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Geht das! - Allergien beim Baby vorbeugen?

Maik Schwede

Was füttern bei Allergien?

Allergien sind heute nicht Außergewöhnliches mehr, ganz im Gegenteil. Viele Kinder leiden unter Allergien oder sind vorbelastet, weil bereits die Eltern von Allergien geplagt werden. Solange dein Baby noch voll gestillt wird, ist alles ganz easy. Doch sobald es ans Zufüttern geht, herrscht Verunsicherung: Was darf das Baby denn jetzt eigentlich essen? Worauf sollte geachtet werden, wenn Allergien in der Familie bestehen?

Allergiegefährdet oder nicht?

Wenn dein Kind vorbelastet ist, weil du oder dein Partner unter Allergien leidet, dann ist es in jedem Fall ebenfalls allergiegefährdet. Wie sieht es aber aus, wenn dies nicht der Fall ist? Auch dann kann es sein, das dein Kind für Allergien anfällig ist. Anzeichen dafür könnten zum Beispiel sein, dass dein Baby oft unter Bauchschmerzen leidet, sich erbricht und Durchfälle hat. Auch ein Ausschlag, häufig gerötet Haut oder eine laufende bzw. verstopfte Nase können ein Anzeichen dafür sein, dass sein Allergierisiko erhöht ist. Normalerweise liegt die Gefahr, eine Allergie zu bekommen, bei 5 bis 15%. Wenn ein Elternteil oder Geschwister betroffen sind, steigt das Risiko auf bis zu 40% an, haben beide Eltern eine Allergie, rechnet man mit bis zu 80%.

Am besten, du gehst dann einmal zum Kinderarzt und besprichst mit ihm die Situation.

Allergie oder Unverträglichkeit?

Hier muss man schon unterscheiden. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf einen eigentlich harmlosen Stoff, in dem Falle wird es zum Allergen. Bei Babys sind dies zu 90% Nahrungsmittel, teilweise auch Tierhaare, Hausstaub etc. Wenn dein Baby dann in Kontakt mit genau diesen Stoffen kommt, reagiert sein Immunsystem und schaltet auf Abwehr. Das Ergebnis sind Reaktionen der Haut, des Magen Darm Trakts oder der Schleimhäute (Augen, Nase).

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Handelt es sich hingegen um eine Unverträglichkeit, sieht die Sache ein wenig anders aus. Dann ist es so, dass der Körper deines Babys einen Stoff nicht richtig verdauen kann und es kommt deswegen zu einer Unverträglichkeit, die auch Intoleranz genannt wird. In diesem Fall ist die Reaktion oftmals erst nach ein paar Stunden oder sogar Tagen offensichtlich erkennbar und zeigt sich in Form von Bauchschmerzen, Durchfällen oder Blähungen.

Kann man das Allergierisiko verringern?

Da es sich um eine Erbveranlagung handelt, kannst du nicht viel tun – außer eines: Dein Kind so lange wie möglich zu stillen. Denn Muttermilch stärkt das Immunsystem des Babys und gilt in der ersten Zeit als absolut wichtigste und effektivste Prävention, damit Babys keine Allergien entwickeln. Wenn du nicht stillen kannst, solltest du alternativ hypoallergene Babyanfangsnahrung füttern.

Du hast die Vermutung, dass dein Baby eine Allergie haben könnte?

Wenn du der Meinung bist, bei deinem Baby treten allergische Symptome auf, versuche herauszufinden, wann und in welchem Zusammenhang diese genau auftreten. Vor dem Füttern, nach dem Füttern, beim Anziehen frischer Wäsche? Sollte dein Baby schon am Tisch mitessen, notiere dir genau, was es zu sich genommen hat, so kannst du besser herausfinden, was genau die Allergie hervorgerufen hat. Und natürlich solltest du dich mit deinem Kinderarzt kurzschließen.

Prävention von Allergien – was darf gefüttert werden?

Wenn du weißt, auf was konkret dein Baby allergisch ist, ist es einfach, dies wegzulassen.

Wenn du aber präventiv füttern willst, kannst du auch dann schon einige Dinge beachten und beim Füttern einfach weglassen. Es gibt nämlich Lebensmittel, die gerade bei Babys als hoch allergen gelten.

Dazu gehören in besonderem Maße Kuhmilch, Ei und Fisch, Erdnüsse, Sesam und Weizen. Am allerhäufigsten tritt bei Babys eine Kuhmilchallergie auf. Deswegen ist es sinnvoll, im ersten Jahr alle Produkte aus Kuhmilch erstmal wegzulassen. Erst dann kannst du nach und nach Kuhmilch einführen. Du musst es aber nicht, genauso gut kannst du dein Kind auch weiter stillen, denn Muttermilch ist das Beste, was du ihm geben kannst und natürlich viel besser als Milch von der Kuh.

