätzend miteinander umgegangen wird. Man geht also nicht wie sonst bei der Erziehung davon aus, dass Kinder mit ihrem Verhalten provozieren, sondern vielmehr, dass die kooperieren wollen.  

Welches sind die Ziele der bedürfnisorientierten Pädagogik? 

Das Ziel dabei sind nicht Kinder, die sich dem Willen der Erwachsenen beugen und drauf getrimmt werden, zu funktionieren und sich unterzuordnen, sondern Kinder, die zu selbstbewussten, aber auch empathischen Erwachsenen werden. Die mit anderen Erwachsenen wertschätzend umgehen und andere Menschen respektieren. Das lässt sich nämlich, davon geht man heute aus, mit einer Erziehung nach früherer Vorstellung nur schwer erreichen. Wie auch, wenn man seinem Kind keine Freiräume lässt, es unterdrückt und zu Gehorsam zwingt? 

Es steckt im Wort Bedürfnisorientierung schon drin: diese Erziehung orientiert sich stark an den jeweiligen Bedürfnissen des Kindes. Und die sind fast bei jedem Kind gleich: emotionale Grundbedürfnisse sind zum Beispiel Liebe, Sicherheit, Anerkennung und Respekt. Es sollte also das Ziel der Eltern sein, die Grundbedürfnisse der Kinder zu schützen und zu respektieren – allerdings muss genau das auch irgendwie mit dem Grundgedanken der Erziehung vereinbart werden.  

Eltern sehen in diesem Fall ihre Kinder als gleichwertig an, was aber dennoch nicht zwingend heißt, dass sie innerhalb der Familien auch die gleichen Rechte haben wie Erwachsene. Es geht also bei Bedürfnisorientierung eigentlich gar nicht um irgendein Erziehungssystem, sondern eher um eine Lebenseinstellung 

Normale Erziehung oder bedürfnisorientierte Erziehung – was ist der richtige Weg? 

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es eben nicht nur Schwarz oder Weiß. Der gesunde Mittelweg sollte das Ziel sein. Viele Eltern meinen, wenn sie das Kind bedürfnisorientiert erziehen, dass sie ihrem Nachwuchs jeden Wunsch von den Lippen ablesen und sofort erfüllen sollen. Und genau das ist das Problem, denn darum geht es nicht. Eltern, die es ihren Kindern permanent recht machen wollen, sind schnell selber der Leidtragende bei der ganzen Sache. Bedürfnisorientierung heißt nämlich nicht, dass generell alle Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt und erfüllt werden, sondern nur die wichtigsten, oben genannten. Ein Grundbedürfnis ist es zum Beispiel nicht, beim Einkaufen eine Süßigkeit zu bekommen oder beim Mittagessen immer nur den roten Teller zu verwenden. Es ist also gar nicht notwendig, alle Wünsche der Kinder immer zu befriedigen 

Kinder müssen nämlich lernen, mit Enttäuschungen umgehen zu können, aber trotzdem dürfen dabei die Säulen ihrer Grundbedürfnisse nicht verletzt werden. Dazu gehört zum Beispiel, den Kindern Sicherheit zu vermitteln und ihnen eine Richtung vorzugeben.

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Man kann dabei einige Dinge etwas strenger handhaben, andere wiederum etwas lockerer. Dort, wo die Kinder etwas „hrung“ benötigen, darf man durchaus etwas strenger sein. Das Kind sollte dabei aber immer das Gefühl vermittelt bekommen, dass es geliebtwertgeschätzt und anerkannt wird, egal, wie es sich verhält. Es muss sich innerhalb seiner Familie sicher, geborgen und anerkannt fühlen.  

Klingt schwierig? Ist eauch 

Das klingt nach einer echten Herausforderung. Und mal ehrlich: das ist es auch. Denn was tun, wenn sich der Nachwuchs völlig daneben benimmt? Dann reicht es unter Umständen nicht, es einfach zu bestrafen und zu verurteilen. Oftmals hilft eher ein Blick hinter die Fassaden: Warum eigentlich benimmt sich das Kind manchmal so auffallend? Wo liegt eigentlich in Wirklichkeit das Problem? 

Außerdem schließt bedürfnisorientierte Pädagogik es nicht aus, die Kinder zu Rücksichtnahme zu erziehen. Ganz im Gegenteil: Wenn sie mit ihrem Verhalten andere Menschen stören, müssen Eltern klar darauf hinweisen und Grenzen setzen oder notfalls Konsequenzen ziehenGanz ohne geht es nämlich nicht 

Strafe oder Konsequenz? 

Wenn das Kind zum Beispiel im Restaurant oder im Theater laut ist und andere Gäste stört, ist die Folge davon, den Raum zu verlassen. Handelt es sich dabei um eine Strafe? Nein, denn das ist eine logische Konsequenz. Die Freiheit hört da auf, wo die Freiheit eines anderen eingeschränkt wird. Das hat vielmehr mit Rücksichtnahme auf die anderen Gäste zu tun.  

Insgesamt kann man also sagen, dass der „richtige“ Umgang mit Kindern bzw. eine gute Erziehung immer irgendwo in der Mitte liegt. Auf der einen Seite ist es für das spätere Leben wichtig, Rücksichtnahme auf andere zu lernen und sich nicht immer so zu verhalten, wie man gerade willZum anderen sollte die Erziehung von Wertschätzung und Respekt geprägt sein. Kinder sollen lernen, dass sie okay sind, so wie sie sind und von euch, ihren Eltern, uneingeschränkt geliebt werden. 


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