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Babytherapie: Das Seelenleben von Babys

Maik Schwede

Für Eltern ist es ganz schön schwierig, zu verstehen, warum ihr Baby eigentlich schreit und was es genau damit sagen will. Wie schön wäre es doch, zu wissen, was Baby nun genau hat, wenn es mittags weint, wenn es abends schreit und wenn es nachts brüllt. Doch so einfach ist es eben nicht.  

Und im Endeffekt hat da Baby ja auch gar keine andere Wahl - was soll es denn auch sonst tun, wenn es uns mitteilen will, dass da irgendetwas ist, was es stört, was ihm ganz und gar nicht behagt? Schließlich hat die Natur das sprechen Lernen erst mit etwa 2 Jahren vorgesehen, Babys haben also keine andere Möglichkeit, als ihr Unbehagen durch Schreien kundzutun.  

Interessant könnte für betroffene Eltern die Baby Therapie sein. Ihr als Eltern bekommt dabei eine therapeutische Unterstützung für alle Fragen, die euch belasten und auch für die Momente, in denen euer Baby schreit und schreit.  

Das Seelenleben von Babys 

Kein Baby schreit ohne Grund – darüber sind sich heute die Fachleute einig. Es ist schlichtweg die Art des Babys, damit darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmt bzw. Baby erzählt uns auf diese Art und Weise seine Geschichte, seinen Kummer. Das Seelenleben des Kindes beginnt also schon weit vor seiner Geburt. Embryos sind fühlende Wesen und wer weiß, was das Baby bereits im Bauch der Mutter alles miterlebt hat und welche Situation davon ganz besonders beängstigend für es war?  

Babys spüren es sehr genau, wenn die Mutter etwa belastet, Spannungen innerhalb der Partnerschaft oder der Familie können bereits von ungeborenen Babys wahrgenommen werden.  

Was genau bedeutet Baby Therapie? 

Babys reagieren ganz unterschiedlich auf verschiedene Reize: sie sind entweder apathisch, sie schreien stundenlang oder aber sie regieren mit eine deutlich Unruhe. Woran das liegt, kann keiner so genau sagen. Teilweise wird sogar vermutet, dass das Baby schwierige Erlebnisse, die es bei der Geburt machen musste (zum Beispiel einen Kaiserschnitt oder eine Glocken- oder Zangengeburtverarbeiten muss. Aber genau wissen tut es eben keiner von uns.  

Entbindung per Kaiserschnitt

Während man früher die Ursache für das Schreien des Babys eher in Koliken vermutete, geht man heute davon aus, dass auch seelische Ursachen die Gründe sein können für das Weinen. Und genau hier setzt die Babytherapie an: Gerade bei stressigen Schwangerschaften oder schwierigen Geburten, aber auch bei Frühchen, nach langen Krankenhausaufenthalten der Eltern oder des Kindes kann es hilfreich sein, eine Baby Therapie in Anspruch zu nehmen.  

Das Ziel dabei ist es, dass die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt wird und die Eltern bei Stressreaktionen ihres Babys gelassener darauf reagieren können. Weiteres Ziel: alte Verletzungen oder Traumata wieder aufzulösen und den Eltern zu helfen, gemeinsam mit ihrem Baby daran zu arbeiten, die Situation zu verbessern. Die Babytherapie stützt sich auf körperpsychotherapeutisches Arbeiten. Der Focus liegt dabei darauf, die Bindung zwischen dem Baby und den Eltern zu stärken in Form von liebevollem Kontakt, Zuneigung und Aufmerksamkeit.  

Erfahrungsgemäß sind Babys nach dieser Babytherapie tatsächlich ruhiger und ausgeglichener als vorher.  

Für wen ist die Babytherapie geeignet? 

Sie richtet sich an Eltern und Kinder, deren Babys scheinbar grundlos weinen, die Probleme beim Essen und beim Schlafen haben und sich schlecht beruhigen lassen. Das heißt, alle Eltern, die sich Sorgen um ihr Baby machen oder die mit der Lage überfordert sind, können einen Babytherapeut um Rat fragen. Eltern, die Angst haben, zu versagen, weil sie ihrem Baby in Schreiphasen nicht helfen können, lernen dabei. mit diesem Gefühlen umzugehen. Das Baby hingegen bekommt Raum, um seine Gefühle und Ängste auszudrücken.  