Am besten, du führst die oben genannten Lebensmittel erst ab ca. einem Lebensjahr ein und dann nicht alle auf einmal, sondern nach und nach, so dass du gleich erkennen kannst, wenn dein Baby reagiert.

Kuhmilch- oder andere Allergie – und jetzt?

Die Kuhmilchallergie tritt bei Babys und Kleinkindern am häufigsten auf. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern relativ normal, da der Mensch sich erst nach und nach an den Verzehr von Kuhmilch gewöhnt hat. In Asien war es ganz lange der Fall, dass die Menschen Kuhmilch nicht vertragen. Streng genommen ist Kuhmilch Muttermilch für Kälber, nicht für Menschen.

In dem Fall einer Kuhmilchunverträglichkeit muss allerdings die gesamte Ernährung der Familie angepasst werden.

Solltest du den Babybrei selber kochen oder dein Kind isst bereits am Tisch mit und du kochst, musst du penibel auf die Etiketten schauen. Seit dem Jahr 2005 gibt es eine Pflicht, dass auf Verpackungen Allergene aufgelistet sein müssen. Dazu zählen unter anderem Eier, Erdnüsse, Milch, Sellerie, Sesam, Erdnuss etc. Auch in Lebensmitteln, denen man es nicht ansieht bzw. bei denen man es nicht vermutet, ist oftmals Kuhmilch oder auch Erdnüsse enthalten. Auf Kuhmilch lassen die Bezeichnungen: Caseinate, Molke, Galaktose, Lactalbumin, Lab, Milchfett zurückschließen.

Keine Sorge, mittlerweile gibt es für Kuhmilch eine riesige Auswahl an Alternativen. Es muss also nicht zwingend Kuhmilch sein. Kalzium zum Beispiel findet sich auch in grünem Gemüse, in kalziumreichem Mineralwasser, in Mandeln oder Tofu. Kinder, die das erste Lebensjahr hinter sich haben, dürfen stattdessen auch eine pflanzliche Milch aus Soja, Reis, Hafer oder Mandel erhalten. Der Geschmack ist schnell umgewöhnt. Auf Ziegen- oder Schafsmilch hingegen solltest du nicht ausweichen, da sich auch hierin tierische Eiweiße befinden, die wiederum Kreuzallergien auslösen könnten.

Das Leben mit einer Unverträglichkeit oder Allergie kann zwar etwas umständlicher werden, ist heutzutage aber überhaupt kein Problem mehr, da der Handel längst reagiert hat. Außerdem gibt es Hoffnung: viele Unverträglichkeiten, die ein kleines Kind entwickelt, sind bereits in der Kindergartenzeit wieder passé. Es muss also keinesfalls heißen, dass dieser Zustand bis zum Erwachsenenalter erhalten bleibt.

Kuhmilch für das Baby - Ja oder nein?

An wenigen Dingen scheiden sich so sehr die Geister wie an der Kuhmilch. Sollen Babys sie nun bekommen oder doch eher nicht? Wie ist das mit den Allergien? Brauchen Babys und Kleinkinder überhaupt Kuhmilch? Beugt Milch Krebs vor oder fördert Milchkonsum Krebs?

Es ist schwierig, zu diesem Thema eine konkrete Aussage zu machen, da die Meinungen auch heute noch stark auseinander gehen. Wir versuchen daher, alle Seiten zu beleuchten. Wie du dich letzten Endes entscheidest, bleibt dir überlassen, denn eine Empfehlung können wir nicht abgeben.  

Fest steht: Kuhmilch ist in der letzten Zeit ziemlich entmystifiziert worden. Während sie früher als uneingeschränkt gesund galt, ist man hier heute vorsichtiger. Dennoch gehen auch heute noch die Meinungen dazu auseinander.

Kuhmilch als einer der größten Allergene

Kuhmilch ist einer der größten Allergene. Das liegt daran, dass viele Menschen tierische Eiweiße, die darin enthalten sind oder auch die Laktose nicht vertragen. Der Mensch hat sich erst im Laufe der Jahrhunderte daran gewöhnt, Milch von der Kuh zu konsumieren. Noch heute sind viele Asiaten laktoseintolerant, weil sie die Kuhmilch einfach nicht gewohnt sind. Von Natur aus ist Kuhmilch nicht primär dazu gedacht, vom Menschen getrunken zu werden, sondern vom Kalb. Insofern ist Kuhmilchallergie also nichts Schlimmes, sondern eher ziemlich normal.

Gerade weil Kuhmilch so ein großes Allergen ist, solltest du in jedem Fall davon absehen, deinem Baby im ersten Lebensjahr davon zu geben.

Besser stillen

So oder so ist es am besten, du stillst dein Kind, so lange es geht: Mindestens ein Jahr lang, so wird es heute empfohlen, zwar nicht voll, aber bis zum Abstillen. Solange dein Kind die Muttermilch bekommt, braucht es logischerweise keine andere Milch - nicht von Kühen, nicht von anderen Säugetieren und auch nicht von Pflanzen.

