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Sanft Abstillen

Maik Schwede

Wie gelingt das am besten?

Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt gekommen, um endgültig abzustillen? Viele Mütter empfinden bei diesem Gedanken ein bisschen Wehmut. Denn während der Stillzeit hast du wahrscheinlich zu deinem Baby eine besonders innige Bindung aufgebaut. Aber, hey: die geht durch das Abstillen nicht verloren! Ganz im Gegenteil. Sie ist eine stabile Basis für alles Weitere, was kommt. Wenn dein Kind so weit ist und abgestillt werden will, zeigt es dir das meist durch deutliche Signale. Und dann solltest du das auch respektieren. Dein Baby wird nach und nach größer, ein eigenständiger Mensch mit Wünschen und Bedürfnissen und entdeckt, dass es interessantere Dinge gibt als Muttermilch. Das ist auch gut so.

Viele Mütter sehen es aber auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn immerhin bedeutet Abstillen zugleich auch, wieder mehr Freiheiten zu genießen. Alles zu seiner Zeit! Nur ist es bis dahin - bis zum Abstillen - oftmals ein langer und ziemlich mühseliger Weg. Außerdem ist sanft Abstillen das Zauberwort. Abstillen von heute auf morgen ist zwar theoretisch möglich, aber eben alles andere als sanft. Und das ist ja meistens eher nicht im Sinne von Mutter und Kind.

Woran merkst du, dass es Zeit ist zum Abstillen?

Mit ein bisschen Feingefühl wirst du es vermutlich merken: sowohl für dein Baby als auch für dich ist es Zeit für etwas Neues, für einen neuen Abschnitt. Wenn ihr beide bereit seid dafür, dann ist das der richtige Zeitpunkt. Die Brust wird für dein Baby immer uninteressanter, ja, sogar nebensächlich. Seine Entdeckungsfreude ist groß und es braucht die Brust dann meistens auch nicht mehr, um sich zu beruhigen oder um einzuschlafen.

Wenn dein Baby sich vom Stillen ablenken lässt und immer wieder den Kopf wegdreht, heißt dies übrigens noch nicht, dass es bereit wäre für das Abstillen. Das ist nämlich normal. Anzeichen dafür könnten vielmehr sein, dass sich dein Baby sich für das Essen am Familientisch interessiert. Aber auch dann stillen viele Mütter noch lange weiter. Langes Stillen, das weiß man mittlerweile, ist Prävention für Krankheiten sowohl für das Baby als auch für die Mutter.

Einen optimalen Punkt zum Abstillen gibt es nicht. Die meisten Mütter fangen um den 6. Monat herum damit an, ihrem Kind Beikost zu füttern, es kann aber auch mal ein paar Wochen länger dauern. Bis das Baby dann überhaupt keine Stillmahlzeit mehr bekommt, vergehen oft ein oder zwei Jahre.

Dein Kind entscheidet!

Wenn es darum geht, sanft abzustillen, solltest du dein Kind den Zeitpunkt entscheiden lassen. Dann wird es nämlich am einfachsten und harmonischsten über die Bühne gehen, ganz egal, ob mit ein paar Monaten oder erst mit 2 Jahren. Erstaunlich ist, dass viele Kinder irgendwann einmal ganz alleine bestimmen, dass sie ab sofort keine Muttermilch mehr bekommen wollen.

Sollte dein Kind allerdings noch deutlich jünger sein als ein halbes Jahr, kann der Stillstreik auch andere Gründe haben und du solltest erst eine Hebamme oder Stillberaterin fragen, bevor du voreilig das Handtuch wirfst. Unter einem Jahr passiert das mit dem sich selber Abstillen nämlich nur ausgesprochen selten. Erfahre in unserem Blogartikel "Stillen - Faszination Muttermilch" welche Stillprobleme auftreten können und wie du sie beheben kannst.

Wie du dich am besten verhältst

Willst du dein Kind sanft abstillen, bedeutet das, dass es dazu genau so viel Zeit bekommt, wie es braucht, ganz individuell. Sanftes Abstillen geht also immer auch von der Mutter aus. Es erstreckt sich über einen längeren Zeitraum, in der die Milchproduktion nachlässt und dein Baby nach und nach mehr feste Mahlzeiten bekommt, so lange, bis am Schluss nur noch eine Stillmahlzeit, meistens am Abend, übrig bleibt.

Und wenn abrupt abgestillt werden muss?

Manchmal bleibt die Sache mit dem sanften Abstillen leider ein Traum. Zum Beispiel dann, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt und du von deinem Baby getrennt wirst oder wenn einer von euch beiden erkrankt. Aber Vorsicht: Abruptes Abstillen ist nicht so einfach möglich, du brauchst dafür die Unterstützung einer Hebamme oder eines Arztes. Denn es kann dabei zu unangenehmen Milchstaus oder Brustentzündungen kommen.

Ein paar Tipps zum sanften und liebevollen Abstillen

Wenn du dir sicher bist, dass es langsam Zeit ist, dein Kind abzustillen, dann können dir ein paar Tipps das Vorhaben vielleicht ein wenig erleichtern.

  1. Trickse dein Kind niemals aus

Manch Stillende meint, sie müsse es mit Tricks versuchen, dem Baby die Brust zu entziehen. Wie das gehen soll, darauf gehen wir hier nicht näher ein, denn das ist alles andere als empfehlenswert.

  1. Biete deinem Baby die Brust nicht aktiv an, aber verweigere sie auch nicht, wenn es gestillt werden will.
  1. Stille dein Kind in der Übergangsphase zum Beispiel nur noch abends und nur zuhause, nicht unterwegs.
  1. Trage eher stillunfreundliche Kleidung, die es dir erschwert, die Brust immer und überall frei zu machen.
  1. Versuche, dein Kind abzulenken, wenn offensichtlich ist, dass es nur an die Brust will, weil ihm langweilig ist oder weil es müde ist.

Zu diesem Zeitpunkt, kannst du wunderbar und sehr effektiv unsere swing2sleep Federwiege einsetzen. Gerade wenn es um das Thema "Babys Schlaf" geht. Sollte dein Kind vehement deine Brust einfordern, versuche es einmal mit dem rhythmischen Schaukeln und der angenehmen Begrenzung. 

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  1. Falls du zum Beispiel morgens nicht mehr stillen willst, überlasse dem Papa das Feld. Bist du dann auch gar nicht zuhause, ist es für dein Baby einfacher, auf die Brust zu verzichten.
  1. Verkürze nach und nach die Stillzeiten und warte nicht darauf, dass dein Kind von selber aufhört, zu nuckeln.
  1. Sollte dein Kind schon älter und verständnisvoll sein, kannst du mit ihm einen Termin vereinbaren, zum Beispiel den nächsten Geburtstag oder ähnliches.

Wichtig: lasse dich nicht von anderen unter Druck setzen, die der Meinung sind, dass es jetzt eindeutig an der Zeit sei, abzustillen, weil dein Kind doch schon so groß ist. Es ist alleine deine Entscheidung und die deines Kindes, wann du abstillst!


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