Das bedeutet, dass die Babytherapie die Eltern liebevoll dabei unterstützt, den Schmerz ihres Kindes auszuhalten und das Kind dabei zu begleiten, ohne das dringende Gefühl zu haben, das Baby zur Ruhe bringen zu müssen.  

Wer bietet eine Babytherapie an?  

Oftmals wird Babytherapie angeboten von bereits ausgebildeten Therapeuten, die ihr Arbeitsfeld erweitern oder gerne auf die Arbeit mit Familien und Babys umsteigen chtenWeiterbildungen in dem Bereich gibt es von verschiedenen InstitutionenOb die Krankenkasse die Behandlung bezahlt, muss vorher geklärt werden. Teilweise übernehmen Zusatzversicherungen, die alternative Heilmethoden und bezahlen die Kosten der Behandlung 

Adressen für Therapeuten, die eine Baby Therapie anbieten, findet ihr im Internet.  

EMDR 

Habt ihr schon mal etwas von EMDR gehörtVermutlich nicht – dann geht es euch nicht anders als den meisten Eltern. Es könnte aber vielleicht interessant für euch sein, vor allem, wenn ihr ein Baby habt, was sehr unruhig ist und viel schreit.  

Bei EMDR handelt es sich um eine Art Therapie für Babys, die die gesunde Entwicklung fördern, ADS und ADHS vorbeugen und die Wahrnehmung schulen soll. Das Baby soll dabei unterstützt werden, eventuelle Traumata, die es bei der Geburt erlebt hat, zu verarbeiten. Und es soll sich bei Schreibabys beruhigend auswirken.  

Diese Methode ist übrigens recht neu, weswegen es noch nicht viele Erfahrungsberichte darüber gibt. Dennoch ist es unbedingt einen Versuch wert, da diese Therapie einfach zu erlernen und anzuwenden ist.  

Was genau muss man sich unter EMDR vorstellen?  

Mittlerweile geht man davon aus, dass Babys, die viel schreien, einen Grund dafür haben: Sie haben möglicherweise das Trauma der Geburt nicht richtig verarbeitet. Diese bedeutet nämlich für Babys eine enorme Belastung und nicht jedes Kind ist in der Lage, dies wegzustecken und zu verarbeiten. Deswegen schreien betroffene Babys häufig und lassen sich schlecht beruhigen.  

EMDR ist eine Traumatherapie, die dem Baby dabei helfen soll, dieses Trauma sanft auflösen. Es kann ein weg sein, um alle traumatischen Ereignisse rund um Geburt und Schwangerschaft zu verarbeiten. Dies kann den Weg ebnen für eine ausbalancierte Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Baby.  

Generell kann man sagen, dass EMDR darauf abzielt, dass jeder Mensch eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung besitzt und damit belastende Erfahrungen besser verarbeiten kann.  

Wer bietet EMDR an? 

Es gibt hierfür spezielle Seminare, die sich an Hebammen, Krankengymnastinnen, TherapeutinnenHeilpraktiker und ähnliche Berufsgruppen richten. Ihr könnt euch also mal im Internet umsehen, ob es in eurer Nähe jemanden gibt, der EMDR anbietet. Alternativ gibt es zu dem Thema auch einiges an Literatur und sogar YouTube Videos, auf denen ihr selber erlernen könnt, was genau ihr machen müsst. EMDR ist einfach zu erlerneneinfach durchzuführen und ihr fördert damit euer Baby und tut ihm etwas Gutes.  

Was passiert bei EMDR? 

Das Ziel ist es, dass durch eine sanfte und liebevolle Anwendung beide Gehirnhälften des Babys stimuliert werden und sich dies positiv aufs Baby auswirkt. Blockaden werden dabei gelöst und es kann sich sowohl psychisch als auch physisch entspannen. Zugleich steigt das Wohlbefinden eures Babys.  

Aufgeteilt wird hierbei in drei unterschiedliche Techniken: die des Fühlens, die des Hörens und die des Sehens. Das ganze Prinzip beruht also nur auf die Stimulation der Sinne.  

Im Übrigen gibt es EMDR auch für Erwachsene. Auch hier ist der Sinn und Zweck, dass Trauma- und Traumfolgestörungen damit behandelt werden können – sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Nach einer Behandlung mit EMDR hat sich gezeigt, dass bis zu 80% der Patienten eine Erleichterung empfinden und sich besser fühlen.  