Stillen ist auch in Bezug auf mögliche Allergien das Beste, was du tun kannst.

Brauchen Kinder Kuhmilch?

Genau das ist die Frage. Brauchen sie Kuhmilch wirklich? Im Grunde genommen ist es doch so: Die Kuh gibt Milch, damit sie damit ihr Kalb versorgen kann, damit es gut und gesund wachsen kann. Nicht anders verhält es sich mit der Muttermilch, die die Frau für ihr Baby produziert. Sie ist für das Menschenbaby gedacht. Irgendwann einmal, vor vielen Jahrhunderten, hat man, vermutlich weil nichts anderes vorhanden war, angefangen, die Milch von der Kuh zu konsumieren. Dass sie vermutlich nicht „das Beste“ für ein Menschenkind ist, kann man sich vorstellen.

In der letzten Zeit wurden auch immer mehr Zweifel laut, warum gerade Kuhmilch auf Kinder einen gesundheitlich positiven Effekt haben sollte. Es stimmt schon, Kuhmilch enthält viel Kalzium und Vitamine, weiterhin auch Proteine. Dennoch ist die Kuhmilch heute auch nicht mehr zwingend ein Naturprodukt, so wie sich das viele noch vorstellen. Beim Produktionsablauf wird sie mehrfach chemisch behandelt und erhitzt. Fest steht eben auch, dass der Bedarf an Kalzium auch anders gedeckt werden kann als über Kuhmilch. Alternativen sind grünes Gemüse, Sesam, Mineralwasser mit Kalzium, Nüsse etc. Darüber hinaus ist die Sache ohnehin komplexer, als gedacht. Um das Kalzium ausreichend aufnehmen zu können, wird nämlich auch Vitamin D benötigt.

Bekommen Babys bzw. Kinder die Milch ihrer eigenen Mutter, ist das in jedem Fall das Beste. Denn so hat es die Natur schließlich auch vorgesehen.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass Kuhmilch deutlich mehr Eiweiß enthält als Muttermilch. Dies kann auf Dauer die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Außerdem kann der frühe Konsum von zu viel Kuhmilch eine Veranlagung zum Übergewicht begünstigen.

Kuhmilch enthält:

  • Viel Eiweiß und Kalzium sowie verschiedene Vitamine

Dafür aber:

  • Wenig Vitamin A, C und D (Vitamin D wird benötigt, damit Kalzium verwertet werden kann)
  • Viel Fett und viele Kalorien

Ob dein Kind über die Stillzeit hinaus noch Muttermilch von egal wem braucht, musst du also letzten Endes selbst entschieden.

Pflanzliche Alternativen für Kuhmilch sind:

Sojadrink

  • Fast so proteinreich wie Kuhmilch
  • Weniger Fett, weniger Kohlenhydrate enthalten
  • Mehr Eisen
  • Es sollte Kalzium zu gesetzt sein
  • glutenfrei
  • Nicht im ersten Lebensjahr geben!

Haferdrink

  • Erst nach dem ersten Lebensjahr
  • Hochwertige und umweltfreundliche Milch Alternative
  • Sollte mit Kalzium angereichert sein
  • Am besten ohne Zucker und Aromen
  • Eiweißarm, dafür hochwertige Eiweiße
  • Fettarm, choilesterinfrei und reich an ungesättigten fetten

Reisdrink

  • Eher nicht für Kinder und Babys geeignet, da Nährstoffe fehlen
  • Am wenigsten allergieträchtig
  • Viele Kohlenhydrate

Mandeldrink

  • Eiweißreich
  • Viele Ballaststoffe
  • Ähnlich viel Kalzium wie Kuhmilch
  • Viel Fett

Sojamilch für Babys?

Leider ist es keine gute Idee, im ersten Lebensjahr des Kindes auf Sojamilch auszuweichen, auch wenn dies naheliegend erscheint. Auch Soja ist ein Allergen, welches im ersten Lebensjahr noch nicht gegeben werden sollte. Ab einem Jahr aber kannst du seinem Baby Sojamilch geben.

Der Umweltfaktor

Nicht von der Hand zu weisen ist der Umweltfaktor, wenn es um das Thema Milch geht. Immerhin geht es um die Zukunft deines Kindes. Klimawandel ist in aller Munde, und leider schneiden Produkte aus Kuhmilch bei der Öko Bilanz nicht gerade gut ab – ganz im Gegenteil. Butter zum Beispiel hat eine enorm schlechte Klimabilanz. Die pflanzlichen Alternativen, die sich immer mehr auf dem Markt breit machen, schneiden da zumindest teilweise deutlich besser ab. Die beste Umweltbilanz hat hier eindeutig Hafermilch.

Egal, ob Kuhmilch oder nicht: achte darauf, dass dein Kind sich ausgewogen ernährt und ausreichend Gemüse, Obst und Ballaststoffe bekommt. Und stille es, wenn irgend möglich, so lange es geht.


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