Craniosakraltherapie bei Babys 

Eine Berührung an der richtigen Stelle  und schon schwinden jegliche Probleme dahin. Zugegeben, das hört sich jetzt dann doch etwas unrealistisch an, im Grunde genommen beschreibt es aber die Methodik, mit der eine manuelle Therapie, die Osteopathie und auch die Craniosakraltherapie zu funktionieren scheint.  

Vor allem bei Babys ist es damit möglich, geradezu verblüffende Effekte zu erzielen. Das könnte vor allem dann für euch interessant sein, wenn ihr ein Schreibaby habt, ein Baby, welches schlecht ein- und durchschläft oder generell unzufrieden scheint.  

Die Craniosakraltherapie – was steckt dahinter? 

Die Craniosakraltherapie ist mit der Osteopathie eng verwandt - eigentlich ist sie eine Untergruppe davon. Der Schwerpunkt dabei liegt im Bereich zwischen dem Schädel (Craniumund den Kreuzbein (Sacrum). Das lässt sich am Namen ja auch schon erkennen.  

Die Theorie dahinter: Das Gehirnwasser, welches sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark umgibt, zirkuliert zwischen diesen beiden Polen und pulsiert dabei rhythmisch. Genau dieser Rhythmus breitet sich von dort aus über den gesamten Körper aus. Gibt es aus irgendeinem Grund eine Fehlhaltung des Körpers, kann genau dieser Rhythmus gestört werden, welches den Körper sozusagen aus dem Gleichgewicht bringt.  

Der Therapeut ist in der Lage, dies zu ertasten und dann nur durch Berührung den normalen Rhythmus wieder herzustellen.  

Worin liegt der Unterschied zwischen Osteopathie und Craniosakraltherapie? 

Bei der Osteopathie wird der gesamte Körper behandelt, bei der Craniosakraltherapie nur der oben genannte Bericht im Bereich Kopf, Hals und WirbelsäuleAnsonsten sind die Anwendungen genau gleich: Der Therapeut arbeitet ausschließlich mit seinen Händen.  

Die Craniosakraltherapie gilt sogar als das sanfteste Teilgebiet im Bereich der Osteopathie 

Wie läuft eine Behandlung ab? 

Beide Behandlungsarten, also sowohl die Osteopathie als auch die Craniosakraltherapie sind bestens geeignet für Babys und Kinder, weil sie sanft und schmerzfrei sind. Babys schlafen während der Behandlung sogar immer mal wieder ein. Die Berührungen sind so sanft, dass sie häufig kaum zu spüren sind. Außerdem hat die Therapie keine Nebenwirkungen – insofern bestehen auch keinerlei Gefahren 

Zuerst wird der Therapeut mit seinen Händen versuchenherauszufindenwo genau die Blockade sitzt bzw. wo Beeinträchtigungen vorhanden sind. An den bedeutenden Stellen gibt er durch gezielte Berührung sozusagen eine Anregung zur Selbstheilung.  

Babys liegen dazu auf der Behandlungsliege oder auf einem Sofa direkt neben Mama oder Papa, alternativ ist es aber auch möglich, dass die Eltern ihr Baby in den Armen halten. Es ist sogar möglich, das Baby während der Behandlung zu stillen, falls Bedarf bestehtWer Babys behandelt, respektiert dabei die Möglichkeiten und die Grenzen, er wendet sich dem Baby mit sanfter Sprache zu und achtet sowohl auf dessen Laut- als auch auf seine Körpersprache. Gerade bei Babys ist ein besonders behutsames Vorgehen wichtig.  

Vor der ersten Sitzung findet normalerweise eine Besprechung statt, bei der der Therapeut wissen will, wo genau das Problem liegt 

Bei welchen Problemen kann die Craniosakraltherapie bei Babys hilfreich sein? 

Vor allem bei exzessivem und anhaltendem Schreien können mit der Craniosakraltherapie echte Erfolge verbucht werden. Auch bei Kindern, die am KISS Syndrom leiden, oft spucken, einen Schiefhals oder sonstige Asymmetrien aufweisen,  ist die Craniosakraltherapie vielversprechend.  

Für Babys, die eine problematische Geburt erlebt haben und möglicherweise noch unter einem Trauma leiden, ist die Craniosakral Therapie ebenfalls eine geeignete Möglichkeit, um das Trauma zu überwinden.  

Weitere mögliche Beispiele für eine hilfreiche Anwendung der Craniosakraltherapie sind Frühgeborene, Komplikationen bei der Geburt, Kaiserschnittgeburten, Babys mit Saugproblemen, Babys mit auffälligem Bewegungsablauf, Mehrlingsgeburten, belastende Problemschwangerschaften etc. etc. Viele Eltern nehmen mit ihrem Baby diese Form der Therapie wahr und kombinieren sie mit einer anderen Therapieform.  

Hebamme untersucht neugeborenes Baby

Wie findet man einen guten Craniosakraltherapeut? 

Es gibverschiedene Arten der Ausbildung – wer nun wirklich qualifiziert ist oder nicht, ist nicht immer gleich zu erkennen. Am besten ist es, ihr erkundigt euch mal im Freundeskreis, bei eurer Hebamme, beim Physiotherapeut oder aber im Internet, wer solche Anwendungen anbietet. Einige Krankenkassen bezahlen generell einen Teil der Osteopathie-Sitzungen und somit auch die Craniosakraltherapie. Am besten, ihr erkundigt euch einfach mal bei Eurer Kasse, ob es Zuschüsse gibt.  

Wichtig zu wissen: eine Craniosakraltherapie kann die Diagnose eines Arztes nicht ersetzen. Vielmehr sollte der Arzt mit dem Craniosakraltherapeut oder dem Physiotherapeut zusammenarbeiten. Auch einen Kombination aus Physiotherapie und Craniosakraltherapie ist bei Babys, die viel weinen oder andere Probleme haben, denkbar.  

Kritische Situationen vermeiden – nur wie? 

Wenn das Nachwuchs da ist, bedeutet das, so traurig es auch ist, für die Eltern oftmals vor allem eins: Stress. Das gilt vor allem dann, wenn das Baby über Gebühr viel schreit. Vielleicht kennt ihr das ja: Der Tag mit dem kleinen Zwerg ist schon anstrengend genug und das Problem, dass Baby dann auch noch den halben Abend schreiend verbringt, macht die Sache nicht wirklich besser.  

Dass Eltern dann ziemlich schnell mit ihren Nerven am Ende sind, ist naheliegend. Besonders besorgniserregend wird es aber vor allem dann, wenn die Eltern nicht mehr wissen, wohin mit ihrer Wut und ihren Aggressionen. Durch das immer wieder schreiende Baby ist die Situation angespannt und die Lage erscheint aussichtslos. Dabei hatte man sich das Laben mit Baby doch so schön vorgestellt. Aber der ständige Schlafmangel zehrt an der Kraft und zerrt an den Nerven. Der ganze Tagesryhtmus gerät aus dem Takt. Dass man es dann nicht immer schafft, ganz ruhig zu bleiben, ist auch klar 

Doch was können Eltern dagegen tun? Viele Eltern erwischt die Tatsache kalt, dass sich das ganze persönliche und berufliche Leben von jetzt auf nachher auf den Kopf stellt.  

Nur Mut: Am besten wäre es, kritische Situationen von vornherein zu vermeiden oder zu entzerren.  

Wieviel Wut ist normal? 

Wer nicht viel schläft und ansonsten ein schreiendes Kind auf dem Arm herumträgt, in Dauerschleife füttert, wickelt und tröstetkommt irgendwann mal auf dem Zahnfleisch daher. Auch die besten Eltern stoßen dabei an ihre Grenzen und empfinden irgendwann Ohnmacht und Wut.  

Beruhigend ist dann vielleicht die Tatsache, dass es vielen anderen Eltern ganz genauso ergeht. Es dauert eben einfach seine Zeit, bis die kleine Familie sich aneinander gewöhnt hat und bis sich ein einigermaßen normaler Alltag einstellt 

Es ist zwar einerseits verunsichernd, festzustellen, dass man es sich eigentlich ganz anders vorgestellt hat und der Aufgabe als Eltern nicht gewachsen ist. Andererseits ist es auch eine Herausforderung – kein Meister ist vom Himmel gefallen. Wichtig dabei ist vor allem eines. Wie ihr mit eurer Wut umgeht und dass ihr möglichst versucht, diese erst gar nicht übermächtig groß werden lasst. 

Baby schreit

Kritische Situationen vermeiden – aber wie? 

In manchen Fällen ist es geradezu vorhersehbar, dass ein Fiasko daraus werden muss. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, ein paar Dinge von vornherein in die richtige Richtung zu lenken oder einen Riegel vorzuschieben, wenn ihr wisst, dass einer bestimmten Situation für euch alles nur noch schlimmer macht. Dabei sind es oftmals nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.  

Die Tagesplanung 

Eigentlich eine ziemlich simple Sache, dennoch kann man es jungen Eltern nicht oft genug sagen: Nehmt euch in Bezug auf euren Haushalt an einem Tag nicht zu viel vor. Macht euch eine Liste mit Dingen, die absolut nicht aufgeschoben werden können – der Rest muss eben warten bis später. Gerade jetzt, in der stressigsten Zeit müssen keine Fenster geputzt werden und auch der Großputz der Wohnung kann warten.  

Außerdem solltet ihr auch eurem Kind nicht zu viel zumuten. Wenn bei einem Baby schon ein Termin den nächsten jagt, ist es klardass das für beide Parteien nur in Stress ausarten kann. Gestresste Eltern, gestresste Kinder und umgekehrt - eigentlich ganz logisch! Lasst euch und eurem Zwerg die Zeit, die ihr braucht. 

Verwandtschaftsbesuche von Menschen, die erwarten, dass ihr sie bewirtet und bei denen ihr das Gefühl habt, ihr müsst ihnen eine glänzende Wohnung präsentieren, lasst ihr lieber ganz ausfallen. Das setzt euch nämlich jetzt nur noch mehr unter Stress. 

Entlastungsmöglichkeiten annehmen 

Nehmt jegliche Hilfe an, die sich euch bietet. Egal, ob es nun die Nachbarin ist, die euch vielleicht das eine oder andere Mal etwas vom Einkaufen mitbringt, die Freundin, die mal eine Runde mit dem Kinderwagen dreht oder die Oma, die euch anbieteteine Stunde auf euren Nachwuchs aufzupassen: jede Hilfe ist jetzt Gold wert! Nur dann habt ihr die Möglichkeit, mal durchzuatmen und ein bisschen Abstand zu bekommen 

Tut euch was Gutes! 

Eltern sein heißt nicht, sich bis zur Selbstaufgabe zu opfern, auch wenn viele Eltern meinen, dass dem so wäre. Gute Eltern definieren sich nicht darin, dass sie permanent rund um die Uhr für ihren Sprössling da sind. Viel wichtiger als das ist, dass ihr ausgeruht seid und eurem Kind gut gelaunt gegenübertreten könnt und nicht völlig entnervt seid. Und das geht definitiv nur dann, wenn ihr euch auch selbst mal eine Auszeit gönnt entweder ganz allein oder zusammen mit eurem Partner. Besorgt euch also für diesen kurzen Zeitraum, wenn irgend möglicheine Betreuung für euren Zwerg und schon kann es losgehen: pflegt eure Hobbies, euren Freundeskreis und seid einfach mal wieder ihr selber. Ich könnt dabei abschalten und danach habt ihr wieder viel mehr Kraft, um an der Baby-Front euren „Mann“ zu stehen.  

Erteilt auch mal eine Absage 

Auch wenn es weht tut: Wenn ihr merkt, das euch etwas über den Kopf wächst, dann dürft ihr ruhig auch mal den Besuch bei der Oma oder in der Krabbelgruppe absagen. Je mehr ihr euch stresst, desto schwieriger wird die Situation möglicherweise. Oder wenn ihr genau wisst, dass der kurze Einkauf, nachdem ihr euer Baby aus der Krippe holt, jedes Mal zum Stress ausartet, dann verschiebt ihn auf einen anderen Termin. Irgendwann wisst ihr, welche Situation wann Stress hervorruft und dann ist es am besten, ihr vermeidet genau diese Situation von vornherein.  

Verabschiedet euch so schnell wie möglich von dem Gedanken, eine Vorzeige- und Bilderbuchfamilie zu sein mit einem blank geputzten Haushalt und immer bei guter Laune. Das ist nämlich völlig unrealistisch.

Erwartet nicht zu viel von euch, schraubt eure Ansprüche an euch selber nicht zu hoch, dann könnt ihr dabei auch nicht zu sehr enttäuscht werden.  

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